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Forum: Offtopic Genauigkeit Fahrradcomputer


Autor: Kluger Hans (Gast)
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Hallo,

wie genau kann man einen Fahrradcomputer einstellen? Wenn man zu zweit 
fährt, hat man oft eine Abweichung von 4 km auf 50 km. Kann man das 
genauer hinbekommen? Der Umfang des Rads wird ja im Computer 
eingestellt, aber durch Veränderung des Luftdrucks und der Profiltiefe 
ist der ja nicht konstant.

Also: Wie genau kann man den Computer einstellen? Bitte schreibt mal 
eure Schätzungen!

Autor: blob! (Gast)
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wenn Du in Deinem Beispiel von 50km sprichst, würde ich behaupten dass 
Du Deinen Tacho auf wenige 100m genau hin bekommst!

Allerdings müsste man sich auf das Fahrrad drauf sitzen wenn man den 
Umfang des Reifens mißt, denn das Köpergewicht drückt ja den Reifen 
etwas platt. Die meisten bauen den Reifen ja aus um den Umfang zu 
messen, ich denke im "unbelasteten" Zustand kann ein dicker MTB-Reifen 
dann schon nen guten cm mehr haben!

Jedenfals bin ich der Meinung dass man es bei richtigem Messen sehr 
genau hin bekommen könnte. evt. auch mal eine Probefahr machen und den 
Tacho etwas nachjustiern.

Autor: DerSchelm (Gast)
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Ein Fahrradcomputer misst die Umdrehungen pro Stunde, multipliziert mit 
dem Umfang des Rades ergibt sich die Geschwindigkeit in km/h (naja 
nochmal durch 1000 teilen).

Wie genau ist der Umfang jetzt eingestellt. Wie dick ist das Profil, wie 
prall voll ist der Reifen aufgepumpt?

4km/h auf 50km/h sind 8%, 4% Abweichung für jeden der beiden Computer, 
im schlechten Fall. Ist für ein solches Billigteil eigentlich ein guter 
Wert.

Schau Dir mal einen Autotacho an, die dürfen um 7% von der Vollanzeige 
voreilen, also wenn auf Deinem Tacho maximal 200 steht, dann darf der 
Tacho über den ganzen Bereich um maximal 14 kmh voreilen. Das heißt, 
wenn auf dem Tacho z.B. 50 steht, fährst Du nur 36. (Zuwenig anzeigen 
darf er nicht!)

Autor: Nerval (Gast)
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>Die meisten bauen den Reifen ja aus um den Umfang zu
>messen,

??? Das halte ich, gelinde gesagt für ziemlich unbeholfen. Und auch 
dumm, wer hier so genau misst, hat dann genauen Mist gemessen.

Idee: Aufs Fahrrad setzen und von der Nabe zum Boden messen. Wer um die 
Bedeutung der Kreiszahl weiß, kann sich dabei die Mühe sparen und behält 
saubere Finger...

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Nerval wrote:
> Idee: Aufs Fahrrad setzen und von der Nabe zum Boden messen.

Oder noch einfacher:
Einfach mal eine Schätzung im Computer eintragen und
dann eine bekannte Strecke abfahren.
Aus dem Verhältnis der tatsächlichen Strecke zur angezeigten
Strecke ergibt sich ein Korrekturfaktor mit dem der im
Fahradcomputer gespeicherte Kalibirierwert beaufschlagt
werden muss um ihn exakt zu machen.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Zu Zeiten eine Matthäus Merian brauchte man zur Landvermessung nur einen 
"frommen Gaul", dessen Schritte von Dorf zu Dorf gezählt wurden
(wahrscheinlich hat der artig die Hufe zum Gebet gefaltet).

Ich hatte mal einen Fahrradcomputer der aus dem Neigungswinkel in 
Fahrtrichtung die überwundenen Steigungen berechnen sollte - hat nie 
funktioniert.

Autor: blob! (Gast)
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>??? Das halte ich, gelinde gesagt für ziemlich unbeholfen. Und auch
>dumm, wer hier so genau misst, hat dann genauen Mist gemessen.

