Hallo,
ich habe eine Frage zu meinem Kühlkörper. Dieser hat noch zwei Stifte an
den Seiten, kann mir jemand sagen wofür die gedacht sind bzw. wie man
die verwendet.
Mein MOSFET, der gkühlt werden soll hat an der Stelle zum verschrauben
einen zusätzlichen Drain-Anschluss, könnte ich diesen dann über einen
Stift verbinden? Aber warum sind es dann zwei Stifte(die Stifte sind
hohl und an einer Seite getrennt: ich denke, dazu gedacht um sie zu
verpressen)?
Hier der Link zum Datenblatt, das zweite Bild entspricht meinem
Kühlkörper!
http://de.farnell.com/jsp/Sockel,+Kühlkörper,+Prototypenentwicklung+und+Statikschutz/Kühlkörper/FISCHER+ELEKTRONIK/SK+409/50,8+STS/displayProduct.jsp?sku=4621311&_requestid=31951
Heinz
Meinst du die etwas dickeren Stifte die in Richtung Leiterplatte zeigen
?
(In deiner PDF-Datei ist da ein Kreis drum und ein Pfeil mit einem "E"
zeigt drauf)
Diese Stifte werden durch Bohrungen in der Leiterplatte gesteckt und
dann mit z.B. der Drain-Fläche verlötet.
Aber das meinst du nicht oder?
>Kreis drum und ein Pfeil mit einem "E" zeigt drauf..
das meine ich
Bei mir sind die wie gesagt hohl, und nun wollte ich da Drain
anschließen um Platz bei den dünnen Beinchen am MOS zu sparen.
Den Kühlkörper will ich längs legen.. daher verschrauben.
Flach runterschrauben ? Das ist nicht gut. Erstens ist dann der
spezifizierte Waermeuebergang nicht mehr gueltig, und zweitens wird ohne
Distanzhuelse um die Schraube die Leiterplatte auf Biegung beansprucht.
Die flach schraubbaren sehen etwas anders aus.
@ Heinz
Was hast du für eine Schaltung und was macht sie ?
Kannst du die Leiterplatte zwischen den beiden "Fächern" hineinlegen ?
Da sind dazwischen 16mm platz.
Kannst die Beinchen vom Mosfet dann vielleicht auf die Leiterplatte
löten.
Ab S.11(Datenblatt s.o.) sind solche flachen KüKö, auch mit solch
Stiften, die sind doch dann für eine Verbindung zum Halbleiter gedacht,
oder? Oder gibt es dann auch wieder Probleme, wenn der Strom durch den
KüKö fließt?
Ich mache gerade einen Prinzip-Testaufbau, und wollte alles erstmal auf
ein Brett schrauben. Gesteuert wird über ein externen Controller!
Die Kühlkörper sind i.d.R. schwarz eloxiert bzw. lackiert. Diese Schicht
auf der Oberfläche ist ein ziemlich guter Isolator. Du müsstest schon
die Schicht großflächig abschleifen, um einen vernünftigen und
zuverlässigen Übergang für den Strom hinzubekommen. Das wird so nichts.
Nee, mit abschleiffen ist nichts. Als Alu macht sofort wieder eine
islierende Oxidschicht. Das Einzige was geht ist eine Metallschraube
rein und anziehen. Irgendwo auf den vielen Windungen macht's dann schon
Kontakt. Nein, Strom ueber den Koehlkoerper ist eine schlechte Idee.
> die sind doch dann für eine Verbindung zum Halbleiter gedacht
Nö, die zeigen doch auch runter in Richtung Leiterplatte.
> Die Kühlkörper sind i.d.R. schwarz eloxiert.> Diese Schicht auf der Oberfläche ist ein ziemlich guter Isolator.
Wenn er aber eine Schraube durch das Loch steckt kommt das Gewinde
vielleicht mit dem Alu vom Kühler in Kontakt, also auf Masse legen würde
ich den Kühler jedenfalls nicht.
So lange sicher gestellt ist dass der Kühlkörper nicht irgend wie an
Masse kommen kann (brauchst nur an ein Heizungsrohr=Masse zu kommen)
besteht keine Kurzschlussgefahr.
Ich hatte mal kleine Plastik hülsen, die hat man in das Loch vom Mosfet
gesteckt und schon hatte die Schraube keinen Kontakt zum Mosfet mehr.
lontano wrote:
> Aber warum sind es dann zwei Stifte(die Stifte sind> hohl) ?>> Du koenntest ja Schlaeuche fuer Wasserkuehlung daran befestigen...
Noch mal: Die Stifte dienen dazu, den KK mechanisch stabil mit der
Leiterplatte zu verbinden. Ist das so schwer nachzuvollziehen? Außerdem
kann man u.U. die Stifte verlöten und elektrisch mit Masse verbinden,
wenn man sich irgendwelche EMV-Vorteile davon verspricht.
Übrigens: Bei den Kühlkörpern, die ich hier rumliegen habe, ist die
Oberflächenbehandlung offensichtlich erst nach dem Bohren durchgeführt
worden. Die Bohrungen sind innen ebenfalls schwarz.
@ Johannes M.
Wenn man aber da eine Schraube reinsteckt und dreht geht die Schicht
teilweise wieder ab, es sei denn man steckt das Gewinde in ein
Plaste-Röhrchen.
Mir ist es schon passiert dass ich die Schicht mit der Mosfet-Kühlfahne
weggekratzt habe.
Atmega8 Atmega8 wrote:
> @ Johannes M.> Wenn man aber da eine Schraube reinsteckt und dreht geht die Schicht> teilweise wieder ab, es sei denn man steckt das Gewinde in ein> Plaste-Röhrchen.> Mir ist es schon passiert dass ich die Schicht mit der Mosfet-Kühlfahne> weggekratzt habe.
Ich hab grad mal hier an meinen KKchen rumgekratzt, und die sind
anscheinend tatsächlich nicht nur lackiert, sondern auch eloxiert. Da
geht mit üblichen Mitteln nix ab! Aber das ist vermutlich stark
Hersteller- bzw. Produktqualitätsabhängig. Und wenn man nen
nennenswerten Strom über den KK führen will, dann muss man eine
zuverlässige Verbindung haben, und das geht so definitiv nicht!
Michael Wilhelm wrote:
> Von lackierten Kühlkörpern habe ich noch nie was gehört. Dann wäre der> Wärmeübergangswiderstand ja sehr hoch.>> MW
Nö, es gibt durchaus Lacke (bzw. "lackartige Substanzen"), die eine
recht hohe Wärmeleitfähigkeit besitzen.
Die Lackschicht ist sehr dünn, daher fällt der zusätzliche
Wärmewiderstand kaum ins Gewicht. Wie der elektrische Widerstand steigt
dieser nämlich proportional zur Leiterlänge.
Dagegen kommt der Effekt zum Tragen, daß Lackoberflächen, vor allem
schwarze* mehr Wärme durch Strahlung abgeben als Metalloberflächen.
Merke: alles was reflektiert und daher bei Bestrahlung nicht besonders
warm wird, strahlt umgekehrt auch selbst nicht stark.
*) im Prinzip würde es natürlich reichen, wenn der Lack im thermischen
Wellenlängenbereich (IR) schwarz ist, was auf fast alle Lacke zutrifft.