Hallo
da es in D sehr schwer ist als Absolvent (E-Technik) eine Anstellung zu
bekommen, bin ich interessiert auf einer Bohrinsel meinen Berufseinstieg
zu beginnen. Wo gibts da serioese Ansprechpartner? Wie sind die
Arbeitszeiten und welches Gehalt kann man sinnvollerweise fordern? Im
Internet findet man diesbezueglich nur Schwachfug und unserioese
Abzocker, die fuer eine Vermittlung gut bezahlt werden wollen. Vom
Arbeitsamt erwarte ich auch keine Hilfe mehr.
Bitte um ernst gemeinte Antworten.
Eigentlich ist es doch derzeit in Deutschland sehr einfach als Absolvent
einen Job zu bekommen. Wenn du sogar auf eine Bohrinsel ziehen würdest,
dann legst du ja schon ein sehr hohes Maß an räumlicher Flexibilität an
den Tag. Wir suchen händeringend gute Leute, auch Absolventen.
Allerdings liegt da die Betonung vor allem auf "gut" und eine gewisse
Persönlichkeit sollten sie auch an den Tag legen.
Mich perönlich würde es wundern, wenn du ausgerechnet auf einer
Bohrinsel einen Job findest, wenn sonst schon nichts klappt. Schließlich
ist gerade dort Erfahrung und Durchsetzungsvermögen extrem wichtig.
Bevor ich auf irgendwelche Bohrinseln fliehen würde, würde ich mir an
deiner Stelle eher mal die Frage stellen, warum dich, bei der günstigen
Lage für Absolventen, trotzdem keiner einstellen will. Kleiner Tipp: Es
liegt entweder an den Noten, der wirklichen Qualifikation und/oder der
Persönlichkeit. Auch eine zu lange Zeit der Jobsuche ist sicher nicht
förderlich.
> Kleiner Tipp: Es> liegt entweder an den Noten, der wirklichen Qualifikation und/oder der> Persönlichkeit. Auch eine zu lange Zeit der Jobsuche ist sicher nicht> förderlich.
Toller Spruch.
Darauf bin ich auch schon selber gekommen. Man kann es aber auch anders
herum ausdrücken. Es gibt zuviele Bewerber.
> Wenn Du Dich Bundesweit bewirbst, solltest Du sehr bald was gefunden> haben.
Habe ich schon getan. Über hundert Bewerbungen.
> Momentan werden Absolventen gesucht.
Das predigen die Medien schon seit mindestens 5 Jahren. Eingestellt
werden dann aber doch lieber erfahrene Leute oder Praktikanten, die
nicht übernommen werden. Auf Bewerbermessen wird man auf nächstes Jahr
abgewimmelt.
Also das mit den schlechten Jobchancen kann ich überhaupt nicht
bestätigen.
Bin selber als Absolvent erst seit 1.10 im Beruf tätig, und hatte von 5
Bewerbungen 4 zusagen. Und das bei einen wirklich nicht guten
Notenschnitt (2,9).
Also einfacher wie momentan war es noch nie für Absolventen, einen Job
zu finden.
meine Erfahrung ist, dass du als Absolvent zwar einen Job kriegst, aber
nur über einen Dienstleister. Ich komme aus der Region Stuttgart und
hier blühen die Dienstleister richtig auf.
Hallo
Ich begann 3 Wochen nach der ersten Bewerbung meine Stella am 15.10. Ich
bin werder bei einem Dienstleister, noch ist mein Schnitt besonders gut
(3,0) und unterbezahlt werde ich auch auf keinen Fall! :D Und von 10
Bewerbungen habe ich 2 zusagen bekommen...
Aber ich kenne auch einen der über ein 3/4 Jahr gesucht hat, aber der
hatte auch Sachen in seine Bewerbung geschrieben... Kopfschüttel
Bye
@Gerald
Wenn Du schon über hundert Bewerbungen verschickt hast und noch kein
positives Feedback zu Deiner Präsentation bekommen solltest Du eine
Überarbeitung Deiner Unterlagen insbesondere der Qualität Deines
Anschreibens in Betracht ziehen.
Ich helfe selbst bei der Auswahl von geeigneten Bewerbern und finde es
schade, dass fachlich fähige Leute (in technischer Hinsicht) nicht in
der Lage sind eine postive Selbstpräsentation (Anschreiben und CV)
abzugeben. Die Bewerbung ist letztendlich eine erste Arbeitsprobe. Wir
haben auch gewisse qualitative Anforderungen an solche Dokumente, denn
im Alltag gilt es komplette, fehlerfreie und ausgearbeitete Dokumente zu
erstellen und dem Kunden vorzustellen.