Sag ich doch! - wenn Du auf dem Rad sitzt wird der Reifen platt gedrückt 
und der Umfang wird kleiner (dafür wird der Reifen breiter!) , also darf 
man ihn nicht ausbauen! Ich hab das nur geschrieben weil ich schon oft 
beobachtet habe dass Leute da einen ganzen Samstag rumrechnen können 
ohne auf ein brauchbares Ergebnis zu kommen! ^^

Ein anderes Problem ist wohl die Tatsache, dass ein Fahrradreifen nicht 
immer Bodenkontakt hat, das ist beim Auto anderst.
Wenn du mut dem Rad den Randstein hinauf oder hinab fährst, hast Du ja 
eine Art "Schlupf", sicherlich nicht viel, aber wenn man das mal auf ein 
Jahr bezieht und dann mal 2000-3000km fährt, summiert sich sowas auch!

Auf die paar km würde es mir persönlich nicht ankommen (als 
rennradfahrer habe ich eh um die 11-13bar druck im Reifen, da wird dann 
nichts platt gedrückt) aber wer es wirklcih genau haben will, der könnte 
sich ja mal ein navi-pda ans rad schnallen, die sind ja als Referenz 
sehr genau

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Karl heinz Buchegger (kbuchegg)

>Oder noch einfacher:
>Einfach mal eine Schätzung im Computer eintragen und

Oder das alt bewährte, oft vergessene RTFM. Die meisten Computer haben 
nämlich ne Tabelle für alle Reifengrössen drin.

Und 4 bzw. 8% Messfehler halte ich für ziemlich fett. Ich denke, dass 
weniger als 1% problemlos erreichbar sind. Am Computer und dessen 
Pulszählung sowie Rechnung liegts nicht, eher am ungenauen bzw. 
veränderlichen Radumfang sowie Schlupf.

Mfg
Falk

Autor: Snt Opfer (snt-opfer)
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Was auch die Messung versaut, wenn man "ungünstig" anhält und der Magnet 
gerade am Sensor vorbei ist bzw. davor steht.
Da reicht leichtes hin und her wippen und es sind mal fix paar km/h im 
Stillstand drauf....

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Rechnen wir doch mal etwas mit dem Radumfang:

Wenn der Reifen einen Radius von 500mm hat, so hat er einen
Umfang von 3.14159 Meter.
Bei 50km Distanz würde das Rad dadurch 15915 Umdrehungen machen.
(Rückrechnung 3.14159 * 15915 = 49998 Meter)

Wird der Radius um 1mm größer, so nimmt der Umfang um rund 6.28 mm
zu.  Neuer Umfang: 3.14787 Meter.

Nach ebenfalls 15915 Umdrehungen, hat so ein Rad dann eine Strecke
von 50098 Meter zurückgelegt, also knapp 100 Meter mehr.

Um auf 50km also einen Fehlstrecke von 4km zu haben (das 40-fache
von 100Meter), musste der Fehler im Radius ebenfalls das 40-fache
sein: 4cm. Und das ist mit Luftdruck und Profilabnutzung einfach
nicht mehr realistisch.

Autor: Kluger Hans (Gast)
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Danke erstmal für die Antworten.
Welche Teststrecke kann ich denn mal zum Kalibrieren verwenden, deren 
Länge mir bekannt ist? Der Abstand zwischen den "Katzenaugen" an der 
Landstraße ist sicher auch nicht genau.

Autor: blob! (Gast)
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>Der Abstand zwischen den "Katzenaugen" an der
>Landstraße ist sicher auch nicht genau.

Und viel zu kurz! - Ich würde mal eine Strecke mit dem Auto abfahren (5, 
6km) und schauen was der Autotacho anzeigt, dann hast Du eine Referenz, 
gibt es bei Euch keine Strasse die mehrere km nur gerade aus geht!?

Der Autotacho geht im übrigen recht genau, nur die 
Geschwindigkeitsanzeige läuft vor!

Autor: Läubi .. (laeubi) Benutzerseite
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blob! wrote:
>>Der Abstand zwischen den "Katzenaugen" an der
>>Landstraße ist sicher auch nicht genau.
>
> Und viel zu kurz! - Ich würde mal eine Strecke mit dem Auto abfahren (5,
> 6km) und schauen was der Autotacho anzeigt, dann hast Du eine Referenz,
> gibt es bei Euch keine Strasse die mehrere km nur gerade aus geht!?
>
> Der Autotacho geht im übrigen recht genau, nur die
> Geschwindigkeitsanzeige läuft vor!
ja ne ist klar... Der Hersteller verbaut bestimmt zwie sensoren... einen 
für den Weg un einen für den Weg/Zeit, so muß das sein...

