Hallo,
es ist eine dumme Frage aber wie liest man ein Dattenblatt von einem
µC??
Welche Angaben sind wichtig??
Besonders wenn man kein Englisch kann, gibt es Dattenblätter auf
Deutsch?
Wenn ja wo finde ich diese?
Wäre dankbar, wenn ihr einem Anfänger helfen würdet.
Erm... also wie man liest denke ich hast Du in der Schule gelernt, oder?
Ich wage es zu bezweifeln dass sich die Hersteller die Muehe geben, ihre
Datenblaetter zu uebersetzen - davon abgesehen dass das dann sicher
voller Fehler waere. Ein Datenblatt kann (wenn es sehr umfangreich ist)
natuerlich auch als "Referenz" zum Nachschlagen verwendet werden. Was
wirklich wichtig ist kommt auf Deine Vorkenntnisse und das konkrete
Vorhaben vor. Wenn Du einen Compiler fuer die AVR-Plattform entwickeln
willst wirst Du das Datenblatt genauer studieren muessen als wenn es Dir
nur um ein Blinklicht geht.
Michael
Datenblätter auf deutsch wirst du sehr wahrscheinlich nirgends finden.
Für den Anfang reicht aber vielleicht ein Tutorial aus dem Netz (für AVR
zum Beispiel hier).
Naja zum Datenblatt sollte man wenigstens grob die Eigenschaften des
Prozessors kennen und im Detail dann die verwendete Peripherie.
Hallo,
mit Englisch wirst Du Dich wohl anfreunden müssen. Die Datenblätter gibt
es (soweit mein bescheidenes Wissen reicht) nicht auf Deutsch. Aber wenn
Du Dich dauerhaft mit der Materie beschäftigen willst, wirst Du Dir
früher oder später eh schwer tun, wenn Du kein Englisch kannst.
Welche Angaben wichtig sind, kann man so nicht sagen. Wenn Du mit
Interrupts programmierst, solltest Du vielleicht mal das Kapitel
Interrupts durchlesen, brauchst Du den AD-Wandler, solltest Du das
ADC-Kapitel durchlesen. Generell wichtig sind allgemeine Informationen
wie Pinbelegung und die maximal verträgliche Spannung, der maximale
Strom, den man pro Pin ziehen kann usw. Einfach mal ein bischen drin
rumstöbern, ist am Anfang viel, war bei mir nicht anders, aber da musst
Du durch!
Übrigens heißt das Datenblatt.
Michael G. wrote:
> Ich wage es zu bezweifeln dass sich die Hersteller die Muehe geben, ihre> Datenblaetter zu uebersetzen
Kommt auf die Sprache an. Japanische Versionen sind recht häufig zu
finden.
Das mit dem Englisch ist dann meist auch nicht so schwer, da sich das
fast nur auf Fachenglisch bezieht, die "normalen" englischen Floskeln
sind meist einfach gehalten. Bei den Fachausdrücken ist es so, dass die
eh meist spezifisch sind und Anfängern nicht bekannt, aber sie
wiederholen sich oft, was zu einem großen Lerneffekt führt.
Andreas Kaiser wrote:
> Michael G. wrote:>>> Ich wage es zu bezweifeln dass sich die Hersteller die Muehe geben, ihre>> Datenblaetter zu uebersetzen>> Kommt auf die Sprache an. Japanische Versionen sind recht häufig zu> finden.
Ich meinte natuerlich den Weg En->De
Das ist wohl richtig, Fachenglisch laesst sich in aller Regel leichter
lesen als "aus dem Leben gegriffenes".
Nun ja ich muss sagen dass Deutsch nicht meine Muttersprache ist, ich
bin wo anders aufgewachsen, daher auch Mangelhafte Englischkenntnisse.
Na ja ich muss sehen wie ich ohne Englisch mit den Datenblätter zurecht
komme.
>es ist eine dumme Frage aber wie liest man ein Dattenblatt von einem>µC??>Welche Angaben sind wichtig??
Am besten von oben nach unten ;-). Ist nicht nur ironisch gemeint,
sondern hat sogar ein Fünkchen Wahrheit. Als ich angefangen hatte, und
nur von der Theorie her wußte, wie so ein Ding aufgebaut war, habe ich
dann, als es konkret mal was werden sollte, wirklich das Datenblatt des
µC meiner Wahl (AVR) hergenommen, und einfach von oben nach unten
durchgelesen, und versucht, dies im Gedanken schon mal auf mein Projekt
zu beziehen. Da hat man am Ende schon fast das Gefühl, man weis nun, was
man will, und was wichtig ist. Setzt natürlich voraus, daß man sowas
"verstehend" ließt, und nicht einfach nur das Blatt schnell durchscant.
Zwei Abende hatte ich dazu gebraucht. Man bekommt dadurch zumindest
einen guten Überblick, und ich zumindest wusste dann, was wichtig ist,
und wie ich loslegen würde, was schon mal beste Voraussetzungen für
einen Einstieg waren. Nur noch sich mit Assembler anfreunden, enfache
Tests mal durchgehen (Lichtorgel auf dem Entwicklungsboard), um auch mal
praktisch zu testen, ob man es verstanden hatte, und dann gings ans
eingemachte im größeren Projekt. Da braucht man also eigentlich gar kein
Buch, was einen durch dieses Thema auf einfache Art und Weise
durchführt.
>Besonders wenn man kein Englisch kann, gibt es Dattenblätter auf>Deutsch?>Wenn ja wo finde ich diese?
sehr, sehr schlecht. Denn Datenblätter sind einfach nur in englisch, und
werden nicht übersetzt (habe jedenfalls noch nie deutsche Datenblätter
gesehen). Zumal viele Fachbegriffe ins deutsche übersetzt wohl kaum noch
jemand verstehen würde.
