Eingangsbeschaltung 12V/Clamp-Dioden

Gast #698900
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Hallo,
habe mal eine ganz allgemeine Frage: Wenn ich einen uC/Gatter/etc nehme, 
der an den Eingängen Clamp-Dioden besitzt die zB 2mA im Dauerbetrieb 
schaffen und gegen VCC und GND geschaltet sind, genügt es dann nicht 
prinzipiell nur einen genügend grossen Eingangswiderstand zu nehmen der 
den Strom begrenzt?
Gruss Chris
Gast #698910
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Ich freue mich immer, wenn die Hersteller als Grenzwert für die Eingänge 
einen Strom (2mA, 10mA) angeben und nicht bloß eine Spannung.

Denn wie du schon sagst, ein vorgeschalteter Widerstand mit der 
richtigen Größe genügt dann als Schutz und ist einfach zu berechnen.

Wenn aber z.B. maximal 0,3V einzuhalten sind, braucht man eine Diode 
(Schottky) und trotzdem einen Widerstand, damit die Flussspannung im 
Fall des Falles auch ja unter 0,3V bleibt.

Der berüchtigte latch-up-Effekt sollte ausbleiben, da er meines Wissens 
durch einen parasitären Thyristor verursacht wird, dessen Haltestrom 
dann eben wegen dem Serienwiderstand nicht erreicht wird.

Grüße,
Peter
#698911
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Chris wrote:
> Hallo,
> habe mal eine ganz allgemeine Frage: Wenn ich einen uC/Gatter/etc nehme,
> der an den Eingängen Clamp-Dioden besitzt die zB 2mA im Dauerbetrieb
> schaffen und gegen VCC und GND geschaltet sind, genügt es dann nicht
> prinzipiell nur einen genügend grossen Eingangswiderstand zu nehmen der
> den Strom begrenzt?


Prinzipiell schon, wer allerding in seinem Design die Clampdioden
voraussetzt hat schon aus Prinzip was falsch gemacht.

Grüße
Björn
Gast #698920
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Die Einhaltung der Grenzwerte laut Datenblatt genügt normalerweise. 
Alles weitere sind sogenannte Angst-Bauteile, also gewisse 
Ableitwiderstände, Zenerdioden, Klemmdioden etc. Nicht begründbar, aber 
dafür um so wichtiger.

Grüße,
Peter
#698926
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Benedikt K. wrote:
> Björn Wieck wrote:
>>
>> Prinzipiell schon, wer allerding in seinem Design die Clampdioden
>> voraussetzt hat schon aus Prinzip was falsch gemacht.
>
> Wiso ? Was spricht dagegen, diese zu verwenden, wenn das Datenblatt
> dieses explizit erlaubt ?

Hallo Benedikt

Da könnte ja auch mal wer die Bausteine gegen welche ohne Clampdioden
tauschen.. OK ist eher unwarscheinlich aber ich tendiere trotzdem
eher dazu die internen Dioden nicht vorauszusetzen.
Meinen dunklen Erinnerungen zufolge gab es mal eine 4000er Serie die 
dann nicht oder teilweise funktionierte wenn die Dioden mal nicht so 
100% waren.

Grüße
Björn
#698954
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Björn Wieck wrote:

> Da könnte ja auch mal wer die Bausteine gegen welche ohne Clampdioden
> tauschen.. OK ist eher unwarscheinlich aber ich tendiere trotzdem
> eher dazu die internen Dioden nicht vorauszusetzen.

OK, ich merke schon, du bist in einem anderen Bereich mit anderen 
Stückzahlen tätig als ich.
Solche Probleme kenne ich aber auch bestens, wenn unterschiedliche 
Hersteller, trotz gleicher Bezeichnung unterschiedliche Features 
einbauen. Sowas ist echt zum kotzen, kostet am Ende nur Geld und Zeit 
für Fehlersuche in einer eigentlich fehlerfreien Schaltung.
#698967
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Benedikt K. wrote:

> OK, ich merke schon, du bist in einem anderen Bereich mit anderen
> Stückzahlen tätig als ich.

Ich denke nicht, ich bin auch nur Hobbyist.

> Solche Probleme kenne ich aber auch bestens, wenn unterschiedliche
> Hersteller, trotz gleicher Bezeichnung unterschiedliche Features
> einbauen. Sowas ist echt zum kotzen, kostet am Ende nur Geld und Zeit
> für Fehlersuche in einer eigentlich fehlerfreien Schaltung.

Deswegen schau ich mir auch die Datenblätter von verschiedenen 
Herstellern
für den gleichen Baustein an... und berechne dann auf den kleinsten 
gemeinsamen Nenner.

Ich hatte schon mal den Fall das eine Schaltung von mir mit CD4xxx 
funktionierte und mit HEF4xxx nicht.

Das war mir eine Lehre...

Grüße
Björn

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