>Ich bin ja eher der Praktiker.
Bin ich auch am liebsten! Ideal ist doch, wenn die Dinge, die man macht,
praktisch und theoretisch im Einklang sind ...
Und, meine Formel gehört zu denen, die der Praktiker braucht: dicke und
kurze Leitungen haben kleine Widerstände und es gibt
Materialabhängigkeiten.
Ich hatte ja 125 mW ausgerechnet. Da wird noch nichts merklich warm!
Wenn du aber alle 8 Drähte eng zusammenlegst und mit Watte umgibst, dann
kann es schon sein, dass es zuviel wird.
Natürlich werden bestimmte Dinge vernachlässigt, um z.B. grundsätzliches
zu zeigen. So ändert sich z.B. der Widerstand, wenn der Leiter warm
wird. Oder, bei einer Kabeltrommel ja bekannt: aufgewickelt wird sie bei
größerer Belastung warm bis zum 'Selbstmord', abgewickelt ist das beim
gleichen Strom kein Problem --> Abtransport der entstehenden Wärme.
Und für z.B. Hausinstallationen etc. gibts die genannten Tabellenbücher
bzw. VDE-Richtlinien, die auch worst-case-Fälle abdecken und
Sicherheitszuschläge beinhalten. Hat man sich danach gerichtet, so gibts
im Fehlerfall nicht noch zusätzlich Probleme mit Versicherungen etc.
>Also alles eher reine Theorie???
Theorie ist klasse - sie erklärt auch, warum was wie ist.
Auch Gleichungen in der Mechanik sind mit Vernachlässigungen versehen.
So läuft eine Uhr in einem bewegten Fahrzeug langsamer (Einstein).
Trotzdem interessiert das keinen, denn die Uhren im Auto oder am Arm
gehen nicht genau genug um den vernachlässigten Effekt zu bemerken.
Man muss eben wissen, an welcher Stelle man was vernachlässigen darf,
ohne das Ergebnis so zu verfälschen, dass es unbrauchbar wird.
Gute Nacht, Henry.