Ob das DevKit etwas taugt, kommt sicherlich darauf an was Du damit
anstellen willst. Sollte aber doch für einige erste Projekte ausreichend
sein.
Zum Thema Programmierung: Die Xilinx ISE ( kostenlos ) bietet die
Möglichkeit mit Hilfe von Schematics zu entwickeln ... naja, wer es mag
;)
Eine andere Möglichkeit VHDL weitestgehend zu umgehen stellt die
Benutzung von Matlab/Simulink in Verbindung mit dem SystemGenerator dar.
Allerdings wirst Du wohl die Anschaffungskosten dafür scheuen ^^ und
auch die Einarbeitung ist etwas unschön. Also beleibt eigentlich nur die
ISE mit VHDL und Schematics ...
@ Benedikt Köppel (Gast)
>Ich habe das HW-SPAR3-SK-UNI-G von XILINX gesehen>(http://www.xilinx.com/xlnx/xebiz/designResources/i...)>* Taugt das für den Einstieg und ist es der Preis wert?
Ja.
>* Mit dem Kit sollte ich doch eigentlich direkt startfähig sein, oder?
Ja.
>* Wie wird dieser FPGA programmiert? Gibt es da eine grafische Software>wie z.B: das Max+plusII, oder muss ich es in VHDL machen?
Max+plusII ist von Altera, dein Board aber ist von Xilinx. Da kannst du
nur mit Webpack ISE von Xilinx programmieren. Ich empfehle Version 6.3,
die ist nicht so riesig und weniger buggy. Mit der Software kannst du
entweder in VHDL oder graphisch (Schematic) programmieren.
MFG
Falk
Hier mal eine Meinung von einem anderem Einsteiger.
* Taugt das für den Einstieg und ist es der Preis wert?
Für den Einstieg halte ich ein FPGA ohnehin für überdimensioniert. Aber
das Teil ist sein Geld wert.
* Mit dem Kit sollte ich doch eigentlich direkt startfähig sein, oder?
Naja das Kit sicher - du wirst dich aber trotzem noch erheblich
einarbeiten müssen.
* Wie wird dieser FPGA programmiert? Gibt es da eine grafische Software
wie z.B: das Max+plusII, oder muss ich es in VHDL machen?
Du must das nicht mit vhdl machen du darfst!
Das Beste dabei ist, du kannst dir sogar nach jedem erfolgreichem
Schritt, deine erstellte Schaltung als Schaltplan anschauen. Mit Webpack
ISE kannst du zudem auch noch anderen Hardwarebeschreibungssprachen
verwenden. Für eine FPGA wird übringens in der Regel nicht programmiert
(es sei den du hast auf deinem FPGA einen Mikrocontroller
implementiert). Sondern es wird die gewünschte Schaltung und deren
Verhalten Beschrieben.
Lade dir doch einfach mal die Webpack ISE runter (ist kostenlos) und
schau dir das mal an. Ich verwende noch Verion 6.2 aus den gleichen
Gründen die Falk erwähnt hat.
Schau dir das auch mal an:
http://www.xilinx.com/xlnx/xebiz/designResources/ip_product_details.jsp?sSecondaryNavPick=BOARDS&key=HW-CRII-SK-G-PROMO&sGlobalNavPick=PRODUCTS&BV_SessionID=@@@@0826046177.1193953764@@@@&BV_EngineID=cccgaddmgdljgdhcefeceihdffhdfjf.0
Keine FPGA nur ne CPLD allerdings eine, die schon was drauf hat. und zur
Zeit wirklich günstig zu haben.
Das von dir ausgesuchte Spartan 3 Board hat allerdings diesen Vorteil:
http://de.sump.org/projects/analyzer/
Das kann sehr nützlich sein wenn man dann doch (wie ich) erst mal mit
CPLD rumprobiert und schaut ob die auch das machen was man will ;-)
Gruß
Hallo,
vielen Dank für eure Tipps.
Zum Thema Schematics / VHDL:
ich kann jetzt natürlich nicht einschätzen, was mir besser liegt. Für
komplexe Sachen ist wohl VHDL besser geeignet, oder?
Wäre ja nicht so schlimm das zu lernen :D
Matlab und Simulink habe ich zur Verfügung. Das gibt die ETH Zürich den
Studenten gratis.
Dass ich mich in FPGA-Programmierung einarbeiten muss, ist mir klar -
darum will ich ja auch ein Board kaufen :)
Ich denke, wenn ich ein CPLD kaufe, und dann schon sehr bald einen FPGA
will, dann hat es sich nicht gelohnt, den CPLD zu kaufen. Also doch
lieber gleich einen FPGA.