Darum mein Tip: Versuche Deine Bewerbungen noch genauer auf die
ausgeschriebenen Stellen anzupassen. Darüber hinaus solltest Du noch
genauer bei der Stellenauswahl auf ein passendes Profil achten (Passend
bedeutet Deckung der geforderten Fähigkeit >=70%) Und suche Dir mehrere
unabhängige Bekannte (vllt. eine Professor Deiner Uni?) die Deine
Bewerbung bewerten. Passe jede Bewerbung individuell auf das Unternehmen
an (Farbgestaltung der Mappe; Reihenfolge im Lebenslauf; elektronische
Bewerbung oder schriftliche; usw...)
Ich bin mir sicher das Du früher oder später Erfolg ernten wirst. Du
musst nur noch lernen Deine Stärken hervorzuheben und Deine Schwächen zu
mindern.
Viel Erfolg wünscht
ArmesKerlchen
Wenn ich so ein bisschen die Fühler ausstrecke hier an der Uni, dann
habe ich wirklich nicht das Gefühl, dass es an Jobs für Ingenieure
mangelt. Aber ich sehe auch genügend Leute, die ich trotz allem kaum
einstellen würde - weil ihnen eine gewisse Sozialkompetenz wirklich zu
fehlen scheint. Also ich würde mir vielleicht mal in in diese Richtung
ein paar Gedanken machen.
Lasst ihn doch auf eine Bohrinsel gehen. Das Gehalt ist dort mit
Sicherheit höher als bei jedem Dienstleistungsausbeuter.
Würde mich im übrigen auch interessieren wie man an
solche Jobs rankommt, da es im Internet wirklich nur
betrügerische Anbieter gibt.
> Darüber hinaus solltest Du noch> genauer bei der Stellenauswahl auf ein passendes Profil achten (Passend> bedeutet Deckung der geforderten Fähigkeit >=70%)
Das kann man doch als Absolvent vergessen. Die Fähigkeiten, die in
Stellenausschreibungen gefordert werden, kann ein Absolvent unmöglich
bringen. Demzufolge kann das Profil unmöglich zu mindestens 70% der
Forderungen passen. Als Absolvent hat man meist nur von einem genannten
Punkt schonmal was gehört, was nicht heißt, dass man das dann
beherrscht.
> Die Fähigkeiten, die in Stellenausschreibungen gefordert werden, kann ein> Absolvent unmöglich bringen.
Aber mal ganz ehrlich, die schreiben doch da einfach irgendwas rein, so
ungefähr deren absolute Idealvorstellung. Damit die Stelle umso
anspruchsvoller und attraktiver erscheint.
so ist es , frag doch mal bei Absage nach warum eben abgesagt wurde.
Selbst die Erfüllung aller skills reicht net mal zum Erstgespräch.
Offen gesagt, es stellt sich schon die Frage, ob man jenseits von
1 Euro / h selbt heute Ansprüche stellen darf.
Jedenfalls als "Macher mit nachgewiesener Problemlösekompetenz"
ist man in jedem Falle aussen vor .
Nie vergessen, daß drittklassige in relevanten Positionen sitzen...
Als Absolvent ist man nach wie vor Null mit drei O -Nachkommastellen,
egal welche Uni.
Und nochwas , bitteschön nicht nur auf die letzten 2-3 Monate fixieren
die virtuelle Konjunktur , die ist bald vorbei.
Ich habe es nach einem 5 jährigen Bewerbungsmarathon aufgegeben und
finde mich jetzt mit einem langweiligen Job für etwas mehr als 8€/h ab.
Allerdings arbeite ich nur 8h pro Tag, habe also viel Freizeit, wovon
andere mit besser bezahlten Jobs nur träumen können. In
Deutschland/Österreich/Schweiz scheint alles nur mit Vetternwirtschaft
zu funktionieren. Meine Noten waren sicher nicht top und meine
Studienzeit nicht die kürzeste weil ich nicht auswendig gelernt habe wie
viele andere, sondern die Theorie verstanden habe. Aber das nutzt mir
jetzt nichts mehr. Wären Elektroingenieure wirklich gesucht, hätte ich
eine Stelle gefunden.
@Gerald.
Arbeitszeiten auf der Bohrinsel?
