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Forum: Platinen längliches Bohrloch in Eagle anlegen?


Autor: Bernd Schuster (mms)
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Hallo,

die Befestigungslöcher für die Platine sollen länglich / oval werden, 
wie kann ich solche Löcher in Eagle zeichnen?

Hab schon versucht im Layer Milling eine Kontur / Umriss vom Bohrloch zu 
zeichnen, da dieses ja gefräst werden muss, aber wie realisiere ich das 
jetzt mit der Kupferschicht außenherum?

Bernd

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Manche Leiterplattenhersteller scheinen mit solchen "laenglichen 
Bohrloechern" Probleme zu haben, ueberleg Dir also genau ob Du das 
wirklich brauchst. Kann Dir leider nicht spontan helfen.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ Bernd Schuster (mms)

>die Befestigungslöcher für die Platine sollen länglich / oval werden,

Die werden dann mit einem ovalen Bohrer gebohrt? ;-)

>wie kann ich solche Löcher in Eagle zeichnen?

Die müssen gefräst werden. Das musst im Layer DIMENSION zeichnen. Dabei 
sollte man aber kein 90 Grad Ecken legen, sondern mit abgerundeten 
Kanten arbeiten (Rechte Maustaste beim Linienverlegen).

>zeichnen, da dieses ja gefräst werden muss, aber wie realisiere ich das
>jetzt mit der Kupferschicht außenherum?

Einfach mit Linien/Polygonen Zeichnen.

MfG
Falk

Autor: Dietmar E (Gast)
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> aber wie realisiere ich das jetzt mit der Kupferschicht außenherum?

Willst Du darum Kupfer haben oder nicht?

Falls nicht (weil der Hersteller nicht in Kupfer fräst), und das Loch 
liegt in einer Massefläche, dann stelle die Fräsung mit einem Polyon im 
trestrict- und brestrict-Layer frei und lass die Massefläche neu 
berechnen. Achte auch auf die nötigen Abstände zu Leiterbahnen - nicht 
durchkontaktierte Löcher/Ausbrüche werden etwas später im 
Produktionsprozess hergestellt, der Maschinenwechsel führt dazu, dass 
die Positionstoleranz dieser Löcher grösser ist. Deshalb muss genug 
Abstand her, damit nicht versehentlich Leiterbahnen angefräst werden.

Oder willst Du Kupfer drumherum haben? Dann würde ich erst mal klären, 
ob der Hersteller Fräsen in Kupfer anbietet - ich weiss gar nicht, ob 
das geht. Falls ja, dann zeichnest Du ein entsprechendes Polygon in TOP- 
und BOTTOM-Layer. Wenn das eine Massefläche sein soll - und nur dann - 
den Polygon-Name auf GND setzen und Massezuleitung sicherstellen 
(GND-Signal im Polygonbereich).

Achte auch auf den Fräser-Durchmesser. Wenn der Hersteller auf seiner 
Seite sagt, dass er die Ausbrüche mit einem 2mm-Fräser fräst, dann 
kannst Du keinen Schlitz zeichen, der scharfe Ecken hat oder der nicht 
mindestens 2mm breit ist. Stiftbreite des Polygons in diesem Fall auf 
2mm stellen, dann wird es in Eagle einigermassen realistisch dargestellt 
(immer noch etwas kantig; wie es genau aussehen wird, sieht man im 
Gerber-Viewer).

Autor: Dietmar E (Gast)
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> Die müssen gefräst werden. Das musst im Layer DIMENSION zeichnen

"Daten, die für eine Fräsmaschine bestimmt sind, werden üblicherweise
im Layer 46 Milling gezeichnet. Darin zeichnet man zum Beispiel die
Konturen von Platinenausbrüchen, Langlöchern oder ähnliches" 
(Eagle-Manual).

Autor: Mario Hagen (djacme)
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meistens gilt:

- Layer 20 Fräsen NACH Durchkontaktieren. Gerfäst wird ausserhalb der 
eigendlichen Linie, d.H. die Linie gibt das absolute Maß der Platine an. 
Wenn  innerhalb eine Leiterplatte im Layer 20 gearbeitet wird ist zu 
beachten das der Durchbruch um eine Werkzeugbreite versetzt wird.

