Hallo,
ich würde gerne diese OPV-Schaltung (siehe Bild) verstehen. Die
Funktionsweise an sich ist mir schon klar. Die OPVs erzeugen am Ausgang
eine Spannung, die der Referenzspannung entspricht. Also interpretiere
ich das Ding als Spannungsquelle. Mich würde aber der Sinn von C1
interessieren. Kann man den nicht weglassen?
Mal von den parallelen Widerständen abgesehen, den C1 kannst du auch
weglassen. Der wurde als Tiefpass (Dämpfung) 'reingemacht. Es kann dann
aber passieren, dass das Ganze anfängt zu schwingen.
Sieht wirklich ein bisschen blödsinnig aus!
Trotzdem zu C1: Ohne C1 würde die Schaltung unter umständen Schwingen,
weil durch den Spannungsfolger (IC2A) eine zusätzliche Verzögerung
entsteht.
Ich nehme an, die Parallelschaltung der Widerstände am Eingang ist eine
Bestückungsvariante, wie genau die Referenzspannung sein soll.
C1 ist mit Sicherheit nicht zur Schwingneigungsunterdrückung gedacht,
denn dazu reichen i.d.R. einige pF.
Hier ist mit IC1A ein Integrator aufgebaut, der in diesem Fall ein
I-Regler darstellt. Der 'Erfinder' möchte also wohl keine statische
Regelabweichung haben :-)
Ein Integrator ist das mit Sicherheit nicht, da die Rückkopplung vom
Ausgang der Schaltung kommt. Der C dient nur zur dämpfung der ersten
Verstärkerstufe.
R4 dient zur Unterdrückung von Schwingungen am Impedanzwandler (zweite
Verstärkerstufe).
@THM
IC1A mit R3 und C1 ist ein Integrator, ob Du's glaubst oder nicht!
Woher dabei die Eingangsspannung an R3 kommt, ist dem Integrator
zunächst mal vollkommen egal!
Dass die Eingangsspannung an R3 vom Ausgang zurückgekoppelt wird, macht
auch Sinn, da ja die Ausgangsspannung geregelt werden soll. IC2A ist
dabei lediglich ein Impedanzwandler!
Die Schaltung stellt am Ausgang UBatt/2 zur Verfügung, nicht mehr und
nicht weniger
Danke für die vielen Antworten.
Klar hat Stefan recht. Das hab ich ja auch schon im ersten Post
geschrieben. "Die OPVs erzeugen am Ausgang
eine Spannung, die der Referenzspannung entspricht" oder einfacher Ubat
/ 2
IC2A ist da um den Ausgang zu treiben, der kann nämlich 1A.
Ich kauf euch die Nummer mit dem "C1 ist da, damit die Schaltung nicht
schwingt einfach mal ab". Es war zwar schon ne Vermutung von mir, aber
richtig vorstellen kann ich mir nicht wie der C1 da helfen kann.
Das mit dem Condensator musst du dir so vorstellen:
Bei tiefer frequenz stellt er einen Unterbruch dar. Dadurch ist die
Verstärkung des Regelkreises fast unendlich -> kein Fehler am Ausgang.
Bei hoher Frequenz stellt er einen Kurzschluss dar. Dadurch ist die
Verstärkung von der ersten OP-SChaltung gleich 1.
Nun: @Alle
Klar hat's da einen Integrator und auch ein I-Regler und klar wird mit
dem I-Anteil ein Schwingen verhindert.
Also habt euch doch wieder lieb. Bitte.
Euer Stephan
Man könnte es sich vielleicht auch als RC-Glied vorstellen, das vom
Ausgang auf den Eingang Pin 2 von IC1A geschaltet ist und hochfrequente
Störungen von der "Regelung" abhalten soll.
[Ketzer-Modus]
Aber ist nicht jeder OpAmp, der einen C zur Unterdrückung hochfrequenter
Störungen mit an Bord hat, auch ein klein wenig ein Integrator ?
[/Ketzer-Modus]
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