Suche semiprofessionelles Ätzgerät

Gast #680851
So, ich habe keine Lust mehr auf diese Bastellösungen mit großem 
reinigungsbedarf etc.

Ich suche ein gutes Ätzgerät (bzw. gern auch Fräse) mit dem es einfach 
und schnell möglich ist, beidseitig bestückte SMD Platinen herzustellen. 
Ich muss nicht unbedingt Leiterbahndicke von 8mil realisieren können!

Wichtig ist mir, dass die Reinigung nicht aufwendig ist, besser wäre es, 
wenn Säuren im Gerät verbleiben können ohne Sprühstäbe (Steigrohre) etc. 
zu schädigen.

Vielleicht hat jemand empfehlungen? Kostenpunkt: relativ egal.
Am schönsten wäre eine brauchbare Tischfräse, CNC mit Eagle-Export 
möglichkeit :-) möglichst einfach eben
Gast
Hallo,

von Fräsen würde ich gänzlich abraten, einerseits kosten die Drills auch 
Geld, und andrerseits ist es doch recht umständlich und langwierig.

Meine Empfehlung (du schreibst ja SEMIprofessionel, gell?):
* Belichtungskasten von proMA, Bungard oder sonstwas. Der Rahmen von 
proMa ist super-simpel gestrickt, aber effektiv.
* Ätzgerät eventuell auch von proMa, wobei du dir bis auf die 
Plexiglasküvette alles andre (Heizung, Thermometer, Membranpumpe) beim 
Aquarienfachgeschäft zusammenklauen kannst. Als Ätzmittel dann 
Natriumpersulfat oder Ammoniumpersulfat, sowas halt eben. 
Schlimmstenfalls zerfällt es von selbst und setzt Sauerstoff frei, wobei 
die Lösung problemlos im Gerät verbleiben kann.
* Entwickler: Porzellanswanne/Pneumatische Wanne aus der Chemie, als 
Entwickler Natronlauge. Ist billig und beinahe harmlos (entspricht wohl 
einer starken Seifenlösung...).
Gast
Hallo,

danke für die Antworten.
Nun, zum belichten nehm ich bisher nen Gesichtsbräuner -> das ist prima, 
und muss auch nicht ersetzt werden. Entwickeln / Zinn in Chemie-Schale, 
auch ok.

Mir gehts rein ums ätzen.
Ich hab bisher probiert:
1.) Radix Sprühätzer (damals günstig erstanden); Qualität eigentlich 
mangelhaft, da ständig das Steigrohr verstopft und somit ungleichmäßiges 
Ätzergebnis. Somit scheidet der Bungard-Ätzer auch aus, da selbes 
Prinzip. Reinigung war mir zu aufwendig (40m² 1 1/2 Zimmer wohnung, ohne 
Keller!).

2.) Aktuell; Küvette vom Aquarienbauer; Heizung (Aquarium :-) ), Pumpe 
ebenso. Ergebnisse beidseitig sind ok; Aber, Reinigung und Fe3cl nicht 
wirklich ideal.

Die Isel-Geräte sagen mir nicht zu; bis auf der Sprühätzer, wobei der 
auch wieder kompliziert zu reinigen ist...
Was wäre gegen Salzsäure einzuwenden?
Ich mach´s momentan so:
2 selbstgebaute Plexi-Küvetten, sehr schmal -> Wenig Chemie-Verbrauch.
Eine für Entwickler, eine für die Säure.
Den Entwickler setze ich Liter-Weise an, und füll ihn ab. Bei jedem 
Ätzen nehme ich frischen.
Die Säure setze ich jedes mal frisch an.

Nur so lassen sich reproduzierbare(!!!) Ergebnisse erzielen.

Vorteile der Salzsäure: Extrem scharfe Konturen, keine Heizung, kein 
Blubber notwendig. Ätzzeit etwa 2 Minuten mit bissl Schwenken des 
Platinenhalters.
Belichten im umgebauten Gesichtsbräuner 90 Sekunden.

