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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik 100VDC bei 100A aus 230VAC


Autor: Randy N. (huskynet)
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Hallo,

gibt es eine Möglichkeit, aus 230VAC etwa 100V geglättete Gleichspannung 
für Ströme bis zu 100A zu gewinnen? Also es kommt jetzt nicht genau auf 
die Werte an - manchmal brauche ich auch nur 8VDC und 60A, aber welche 
Möglichkeiten gibts bei so großen Stömen überhaupt, eine geglättete 
Gleichspannung zu erhalten. Ich glaub mit nem Kondensator gehts weniger 
:-)

Vielen Dank,
Randy

Autor: Dieter R. (drei)
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Randy N. wrote:
> Hallo,
>
> gibt es eine Möglichkeit, aus 230VAC etwa 100V geglättete Gleichspannung
> für Ströme bis zu 100A zu gewinnen?

Gar keine, zumindest nicht in Hausstromnetzen bei deutschen 
Stromversorgern. 10kW bei 230V entspricht selbst bei 100% Wirkungsgrad 
einem Strom von über 43A. Das macht keine Hausverteilung mit.

Autor: 2919 (Gast)
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Ein Kondensator ist sowieso unabdingbar, als Teil eines 
Schaltnetzteiles. Das ist aber schon eine heftige Groesse, zumal bei 
dieser Leistung in 3 Phasen Ausfuehrung. Mit sowenig Ahnung wie du hast, 
solltest du das besser schnell vergessen selbst bauen zu wollen. Es gibt 
genuegend Hersteller, die sowas ab Stange liefern. Zugegeben, Conrad und 
Reichelt sind wahrscheinlich nicht dabei. Da muss man sich schon bei den 
Indutriezulieferern umschauen.

Autor: DerSchelm (Gast)
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Nur weil ich neugierig bin:

Wo willst Du die Leistung eigentlich hernehmen? Hast Du ein eigenes 
Kraftwerk im Keller? Dann würde ich fast einen Gleichstromgenerator 
empfehlen (fast!).

Autor: 2919 (Gast)
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Jetzt tut nicht so. Eine 60A oder eine 100A Industrie-Steckdose kann man 
sich fuer den Bastelkeller bestellen. Das lokale Elektizitaetswerk macht 
die gerne hin.

Autor: Reinhard R. (reinhardr)
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Hi,

das ist eine Gesamtleistung von 10kW, die kannst du nicht über eine 
normale Schuko Steckdose entnehmen weil die meines Wissens nur bis 16A 
zugelassen sind. d.h. du benötigst eine fixe Installation oder einen 
Drehstromanschluss. Wenn man aber noch den Wirkungsgrad des Netzgeräts 
mit einbeziehen muss. Dann geht sich der "kleine" Drehstromanschluss mit 
16A wohl auch nicht mehr aus.

So ein Netzgerät wird auch relativ groß werden. So als Vergleich: ein 
65V 45A Netzgerät mit dem ich ein wenig zu tun hatte wiegt um die 75kg. 
Das nächstgrößere (ich glaub 200V, 150A) ist ein ausgewachsener 19" 
Schrank. Die sind aber schon ein paar Jahre alt.

Ansonsten kann man sagen, du bekommst was du zu bezahlen gewillt bist. 
Ein 10kW Netzteil ist zwar kein Bastelequipment mehr aber in der 
Forschung bzw. Industrie sind solche Sachen durchaus im regulären 
Einsatz.

Gruß
Reinhard

Autor: Randy N. (huskynet)
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:-) ok mit den Antworten hatte ich gerechnet, ich hätte es doch 
dazuschreiben sollen, dass das NICHT fürs Hausstromnetz gedacht ist, 
sondern industriell verwendet werden wird, wenn es sich denn lohnt. Es 
soll ein ein Dimmer werden und da kam ich doch auf die Idee, anstatt der 
bisher verwendeten Triacs einfach Leistungs-MOSFETS zu verwenden. Und 
hätte man dann noch Gleichspannung, könnte sogar die 
Nulldurchgangserkennung wegfallen und zum Dimmen reicht dann normale 
PWM. Aber da dann die Gleichspannungsversorgung das Problem ist, werd 
ich das wohl nicht so machen. Mich hatte nur interessiert, ob es denn 
dafür eine Möglichkeit gibt, denn der Kondensator für sowas müsste ja 
riesig sein...

Autor: 2919 (Gast)
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Nein der Kondensator ist nicht riesig. Sowas baut man als Polyphasen 
Schaltnetzteil, Da werden die zu puffernden Stroeme klein.

Autor: Marius S. (lupin) Benutzerseite
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Randy: was soll denn gedimmt werden? Vlt kann man die Netzspannung 
einfach gleich richten und gut is... wenn bisher triacs verwendet werden 
hängt das ganze wohl direkt am Netz oder? Also wie kommst du auf die 
100VDC?

Was ist denn das für ne Funzel die 10kW braucht?

