schmalbandiges Bandpassfilter im FPGA

Gast #696494
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Hallo,

muss aus einem Signalgemisch einen schmalen Frequenzbereich 
herausfiltern. Ich habe jetzt schon ein FIR Filter in den FPGA 
programmiert. Leider ist der Filter nicht schmalbandig genug. Leider 
kann ich die Koeffizientenanzahl auch nicht mehr erhöhen. Was für 
Möglichkeiten gibt es noch einen schmalen Frequenzbereich 
herauszufiltern? Gibt es eine Möglichkeit mit einem PLL? Wenn ja, wie 
muss ich das im FGPA aufbauen?

Danke
Gast #696746
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Spezifiziere doch das Filter mal etwas genauer:

- Welche (Mitten-)Frequenz?
- Justierbar oder fixe Frequenz?
- Welche Bandbreite?
- Flankensteilheit?
- Sperrdämpfung?
- Spezielle Anforderung an Phasenverlauf, Laufzeit, Rippel, Dämpfung?

Jenachdem ist ein gewöhnliches LC-Filter oder ein aktives Filter die 
einfachere Wahl...
Gast #696947
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@Hi

Deine Anforderungen sind zu hoch, die Filterflanken viel zu steil
bei einer Samplefrequenz von 100 MHz.
Du musst das Konzept ändern, z.B. Abtastratenreduktion, runtermischen, 
Aufteilung in TP/HP (so wie oben schon vorgeschlagen).
#696957
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Das soll ein Bandpass für ca 7 MHz werden?
Dann könnte der Mischoszillator z.B. bei 7,5 MHz liegen, die 
Zwischenfrequenz bei 0,5 MHz, die Spiegelfrequenz liegt bei 8 MHz, die 
sollte also vor dem Mischer mit Tiefpass unterdrückt sein. Die 
Summenfrequenz bei 7+7,5=14,5 MHz muß nach dem Mischer mit Tiefpass 
unterdrückt werden, sodaß nur die 0,5 MHz übrigbleiben. Nach deren 
Bandpassfilterung werden sie wieder mit demselben Oszillator auf ihre 
ursprüngliche Frequenz hochgemischt, dabei entsteht wieder eine 
Spiegelfrequenz bei 8 MHz, die ein weiteres Tiefpassfilter unterdrückt. 
So würde man das in Analogtechnik machen, im FPGA geht es entsprechend.

Ob sich der Aufwand allerdings lohnt ist einen andere Frage.
Gast #697061
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@Kessler

Hallo,
ich habe nochmals eine Frage. Das mit den Spiegelfrequenzen verstehe ich 
nicht. Woher kommt die Frequenz bei 8 MHz? Kannst du mir das erklären?
Ich habe gedacht wenn ich heruntermische erhalte ich eine Frequenz bei 
0.5 MHz und bei 14,5 MHz.
Gast #697068
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@Hi

mach bitte mal genauere Angaben:
- die Samplefrequenz ist 100 MHz?
- welche Bandbreite hat Dein Eingangssignal - ist das schon begrenzt ?
- was soll mit dem Signal nach der Filterung passieren?

wie wärs wenn Du direkt ins Basisband runtermischst, also Oszillator = 7 
MHz und dann nur noch einen Tiefpass danach?
#697078
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Ja das geht dann mit zwei Mischern ins Basisband, mit Sinus und Cosinus. 
Dann lassen sich die beiden Seitenbänder später wieder trennen. Die 
negativen Frequenzen spiegeln sich an der Nullinie und fallen damit in 
dasselbe Frequenzband. Das Bandpassfilter vereinfacht sich zu einem 
Tiefpass halber Bandbreite. Zurück auf 7 MHz nach derselben Methode, 
nochmal zwei Mischer und dieselben Oszillatorsignale.
Die 8 MHz würden als unerwünschtes Eingangssignal wie ein 7 MHz Signal 
behandelt und sind nach dem ersten Mischer nicht mehr abzutrennen 
("Nebenempfangsstelle" beim Radio).
#697097
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Ich möchte mich dem anschließen, was Mark weiter oben schon geschrieben 
hat, so geht das nicht. Auch nicht mit runtermischen.
Wenn ich mal ein "günstiges" Frequenzpaar aus dem Bild nehme:
7,05 und 7,104 MHz, dann unterscheiden sich die Perioden der beiden 
Signale um gerademal ca. 1ns. Die Abtastzeit beträgt aber 10ns. Um eine 
Verbesserung zu bekommen, müsste man VOR dem digitalisieren analog 
runtermischen.

Gruß Jörg

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