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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Relais Transistor zuverlaessiges Schalten


Autor: hackspider (Gast)
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Hallo,
Ich versuche schon seit geraumer Zeit dieses Relais:
FIN 41.52.9 12V (Reichelt Bestellnummer) mit einem BC547B zu schalten.

Schaltung ist eine Emitterschaltung, sodass am Emitter Masse anliegt. 
Die Freilaufdiode hab ich nicht vergessen. So genug mit der Theroie hier 
meine Rechnung.

Am Relais liegen beim durchschalten 11.8V an (0.2V drop an der CE 
Strecke)
d.h., dass ICE = 11.8V/360 Ohm = 0.03277 A.
Bei einem Verstaerkungsfaktor von 30 bedeuted das, dass IBE = 0.03277/30 
= 0.00109 A ist. So wenn jetzt im worst case der AVR nur 4.4V hergibt 
muss der Basisvowiderstand 3.7 (0.7V Drop an der BE Strecke)/0.00109A = 
3394.50 Ohm sein.

Wo ist jetzt das Problem ? Das Relais zieht und laest wieder los wie es 
grade lustig ist (Ob Spannung anliegt oder nicht).

Ich hab schon andere Vorwiderstaende versucht, die besten Ergebnisse 
hatte ich mit einem 1K Vorwiderstand und einem PullDown mit 10K aber 
auch da faengt das Relais nach 20 Minuten an zu spinnen bis es dann 
(Obwohl keine Basisspannung anliegt) durchgeschaltet bleibt.

Ich hab 3 Jahre in der Schule Elektrotechnik gemacht und auch hab ich 
die Suchfunktion benutzt und bin zu keinem zufriedenstellendem Ergebnis 
gekommen.

Hab ne Woche versucht das Problem selber zu loesen und jetzt wende ich 
mich an euch.

mfg hackspider

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Poste mal die von Dir aufgebaute Schaltung und / oder ein Foto davon.

Autor: 2919 (Gast)
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Vargiss das mit der Stromversterkung und lass doch da mal 5-10mA in die 
Basis rein. Der Transistor soll doch saettigen. Als den Basiswiderstand 
auf 680 Ohm.

Autor: hackspider (Gast)
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Hi

http://hackspider.toxic-link.net/Bilder/Amplifier/...

So das ist die schaltung der 6K2 Widerstand drin steht wurde natuerlich 
nicht benutzt sondern ein 3K4.

Aufgebaute Schaltung von unten:
http://hackspider.toxic-link.net/Bilder/Amplifier/...

Aufgebaute Schaltung von oben
http://hackspider.toxic-link.net/Bilder/Amplifier/...

mfg hackspider

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Wie lang ist denn die Leitung zwischen AVR und Transistor-Basis? Bist Du 
sicher, den Ausgang des AVR auch als Ausgang programmiert zu haben, 
nicht nur als PullUp?

Autor: hackspider (Gast)
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Hehe der im Moment haengt noch kein AVR dran sondern wird mit den 5V von 
der obrigen Schaltung gebrueckt.

@ Travel Rec.
Ich schon ein paar Jaehrchen mit uCs zu tun gehabt, aber das konntest du 
nicht wissen ;-)

Das mit den 680 Ohm werd ich dirket mal ausprobieren, hab zufaellig 
sogar noch welche da.

mfg hackspider

Autor: Jürgen Berger (hicom)
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verbinde mal die beiden Massen von 5V und 12V

Jürgen

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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680 Ohm bei 5V an einer Transistorbasis sind in diesem Fall absolut zu 
wenig. 1-2kOhm sind noch niedrig genug. Es sei denn, Du magst warme 
Transistoren :-). Der Fehler wird woanders liegen.

@Jürgen: Gute Idee!

Autor: Rahul Der trollige (rahul)
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>verbinde mal die beiden Massen von 5V und 12V

Laut Schaltplan sind sie verbunden...

Autor: Jürgen Berger (hicom)
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..gerade gesehen laut Plan sind beide auf GND, sollten also eigentlich
verbunden sein..

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Schwer zu sehen in der Schaltung. Was im Plan steht, naja...

Autor: HildeK (Gast)
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Ich sehe am Ausgang der Spannungsregler nirgends ein C. Vielleicht 
schwingt da ein Regler ...
Außerdem: den Transistor mal austauschen.

Autor: Alex22 (Gast)
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Zwei Sachen sind mir in deiner Schaltung aufgefallen, die mir persönlich 
nicht gefallen:

1) Der 7812 hat eine Drop-Out Voltage von 2.0V (laut Datenblatt). Wie 
soll er also aus den 12V die der Trafo lierfert 12V stabilisiert 
erzeugen? Es müssen afaik mindestens 14V in den Eingang des 7812 hinein.

2)Laut Datenblatt sollte man auf der "Primärseite" der 78xx einen 330nF 
und auf der Sekundärseite einen 100nF Kondensator zur Glättung vorsehen.