Autor: stefan Schütte (Gast)
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Moin,

Leute seid vorsichtig mit solchen Geräten!!!
In industriellen Netzen gibt es normalerweise keinen FI-Schutzschalter!
Fasst Du an eine Phase bekommst Du einen gescheuert. Das erfrischt
ungemein, vielleicht kippt man auch endgültig um. Ein Gleichstromunfall 
bei 100V ist ungleich gefährlicher, da sich das im Körper befindliche 
Wasser in seine Bestandteile zerlegt. Der daraufhin eintretende Tod ist 
langsam und schmerzhaft.
Stefan

Autor: Marius S. (lupin) Benutzerseite
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So ein Quatsch, 100VDC merkst du kaum... da brauchst du schon einen sehr 
geringen Übergangswiderstand. Wenn ich an 100VDC anpacke merke ich 
höchstens nur ein Kribbeln, meistens aber gar nichts.

Autor: Stefan Huebner (shaun)
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Spar Dir solche gefährlichen Behauptungen, nachher nimmt das noch jemand 
ernst!
100V sind definitiv gefährlich, ob Du davon in einer bestimmten 
Situation etwas spürst spielt hier überhaupt keine Rolle. Neulich hatte 
ich mit einem falsch konzipierten Muskelstimulationsgerät zu tun, da 
habe ich knappe 40V schon sehr gut gespürt. Und besonders feucht waren 
meine Hände nicht, die Fläche macht auch einiges aus. Und bei hohen 
Strömen hat man prinzipbedingt größere Flächen, so dass die 
Wahrscheinlichkeit, mit großer Hautfläche anstelle der vorsichtig an 
einen Leiter herangeführten Fingerspitze in den Stromkreis zu gelangen, 
steigt. Gleichstrom bewirkt wie schon gesagt wurde eine elektrolytische 
Zersetzung mit den ebenfalls genannten Folgen.

Autor: Anon Ymous (anonymous)
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DC ist gefährlicher als AC, weil die Muskeln sich verkrampfen. Bei AC 
haben die Muskeln 50x in der SEkunde die  MÖglichkeit, sich zu öffnen :)

Autor: I_ H. (i_h)
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Die Muskeln reagieren nur auf eine Änderung des Potenzials, nicht auf 
das Potenzial selber. Bei DC gibt's einen kurzen Krampf und man kann 
(theoretisch) loslassen, worauf es nochmal zuckt.
Desswegen ist AC auch gefährlicher als DC, zum einen kann man net 
loslassen, und zum anderen mag das Herz die 50 Schläge / Sekunde nicht 
so ganz.

Autor: Christian_RX7 (Gast)
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Stimmt AC ist auf jedenfall gefählicher als DC.
Die Gafahrenschwelle liegt bei DC etwa bei 120V und bei AC etwa bei 50V
Zumindest stehts so in der Elektrotechniknorm.

Viele Grüsse,
Christian

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Na das sind ja ganz neue Erkenntnisse... dann sind wohl alle, die an den 
Folgen von DC-Schlägen gestorben sind, aus lauter Unwissenheit 
abgekratzt.

Autor: Anon Ymous (anonymous)
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@I_H
Das ist mir seeeeeeeehr neu. Kannst du mir eine Quelle dafür geben?

Autor: Bri (Gast)
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Stromversorgungen bis 100kW gibts hier zu kaufen:

http://www.fug-elektronik.de/webdir/1/deutsch.htm

Aber es sollte auch klar sein, dass man sowas nicht für unter 10000 Euro 
kaufen kann.

Autor: I_ H. (i_h)
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Das DC auch gefährlich ist, habe ich doch nicht bestritten. Aber AC ist 
gefährlicher, weil man prinzipbedingt länger dranbleibt, und das Herz 
aus'm Tritt kommt. Umbringen kann man sich natürlich auch mit DC (btw. 
werden elektrische Stühle eigentlich mit DC oder AC betrieben?).

einfach mal lesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Stromschlag

Autor: Anon Ymous (anonymous)
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Ihr habt recht gehabt, Wechselstrom scheint schädlicher als Gleichstrom 
zu sein, u.A. wegen Herzkammerflimmern. Siehe
http://de.wikipedia.org/wiki/Gef%C3%A4hrliche_Spannungen

Autor: Stefan Huebner (shaun)
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DIe Frequenz die für das Lichtnetz gewählt wurde wurde seinerzeit wohl 
im Hinblick auf elektrische Exekutionen so gelegt, dass eine 
Beeinflussung des Sinusknotens und damit Herzkammerflimmern am 
wahrscheinlichsten ist. Generell haben alle Spannungen in dem Moment ein 
hohes Gefahrenpotenzial, in dem der Widerstand durch Nässe, Kraft oder 
Berührungsfläche einen entsprechenden Strom fliessen lässt. Ob dieser 
nun auf das Herz wirkt (AC, wo gezielt appliziert geringste Ströme 
schädlich wirken), die Flüssigkeiten elekrolytisch zersetzen (DC) oder 
thermische Schäden entstehen (Stromform egal) ist doch erstmal relativ 
wurscht, mir ging es in erster Linie darum, klarzustellen, dass Marius' 
Aussage "100V DC merke ich nicht, also sind 100V DC ungefährlich" 
Blödsinn ist. Im Übrigen schrieb ich, dass ich die ungewollte Spannung 
spürte, nicht, dass sie Auswirkungen auf die Muskeln gezeigt hat. Da sie 
gepulst war, gingen Muskelkontraktionen einher, aber darum ging es 
nicht!

