Drehzahlmessung beim Fahrrad über ( Frequenz bzw.)?

Gast #667205
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Hallo miteinander!

Ich habe folgendes Problem, würde gerne zu Hause für mein Rennrad einen 
Drehzahlmesser bauen. Habe schon einige Daten und Informationen 
gesammelt, doch komme nicht ganz auf einen grünen Zweig. Bin noch sehr 
unerfahren mit sensoren und zählern. bitte um sinnvolle hinweise oder 
tipps zur realisierung. Freue mich über jeden Beitrag. danke schon mal 
im Voraus für eure Hilfe.

euer Fori
Gast #667230
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Hat Dein Rennrad Speichen? Dann kannst Du mit einem Induktiven (für 
Metall-Speichen) oder einem Kapazitiven (für alle anderen Materialien) 
Näherungsschalter zählen, wie oft die Speichen pro Zeiteinheit am Sensor 
vorbeirauschen.
Gast #667232
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Die Geschwindigkeitsmesser, die es - für wenig Geld - fertig zu kaufen 
gibt, funktionieren wohl so:

Magnet ist an den Speichen befestigt, Vorderrad.
An der Gabel befindet sich ein Reed-Kontakt.

Aus Frequenz/Takt und dem Radumfang ergibt sich die angezeigte 
Geschwindigkeit. Bei niedrigen Geschwindigkeiten ist die Reaktionszeit 
lang, aber akzeptabel. Aber Du sprichst von einem Rennrad, da solltest 
Du dann keine Probleme damit haben. Reaktionszeit lässt sich halbieren 
wenn 2 Magnete, dritteln wenn 3 Magnete. Wie man sie viertelt, das 
überlasse ich Dir.
Gast #667235
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Nee an den Speichen, so machen die Kaufteile das. Die Magnete sind 
übrigens sehr klein.

Vielleicht solltest Du auch mal erklären, warum Du keine Kauflösung 
magst. Wenn wir Deine Argumente dagegen kennen, bzw. Deine zu 
erfüllenden Kriterien, fällt es auch leichter, Dir einen Tipp zu geben.
Persönliche Seite #667243
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Man könnte auch eine Lichtschranke an der Gabel befestigen, die liefert 
dann für jede Speiche einen Impuls, also 32 oder 36 je Umdrehung (sofern 
sie außerhalb des Wendekreises des Ventilnippels angebracht wird).

Perfektionisten möchten die Masse der Laufräder nicht erhöhen, da sie 
einerseits bei asymmetrischer Verteilung zur Laufunruhe durch Unwucht 
führt und andererseits die Massenträgheit des Laufrades beeinflusst. 
Beides sicherlich nicht in wahrnehmbaren Maße, aber für Perfektionisten 
ist auch das zu viel.

Außerdem kommt es bei anspruchsvollen Rennradfahrern vor, daß sie 
mehrere Laufräder als Ersatzteile im Materialwagen mit sich führen, und 
beim Tausch während eines Rennens kommt es auf jeden Moment an - da 
kann dann nicht ein Magnet umgeklemmt werden. Oder jedes einzelne 
Laufrad müsste mit Magneten ausgestattet werden ...

Bei normalen Fahrrädern mit Nabendynamo bietet sich übrigens dessen 
Ausgangsspannung an, die ist bei niedrigen Drehzahlen sehr deutlich 
sichtbar gepulst. Im Leerlauf (unbelastet) kann sie allerdings auch 
beeindruckende Werte annehmen, daher Vorsicht beim Aufbau einer 
Auswertungsschaltung.
Gast #667253
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Danke für alles ihr habt mir sehr geholfen.

ein dynamo kommt genau aus diesem grund für mich nicht in fraga. ich 
möchte eben selber ein wenig basteln und mich schlau machen. mein großes 
problem ist, wie kann ich di frequenzmessung mit der drehzahl richtig 
kombinieren. bzw die werte die der sensor misst "frequenz" auf die 
drehzahl übertragen. als sensor werde ich höchst wahrscheinlich einen 
phototransistor verweden.

bitte um weitere tipps.. danke
Gast #667259
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Frequenz heisst Anzahl pro Zeit. Damit du eine vernünftige Auflösung 
bekommst, musst Du eine Menge Ereignisse zählen, dauert lange, träge 
Anzeige.

Besser du misst die Dauer zwischen zwei Ereignissen, mit einem Timer. 
Dann rechnest du mit einem µC den Kehrwert aus, das ist die Frequenz. 
Nun noch skalieren, damit sich die gewünschte Anzeige ergibt.

Wenn du keine Magnete an den Speichen haben willst (hast du überhaupt 
Speichen?), wie wäre es mit Reflexfolie seitlich am Mantel und einen 
Optosensor?
Gast #667277
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Ja ich habe speichen.

ist es am sinnvollsten die frequenz über die zeit zu bestimmen? gibt es 
noch einige andere möglichkeiten? "Nun noch skalieren, damit sich die 
gewünschte Anzeige ergibt" Klingt einfach aber wie wird soetwas am 
einfachsten realisiert? Wie gesagt ich bin zimlich neu was elektronik 
usw. anbelangt und lerne gern etwas neues.

Bin dankbar für jeden tipp oder hinweis auch wenn es für euch simpel 
erscheint ;).. danke nochmals.

mfg fori
Persönliche Seite #667294
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Die Frequenz ist direkt proportional zur Drehzahl und die wiederum ist 
direkt proportional zur Geschwindigkeit.

Angenommen, das Rad hat einen Umfang von 2 m und es werden 10 Impulse 
pro Umdrehung erzeugt. Eine Frequenz von 10 Hz entspricht so einer 
Umdrehung pro Sekunde, und die wiederum entspricht 7.2 km/h.

1 Hz entspricht also 0.72 km/h, 100 Hz entsprechen folglich 72 km/h.

Dreisatz!
Gast #667328
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>Wie gesagt ich bin zimlich neu was elektronik
>usw. anbelangt und lerne gern etwas neues.

Hier brauchst Du mehr! Elektronik und Programmierkenntnisse um mit dem 
Mikrocontroller klarzukommen. Da ich denke, dass Du eine Dezimalanzeige 
willst, musst Du einen Mikrocontroller einsetzen. Ist auch geschickt für 
die Rechenoperationen.

Mit beidem auf einmal zu starten bringt nichts, wenn man Anfänger ist. 
Dieses Forum wimmelt von solchen Beispielen. Frust ist vorprogrammiert, 
keine Erfolgserlebnisse, dumme Fragen an die Gemeinde, alle sind 
genervt.

Fange klein an, steigere Dich, sammle Erfahrung und - GANZ WICHTIG - 
auch Erfolgserlebnisse und nach einem Jahr hast Du dann Deinen 
Fahrradtacho, selbst gemacht und genauso, wie Du ihn haben wolltest.

Merke: Kaufen kann ihn jeder!

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