Du bist echt ein Clown! Natürlich von 8-15Uhr, 5 Tage die Woche, macht
die schöne 35h Woche. Wahlweise auch bis 15:30; dann hast Du sogar noch
Pause. Dir restliche Zeit kannst Du dann schwimmen gehen!
Depperle! Mich wundert es nicht, dass Du keinen Job bekommst!
@Thomas
Lass mal deine Medikation neu justieren und verschließe deine Augen
nicht vor der Realität. Aber bei deinem Zustand scheint für dich wohl
alles egal zu sein. Für mich aber nicht.
Für mich ist ein 12Stundentag auch körperliche Arbeit kein Problem. Bin
körperlich und geistig fit. Früher hätte ich nur einen Job als
Ingenieur, auch bei bescheidener Bezahlung, machen wollen. Aber auf dem
"Festland" in Deutschland bekommt man ja selbst für 25000EUR/a brutto
keinen Job. Entweder Überqualifiziert oder mangelnde Berufserfahrung.
Letzteres stimmt sogar. Wo soll die Berufserfahrung denn auch herkommen?
Von Praktika für 600EUR pro Monat lasse ich mich nicht mehr ausbeuten.
Da gehts mir ja mit Hartz-iv besser, werde dann nur wahrscheinlich mein
geerbtes Haus los.
Lass mal hören ob du auch einen konstruktiven Beitrag zur Arbeit
(vorzugsweise als E-Technik Ingenieur aber auch als Arbeiter) auf
Bohrinseln beitragen kannst.
Wer ist hier wohl Realitätsfern?
Du kannst ja nichtmal was mit Ironie anfangen.
Nun wundert mich wirklich nichts mehr...
Du solltest mit deiner Karriere nochmal im Kindergarten beginnen!
Hallo,
in einem anderen Forum kann nachgelesen werden , daß ein Deutscher aus
dem
Ausland heraus sich hier beworben hat.
10 Bewerbungen 8 Absagen 2 Absagen nach/trotz Gespräch
Der Punkt ist sicherlich nicht die passend formulierte Unterlage ( @
armes
Kerlchen ) sondern -und jetzt kommts
Eine der Firmen sagt wir bekommen auf eine Stelle 500 Bewerbungen.
Somit ist definit klar , daß von Fachkräftemangel keine Rede sein kann
Eher hat man völlig überzüchtete Anforderungen auf allen Ebenen.
Es existiert ein Mangel an Hirn -allerdings in der HR ....
>Wenn Du Dich Bundesweit bewirbst, solltest Du sehr bald was>gefunden haben.
Na ja, man kann zumindest mal einen Suchradius abstecken, sagen wir mal,
zunächst 200 oder 300 km, das ist nicht ganz aus der Welt. Da kann man
sogar auch mal kurz heimfahren, wenn es sein muß. Spätestens in der
Rente, kannst du dich doch immer wieder in die Heimat absetzen.
Ich selbst, mußte schon als Minderjähriger mit 15 für eine gewöhnliche
Lehre in Bonn meine Heimat über 170 km weit verlassen, da hier an meinem
Wohnort (Luxemburger Grenze), sogar jetzt 32 Jahre später, also bis zum
heutigen Tage, in neueren Technologien absolut tote Hose herrscht. Mit
mir, kamen damals 5 weitere Azubis aus meiner Region nach Bonn.
Später, zog ich in die Heimat zurück, absolvierte dort ein Studium, und
erhielt sogar dort meinen ersten Job als Ingenieur. Das war es dann, bis
vor kurzem.
Seit gut 4 Jahren sehe ich hier in meinem Ort einen jungen Mann Ende 20
mehrmals täglich mit dem Hund spazieren, der ist mittlerweile vom
optischen Eindruck ziemlich verwahrlost. Es war ein sehr guter
E-Technik-Student, sicher sträubt er sich innerlich davor, für einen Job
wegziehen zu müssen. Heimatgefühl, ist immerhin eines unserer
urinnersten Wünsche. Gelegentlich grüßen wir uns und haben mal einen
Satz Small-Talk.
Irgendwie, möchte man aber auch mal seßhaft werden, aber dafür reicht es
auch nie, dank explodierender Immobilienpreise und weggefallener
Wohnungsbauprämie.
Nun, zu mir, zu meiner Lehre in Bonn und späterer Arbeit in Köln, ich
würde mich jederzeit über einen Job an diesen Orten wieder freuen, da
diese Orte ein langjähriges Stück meines Lebens waren und ich mich da
sogar wieder heimisch fühlen würde. Also bin ich wieder bereit,
wenigstens 200 km weit umzusiedeln.