Auch wenn's schon zu spät ist:
Beim Target-Autorouter erreicht man oft ein ganz ordentliches
Ergebnis, wenn man ihn einmal (mit den Standardoptionen) komplett
durchlaufen lässt, dann großzügig alle Leiterbahnen, die nicht gut
aussehen (zu lang, zu verwinkelt etc.), auflöst und den Router
anschließend ein zweites Mal startet. Mit "großzügig" meine ich ca. 25
bis 40% der verlegten Leiterbahnen.
Wenn es natürlich keine vollständige Lösung gibt, was bei einseitigen
Platinen oft der Fall ist, gibt es halt keine. Dann musst du dir mit
Brücken behelfen.
Oft kann man auch durch geschicktes Permutieren gleichartiger
Anschlüsse (bspw. Gattereingänge, Portleitungen etc.) im Schaltplan
das Routen vereinfachen. Beim Ändern der Portleitungen eines µC muss
natürlich die Software angepasst werden. Aber Software ist, wie der
Name sagt, weich und änderungswillig, im Gegesatz zur Hardware.
Alle Billigrouter (egal, ob Target oder Eagle) sind sehr unflexibel,
wenn man einzelne Leitungen garantiert kurz (bspw. Anschlüsse von
Quarzen uder Stützkondensatoren) oder breit (Stromversorgungslei-
tungen, Leistungsausgänge) haben möchte. Diese verlegt man meist
besser von Hand.
Zusammen mit einer guten Bauteilplatzierung und geschickten Zuordnung
gleichartiger Anschlüsse, die sowiso Handarbeit erfordert ist dann der
Weg zum komplett handgemachten Layout nicht mehr weit. Dieses ist
nicht nur von höherer Qualität, sondern sieht auch optisch viel besser
aus.
Der Autorouter ist ganz praktisch, um schnell zu erkennen, ob eine
Bauteilplatzierung halbwegs vernünftig ist: Schafft der Router nur
50%, dann sind die Bauteile schlecht oder zu dicht platziert. Schafft
er aber auf Anhieb 90%, kann ich fast sicher sein, von Hand 100%
hinzukriegen.