- Layer 46 Fräsen VOR Durchkontaktieren. Gefräst wird AUF der Linie, 
d.H. die Linie gibt den Mittelpunkt des Fräsers an.


Diese Angaben ohne Gewähr, jeder Hersteller kocht da so ein eigenes 
Süppchen, am besten vorher erfragen und bei Betstellung mit angeben was 
seine einzelnen Layer machen.

Autor: Dietmar E (Gast)
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> Wenn  innerhalb eine Leiterplatte im Layer 20 gearbeitet wird ist zu
beachten das der Durchbruch um eine Werkzeugbreite versetzt wird.

Bei Eurocircuits/ThePCBShop zeichnet man den Ausbruch so, wie man ihn 
haben will, WYSIWYG (What You See Is What You Get). Den Versatz rechnet 
der Hersteller selber aus. Man kann das Ausbruch-Polygon also mit der 
Stiftbreite 0 zeichnen, das wäre am exaktesten und bequemsten - kein 
Versatz beim Zeichnen (oder man zeichnet mit der Stiftbreite 1 mil, was 
fast 0 ist, aber keine Gerber-Fehler provoziert).

Andererseits sollte man besser mit der Breite des Frästools zeichnen, 
damit man nur zeichnet, was herstellbar ist (z.B. keine scharfen Ecken 
in Ausbrüchen). Dann muss man allerdings zum Ausfüllen einer 
Wunschkontur in Eagle mit einem Versatz von halber Linienbreite 
zeichnen.

Welche Eagle-Layer man nimmt, ist diesem Hersteller egal, da man die 
Fräsarbeiten als Gerber-Datei abgeben muss (d.h. Eagle-Layer sind 
Privatangelegenheit).

Autor: Tina Berger (tina)
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kann man sich für solche Langlöcher auch eine Lib anlegen, in der man 
solche dann im Layer Milling abspeichert und dann problemlos einzeichnen 
kann - oder wird das sogar so gemacht?

Tina

Autor: Dietmar E (Gast)
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Warum nicht. Löcher gibt es in der Library "holes.lbr", wäre vieleicht 
der beste Ort für eigene Ergänzungen.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ Dietmar E (Gast)

>Warum nicht. Löcher gibt es in der Library "holes.lbr", wäre vieleicht
>der beste Ort für eigene Ergänzungen.

Hmmm. Ich lege alle selbstgenerierten Bauteile in einer/mehrerer eigenen 
Lib an. Das halte ich für taktisch besser, weil alles kompakt zusammen 
ist un bei einem Wechsel der Eagle-version alles leicht portiert werden 
kann. Wenn aber alles verstreut ist . . .
Die orginalen Eagle Libs ändere ich nicht, auch keine Ergänzungen.

MfG
Falk

Autor: Thilo M. (Gast)
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>Die orginalen Eagle Libs ändere ich nicht, auch keine Ergänzungen.

Das halte ich genauso. Ich ändere zwar in der Original-lib, speichere 
sie aber unter anderem Namen in einem eigenen Verzeichnis ab.

Autor: Tina Berger (tina)
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welchen Layer verwendet man, dass z.B. eine GND Plane den Teil eines 
Langloches nicht bedeckt? Ist das egal - b Restrict / t Restrict oder t 
Keepout b Keepout? Das Langloch an sich hab ich den Layer Milling 
gelegt.

Tina

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ Tina Berger (tina)

>welchen Layer verwendet man, dass z.B. eine GND Plane den Teil eines
>Langloches nicht bedeckt?

Was spricht gegen ein schnelles Ausprobieren?

> Ist das egal - b Restrict / t Restrict

Ja.

>oder t Keepout b Keepout?

Nein, das regelt die Platzierung von Komponenten.

