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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug (Laser-) Spiegel schneiden


Autor: Christoph Budelmann (Firma: Budelmann Elektronik GmbH) (christophbudelmann) Benutzerseite
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Ich benötige ca. 30mm Laserspiegel in 5-7mm Breite. Hat jemand eine 
Ahnung, wo man das bekommen kann oder wie man die Spiegel vernünftig 
schneiden kann? Mit einem handelsüblichen Glasschneider kommt fast nur 
Bruch bei der Breite heraus.

Verlustfaktor und ähnliches wäre mir vollkommen egal. Ich brauche nur 
Spiegel, die keine Doppelbrechungen hervorrufen.

Das ganze ist übrigens für ein Messgerät gedacht, in dem ein LPC2148 
zwei CCD-Sensoren auslesen und die Daten verarbeiten soll, so offtopic 
ist die Frage in diesem Forum also nicht. ;-)

: Verschoben durch Admin
Autor: 1378 (Gast)
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Die kann man Customfertugen lassen. Der Unterscheid zwischen einem 
Stueck Glas und einem Laserspiegel ist die dielektrische 
Multilayerbeschichtung. Die kann man auftragen lassen. Das ist 
wahrscheinlich guenstiger als einen Satz Ein-Zoll Rundspiegel mit viel 
Abfall zu zersaegen. Zersaegen geht mit wassergeschmiertem Diamantblatt. 
Nicht grad mit der Flex, aber in der Richtung.

Autor: Horst (Gast)
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Dafür brauchst Du ja dann keine dielektrische Verspiegelung, 
Alubedampfung reicht aus.

So einen Spiegel findust Du, allerdings etwas zu lang, in so ziemlich 
jedem Fotokopierer, Laserdrucker, vielen Scannern, Faxgeräten etc...

Die haben oft ungefähr die gewünschte Breite, Länge meist um 250 mm, 
sind aber leicht zu kürzen.

Dicke meist um 3-4 mm.

Autor: Thomas B. (yahp) Benutzerseite
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> dielektrische Multilayerbeschichtung.

"Kanonen und Spatzen"? Mal wieder...

Für diese Anwendung tut's Alubeschichtung auch, wichtig ist nur, dass es 
ein Oberflächenspiegel ist, sonst gibt's Mehrfachreflexe.

PS: Je nach Abnahmemenge einfach bei Medialas oder HB-Laser mal ne 
Familienpackung in 30x30 bestellen und den Bruch verschmerzen. Oder 
wenns halt in die tausender Stückzahlen geht, auf Maß fertigen lassen 
;-) (Weiß man ja nicht).

PPS: Selbst Conrad hatte mal solche Spiegel, aber dank super 
Suchfunktion kann ich die grad nicht finden.

Autor: Karl-j. B. (_matrixman_)
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Kuck mal in dem Forum nach:

http://diy-community.de/

Die kennen sich mit Optik besser aus - vielleicht hat einer so ein Stück 
Oberflächenspiegel übrig

Autor: Timo Dittmar (tdittmar)
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Hallo,
ich würde auch vorschlagen einfache Silber- oder Aluvorderflächenspiegel 
zu verwenden. Selbst bei kleinen Stückzahlen ist es meistens einfacher 
sich ein Substrat der passenden Größe beschichten zu lassen.

Beispiele für Spiegelhersteller (aus dem Physik Journal :-)

linos
Laser 2000
Vision GmbH
ATOS

und viele mehr.

Grüße Timo

Autor: Christoph Budelmann (Firma: Budelmann Elektronik GmbH) (christophbudelmann) Benutzerseite
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Ich habe bereits zum Testen Laser in 30 x 30 mm² bei Medialas bestellt, 
nur das Schneiden bei den Breiten funktioniert nicht.

Die meisten Hersteller für professionelle Laserkomponenten bieten nur 
Spiegel zu horrenden Preisen an, das lohnt sich in meinem Fall nicht.

Ich brauche nur zehn Spiegel, daher ist eine Bastellösung à la Scanner 
schlachten kein Problem. Die Dicke ist auch erstmal völlig 
nebensächlich. Dumm nur, dass hier gerade kein passendes Altgerät 
herumsteht.

Gruß
Christoph

Autor: 1378 (Gast)
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Alu- und Silberspiegel muessen eine SiO2 Schutzschicht gegen Oxisation 
haben. Wenn man die Spiegel zersaegt ist die Schicht weg. So teuer sind 
die dielektrischen Spiegel nun auch wieder nicht. Die Oberflaeche ist 
zumindest viel robuster.

Autor: Thomas B. (yahp) Benutzerseite
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> Alu- und Silberspiegel muessen eine SiO2 Schutzschicht gegen Oxisation
> haben. Wenn man die Spiegel zersaegt ist die Schicht weg. So teuer sind
> die dielektrischen Spiegel nun auch wieder nicht. Die Oberflaeche ist
> zumindest viel robuster.

Als ob vom Sägen die SiO2 Schicht flächig verschwinden würde, so ein 
Quatsch. Abgesehen davon wird er keine Chipsäge haben und daher ist 
Sägen für ihn eh gestorben. Beim Ritzen und Brechen geht die 
Schutzschicht auch nicht weg, es bleibt nur das Problem, dass es nicht 
richtig zu funktionieren scheint.


> Selbst bei kleinen Stückzahlen ist es meistens einfacher
> sich ein Substrat der passenden Größe beschichten zu lassen.

