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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Frage zu IC / Pull-Up Widerständen


Autor: antal (Gast)
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Hallo,

vorweg als Entschuldigung für die eventuell dummen Fragen: Ich habe 
wenig Schaltungserfahrungen und bis auf simple OP-Schaltungen noch nie 
etwas mit IC's zu tun gehabt, dazu das Wort "Pull-Up-Widerstand" gerade 
erst zum ersten Mal gehört.

Ich habe einen Switched-Capacitor-Filterbaustein (Maxim 26Xer Serie), 
mit dem ich einen Filter realisieren möchte. Datenblatt: 
http://datasheets.maxim-ic.com/en/ds/MAX263-MAX268.pdf
Der IC-Baustein hat u.a. diverse Pins, über deren Eingangsspannung (+5V 
oder -5V) die Grenzfrequenz eingestellt wird.

Auf Seite 20 ist ein schönes Bild, wo der IC einfach so ohne weitere 
Bauteile verdrahtet ist. Sprich: Signale, Spannungen und Takt direkt 
anklemmen und fertig. Habe ich in meiner Naivität so aufgebaut - 
funktioniert nicht (irgendwo bildet sich anscheinend ein Kurzschluss).

Auf Seite 18 steht in einer kurzen Nebenbemerkung etwas von 
Pull-Up-Widerständen für eben diese Pins, mit denen die Grenzfrequenz 
eingestellt wird. Nach einiger Recherche hier im Forum und im Internet 
hört es sich für mich logisch an, dass dort Widerstände zwischen 
Spannungsquelle und Eingangspin geschaltet werden müssen (bitte 
korrigieren, falls ich falsch liege).

Frage aber: Beim Takt geht es doch auch um bestimmte Pegel. Müsste ich 
dort nicht auch einen Pull-Up-Widerstand verwenden? Dazu steht nichts im 
Datenblatt. Application Notes gibt es auch keine für den IC.

Und wie sieht es mit den Eingangs- und Ausgangspins aus, sowie der 
Spannungsversorgung des IC und dem Masseanschluss - dort muss (oder darf 
sogar) KEIN Widerstand vorgeschaltet werden, richtig?

Zusammengefasst also meine Vermutung:
- Pull-Up-Widerstand brauche ich für Takteingang & anliegenden Pegeln 
zur Einstellung des IC
- KEINE Pull-Up-Widerstände für Signaleingänge bzw. -ausgänge sowie 
Spannungsversorgng und Masse.

Wäre nett, wenn mir da evtl jemand Erfahreneres auf die Sprünge helfen 
könnte!

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Nein, wenn du die Eingänge so, wie auf Seite 20 beschrieben, fest
an +5 V oder -5 V verdrahtet hast, brauchst du keine Widerstände.
Die Widerstände sind nur nötig, um ein bestimmtes Potenzial
einzustellen, falls das entgegengesetzte Potenzial durch einen
Schalter justierbar sein soll.  Also ein 4,7-kΩ-Widerstand von
Eingang nach +5 V, und ein Schalter vom Eingang nach -5 V.  Wenn
der Schalter geschlossen ist, liegen -5 V an, wenn er offen ist,
liegen über den Pullup-Widerstand +5 V an.

Für alles, was irgendwie aktiv getrieben wird, brauchst du keine
extra Widerstände.  Das betrifft auch den Takt selbst.

Autor: antal (Gast)
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Vielen Dank, dass du dir das angesehen hast!
Ich denke, ich habe damit inzwischen auch den Sinn der 
Pull-Up-Widerstände verstanden (bzw. auch, warum ich hier keine 
Widerstände brauche).

Anscheinend läuft dann noch etwas anderes verkehrt - was auch immer man 
da falsch machen kann, wenn außer dem IC kein anderes Bauteil im Spiel 
ist. Werde alles wohl nochmal neu zusammenlöten.

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