> Ich vermute, dass die Schnittstelle hin ist, weil sie im Slavebetrieb
> den PC nicht hochfahren lässt.
Und was macht sie als Master?
Wenn die Elektronik von einer exakt baugleichen Platte stammt, solltest
Du gewisse Chancen haben, zumindest, wenn sich die Platte so verhält,
wie von Dir geschrieben (Spindelmotor dreht, Köpfe bewegen sich).
Bei Überspannungsschäden kann es durchaus passieren, daß auch Elektronik
im Platteninneren beschädigt wird - und die kann man nicht austauschen,
weil man dazu einerseits das Plattengehäuse öffnen müsste und
andererseits die direkt auf den zu den Köpfen führenden Flexleiter
gelöteten Bausteine austauschen müsste - das sind die
Schreib-/Leseverstärker.
An einer geöffneten Platte nur wenige cm von den Köpfen entfernt
herumlöten ist gar keine gute Idee (Kolophoniumdämpfe, sonstige
Lötdämpfe).
Bevor Du aber irgendwelche Bauarbeiten beginnst, probiere erstmal den
Betrieb als Master und den Betrieb als Master an einer USB-IDE-Bridge
(wie in externen Festplattengehäusen üblich).
Wenn der betreffende Rechner ausreichend alt ist, kann das von Dir
geschilderte Phänomen ("weil sie ... den PC nicht hochfahren lässt")
auch auf einen Fehler im BIOS-Code zur Plattenerkennung zurückzuführen
sein. Alte PC-BIOSse stürzten kommentarlos ab, wenn eine Festplatte mit
mehr als 32 GiB Kapazität angeschlossen wurde.
Aus diesem Grund haben Festplatten auch heute noch einen "32GB"-Jumper,
mit dem sie ihre dem BIOS gemeldete Kapazität künstlich auf 32 GiB
drosseln können.