Vielleicht hilft hier wirklich erstmal ein (deutsches) Fachbuch, welches
einem alles verständlich erklärt. Dann kann man sicherlich auch
Datenblätter ohne weitere Englishkentnisse einigermaßen deuten.
>Wäre dankbar, wenn ihr einem Anfänger helfen würdet.
Gern geschehen.
Als Infineon noch Siemens war hatten die auch deutsche Datenblätter,
z.B hier
http://www.physik.uni-osnabrueck.de/kbetzler/ep/datasheet/lh_5424.pdf
allerdings habt Ihr recht ohne Englisch kommt man da nicht weit - heute.
Und vom übersetzten wir so ein Datenblatt auch nicht besser.
> wie liest man ein Dattenblatt von einem µC??
Sofern es sich um z.B. Englisch handelt: Seite für Seite, von vorne nach
hinten. Jede Seite von oben nach unten. Die einzelnen Absätze
sequentiell hintereinander. Die Sätze, wie auch die Worte, von Anfang
zum Ende. Die allgemeine Leserichtung ist also von links oben nach
rechts unten.
> Welche Angaben sind wichtig??
Alle.
> Besonders wenn man kein Englisch kann,> gibt es Dattenblätter auf Deutsch?
Extrem selten. Siemens hatte früher (TM) sowas manchmal.
In der Regel aber nein.
> Wenn ja wo finde ich diese?
Niergends, da praktisch nicht vorhanden.
> Wäre dankbar, wenn ihr einem Anfänger helfen würdet.
Gern geschehen.
Alex K. wrote:
> Welche Angaben sind wichtig??
Das ist immer die Frage wonach Du suchst. Wichtig kann sein wie viele
freie I/Os ein µC hat oder welchen Strom er bei welcher Spannung zieht.
Interessant kann auch sein ob und wie viele A/D oder D/A-Ports und mit
welcher Auflösung er hat etc. Ich denke mal, mit einer Hand voll
Fachbegriffe - die man sowieso lernen muss - kann man zumindest aus der
Übersicht des µC die wichtigsten Informationen rauslesen.
Zur Not einfach ein weiteres Browserfenster aufmachen und z.B. über
http://dict.leo.org/ die Begriffe übersetzen lassen. Mit der Zeit lernt
man dann immer mehr und muss immer seltener nachschlagen.
für den MSP430 von TI hat auch jemand das Datenblatt übersetzt, sehr gut
kann ich nur sagen, da steht dann richtiges Deutsch, nicht so ein
Englisch Deutsch von einem Übersetzungscomputer :o) GIbts übrigens im
Netz
Gruss reflection
Gewisse Chancen auf deusche Daten hat man in Büchern, jenen
branchenunüblichen aus abgeholzten Wäldern, wenn deren Autor keine Lust
hatte sich selber was auszudenken, und statt dessen im Wesentlichen nur
Handbücher verwirbelt und übersetzt hat.
Insgesamt ist es aber ziemlich sinnlos, deutschen Datenblättern und
Handbüchern hinterherzujagen. Denn selbst wenn man welche findet, hockt
man in der Falle, nur solche Bausteine verwenden zu können, zu denen man
was findet. Auf längere Sicht hat man wesentlich mehr Erfolg, wenn man
sich durch das Englisch durchkämpft.
> Kommt auf die Sprache an. Japanische Versionen sind recht häufig zu> finden.
Es gab von Siemens auch deutsche Datenblaetter zu ihren alten MCS51er.
Vielleicht sind die ja deshalb heute noch so beliebt. :-)
Olaf
Johannes M. wrote:
> Simon K. wrote:>> Von Osram habe ich kürzlich eines auf Deutsch gesehen:> Seit wann baut Osram Mikrocontroller?
Jaja, dachte wir sind schon beim Thema "Es gibt generell keine
Datenblätter auf Deutsch" angekommen ;) ;)
Was ich auch noch als wichtig empfinde ist der Errata Sheet. Ich habe
mir angewöhnt den als erstes durchzulesen, dann geht man vielen, meist
sinnlosen Problemen aus dem Weg!
Entweder das, oder gleich das Workaround, anstatt dervorgegebenen
Originallsg. Meist kann man ja mit anderen Umgebungsbedingungen schon
was machen, aber wenn das nicht hilft --> der Nächste bitte...
Olaf wrote:
> Du meinst du benutzt dann einen anderen Baustein wenn es zu lang ist?
Ist eher eine Frage der Qualität der Fehler. Es gibt harmlose und
weniger harmlose.
Wenn beispielsweise ein Fehler im CAN Controller bei nicht korrektem
Bustiming oder elektrisch nicht sauberem Bus zu defekten Frames führen
kann, die aber dank dazu passender CRC nicht als defekt erkennbar sind,
dann kann das u.U. ziemlich bös enden.
Wenn hingegen irgendwelche Timer-Interrupt-Flags mitunter verschütt
gehen können, man das aber durch etwas anderen Umgang damit umgehen
kann, dann kann ich damit leben. Muss ich halt berücksichtigen.
> für den MSP430 von TI hat auch jemand das Datenblatt übersetzt, sehr gut> kann ich nur sagen, da steht dann richtiges Deutsch, nicht so ein> Englisch Deutsch von einem Übersetzungscomputer :o) GIbts übrigens im> Netz
Hats auch eine URL?
Ich habe eine kleine lösung für mein handicap gefünden.
Ich habe nach einem Datenblatt gesucht in meiner anderen Sprache die ich
behersche und siehe da...
Falls es jemanden interessiert
http://gaw.ru/html.cgi/txt/doc/micros/avr/arh128/index.htm
Also AVR International