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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Ja wie denn nun - schwere Entscheidung?


Autor: Michael G. (windfever)
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Hallo,

hab jetzt ein paar Tage in Folge immer ein wenig gegoogelt und hier im 
Forum gelesen...

Habe entschieden mal Mikrocontroller programmieren zu wollen ;-) Nun 
stellt sich aber die Frage, wie ich einsteigen soll. Im Grunde genommen 
halte ich nach einiger Einlesezeit am meisten von den AVR 
Microcontrollern, weil vor allem billig (Student) und trotzdem großes 
Einsatzgebiet.

Nur hab ich jetzt überhaupt keine Ahnung, mit welchem Board ich anfangen 
soll?! Mal wird ein Board hochgelobt, das andere Mal wieder als schelcht 
abgestempelt.

Hatte ein Board von Pollin in der ersten Auswahl, aber das scheint 
inzwischen ausverkauft zu sein. Außerdem dieses von myAVR:

http://www.myavr.de/shop/article.php?artDataID=41

Was ist denn nun zur Zeit wirklich empfehlenswert? Es sollte recht 
günstig sein und ich würde es gerne selbst zusammenlöten...

Für jegliche Hinweise bin ich dankbar! (Den Anfang des Tutorials hab ich 
bereits gelesen...)

MfG
Michael

Autor: fuli (Gast)
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Hallo
ich finde den shop überteuert
man für 200Euri nicht mal debuggen
MFG

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Hi Micha,

kauf Dir am besten ein STK500.

Gruss,
Michael

Autor: Henrik J. (henrikj)
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Beu doch alles auf ner Lochrasterplatine auf. Da kannste schön löten. 
Und bissel Hardware Erfahrung hast auch gfesammelt. Ist für nen Embedded 
Entwickler sehr hilfreich.

Autor: Master Snowman (snowman)
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lochraster, würde ich dir auch empfehlen wenn du nicht ätzen kannst. 
damit habe ich auch angefangen (siehe attachment) und ist bis heute noch 
ingebrauch! meines ist in 4 teile aufgeteilt: 1 teil uC + Vreg, 1 teil 
mit komparator und LEDs für jeden port-pin eines (ich weiss, ist luxus, 
aber praktisch) und 2 teile, wo ich die ports schön rausgeführt habe und 
wo ich module raufstecken kann - schaltplan gibts keinen ;)

Autor: yalu (Gast)
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Das Pollin-Board war schon öfter ausverkauft. Wahrscheinlich kannst du
es in ein paar Tagen bis Wochen wieder bekommen. Hast du mal bei den
beiden Mäxen nachgefragt?

Wobei das MyAVR mit USB-Programmer und LCD für 50 Steine auch keinen
schlechten Eindruck macht. USB ist vor allem dann ein Vorteil, wenn du
einen von diesen neumodischen Laptops ohne RS-232 hast. Allerdings
kannst du im Gegensatz zum Pollin-Board nur 28-Fuß-AVRs verwenden, bem
Pollin-Board gehen auch kleinere und größere Typen rein.

Ein LCD st eine feine Sache, weil halt doch ein Bisschen mehr zappelt
als nur ein paar LEDs. Du kannst natürlich auch beim Pollin-Board ein
LCD anschliessen (vielleicht für ein paar Euro gleich mitbestellen),
nur musst du dir dann ein Anschlusskabel oder eine kleine Adapter-
platine selbst zusammenpappen.

Wenn du aber sowieso am Rumlöten bist, kannst du natüclich auch gleich
(wie bereits von Henrik und Snowman vorgeschlagen) nach Anleitung hier
im Forum auf einem Rest Lochraster selber schöpferisch werden. Das ist
nicht schwierig, weil der AVR-Controller für sich gesehen schon fast
ein vollständiges µC-"Board" darstellt. Mit der Wahl der Peripherie
(LEDs, Taster, Potis, Beeper usw) bist du dann frei und kannst diese
Dinge auch später noch auf die Grundplatine nachrüsten (dann
vielleicht nicht mit einem Rest, sondern mit einer kompletten
Europlatine anfangen ;-)).

Mein erstes AVR-Board war ein Minimalsystem auf Lochraster passend für
8- und 28-Füßler. Sämtliche I/O-Leitungen werden über ein Flachkabel
und einen Steckadapter auf ein Steckbrett übertragen, auf dem man dann
nach Belieben weiterexperimentieren kann. Das Ding verwende ich immer
noch, wenn ich auf die Schnelle mal etwas ausprobieren will.

Autor: Nixcheck (Gast)
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Lochrraster oder STK500 (ist ja recht billig geworden - hat sich aber 
früher schon gelohnt). STK plus Lochrraster ist natürlich noch goiler. 
Du kannst dir mit einfachem 10 poligem Pfostenstecker, + Kabel + etwas 
Lochrasterplatine deine eigenen Schaltungen (z.B. auch ein LCD-Display) 
an den AVR dranhängen. OK das Pollin-board ist billig und hat auch 
Pfostenstecker das ist ein Argument. Bei den meisten anderen Boards 
lohnt es nicht da das STK500 ja schon einiges mitbringt und auch für 
verschiedenen AVR-Typen geeignet ist. Zudem kannst du damit sogar die 
AVR´s High-Voltage programmieren manchmal (bei zerschossenen Fuse-Bits) 
ein klarer Vorteil.
Gruß

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Ich würde auch zum AVR raten, der ist gut zu lernen (kein Banking, 
Paging).

Ich benutze das STK500, um die AVRs zu brennen und einfache Sachen zu 
testen.

