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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Crystal Oscillator, fast rising power was?!


Autor: Paul H. (powl)
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Hi!

Was bedeutet eigentlich in der Atmel Manual wenn ich einen Quarz benutze 
dieses fast rising und slowly rising power? Und was heißt BOD enabled?

mfg PoWl

Autor: 2920 (Gast)
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Fast rising power heisst, ein Netzteil, ein Schalter, prktisch keine 
Elkos. Slow rising power heisst, ein Schalter, ein Netzteil, grosse 
Elkos. BOD heisst Brow-Out-Detector, den sollte man zuschalten, ausser 
man hat einen eigenen.

Autor: Paul H. (powl)
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Du meinst das hängt damit zusammen wie schnell die Spannung in der 
Schaltung nach einschalten steigt?

Was hast das denn mit dem Quarz zu tun?

mfg PoWl

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Paul Hamacher wrote:
> Du meinst das hängt damit zusammen wie schnell die Spannung in der
> Schaltung nach einschalten steigt?
Jep.

> Was hast das denn mit dem Quarz zu tun?
Nichts direkt. Aber man legt mit der Quarzeinstellung auch fest, ob der 
Mikrocontroller erst ne Pause macht (von zb 64k Zyklen) bevor er 
wirklich anfängt.

Autor: Wolfgang Horn (Gast)
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Hi, paul,

Du: "Was bedeutet eigentlich in der Atmel Manual wenn ich einen Quarz 
benutze
dieses fast rising und slowly rising power? Und was heißt BOD enabled?!"

Damit wird wohl der Arbeitspunkt des Quarzoszillators eingestellt. 
Natürlich möchten wir den geringtmöglichen Stromverbrauch mit dem 
billigstmöglichen Resonator.

Aber da sind Unterschiede in den Anwendungen und in den Anforderungen.

Anforderungen zuerst - die Stabilität, die Frequenzgenauigkeit. Je 
"lauter" der Oscillator aufgedeht, destop ungenauer,

Unterschiede in den Anforderungen: Manche uP laufen 24H/Tag, 7Tage/Woche 
und 53 Wochen/Jahr. Andere sind das ganze Jahr über im Power-Down Mode, 
sollen auf einen Interrupt aber schnell betriebsbereit sein.

Dafür ist die Auswahl des Arbeitspunktes sehr schön.


Ciao
Wolfgang Horn

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Wolfgang Horn wrote:
> Damit wird wohl der Arbeitspunkt des Quarzoszillators eingestellt.
> Natürlich möchten wir den geringtmöglichen Stromverbrauch mit dem
> billigstmöglichen Resonator.

Nein, damit wird nicht der Arbeitspunkt eingestellt. Für den 
Arbeitspunkt sind die Fuse-Bits CKOPT und CKSEL3..1 zuständig.
> When CKOPT is programmed, the Oscillator output
> will oscillate will a full rail-to-rail swing on the output. This mode is
> suitable when operat-
> ing in a very noisy environment or when the output from XTAL2 drives a
> second clock
> buffer. This mode has a wide frequency range. When CKOPT is unprogrammed,
> the Oscillator has a smaller output swing. This reduces power consumption
> considerably.
(vgl. Seite 26 Mega16 Datasheet 10/06)

Die Einstellungen für die Startup-Time (SUT) hingegen stellt man mit 
CKSEL0 und SUT1..0 ein.
Und bei einer langsam ansteigenden Versorgungsspannung kann es sein, 
dass der Chip nicht korrekt startet oder am Anfang mist ausführt, weil 
Teile des Chips noch nicht genügend Spannung anliegen haben. Dafür gibt 
dann einen max. 65ms Sekunden Delay (= eben diese Startup Time)
(vgl. Seite 27 Mega16 Datasheet 10/06)

Autor: peter-neu-ulm (Gast)
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>brown out

black out ist wohl bekannt. Das kann z.B ein plötzlicher 
Betriebsspannungsausfall sein.
Ein brown out geschieht beim langsamen Absinken der Betriebsspannung. 
Kurz vor dem Ausgehen des Taktoszillators macht dann der Prozessor viel 
Unsinn, z.B. verändert er ungewollt EEPROM-Zellen oder Fuses. Ein 
zuschaltbarer Unterspannungsdetektor = brown-out-Detektor schaltet den 
Prozessor ab, bevor das Spinnen bei Unterspannung einsetzt.
Eigene Erfahrung: ein Atmega8 verlor ständig eine gespeicherte 
Einstellung, nach dem Einschalten des brown-out war der Spuk beendet.

Autor: Paul H. (powl)
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danke, das sind wirklich hilfreiche infos :-) Mein ATtiny26 verliert als 
auch seine EEPROM daten wenn man ihn langsam abschaltet.

mfg PoWl

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