Gast
#683185
Hallo, ich habe wieder mal ein vermutlich simples Problem, aber ich verstehe es einfach nicht. Messaufbau: Funktionsgenerator (Ausgangswiderstand 50 Ohm) erzeugt Sinussignal, Amplitude 200mV, Frequenz 100kHz. Nun messe ich die Spannung mit dem Oszilloskop (Eingangswiderstand 1MOhm): a) Über BNC-Kabel direkt mit dem Oszilloskop verbunden sehe ich das Signal auf dem Oszi erwartungsgemäß wie oben beschrieben. b) Wenn ich am Oszi einen 10:1 Tastkopf anschließe (also Eingangswiderstand 10MOhm) und damit an den Ausgang des Funktionsgenerators gehe, beträgt die gemessene Amplitude der Sinusspannung auf dem Oszi (Tastgrad bzw. "Probe" ist auf 1:10 eingestellt) auf einmal nur noch ca.30mV. Ich habe zwei Tastköpfe gleichen Typs (HP10071a, für das Oszilloskop sogar offiziell empfohlen), beide abgeglichen, bei beiden der gleiche Messwert. Wenn ich es richtig verstehe, ist ein Tastkopf doch quasi eine Art Spannungsteiler. Sprich, in diesem Fall mit einem 1:10 Tastkopf fällt 1/10 der Spannung am Oszi ab. Die Messwerte werden anschließend mit dem Faktor 10 skaliert ausgegeben. Läuft da nicht etwas verkehrt und sollten es nicht auch 200mV sein, die bei Messung über Tastkopf angezeigt werden? Falls doch nicht, wie kommen die 30mV zustande? Wäre dankbar für jeden Hinweis! antal