mikrocontroller.net

Forum: Platinen Autorouten mit Target


Autor: Matthias (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hi,

ich bin gerade dabei meine erste Platine zu layouten.
Da ich nicht Platinenrouten nicht gerade spannend finde,, würde ich 
gerne den Autorouter damit beschäftigen. Ich verwende Target und finde 
das Programm im Umgang wirklich sehr gut.

Nun habe ich den Autorouter Gridless Hybrid Router gestartet und mache 
jeweils 100 Durchläufe. Leider schafft er es nicht alle Leitungen zu 
routen.

Meine Frage wäre: Wie viele Durchgänge sollte man standardmäßig 
einstellen ? Ich gebe ihm vor, dass er nur die untere Kupferschicht 
hernehmen darf.

Autor: Thomas B. (owz)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Matthias,

Nur so eine Idee:
Routen mit nur einer Kupferebene... Da ist nicht mal ein Kreuzen von 
Leitbahnen möglich, außer es geht irgend wie unter ein Bauteil durch. Da 
kann der Autorouter unter umständen keine Lösung finden, weil es keine 
gibt. Probiers einfach mal mit 2 Ebenen. Die Leiterbahnen auf der 
Oberseite, kannst du z.B. als Drahtbrücken ausführen, wenn du keine 
Doppelt Kaschierte Platte willst.

MfG Owz

Autor: Detlev T. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
1. Wenn das Entflechten von Platinen so einfach wäre, wären hier viele 
Leute arbeitslos.
2. Das Routen beginnt schon mit dem Schaltplan und dem sinnvollen 
Platzieren der Elemente
3. Es gibt nicht immer eine Lösung für das Routen, da die Kupferbahnen 
sich auf derselben Ebene nicht kreuzen dürfen (Kurzschluss)
4. Selbst wenn es eine Lösung gibt, findet ein Autorouter sie nicht 
immer.
5. Selbst wenn ein Autorouter eine Lösung findet ist sie nicht unbedingt 
gut.
6. Selbst wenn sie gut ist, ist sie fast nie optimal.

Vielleicht von ganz ganz einfachen Projekten abgesehen ist immer eine 
Menge Eingreifen des Benutzers erforderlich, um ein gutes Layout zu 
machen. Überlege dir im Kopf, wie das Layout ungefähr aussehen soll, und 
nimm den Autorouter dann als automatischen Leiterbahnenleger. Das ist 
mein Rat

Autor: Stefan (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
...guter Rat, ich kann mich nur anschliessen.

Autor: Horst Gschwandtner (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Vergiss den Autorouter - wir haben Ihn in der Firma aber der taugt 
nichts bzw. bedarf es einer zeitaufwendige Konfiguration um überhaupt 
ein mittelmäßiges Ergebnis zu bekommen.

Autor: Horst Gschwandtner (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
ihn natürlich

Autor: Matthias (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
OK, habs pr Hand gemacht. Aber danke für die Tipps

Autor: yalu (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Auch wenn's schon zu spät ist:

Beim Target-Autorouter erreicht man oft ein ganz ordentliches
Ergebnis, wenn man ihn einmal (mit den Standardoptionen) komplett
durchlaufen lässt, dann großzügig alle Leiterbahnen, die nicht gut
aussehen (zu lang, zu verwinkelt etc.), auflöst und den Router
anschließend ein zweites Mal startet. Mit "großzügig" meine ich ca. 25
bis 40% der verlegten Leiterbahnen.

Wenn es natürlich keine vollständige Lösung gibt, was bei einseitigen
Platinen oft der Fall ist, gibt es halt keine. Dann musst du dir mit
Brücken behelfen.

Oft kann man auch durch geschicktes Permutieren gleichartiger
Anschlüsse (bspw. Gattereingänge, Portleitungen etc.) im Schaltplan
das Routen vereinfachen. Beim Ändern der Portleitungen eines µC muss
natürlich die Software angepasst werden. Aber Software ist, wie der
Name sagt, weich und änderungswillig, im Gegesatz zur Hardware.

Alle Billigrouter (egal, ob Target oder Eagle) sind sehr unflexibel,
wenn man einzelne Leitungen garantiert kurz (bspw. Anschlüsse von
Quarzen uder Stützkondensatoren) oder breit (Stromversorgungslei-
tungen, Leistungsausgänge) haben möchte. Diese verlegt man meist
besser von Hand.

Zusammen mit einer guten Bauteilplatzierung und geschickten Zuordnung
gleichartiger Anschlüsse, die sowiso Handarbeit erfordert ist dann der
Weg zum komplett handgemachten Layout nicht mehr weit. Dieses ist
nicht nur von höherer Qualität, sondern sieht auch optisch viel besser
aus.

Der Autorouter ist ganz praktisch, um schnell zu erkennen, ob eine
Bauteilplatzierung halbwegs vernünftig ist: Schafft der Router nur
50%, dann sind die Bauteile schlecht oder zu dicht platziert. Schafft
er aber auf Anhieb 90%, kann ich fast sicher sein, von Hand 100%
hinzukriegen.

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.