Im Prinzip hab ich eine doppelseitige Platine nach dem Ausdrucken der 
Folie im Tintenpisser in 15 min fertig geätzt und chemisch verzinnt.
Gast
joh.

weisst, das klingt alles immer super.
letztendlich habe ich auch gute ergebnisse mit der fe3cl-aquarienbauer 
methode.
mich nervt das reinigen, umfüllen, pflegen der gerätschaften :-)

und du willst mir sicherlich erzählen, dass du nach jedem ätzvorgang die 
säure noch fachmännisch entsorgst, gell?
Gast
Hallo,

>1.) Radix Sprühätzer (damals günstig erstanden); Qualität eigentlich
>mangelhaft, da ständig das Steigrohr verstopft und somit ungleichmäßiges
>Ätzergebnis.

das verstehe ich nicht. Das Steigrohr hat ca. 20 mm Durchmesser, wie
kann das verstopfen? Ich benutze so ein Gerät seit gut 2 Jahren genau
in dem Einsatz, den du beschreibst (seither nicht entleert und
gereinigt) und es funktioniert einwandfrei. Habe bisher nicht gepostet,
weil es halt nicht mehr lieferbar ist.

guido
Gast
>Das Steigrohr hat ca. 20 mm Durchmesser, wie kann das verstopfen?
Ich vermute mal, dass er nicht das Rohr ansich meint,
sondern die kleinen (0,7 mm?) Austrittslöcher.
Peter wrote:
> 2.) Aktuell; Küvette vom Aquarienbauer; Heizung (Aquarium :-) ), Pumpe
> ebenso. Ergebnisse beidseitig sind ok; Aber, Reinigung und Fe3cl nicht
> wirklich ideal.

wenn du schon ne Heizung hast nimm doch Natriumpersulfat, das ist klar 
und du kannst es in der Küvette lassen ohne das sie Gelb wird
solange du ein deckel hast musst du sowas nicht großartig sauber machen

ps. wenn du das NaPS/Fe3Cl in der Küvette läst würde ich das ganze in 
eine Wasserdichte Box stellen,
Gast
>Ich vermute mal, dass er nicht das Rohr ansich meint,
>sondern die kleinen (0,7 mm?) Austrittslöcher.

Ach so, man muss halt nach dem Ätzen die Rohre freisprühen
lassen. Bei laufenden Motoren die ganze Box über eine
Ecker kippen, bis die Rohre leer laufen. Dann setzt sich
nichts zu (steht auch in der Anleitung).

guido
Persönliche Seite
Peter K wrote:
> Wichtig ist mir, dass die Reinigung nicht aufwendig ist, besser wäre es,
> wenn Säuren im Gerät verbleiben können ohne Sprühstäbe (Steigrohre) etc.
> zu schädigen.

Also um einen gewissen Reinigungsaufwand wirste auch bei der 
professionellsten Maschine nicht herumkommen, das gehoert halt nunmal 
dazu. Mir kommt's bissel so vor als wolltest Du arbeiten, ohne Dir die 
Finger dabei schmutzig zu machen.
Gast
@Michael G.:

Das ist bestimmt nicht so wie Du das jetzt einfach mal in den Raum 
stellst.
Wie schon gesagt; ich habe eine 40qm Wohnung ohne Keller oder Dachboden; 
somit bleibt nur das Weiß-Gefließte-Bad ;-)
Gast
@Elko: und auch hier nochmal; dein Gerät scheidet aus schon genannten 
gründen leider aus.

ich hab irgendwo, ich glaub auf einer französischen web-site mal einen 
sprühätzer gesehen; war ein tischgerät, nicht breiter und höher als drei 
dicke akten-ordner nebeneinander...vielleicht hat jemand hier noch 
weitere details im hinterkopf?
Gast
Hallo,

>Das ist bestimmt nicht so wie Du das jetzt einfach mal in den Raum
>stellst.

dem stimme ich voll zu, gib der Radix doch noch eine Chance, bei
der geht es bei mir problemlos.

guido

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