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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Lüfter mit Wiederstand regeln


Autor: Axel (ojojo) (Gast)
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Hi Leute,
ich möchte einen Gehäuselüfter gerne stufenlos regeln.

Für kleinere Lüfter habe ich schon gute Erfahtungen mit ganz einfachen
5Watt-Potentiometern gemacht.
(zB 12V-Lüfter mit 0,25A <=> Poti mit 0-80 Ohm)

Nur jetzt habe ich hier noch einen Lüfter mit 1 A - also 12Watt.

Wie bekomme ich das jetzt am billigsten geregelt?

Da der Lüfter rechnerisch 12 Ohm haben sollte, wäre ein Regelbereich
von 0-24 Ohm cool.

Kann ich einen billig Poti und einen Transistor nehmen ? Welchen ?

jo
Axel

Autor: Nik Bamert (Gast)
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Hi Axel!

Ich benutze  immer die selben Transistoren, weil ich von denen(BC173)
ziemliche viele habe..der scheint aber ganz gut zu sein.
Ich hab damit schonmal kaltlichkadhoden geschaltet, die verbrauchen ca.
3 Watt, und wenn so n' transistörchen mal durchschmort, so teuer sind
die ja auch wieder nicht... ;-)

MFG Nik

Autor: Marc Donner (Gast)
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Nimm nen npn Transistor, den Kollektor an +UB den Emitter an + vom
Lüfter, masse vom Lüfter an Masse.
Die Basis des Transistors an den Schleifer eines Poti z.B. 10kOhm. Die
zwei anderen Anschlüsse an + und - UB.

Der Transistor sollte ne Leistung haben, die U abfall * I und dann
gehört er noch gekühlt.

Marc

Autor: Axel (ojojo) (Gast)
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danke für die schnellen Antworten!!

Aber, es gibt doch sooo viele verschiedene Transistoren

wie finde ich da den richtigen

sollte einen Linearen Verlauf haben von 0 - 25 Ohm

und 12 Watt (12V 1A) muss er unbedingt aushalten.
Wenn er durchschmort kostet er vielleicht nur ein paar Cent, aber die
CPU oder das Netzteil, die dann auch durchschmoren kosten evtl. mehr
:-)

jo
Axel

Autor: Marc Donner (Gast)
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Hier ändert sich kein Widerstand hier wird die Spannung am Lüfter
geregelt. Und er muss je nach einstellung unterschiedliche Leistungen
Aushalten. Wenn er 15 Watt verlustleistung aushält müsste es auf jeden
Fall reichen.
z. B. BD 139 macht 100V, 1,5A , 12,5W

––––––––––––––––––,
        |         |
       ,-,       |/
  Poti | |-------|  T z.B. BD139
       |/|       |>
       '-'        |
        |       Lüfter
        |         |
––––––––––––––––––'


Marc

Autor: Martinw (Gast)
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Hi.

Ich hab auch so eine 7-Kanal (siehe bild) eigenbau Lüftersteuerung.
Meiner Meinung nach solltest du statt eines Transistors einen
Spannungsregler alla LM317 nehmen. Kostet auch nicht die Welt und lässt
sich leichter/konstanter regeln.. Und ein Ampere sollte der auch
aushalten, sonst eben ein kleiner Kühlkörper...


MfG Martin W

Autor: Marc Donner (Gast)
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@martin

also wenn du meinst ein LM317 wäre einfacher als ein Emitterfolger dann
irrst du dich gewaltig. Und es kommt in diesem fall auch nicht nur auf
den Strom sondern auf die Verlustleistung an. Und bei 12V aus nen
Computer netzteil ist der Emitterfolger genauso konstant wie dein
LM317. Denn wenn die Eingangsspannung konnstant ist ist die
ausgangsspannung auch konnstannt.

Marc

Autor: Martinw (Gast)
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Hi

Ein Transistor ist ein Strom gesteuertes Bauteil. Heißt bei bsp
verstärkung hundert bei 1mA in die Basis fließen dann 100mA über
Emitter Kollektor.
Wie auch immer ich hab gute erfahrungen mit dem LM317 und ich würd
einfach keinen Transistor dafür benutzen...