Vielleicht liegt es an einem dieser Aspekte.
Schöne Grüße,
Alex

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ Alex22 (Gast)

>erzeugen? Es müssen afaik mindestens 14V in den Eingang des 7812 hinein.

Ja. Wenn man glück hat, dann bringt der Trafo bei niedriger Last mehr 
Ausgangsspannung, das ist vor allem bei kleinen Trafos so.

>2)Laut Datenblatt sollte man auf der "Primärseite" der 78xx einen 330nF

Nennt sich Eingangsseite. Bei eine Gleichrichterschaltung braucht er da 
schon eher uF, Pi mal Dauem 1000uF/A.

>und auf der Sekundärseite einen 100nF Kondensator zur Glättung vorsehen.

Dito. Die 100nF sind nur zur Panikentschärfung. Der 78xx ist auch ohne 
stabil.

MFG
Falk

Autor: Bernhard (Gast)
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@Alex22: Schonmal davon gehört daß ein Brückengleichrichter aus 12V AC 
ca. 17V DC erzeugt? Wenn nicht dann lieber nochmal nachlesen. Die 
Schaltung sieht OK aus.

Die 6,2K auf die Basis sind auch OK nur würde ich noch an der Basis 
einen 10k nach Masse schalten. Beim Einschalten des CPU ist der Pin ja 
noch ein Eingang und dann kann es passieren daß das Relais schaltet. 
Ansonsten bitte die Programmierung der Ports checken.

Grüße,

Bernhard

Autor: Alex22 (Gast)
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@Falk
Ok, wiedermal etwas dazu gelernt.
Allerdings auf das:
>Wenn man glück hat

würde ich mich nur ungern verlassen...

Alex

Autor: Alex22 (Gast)
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@Bernhard

>Schonmal davon gehört daß ein Brückengleichrichter aus 12V AC
ca. 17V DC erzeugt

Nein, davon habe ich (meines Wissens nach) noch nichts gehört. 
Vielleicht liegt es aber auch daran, dass gerade Montag Morgen ist...

Autor: Alex22 (Gast)
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Ah, OK, gerade hat es "klick" gemacht... Die 12V aus dem Trafo sind die 
Effektivspannung. Der Scheitelwert liegt natürlich bei sqrt(2) * Ueff 
und dieser Scheitelwert wird dann natürlich gleichgerichtet.

Autor: JensG (Gast)
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Mit Glück hat das nix zu tun, sondern sollte zuverlässig so 
funktionieren. Denn wie Bernhard schon schrieb, werden so um die 17V 
Gleichspannung gewonnen.  Da hat man auch noch etwas Reserve, falls die 
Spannung bei Last etwas einbricht (zumal wohl hier ohnehin nur ein 
Relais getrieben wird, wenn ich das so richtig sehe).
Ansonsten auf alle Fälle darauf achten, daß die Ein/Ausgänge der Regler 
grundsätzlich mit je einem Keramik-C (>100nF) zusätzlich zu den Elkos 
abgeblockt werden. Meistens funktionierts zwar auch ohne, aber 
anscheinend haben die 78xx je nach Hersteller unterschiedliche 
Schwingneigung, und da Elkos nun nicht gerade für höhere Frequenzen 
geeignet sind, kann es schon mal auf den kleinen C ankommen unmittelbar 
am Regler (jedenfalls hatte ich mal einen Regler, der erst mit dem 
Keramik-C zu beruhigen war - vielleicht war aber auch einfach nur der 
Elko zu schlecht ;-).
Und noch etwas, wofür der kleine C Sinn macht: wenn es auf 
Rauschfreiheit/Armut auf der Spannungsleitung ankommt, dann blockt er 
bei höheren Frequenzen diese Störungen besser ab als der Elko.

Autor: hackspider (Gast)
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Okay an alle die hier etwas gepostet haben erstmal Danke an der 
Beteiligung an meinem Problem.

Um das ganze in einen Rahmen zu fassen will ich mal kurz den Sinn der 
Schaltung anreissen:

Das ist das Netzteil den AVR (mega16) in meinem Stereoverstaerker mit 
Strom versorgt. Die 12V werden benoetigt um die Relais der 
Quellenauswahl zu steuern (also keine Last). Die 5V versorgen den AVR 
und ein 4x20 LCD. Das Relais um das es jetzt geht kann den Ringkerntrafo 
vom Netz nehmen (Energieersparnis von ca 9W).

Das Problem wie man aus 12VAC 17VDC bekommt hat sich ja schon geloest.

Ich hab meine Festspannungsregler weder 330nF(Eingansseitig) noch mit 
100nF(Ausgangsseitig) betrieben und noch nie Probleme gehabt. Obwohl ich 
mit dem Oszi nachgemssen hab und keine ungewoehnlichen Schwingungen 
feststellen konnte werde ich die 2 Kondensatoren mal einloeten.

Ich konnte mit dem 1K5 Widerstand Erfolge erziehlen er schaltet seit 
gestern Abend zuverlaessig durch, und (was genauso wichtig ist) wenn ich 
die Spannung von der Basis nehm auch zuverlaessig aus.

mfg hackspider

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