> Ich hätte nicht gedacht, dass die Dosierung nur über die Pumpenlaufzeit
bestimmt wird
Bei Vibrationspumpen gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen Druck
und Durchfluss (cc/min). Wenn man den Druck, der gegen das Pad aufgebaut
wird, durch den Pad-Halter (Lochung) und feinere Mahlung erhöht, dann
fällt automatisch der Durchfluss und damit die Menge in der Tasse -
sofern die Zeit konstant bleibt. Hier ist ein Diagramm dazu von der fast
in jeder Espresso-Maschine verbauten ULKA E5-Pumpe:
http://www.ulka.it/eng/e5_gra.htm
Dieser Zusammenhang macht es übrigens ziemlich schwierig, eine gute
Maschine zu konstruieren: als ideal gelten 9 bar und 25 ml/25 Sekunden
(ideal für den Extraktionsverlauf). Aber die Pumpe lässt es gar nicht
zu, dass diese beiden Ziele unabhängig voneinander erreicht werden: Eine
Änderung an einem Parameter ändert sofort den andern. Also braucht man
in echten Espresso-Maschinen eine spezielle Druckregelung
(Expansionsventil), die beide Parameter voneinander entkoppelt. Die
Senseo hat das natürlich nicht, und genug Druck vermutlich auch nicht:
Diese "Espresso-Pads" sind, mit Verlaub, Humbug. Vieleicht nennt die
Senseo-Werbung die Pads deshalb vorsichtshalber nur "Geschmacksrichtung
Espresso".