Autor: blob! (Gast)
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ja ne! - der tacho geht recht genau, aber bei der 
Geschwindigkeitsanzeige wird dann noch ein wenig toleranz aufgerechnet, 
bei der Strecke nicht! (ich meine es sind 5km/h oder 5% - k.a.!)

Sonst hätte Dein Auto ja mit 100.000km erst 90.000! ;)

Autor: blob! (Gast)
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Nachtrag - die Streckenanzeige im Navi bei mir stimmt nahezu exakt mit 
dem km überein, die ich fahre (das sind wirklich nur wenige m 
unterschied!) - die Geschwindigkeit vom Navi dagegen ist IMMER 
langsammer als das, was mit mein Tacho anzeigt!

Autor: Peter (Gast)
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Nur weil Entfernungs- und Geschwindigkeitsmessung die gleichen Sensoren 
nutzen muss das ja nicht heißen das die auch gleich ausgewertet werden.
Für die Geshcwindigkeit könnte da ja ein -Offset drin sein/es wir 
abgerundet etc.

Hab da jetzt keine 100%iges Wissen, aber auch schon öfter gehört das der 
Tacho eine höere Geschwindigkeit anzeigt als tatsächlich gefahren wird. 
Soweit ich informiert bin wird das gemacht damit die Autohersteller auf 
der sicheren Seite sind (a la: Bin doch genau 50 gefahren und wurd 
trotzdem geblitzt)...

Peter

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Karl heinz Buchegger (kbuchegg)

>Rechnen wir doch mal etwas mit dem Radumfang:
>Wenn der Reifen einen Radius von 500mm hat, so hat er einen

Wannbsit du das letzte mita Fahrrad gefahren? Anno 1900 mit dem Hochrad? 
;-)
Jaja, ist nur ein Beispiel, schon klar.

>sein: 4cm. Und das ist mit Luftdruck und Profilabnutzung einfach
>nicht mehr realistisch.

Ich tippe mal auf das weit verbreitete Problem, welche sich VOR der 
Tastatur befindet bzw. an Lenker ;-)
Radumfang schlicht falsch eingestellt bzw gar nicht und das Ding rechnet 
mit ner Standardeinstellung. Wenn die z.B. auf ein 26r Rad eingestellt 
ist, aber ein 28 benutzt wird, dann sind das 7,7%. Verdächtig nah an den 
gemessenen 8% ;-)

@ Läubi Mail@laeubi.de (laeubi)

>> Der Autotacho geht im übrigen recht genau, nur die
>> Geschwindigkeitsanzeige läuft vor!
>ja ne ist klar... Der Hersteller verbaut bestimmt zwie sensoren... einen
>für den Weg un einen für den Weg/Zeit, so muß das sein...

Warum zwei Sensoren? Die Geschwindigkeitsanzeige wird ABSICHTLICH 
"falsch" justiert, um eben bei Geschwindigkeitsbegrenzungen auf der 
sicheren Seite zu sein. Ca. 5 km/h. Die Wegmessung ist davon 
unbeeinflusst, denn sie zählt ja nur die Anzahl der Radumdrehungen 
(jaja, die messen am Getriebeausgang) und ist auf einen Reifentyp 
kalibriert. Wen man Reifen mit einem anderen Typ/Durchmesser einsetzt 
ändert sich geringfügig die Wegmessung (systematischer Messfehler).

MfG
Falk

Autor: keule (Gast)
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Oh man, wie umständlich! Macht mit Kreide einen Strich auf den Reifen 
(es geht auch was klebriges oder nasses), fahrt 3 Umdrehungen oder 
solange der Abrieb der Markierung noch zu erkennen ist und teilt durch 
die Zahl der Umdrehungen. Das kompensiert Schlupf, Belastung und Druck.

Autor: Christian (Guest) (Gast)
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28 Zoll zu 26 Zoll:

macht 2 Zoll Diff.


2 Zoll entsprechen ca. 7 %

Nur so eine Überlegung

Autor: Christian (Guest) (Gast)
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Oh , dass war schon :


sorry !

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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keule wrote:
> Oh man, wie umständlich! Macht mit Kreide einen Strich auf den Reifen
> (es geht auch was klebriges oder nasses), fahrt 3 Umdrehungen oder
> solange der Abrieb der Markierung noch zu erkennen ist und teilt durch
> die Zahl der Umdrehungen. Das kompensiert Schlupf, Belastung und Druck.

Schlupf beim Vorderrad? Fährst du ein Dreirad mit Direktantrieb vorne, 
oder klemmt nur die Vorderradbremse?

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