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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik AM Demodulation (analog oder digital?)


Autor: Tobias Krannich (Firma: privat) (tobias_k)
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Hallo Zusammen,
ich stehe vor dem Problem das im Anhang dargestellte 
amplitudenmodulierte Signal zu demodulieren. Habe leider nicht ganz so 
viel Erfahrung mit Analogschaltungen. Deshalb wollte ich zuerst einmal 
fragen, ob es möglich ist das Nutzsignal zurückzugewinnen (ca. 1/100 
kleiner als der Träger [siehe Anhang]). Der träger wurde mit einem 
Rechteck (digital) moduliert. Ich habe die im Anhang dargestellte 
Schaltung in pSpice Simuliert (dort funktioniert sie "einigermassen"). 
Bin mir aber unsicher ob ich mit dieser Schaltung das so stark gedämpfte 
Signal zurückgewinnen kann. Hat jemand evt. Erfahrung mit einer analogen 
Amplitudendemodulation? Reicht die Schaltung (+ nachgeschalteten 
Verstärker) um das Signal (oder zumindest einen Sinus mit gleicher 
Frequenz) zurück zu gewinnen??
Oder erziele ich mit einer Digitalen (DSP) Demodulation bessere 
Ergebnisse?

Vielen Dank für Eure Hilfe!

ps.: Das Amplitudenmodulierte Signal kommt von einem selbstentworfenen 
RFID-Transponder, bei dem ein MSP430 über Lastmodulation Daten 
übertragen soll.

Gruß Tobias

Autor: 2921 (Gast)
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Das ist kein Amplituden Demodulator, sondern ein Bandpass bei 122kHz mit 
Guete 15. Damit koennte man das Signal mehr oder weniger selektieren. 
Das Demodulieren wird ueblicherweise aber anders gemacht. Da der Traeger 
von 122kHz mit Rechteck moduliert wurde, steckt in allen Seitenbaendern 
dieselbe Information. Die Modulationsfrequenz ist ein Integerteiler von 
diesen 122kHz, nehm ich an. Dann wuerde ich synchron dort detektieren. 
Da kann man viel besser filtern, erzielt ein viel besseres Signal zu 
Noise.

Autor: HildeK (Gast)
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Meiner Ansicht nach geht das problemlos!
Die Schaltung im Anhang richtet den Träger (bei ca. 123 kHz) gleich und 
der scheint ausreichend groß zu sein. Das Ergebnis muss so 
tiefpassgefiltert werden, dass die 123 kHz stark gedämpft werden, das 
Nutzsignal bei ca. 4kHz aber übrigbleibt (plus ev. notwendiger 
Oberwellen, wenn du das Rechteck wieder haben willst).
Nur deine Filterschaltung ist nicht ganz klar. Wozu C1 und C2? Wir 
brauchen einen Tiefpass!
Als Diode könnte man einen Schottky-Typ wählen. Verstärken musst du 
danach auf jeden Fall.

Autor: Tobias Krannich (Firma: privat) (tobias_k)
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Vielen Dank schon mal für die Antworten.

Im Anhang habe ich nochmal meine RFID-Reader Schaltung. Das oben 
gezeigte Spektrum wurde zwischen Spule und Kondensator aufgenommen.

@2921:
// "Dann wuerde ich synchron dort detektieren."
Wie funktioniert es denn genau? Meinst Du, dass man mit einem Sinus mit 
gleicher Frequenz multipliziert??

@HildeK:
// "Nur deine Filterschaltung ist nicht ganz klar. Wozu C1 und C2?"
Ist mir auch nicht ganz klar... Ich habe die Schaltung in einem Buch 
ohne Erklärung gefunden. Ich dachte, dass C1 den Gleichanteil entfernt 
und C2 als Hochpass wirkt???

Ich würde mich riesig freuen wenn Ihr mir einen Tip geben könntet wie 
ich eine    konkrete Schaltung aufbauen könnte, oder ein Stichwort 
(außer Amplitudendemodulation...) unter dem ich nachschauen könnte.

Vielen Dank nochmal!

Gruß Tobias

Autor: HildeK (Gast)
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Ja, ok.
C1 ist aber der Hochpass (= DC-Abtrennung) und C2 und C3 wirken als 
Tiefpass.

Das Ganze firmiert unter dem Namen "Detektorempfänger"
http://de.wikipedia.org/wiki/Detektorempf%C3%A4nger
http://www.generalatomic.com/teil1/D-III-3.html
http://www.trommeltier.de/body_detektorempfanger_d...

Für Synchrondemodulation brauchst du den Träger frequenz- und 
phasengleich mit dem Empfangssignal. Dann Signal und Träger miteinander 
multiplizieren - geht auch mit einem CD4066 (Analogschalter).

Infos hierzu gibts vermutlich unter "Synchrondemodulation", vielleicht 
auch in Application Notes von Analogschaltern, Multiplizieren etc.

Eine fertige Schaltung habe ich leider nicht ... Ein wenig 
Experimentieren und Messen sollte dich aber auch weiterbringen.

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