Das müßte problemlos möglich sein. Es gibt beispielsweise ein
(älteres)Ladegerät für Camcorderakkus (Smart Charge, Fa. Seemann), das
tatsächlich einen 80C535 enthält, inklusive externem EPROM für den
Programmcode. Soweit ich weiß, werden die internen A/D-Wandler benutzt.
Wenn man mal davon absieht, an dieser Stelle Reverse Engineering zu
betreiben, muß das Programm an Funktionalität etwa folgendes bieten:
Ein angeschlossener Akku muß erkannt werden, beispielsweise durch
Änderung der Spannung an den Akku-Klemmen. Der Ladezustand dieses Akkus
(ob tiefentladen, ladbar oder voll) kann, muß nicht zwangsläufig, vorher
durch eine Messung ermittelt werden. Wer NC-Akkus lädt und Wert darauf
legt, kann eine schaltbare Stromsenke zur Vorentladung vorsehen.
Eine externe Stromquelle, die den Akku lädt, sollte entweder geschaltet
oder, beispielsweise durch PWM, geregelt werden (letzteres ist
wesentlich schwieriger und nicht immer nötig). In regelmäßigen
Intervallen wird der Ladestrom abgeschaltet und die Akkuspannung
gemessen. Die Differenz des aktuellen und des letzten Meßwertes
(mindestens) wird als Kriterium für die delta-U Abschaltung benutzt.
Hierbei sollte man eine einfache Plausbilitätsprüfung vorsehen, um
Abschaltung durch Störungen zu vermeiden.
Im Idealfall sollte zusätzlich der Ladestrom gemessen und überwacht
werden (über Shunt). Viele kommerzielle Ladegeräte verzichten allerdings
darauf.
Weitere A/D-Wandler-Kanäle können zur Temperaturmessung dienen, falls
eine Schnell-Ladung gewünscht ist. Zur Sicherheit sollte man auch eine
Notabschaltung über Timer vorsehen.