Autor: Tom (Gast)
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> DIe Frequenz die für das Lichtnetz gewählt wurde wurde seinerzeit wohl
> im Hinblick auf elektrische Exekutionen so gelegt, dass eine
> Beeinflussung des Sinusknotens und damit Herzkammerflimmern am
> wahrscheinlichsten ist.

Hast Du hier ein <Satire> Tag vergessen? 50 Hertz kommen daher, weil 
damals die zweipoligen Generatoren mit etwa 1500 U/min liefen. In USA 
mit 1800 U/min.

Autor: Reinhard R. (reinhardr)
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Naja, ein wenig Realsatire ist da sogar dabei. Seinerzeit wurde der 
erste elektrische Stuhl mit Wechselstrom aus einem Westinghouse 
Generator (unter einem Vorwand gekauft) betrieben. Das geschah auf 
Betreiben Edisons, der als Konkurrent von Westinghouse dessen AC System 
als besonders gefährlich im Gegensatz zu seinem eigenem DC System 
darstellen wollte.

Gruß
Reinhard

Autor: Klaus (Gast)
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Du musst Dir als erstes Mal eine/mehrere CEKON Dose  3P+N+E  mit 16A 
oder besser 32A setzen lassen.
http://de.wikipedia.org/wiki/CEE-Drehstromsteckverbinder

Für erste Versuche reicht evtl. der Anschluss an eine Herddose (solange 
den Pizza-Bringdienst beordern).

Dann kaufst Du Dir mehrere Elektro-Schweissgeräte.
Z.B. momentan Ebay-Nr.  120174249770

Die Dinger haben Gleichspannung, Strom einstellbar, Spannung ca. 24-40 
Volt.
Also 3-4 Stück in Serie schalten, voila.

Bei Bedarf Kondensator extern dranhängen.
Und Obacht geben , gute Risiko-Lebensversicherung abschliessen, sofort 
gültig und auch für Elektrounfälle zahlend...

Autor: Chris (Gast)
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lol, wer das so machen will hat kein respekt vor dem Leben...

Autor: Jörn Paschedag (jonnyp)
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Ein thread für Lebensmüde.

Autor: Andreas Lang (andi84)
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Merke: Strom macht klein, schwarz und häßlich.

Autor: Wolfi (Gast)
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Das Argument "Gleichstrom ist gefährlicher als Wechselstrom - wegen der 
angeblichen Blutzersetzung" geistert immer wieder herum, ist aber 
definitiv falsch. Es ist genau umgekehrt: Wechselstrom ist 3-5 mal 
gefährlicher als Gleichstrom, weil er wesentlich leichter das Herz aus 
dem Tritt bringt als Gleichstrom. Auch die immer wieder zu hörende 
Behauptung, bei einem DC-Stromschlag bliebe man an der Leitung kleben,
bei AC dagegen könne man wieder loslassen, ist krass falsch - das 
Gegenteil ist richtig.
Ich habe in meinem Berufsleben häufiger Gleichstrom-Schläge bekommen, 
mit Spannungen von 200 bis 600 Volt. Der heftigste war im Alter von 20 
Jahren - Hand-Hand-Durchströmung mit 600 V DC. Wurde ca. 1m durch die 
Luft geschleudert, Schock, Verbrennungen an beiden Händen - aber keine 
weiteren Folgen. Weiß nicht, ob ich das mit AC überlebt hätte ... heute 
bin ich übrigens 52 und erfreue mich bester Gesundheit - also auch nix 
mit Spätfolgen oder so.
Ach ja, und 100 VDC ist sogar noch Schutzkleinspannung - bis 120 VDC 
nach der gültigen VDE.

Autor: Nobody (Gast)
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Aha? DC hält jung und frisch?

Autor: Markus F. (5volt) Benutzerseite
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Für 100A bei 100V würde ein normaler 16A Drehstromanschluss gerade noch 
reichen. Der liefert 10,8kW. Die zusätzlichen 800W könnten reichen, um 
die Schaltnetzteil-Verluste zu decken.

Und 100V halte ich eigentlich nicht für so bedenklich. Ich habe schon an 
160Vdc gefasst und erst nach 10s ein leichtes Kribbeln gespürt (hatte 
irgendwie gedankenlos die beiden Klemmen in den Händen...).
Es kann aber sein, dass es auch Menschen gibt, die da empfindlicher sind 
(geringer Hautwiderstand). Mit nassen Händen könnte es auch gefährlich 
werden.

Und was soll das eigentlich werden? Mir fällt spontan nur ein 
Anwendungszweck dafür ein: Plasmaschneider bauen. Dafür würde die 
Spannung passen und man braucht ordentlich Strom.

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