In der Schaltung setze ich dann die AVRs mit meinem Bootloader (siehe 
Codesammlung) ein.
Man braucht dann nur einen Pin und keinen Programmieradapter (Pin geht 
direkt an die UART des PC), um neue Programme aufzuspielen.

Der freie C-Compiler (WINAVR) funktioniert auch ganz ordentlich.


Peter

Autor: Marc Meise (bytewood) Benutzerseite
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Shau Dir mal das STK 200 von KANDA an. Ist guenstiger als das STK500 und 
ist schon alles dabei, was man so braucht.
http://www.kanda.com/index.php3?cs=1&;

Ich habe das mit Parallelport-Anschluss vor einigen Jahren gekauft und 
bin damit sehr zufrieden. Inzwischen progge ich mit dem AVR-ISP über USB 
(ATMEL) geht wunderbar und direkt über das AVR-Studio.

Autor: Oliver (Gast)
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Zum Einstieg AVR, Lochraster (nicht zu klein), Lötkolben, und ein 
brauchbarer Programmieradapter, ist am preiswertesten, und funktioniert 
einwandfrei. Ein fertiges "Board" braucht es dafür überhaupt nicht. Und 
dann Stück für Stück erweitern.

Normalerweise ist Micro-Programmierung ja kein Selbstzweck, sondern hat 
als Ziel, irgend etwas Anzeigen, Steuern, Regeln, o.ä.
Dafür passt ein "Fertig-Board" dann sowieso nie richtig.

Oliver

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ Oliver (Gast)

>Zum Einstieg AVR, Lochraster (nicht zu klein), Lötkolben, und ein
>brauchbarer Programmieradapter, ist am preiswertesten, und funktioniert
>einwandfrei. Ein fertiges "Board" braucht es dafür überhaupt nicht.

Wenn das mal kein Irrtum ist. Wieviele tausend Wehklagen hat dieses 
Forum (und andere) gehört zum leidigen Thema "Selfmade ISP geht nicht" 
etc.? Die 70 Euro für das STK500 hat man selbst bei einem gerechneten 
Stundenlohn für Hobbybaster von 5 Euro fix wieder rein. Plug & Play.

>Dafür passt ein "Fertig-Board" dann sowieso nie richtig.

Soll es gar nicht. Aber als Einstiegshilfe und Experimentalplattform 
SEHR zu empfehlen.

MFg
Falk

Autor: Jadeclaw (Gast)
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> Zum Einstieg AVR, Lochraster (nicht zu klein), Lötkolben,
> und ein brauchbarer Programmieradapter, ist am preiswertesten,
> und funktioniert einwandfrei.

So habe ich auch angefangen, den Programmieradapter hier aus dem 
Tutorial, PonyProg dazu (mein PC hat noch echte LPT/COM-Ports) und den 
Controller zusammen mit Abblockung, Programmieranschluß und 
10er-Steckleisten (zweireihig) für die Ports auf eine kleine Platine 
gesetzt. Dann noch etwas Standardperipherie (LCD / 7-Segment 8stellig, 
Tastenfeld) als fertige Module zusammengelötet und damit ging es los. 
Und aufs Steckbrett komme ich mit ein Paar Adapterkabel (10pol Pfoste 
auf einreihige Stiftleiste), wo dann die Spezialitäten zusammengesteckt 
werden.

So sehen Adapter und ein zu kleines Bauteil für Steckbretteinsatz aus:
http://www.mikrocontroller.net/attachment/1245/SIMG0014.JPG

Atmega8 auf seinem Platinchen:
http://www.mikrocontroller.net/attachment/1248/Steck.jpg

Ein gutes Steckbrett kann ich nur wärmstens empfehlen,
ein Thread mit Erfahrungsberichten ist hier:
Beitrag "Hab mal ein Bild von meinem Testboard gemacht"

Gruss
Jadeclaw
( not logged in )

Autor: Michael G. (windfever)
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Hallo Leute,

erstmal vielen Dank für die vielen informativen Antworten. Also AVRs 
nehme ich nu auf jeden Fall.

Habe es mir nun so gedacht, dass ich mir wohl ein STK XXX kaufen werde 
und dann noch einen Haufen Bauteile mit Lochrasterplatine und dann vll. 
noch so ein Steckbrett. Dann kann ich mich ja dann eventuell auch mal an 
nem programmer-Nachbau versuchen. Will aber halt ein fertiges bzw. einen 
Bausatz, bei dem ich auf jeden Fall mal ne Ausgangsbasis habe (sprich 
funktionierend...).

Das STK 500 gibts ja anscheinend noch nicht in der USB Version wie das 
STK 200, oder? Wo finde ich denn Informationen zu einem seriell-USB 
Wandler, falls ich mich fürs STK 500 entscheiden würde?

Einen schönen Abend wünsch ich!

Gruß
Micha


PS: Da ich auch gleich noch ne Lötstation kaufen werde: taugt die was?
http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=4;GROUP=D233;...

PPS: yalu wrote:
>Hast du mal bei den
>beiden Mäxen nachgefragt?

Wer sind denn die beiden Mäxen?

Autor: yalu (Gast)
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> Wer sind denn die beiden Mäxen?

Die beiden Mäxe, das sind die da:

  http://www.pollin.de/shop/images/ueber_maxpollins.jpg

Heißen beide Max und verkaufen manchmal die Pollin-AVR-Boards ;-)

Autor: Andreas K. (a-k)
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Michael Gramm wrote:

> Das STK 500 gibts ja anscheinend noch nicht in der USB Version

Funktioniert problemlos mit USB/Seriell-Wandlern, wie es sie 
beispielsweise für ca. 10€ bei Reichelt gibt.

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