MfG Martin W

Autor: Marc Donner (Gast)
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wenn du einen Transistor als Emmiterfolger d.h. Kolektor direkt an +UB
bei nem npn hast du immer die Spannung an der Basis - 0,7V am Emitter.

Marc

Autor: Axel (ojojo) (Gast)
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>bei nem npn hast du immer die Spannung an der Basis - 0,7V am Emitter

Den Satz verstehe ich leider nicht !?

Ich werde mir aber jetzt einen BD139 organisieren.
Danke!

Axel

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Ich empfehle Dir auch den Transistor. Die 0,7V Spannungsabfall, d.h. max
11,3V am Lüfter kann man in der Regel verschmerzen.

Ein LM317 verbraucht dagegen etwa 2,5V, d.h. da sind dann nur max 9,5V
am Lüfter drin.


Peter

Autor: Marc Donner (Gast)
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@axel

Den BD139 solltest du aber mit nem Kühlkörper versehen sonst kann's
sein dass der dir stirbt.

Marc

Autor: Axel (ojojo) (Gast)
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oje :-)
gibt´s da hoffentlich passendende ?

wie sieht das Teil den überhaupt aus ?

jo
Axel

Autor: Marc Donner (Gast)
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da gibts passende. Es reicht vielleicht auch den Transistor isoliert
aufs gehäuse oder irgendein blech zu schrauben. Hängt von der
verlustleistung ab


Marc

Autor: Axel (ojojo) (Gast)
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noch eine Frage
die zeichnung sieht so aus, als wäre das poti an + und -
angeschlossen.
Ist das richtig?

wie würde die zeichnung bei einem pnp-Transistor aussehen.

(Ich frage deshalb, weil ich nachher zum Conrad gehe und im Internet
keinen BD139 finden konnte)

––––––––––––––––––,
        |         |
       ,-,       |/
  Poti | |-------|  T z.B. BD139
       |/|       |>
       '-'        |
        |       Lüfter
        |         |
––––––––––––––––––'

Wie kann ich mir die richtige Größe für den Poti ausrechnen?
Ich möchte zB 8 von 12 Watt verbraten
Das käme dann in meinem Fall einem Wiederstand von 24Ohm gleich,
oder ?

Danke für die tolle Unterstützung

Autor: Axel (ojojo) (Gast)
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Nachtrag:

wie sind die schaubilder in so einem Datenblatt zu lesen ?

Das Schaubild 9 zeigt mir den Zusammenhang zwischen Basis-Strom und
Collector-Emitter-Spannung, oder !? Dann hat das Teil aber mal
überhaupt keinen Linearen Verlauf, sondern wirkt wie ein Schalter. Oder
liege ich da falsch?

jo
Axel

Autor: Marc Donner (Gast)
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Der Transistor fungiert hier nur als Stromverstärker. Die Spannung am
emitter des Transistors ist immer um 0,7V kleiner als an der Basis.
D.h. mit dem Poti wird eine Spannung zwischen 0 und 12V eingestellt die
an der Basis des Transistors anliegt. diese Spannung minus 0,7V liegt
dann am Emitter. Mit nem widerstand hat das ganze nichts mehr zu tun.
du regelst nicht den widerstand sondern die Spannung die zwischen
Collektor und Emitter abfällt.
Ein Transistor als Spannungsverstärker hat keinen linearen verlauf der
kennlinie, aber das ist für diese Schaltung völlig uninteresannt.
das mit deiner rechnung mit der verlustleistung stimmt nicht ganz. Wenn
die Spannung am lüfter geringer wird wird auch der Strom der fliest
geringer somit ist das die Leistung nicht die Spannung * Nennstrom
sondern Spannung * Iststrom.
Wenn z. B. der Lüfter mit nur noch 6V betrieben werden soll fallen über
dem Transistor 6V ab. Die 6V * Istrom ist deine verlustleistung.
Bei BD139 hfe(Gleichstromverstärkung)>= 50 d.h. bei 0,5A durch den
Transistor fliesen 0,5A/50=10mA an der Basis.
Nimm für den Poti 1KOhm oder so.