Ok, dass nicht "programmiert" wird habe ich nicht gewusst. Habe
eigentlich mit "programmieren" auch das Beschreiben der gewünschten
Funktion gemeint.
Gibt es denn sinnvolle VHDL-Tutorials für Einsteiger wie mich? Und ist
das auf allen FPGAs, die man mit VHDL "beschreiben" kann, dann gleich?
Oder unterscheidet sich VHDL für die einzelnen FPGAs?
Gruss,
Benedikt
Also wenn du schon soviel Geld ausgeben willst dann würde ich Dir das
Spartan-3E-Board empfehlen, kostet genauso viel hat aber eine bessere
Ausstattung (mehr Peripherie). Weiterer Vorteil des Spartan-3E-Board
ist, dass es über USB programmiert wird, während das andere ein
RS232-Programmierkabel benutzt (hat dein PC noch RS232?).
Um mit dem WebPack vertraut zu werden würde ich Dir raten dort in die
Hilfe zu schauen, dort ist ein Start-Tutorial.
Zu VHDL findet sich einiges im Netz, ich sag nur google
Gruß tom
Bei den Herstellern umschauen must du dich schon selber.
Dieses Dokument könnte dir allerding bei Xilinxs weiterhelfen:
http://www.xilinx.com/publications/products/cpld/logic_handbook.pdf
Aber auch andere Mütter haben schöne Töchter.
Bei Xilinx finde ich allerdings den Einstieg recht angenehm.
Evaluationboards für FPGAS werden von den großen Herstellern meist über
Distributoren vertriebe. Ob die auch Studenten beliefern ist teilweise
fragwürdig, Bestellung direkt beim Hersteller kann funktionieren - die
Kosten sind allerdings stehts höher als man zuerst glaubt
(Merwertsteuer, Versandkosten Zoll, sonstige Nebenkosten). Digilent
stellt viele Xilinx boards her und beliefert wohl auch Privatpersonen
aus den USA - Nebenkosten fallen aber auch an.
Also bemühe die Uni oder einen Bekannten der ein Gewerbe angemeldet hat
dann kannst du die lokalen Distributuren nutzen.
Beispiel: wenn ich hier bei einem deutschen Distributor das Coolerunner
II Bord bestelle, das in den USA für $24.95 angeboten wird, kostet mich
das 18 Euro und 14 Euro Versandkosten! Plus Mehrwertsteuer.
Distributoren sind keine Katallogversender wie Reichelt oder Conrad die
Versandkosten sind daher angemessen.
Versandkosten aus den USA sind meist sehr viel saftiger und MwSt. und
Nebenkosten fallen auch an (kann sich aber bei einer Sammelbestellung
lohnen).
Gruß
Genau diese Board meinte ich, ich an der FH mit beiden Boards arbeiten
dürfen, ich finde das Spartan-3E hat halt mehr Möglichkeiten für den
gleichen Preis.
Den genauen Unterschied zwischen Spartan 3 und 3E kenn ich aucht nicht.
Vielleicht weiß jemand anderes da bescheidt.
Ob das Programmieren mit einem USB-RS232-Adapter hinhaut kann ich nicht
sagen, ich weiß allerdings dass es da hin und wieder Probleme gibt beim
programmieren von Flash-µC. Von daher würde ich die reine USB geschichte
vorziehen, hat bei mir ohne Probleme auf anhieb funktioniert
Außerdem kannst du schon Xilinx ISE (zum Beschreiben der Hardware,
Synthese und Laden des FPGA) und ModelSim XE (zur Simulation) von der
Xilinx-Seite laden und loslegen.
Hier noch ein Buch zu VHDL, zwar schon etwas älter aber kostenlos und
nicht schlecht als Nachschlagewerk
http://www.itiv.uni-karlsruhe.de/opencms/opencms/de/study/lectures/liv1/vhdl_download.html
Eine praxisorientierte Einführung in VHDL mit Beispielen:
Titel: VHDL
Author: Molitor/ Ritter
Verlag: Pearson Studium
ISBN13: 9783827370471
ISBN10: 3-8273-7047-7
Es gibt aber noch weitere... z.b. mal bei amazon, buch.de, usw schauen
@tom
Das ist ein gutes Buch, aber für den Anfang viel zu umfanreich. Es
eignet sich meiner Meinung nach eher als Nachschlagewerk.
Ich habe mit dem Buch VHDL-Synthese (ISBN 3-486-25128-7) angefangen, ist
ein gutes Lehrbuch.