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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik T6963 Display auf AVR emulieren für Hardcopyfunktion


Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Hallo
Ich suche eine Möglichkeit von einem fertigen Gerät, dessen Software 
leider nicht frei veröffentlicht ist, nachträglich eine Hardcopyfunktion 
oder Bildübergabe an den PC zu erreichen.
Das Display ( Electronic Assembly 240*128) enthält einen T6963 
Controller mit 8-Bit-Ansteuerung.
Es müßte doch möglich sein, die Datenkommunikation mit einem AVR 
mitzulesen, und in dessen RAM ein identisches Abbild zu berechnen, das 
dann entweder auf einen Laserjet-kompatiblen Drucker ausgegeben oder 
seriell in den PC überspielt werden kann, im einfachsten Fall als 
unkomprimiertes BMP-File.

Hat jemand sowas ähnliches schon mal gebaut oder einen Link ?
73
Christoph

Autor: Thorsten (Gast)
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Hab ich noch nicht gebaut. Aber eine andere Idee:
Trenne die Verbindung zwischen Display und Geraet auf und baue dort eine 
Art Weiche (Tranmission Gates oder Analogschalter) rein: Normalerweise 
ist Geraet mit Display verbunden, so wie bisher.
Wenn Du eine Hardcopy ziehen willst, verbindest Du Deinen uC mit dem 
Display (und trennst das Geraet ab). Dann kannst Du den Grafik-RAM im 
Display mit Deinem uC auslesen und das dann mit Deinem uC 
weiterverarbeiten.
In der Zeit gehen aber die Daten vom Geraet an das Display verloren und 
ggf. meckert das Geraet, weil es keine Rueckmeldung vom Display bekommt. 
Kommt wohl drauf an, wieviel Traffic da unterwegs ist.
Ich habe ein paar (schnelle) serielle Verbindungen in  Geraeten mit 
einem FPGA abgehoert und dann mit FIFO und EIA232 Richtung PC gebracht. 
Das ist wahrscheinlich overkill in Deinem Fall.

Viel Erfolg

Autor: Michael U. (Gast)
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Hallo,

sehe so auf Anhieb 2 Probleme, die zu lösen wären:

- genug Ram, also AVR mit externem Ram nehmen (Mega8515 oder Mega162 mit 
32k Ram)
- die Displays können sehr schnell angesteuert werden, dann kommt ein 
AVR an seine Grenzen beim Lesen der Daten.

Ansonsten Daten an ein Port, alle Steuerleitungen an einen Port.

CE/RD und CE/WR würde ich mit gattern extern verknüpfen, so daß RD oder 
WR einen externen IRQ des AVR auslösen. Dann Daten, C/D, evtl. FONT 
einlesen und in Nachdenken versinken.

Problem ist noch, die Init-Sequenz mitzubekommen, also Display-Reset und 
System-Reset sollten wohl einfach einen Rest am AVR erzeugen.

Wenn das Display vom Host-System nur recht langsam angesteuert wird, 
sollte es kein Problem sein.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Ja ich dachte auch daran, die RD und WR mit den beiden INT-Eingängen zu 
verbinden, dann kann das Mitlesen ohne Zeitverzögerung passieren. Für 
die Auswertung im Hauptprogramm sollte die Zeit reichen.
Ein Problem beim Rücklesen aus dem Display wäre vermutlich die gemischte 
Text/Grafikdarstellung. Wenn ich live mitlese bekommt der AVR die 
Umschaltung mit.
Es geht um den Antennenanalysatorbausatz
https://ssl.webpack.de/box73.de/catalog/product_in...
der ist in BASCOM auf einem Atmega644 programmiert.

Autor: Klaus (Gast)
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Man kann die (vermutlich 2) seriellen Datenströme hinter dem 
LCD-Controller anzapfen.
Infos dazu bekommt man von Datenblättern baugleichen Displays ohne 
Controller.

Über Schieberegister und Zähler kann man die Daten in ein Ram (32kx8) 
schreiben und kann dieses als "dual port" auslegen, um die Hardcopy 
auszulesen.

Ich habe sowas vor etlichen Jahren gebaut, es hat das Display (dto. 
240x128) auf 4-facher Grösse zentriert auf ein "Fernsehbild" (BAS) 
umgesetzt.

Der schnellste serielle (Pixel-) Clock des LCD war ca. 920 kHz, wenn ich 
recht erinnere. Es waren zwei Bildhälften (oben/unten).

Alle weitere Info müsste ich herauskramen, ist schon lange her...

Autor: DG1RTO (Gast)
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Wenn Du dem Norbert in einer email Dein anliegen schilderst, ist doch da 
sicher eher was zu machen, als da Reverseengenieering(?) zu betreiben.

Stell ich mir ziemlich anspruchsvoll vor, das alles mitzulesen und 
"umzusteuern"
Vile erfolg

AxelR. DG1RTO

Autor: Berti (Gast)
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Ich würde am datenbus mitlauschen und am "Lausch µC" einfach die 
Funktion des Displays emulieren, jedoch das du die Daten in ein RAM 
schreibst.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Ich denke auch, ich sollte die Entwicklung abwarten. Die 
Hardcopyfunktion soll ja ganz oben auf der Wunschliste der Käufer 
stehen, oder noch besser eine Fernbedienfunktion vom PC aus.
Mich würde eine Durchgangs-Wobbelmöglichkit noch eher interessieren, ein 
AD8307 wäre leicht an einem der beiden noch freien ADC-Eingänge des 
ATMega644 anzuschließen. Das wäre dann zwar nur skalar gemessen, aber 
zusammen mit der vektoriellen Darstellung der Eingangsreflexion könte 
man so Filter und Verstärker wobbeln.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Im ATMega ist der Speicherplatz auch sehr knapp, 240*128/8=3840 also ein 
RAM von 4k.
Im Display stecken 8 k, man könnte damit maximal zwischen zwei 
Bildspeichern umschalten, oder Schwarz plus drei Helligkeitsstufen 
erzeugen ( Ein Speicher doppelt so lange dargestellt, wenn ein Pixel in 
beiden weiß ist hat es max. Helligkeit).

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