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Forum: Offtopic Archos Gmini XS203 Fehlkonstruktion


Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Hi Forum,

hat von Euch auch jemanden den Archos Gmini XS203? An sich ist der 
Player ja ganz gut, aber er hat einen gravierenden Konstruktionsfehler: 
Es wird kein Netzteil mitgeliefert und der DC-Eingang ist in keiner 
Weise strombegrenzend, so dass beim Einstecken eines Netzteils ein 
Kurzschlusstrom fliesst, welcher, wenn das Netzteil stark genug ist, 
natuerlich den Player liefert, wie mir passiert.

Hab den Player eingeschickt und er wurde repariert (nicht getauscht), 
zeigt aber immernoch das selbe Verhalten wie vorher, so dass man von 
einem Design-Fehler ausgehen muss. Ich habe jetzt die geniale Loesung 
gefunden: Einen Vorwiderstand benutzen und das Teil am Labornetzteil 
laden, zieht etwa 100mA. Im Handbuch wird aber ein 500mA-Netzteil 
empfohlen, was natuerlich viel zu viel ist, das kann im Prinzip nur 
schief gehen.

Is schon unfassbar sowas, oder? Da laesst man die Kunden ins offene 
Messer laufen. Viele werden es nicht merken weil die Leistung von so nem 
kleinen Steckernetzteil nicht ausreicht um das Ding gleich durchbrennen 
zu lassen, aber dafuer geht das Netzteil auf Dauer kaputt, dadurch hab 
ich den Misstand naemlich erst bemerkt.

Hat von Euch jemand diesen Player und kann das selbe Verhalten 
feststellen oder hab ich nur ein geiles Montagsprodukt erwischt? Aber 
wenn ja, dann frage ich mich doch warum es nach der Reparatur immernoch 
das selbe Fehlverhalten aufweist.

Michael

Autor: Bastler (Gast)
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>>der DC-Eingang ist in keiner Weise strombegrenzend, so dass beim Einstecken 
eines Netzteils ein Kurzschlusstrom fliesst,


Wie jetzt?
Ein Gerät zieht soviel Strom wie es benötigt.
Oder ist die Eingangsspannung zu hoch?

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Bastler wrote:
>>>der DC-Eingang ist in keiner Weise strombegrenzend, so dass beim Einstecken
> eines Netzteils ein Kurzschlusstrom fliesst,
>
>
> Wie jetzt?
> Ein Gerät zieht soviel Strom wie es benötigt.
> Oder ist die Eingangsspannung zu hoch?

Der Auffassung war ich bisher auch. Fakt ist aber das Ding schliesst 
ohne Widerstand kurz. Wie man das hinbekommt ist mir ebenfalls unklar.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Die Archos-Geräte weisen auch andere interessante Design-Entscheidungen 
aus, deswegen habe ich mich noch innerhalb der 2-Wochen-Frist mal von 
einem 20GB-GMini-Irgendwas wieder getrennt. Jedesmal nach dem 
Einschalten musste man sich wieder und wieder durch den Verzeichnisbaum 
hangeln, um ein Musikstück hören zu können.
Mein erster tragbarer CD-Player (von Sony, so um '89/90 herum) hat sich 
beim Ausschalten gemerkt, wo er war und beim Wiedereinschalten an 
derselben Stelle weitergespielt, so, wie es auch mein mittlerweile 
zehnjähriges CD-Autoradio von Blausiegel selbstverständlich macht.

Den Gmini konnte man mit einer zwei-oder-drei-Tastenkombination vor dem 
Ausschalten instruieren, sich die aktuelle Stelle zu merken, aber das 
musste man jedes Mal machen ...
Ich höre zwar keine "Hörbücher", da ich selber lesen kann, aber 
spätestens da ist ein "merk-Dir-wo-Du-warst" essentiell.

Dazu kamen die sehr häufigen Abstürze des GMini ...

Ein Lob an das Fernabsatzgesetz.

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Also Abstuerze hatte ich noch nicht und das Ding merkt sich immer wo es 
war ;) Du musst dann nur ueber "Resume" weitermachen, das ist ein extra 
Menuepunkt.

In der Hinsicht is das Ding schon ganz schick aber das mit der 
Spannungsversorgung is schon der Hammer. Ich hab ja jetzt eine Loesung 
aber sowas kann ich doch niemanden weiss machen: "Achtung, nicht ohne 
Vorwiderstand"

Immerhin haben sie es repariert obwohl man sowas leicht als 
Ueberspannungschaden auslegen kann... ich denke das allein ist ein 
Zugestaendnis.

Michael

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