Marc

Autor: Axel (ojojo) (Gast)
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Hallo,

vielen Dank an alle !!
Habe den BD139 dann doch bekommen.
Hat einwandfrei funktioniert.

Warum schließt man das Poti denn auch noch an MINUS an ?
Würde das nicht reichen, wenn es mit einer Seite an PLUS ahängt ?

Nachher werde ich mal testen, wie warm das Teil bei 1A wird.
Habe ich doch richtig verstanden, das es wärmer wird, wenn ich mehr
Spannung abfallen lasse.? Wenn ich also den Lüfter auf voller Drehzahl
laufen lasse (bei 11.3 V und ca. 1A) dürfte der Transistor nicht so
warm werden, wie wenn ich den Lüfter stark runterregel.

Danke für die geduldigen Hilfestellungen.
Ich höre dieses Semester Elektrotechnik I (Uni), vielleicht hilft das
:-)
(ich befürchte aber, das ich danach zwar alles ausrechnen kann, aber
trozdem über praktische Dinge nichts gelernt habe)

jo
Axel

Autor: Marc Donner (Gast)
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Um so mehr Leistung über dem Transistor abfällt um so wärmer wird er.
Bei 11,3V am Lüfter und 1A -> 0,7V * 1 A = 0,7W. wen du nun die
Spannung herunterregelst dann hast du z.B. 3V über dem Transistor und
aber einen Strom von 0,9A -> 2,7W. Die leistung ist nicht linear
proportional zur leistung.

Der Poti muss auch an minus da du sonnst nur den Strom durch die Basis
änderst aber nicht die Spannung an der Basis. Wenn du die Spannung
ändern willst zwischen 0-12V am Poti Schleifer, dann muss der Poti auch
an 0 und 12v angeschlossen sein. der Poti ist dann ein Spannungsteiler.
R1/R2 = U1/U2 R1 ist der Widerstand des Schleifers zum einen Endpunkt
und R2 der widerstand zum anderen Endpunkt. U1+U2 = 12V -> U2 =
(R2*12V)/(R1+R2).


Marc

Autor: Axel (ojojo) (Gast)
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Hi Ho,

Also bei 2,5 Watt wird das Teil schon gut heiß.
Habe den Transistor ausserhalb vom Gehäuse auf einen Kühler montiert.
(s. Anhang)

Ich habe jetzt mal ein 1K-Ohm Poti genommen.
Noch eine letzte Frage:
Wenn ich die Basis nur über die Spannung regel, hätte ich dann nicht
auch einen 470 Ohm, 4700 Ohm oder auch 10K Ohm Wiederstand nehmen
können?

jo
Grüße
Axel

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Nur so als Merkhilfe:

Widerstand hat nichts mit Wiederholung zu tun sondern kommt von
"dagegen" (wider).

Er widersetzt sich dem unbegrenzten Stromfluß.


Peter

Autor: Axel (ojojo) (Gast)
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wenn dass mein Deutschlehrer wüßte :-)

is mir natürlich auch klar, habe nur beim schnellen tippen nicht auf
evtl. orthographische oder grammatische fehler geachtet

jo

meine frage bezog sich darauf, ob bei einem stärkeren Poti-Widerstand
nicht der gleiche Spannungsteiler-effekt auftritt.
oder ob dann nicht genug Strom zur Basis fließt, weil doch eigentlich
der verstärkt wird.

Axel

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Eine Faustregel:

Um einen ausreichend linearen Einstellbereich zu haben sollte der
Querstrom durch das Poti etwa 2...10* höher als der maximale Basisstrom
sein.

Also Pi*Daumen ist 1k schon ganz o.k.


Peter

Autor: Totengräber (Gast)
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...und hier ist er wider (***lol***) Euer Totengräber

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