Kann ich mir nicht vorstellen, bei den geforderten 10 Stück ist man da 
bestimmt mit 500..1000 Euro dabei.

Ritzen und Brechen ist vielleicht nicht einfach, aber mit nem 
Diamantschneider sicherlich möglich. Evtl. ist es sinnvoll mal einen 
Fachmann, nen Glaser oder Feinoptiker des Vertrauens, zu befragen.

Autor: Nils (Gast)
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Für rund 2 Euro köntest Du ausprobieren, ob sich das sägen oder fräsen 
lässt und ob es als Laser-Spiegel geeignet ist:
http://www.brenner-foto.de/default.asp?UIDASP=0210...

Gruß
Nils

Autor: Geniesser (Gast)
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Was Glasschneider betrifft, würde ich mal nach dem "World Tool Set" 
ausschau halten. Ich hab selbst zwar keines (wollte mir immer mal eines 
zulegen), aber die Vorführungen als Glas- und Fliesenschneider fand ich 
immer beeindruckend.

(ein bekannter Shopping Sender zeigt das Teil ab und an mal in Aktion)

PS: diese kostenlose Werbung war mit ein Genuss ;)

Autor: Nils (Gast)
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> aber die Vorführungen als Glas- und Fliesenschneider fand ich
> immer beeindruckend.
Das Problem ist doch, dass 'Schutzschichten' (gemeint ist eher die 
Verbesserung des Reflexion-Koeff.) beim Schneiden sehr wohl brechen und 
inhomogende Strukturen ausbilden (an denen dann auch eine 
Doppelbrechung, Reflexion, usw. erfolgen kann). I.d. Regel sind 
Schutzschichten aufgedampfte Metall-Verbindungen, die eine 
Kristallstruktur bilden.
Hobby-Astronomen, die ihre Spiegel und Linsen selber schleifen machen 
das mit Rohglass-Rohlingen. Erst danach wird beschichtet. Es gibt zwar 
Astro-Freaks, die ihre Spiegel selbst mit Ag-Verbindungen beschichten, 
i.d. Regel schickt man aber einen Spiegel zur Beschichtung in ein 
entsprechendes Unternehmen.
Also erst Schleifen/Schneiden, dann Beschichten - und das wird bei der 
geforderten Größe (bzw. Kleinheit) eher schwierig (und kostspielig).

Daher könnte ein Metall-Spiegel tatsächlich eine Alternaive sein.

Gruß
Nils

P.S. @Geniesser:
> PS: diese kostenlose Werbung war mit ein Genuss ;)
Kam da auch etwas in der Art:
Sie: 'Oh wow, das ist ja Toll!!'
Er: 'Ja, aber das Beste kommt noch - zu diesem Glasschneider-Set gibt es 
noch eine Flasche Glasschutz-Schlüsselanhänger kostenlos dazu!'
Sie: 'Wow! Glasschutz-Schlüsselanhänger!'
--

Autor: Geniesser (Gast)
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@Nils
>Kam da auch etwas in der Art: ...

Nein! Und das hat das Teil auch gar nicht nötig, das Ding wird nämlich 
im Gegensatz zu dem vielen billigen China-Schrott in D-Land hergestellt 
und der Hersteller garantiert bei dem Schneiderädchen min. 5000 m 
Schnittleistung. Die Vorführung ist auch nicht so dümmlich wie solche 
aus dem RTL-Shop.

hier kannst nachschauen
http://www.weschenfelder-gmbh.de/deutsch/index.html

(dort würde ich's aber nicht kaufen, zu teuer!)

PS: meinen Schärfhai habe ich bereits viele Jahre (noch nicht mal den 
Hartmetall-Einsatz gedreht) und der funktioniert nach wie vor super! 
Aber wenn man ein bisschen im google liest, gibt es auch dort Leute, die 
zu dämlich sind mit dem Teil zurecht zu kommen, weil sie wie die Deppen 
Druck ausüben und sich dann Riefen in ihre teuren Messer schneiden. Tja!

Autor: Nils (Gast)
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@Geniesser:
Das war doch nur im Spaß gemeint, also bitte nicht böse sein, wenn das 
nicht ankam.

Aber meine Grundaussage bleibt:
Glasschneider/Diamanten sind eher für 'grobe' Strukturen gedacht. Wenn 
Christoph schreibt '5-7 mm Breite' sehe ich schon das Risiko, dass sich 
beim Schneiden bei der Beschichtung Risse, bzw. Inhomogenitäten über die 
gesamte Breite ausbreiten. Bedenke, dass aufgedampfte Metallschichten 
Schichtdicken im Mikrometer-Bereich ausbilden. Da kann ein 
makroskopisches Schneiden schon optisch relevante Auswirkungen haben - 
auch wenn das Werkzeug (makroskopisch gesehen) entsprechend gut ist.
Makroskopisch vs. Mikroskopisch: Für Doppelbrechung und Interferenz bei 
Laser-Spiegeln reichen bereits Verwerfungen im Bereich von einigen 
hundert Nanometern, also Effekte, die in der Größenordnung sehr weit 
unter einer makroskopischen Schnittbreite liegen.

Gruß
Nils

Autor: Geniesser (Gast)
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@Nils
bin nicht böse ;)

Ob Christoph mit dem Teil was anfangen kann weiß ich nicht. Schmale 
Streifen haben sie in den Vorführungen schon geschnitten, das klappt 
aber nur bei dünnem Glas. An den Schnittkanten schneidet man sich 
übrigens nicht, es entsteht also kein Ausfransen.

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