MfG
Falk

Autor: Tina Berger (tina)
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mit nur tRestrict und bRestrict funktioniert es nicht - hab dann den 
Layer Dimension noch mitreingenommen für die Kontur... dann hats 
funktioniert...

Tina

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ Tina Berger (tina)

>mit nur tRestrict und bRestrict funktioniert es nicht - hab dann den
>Layer Dimension noch mitreingenommen für die Kontur... dann hats
>funktioniert...

Glaub ich nicht. Wenn du Linien/Rechtecke/Polygone in trestrict/brestict 
zeichnest, dann werden dort keine Polygone aufgefüllt.

MfG
Falk

Autor: Tina Berger (tina)
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ich glaub auch, dass da noch ein fehler bei mir vorhanden ist...

in trestrict und brestrict hab ich linien und polygone verwendet.

ein polygon auf dem layer1 (top) wird nicht mehr gefüllt, aber auf 
layer4 wird das polygon noch gefüllt... hab bei den design rules in 
eagle angegeben, dass ich nur zwei layer habe, da ich das layout von 
einer 4lagigen Platine übernommen habe.

Tina

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ Tina Berger (tina)

>layer3 wird das polygon noch gefüllt... hab zwar bei den design rules in

Logisch, dafür gelten trestrict und brestrict auch nicht!

>eagle angegeben, dass ich nur zwei layer habe, da ich aber das layout
>von einer 4lagigen Platine übernommen habe, ist komischerweise noch ein
>dritter layer übrig geblieben, auf dem sich aber keinerlei signale etc.
>befinden.

Aber wahrscheinlich ein Polygon. Das musst du löschen(ripup).

MfG
Falk

Autor: Tina Berger (tina)
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ok das mit trestrict und brestrict klingt jetzt logisch für mich...

aber wie kann ich Eagle sagen, dass er Layer4 zu Layer2 machen soll? In 
den Design-Rules hab ich angegeben, dass ich (1*4) besitze; wenn ich 
hier angebe (1*2), dann gibt es natürlich lauter fehler, weil dann 
wieder der Layer aktiviert wird, der bei der 4lagigen Platine Layer2 war 
/ ist.

Bei den Layereinstellungen ist der vierte Layer mit der Nummer 4 
intialisiert - das müsste ich wahrscheinlich ändern zu Nummer 2 - aber 
wie? Leider hab ich keine Zugriff auf die Nr.-Einstellung.

Tina

Autor: Tina Berger (tina)
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d.h. ich muss einfach beim Leiterplattenhersteller einfach angeben, dass 
layer4 eigentlich layer2 bei einer 2lagigen Platine ist... oder kann man 
das im Gerber-Format noch berichtigen?

Tina

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ Tina Berger (tina)

>d.h. ich muss einfach beim Leiterplattenhersteller einfach angeben, dass
>Layer4 eigentlich layer2 bei einer 2lagigen Platine ist... oder kann man

Kann man machen, würde ich aber nicht machen. So weit wie möglich mit 
Standards arbeiten, nur wenns wirklich nicht geht mit selbstgestrickten 
Lösungen.

>das im Gerber-Format noch berichtigen?

Im Prinzip Ja, denn dort werden die Layer einzeln gehandhabt (Ein Layer 
pro Datei). Aber wozu?

>aber wie kann ich Eagle sagen, dass er Layer4 zu Layer2 machen soll?

Schalte doch einfach alle Layer aus, ausser Layer4, markiere alles 
(GROUP), dann einfach mit CHANGE -> Layer, und dann rechte Maustaste 
alle Leiterbahnen auf Layer 2 verschieben.

MfG
Falk

Autor: Tina Berger (tina)
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>Schalte doch einfach alle Layer aus, ausser Layer4, markiere alles
>(GROUP), dann einfach mit CHANGE -> Layer, und dann rechte Maustaste
>alle Leiterbahnen auf Layer 2 verschieben.

jetzt ist wieder alles in ordnung. Noch eine erweiterte Frage, wie 
handhabt man das bei 4-lagigen Platinen, wenn trestrict und brestrict 
nur für die ersten beiden Layer betrifft?

Tina

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