Hi,
wie issen das eignetlich mit dem Licht? ich hab mal irgendwo gehört dass
wenn man ständig das Licht an und aus macht weil man ständig in einem
Raum muss, wäre es sinnvoller das Licht gleich für ein paar minuten
leuchten lassen.
Anderst gesagt, stimmt es, dass wenn man das Licht an macht, die
Glühbirne im Einschaltmoment soviel Strom benötigt wie wenn sie einfach
ca. 4 oder 5 min leuchtet?
Falls du Energie sparen moechtest, schmeiss die Gluehbirne weg. Das ist
veraltete Technologie. Die Energiesparlampen kommem heutzutage sofort
auf die Volle Leistung. Daher muss man die auch nicht mehr brennen
lassen.
Bei Leuchtstoffröhren lohnt sich das an und aus schalten nur, wenn du
sie länger als 21 Sekunden brennen lässt - laut MythBusters. Bei anderen
Lampen ist es ziemlich egal.
Es geht hierbei aber nicht nur um den direkten Stromverbrauch.
Es geht auch um den Strom (und auch andere Rohstoffe) der für die
Herstellung der Glühbirne/Leuchtstofflampe verwendet wird. Und schon
sind wir bei der Haltbarkeit derselben.
Eine Leuchtstofflampe leidet auf zwei Arten:
1. wenn sie in Betrieb ist zersetzt sich die Leuchtschicht unter dem
hochenergetischen Licht der Gasentladung (ultraviolett). Das geht
langsam, klingt auch dramatischer als es ist, die Leuchtstärke lässt
nach. Da das Auge die Helligkeit irgendwie logarithmisch erfasst, merkt
man davon nicht allzuviel.
2. Jeder Start schadet der Leuchtstofflampe, da hier mit einer hohen
Spannung gezündet wird. Bei Betriebstemperatur der Leuchtstofflampe
liegt die Spannung bei vielleicht 400V, bei -10 Grad oder noch kälter
kann sie auch auf >1kV ansteigen. Das schadet ihr dann wirklich.
Mein Tipp (aus dem Bauch): kurzzeitig brennen lassen (bis etwa 5
Minuten).
In einem früheren Leben habe ich mich einmal um die Lebensdauer von
Hintergrundbeleuchtungen unseres Terminaldisplays gekümmert. Das waren
nach langem langem Nachbohren ungefähr die Werte. Für uns stand hierbei
nicht die Energieersparnis im Vordergrund (die haben wir uns selbst
gemacht und die paar Watt ...) sondern die Lebensdauer (10 Jahre sollten
es werden und das war schon hart).
>Bei Leuchtstoffröhren lohnt sich das an und aus schalten nur, wenn du>sie länger als 21 Sekunden brennen lässt - laut MythBusters. Bei anderen>Lampen ist es ziemlich egal.
Bei Glühlampen liegt der Einschaltstrom etwa bei dem 14-fachen des
Nennstromes, das schadet dieser schon gewaltig. Also auch diese bei
kurzen Zeiten brennen lassen (auch die Herstellung der Glühbirne kostet
Strom).
>Bei Glühlampen liegt der Einschaltstrom etwa bei dem 14-fachen des>Nennstromes, das schadet dieser schon gewaltig.
Kannst Du das näher erklären?
(Ist durchaus eine ernst gemeinte Frage, denn der Strom selbst schadet
ja nicht. Tritt beim Einschalten eine Überhitzung auf -- sollte
eigentlich nicht. Ist die Induktivität der Glühwendel das Problem?)
Tom wrote:
> Wäre doch mal ne Sache, den Einschaltstrom zu messen. Shunt, AD-Wandler,> grafische Anzeige, ...
Was willste da messen? Der Kaltwiderstand des Glühfadens einer
handelsüblichen 100 W-Lampe beträgt ungefähr 40 Ohm. Das macht rein
rechnerisch einen Einschaltstrom von 5,75 A, was gegenüber dem
Betriebsstrom von 100W/230V = 0,435 A das 13-fache ist... Allerdings
fließt dieser Strom nur für sehr kurze Zeit. Bereits nach
Sekundenbruchteilen erreicht der Glühfaden seine ungefähr 2000°C
Betriebstemperatur. Dann fließt nur noch der Bemessungsstrom.
Generell kann man sagen: Leuchtstofflampen haben eine deutlich höhere
Lebensdauer, vorausgesetzt, sie werden nicht ständig ein- und
ausgeschaltet. Bei den aktuellen Strompreisen amortisieren sich
Leuchtstofflampen relativ schnell, auch wenn man sie an Stellen
einsetzt, wo sie etwas öfter geschaltet werden als gut für sie wäre.
Was man allerdings über das ganze nicht vergessen sollte:
Leuchtstofflampen sind nach Beendigung ihres Lebens Sondermüll. Sie
enthalten Quecksilber und im Falle von
Schraubsockel-Kompaktleuchtstofflampen ("Energiesparlampen") auch noch
Elektronik, die getrennt entsorgt werden muss.
Ja klar ist der Einschaltstrom wesentlich höher als der Betriebsstrom.
Und tatsächlich gehen Glühlampen manchmal beim Einschalten kaputt.
Aber warum? Wie gesagt, der Strom selbst ist doch nicht die Ursache.
Und eine Überhitzung dürfte allenfalls lokal (wo) auftreten. Es ist ja
nicht so, wie manche es sich naiv vorstellen mögen: Die Elektronen
stürzen sich in die noch kalte Glühwendel und wegen ihrer Trägheit ...
>Und tatsächlich gehen Glühlampen manchmal beim Einschalten kaputt.>Aber warum? Wie gesagt, der Strom selbst ist doch nicht die Ursache.
Du gibst dir die Antwort schon selber:
>Und eine Überhitzung dürfte allenfalls lokal (wo) auftreten.
Eine alte Glühwendel ist eben kein homogener Draht, an manchen Stellen
ist er eben etwas dünner und wird dort zuerst heiß (und kurz vor dem Tod
zu heiß)
Stefan Salewski wrote:
> Aber warum? Wie gesagt, der Strom selbst ist doch nicht die Ursache.> Und eine Überhitzung dürfte allenfalls lokal (wo) auftreten.
Während des Betriebs der Lampe verdampft Metall von der Oberfläche des
Glühfadens(*) (und zwar vorzugsweise an den Stellen, die im Betrieb am
heißesten sind, und eine wirklich gleichmäßige Erhitzung des Glühfadens
ist leider nicht möglich). Dadurch entstehen "Schwachstellen", die dann
beim Einschalten heißer werden als der Rest des Fadens. Aufgrund von
mechanischen Prozessen beim Einschalten (schnelle Ausdehnung des Metalls
durch steilen Temperaturanstieg) entsteht dabei eine zusätzliche
Beanspruchung, die dann zur Zerstörung des Fadens führen kann. Deshalb
brennen Glühlampen vorzugsweise beim Einschalten durch.
(*) Bei Halogenlampen wird dieser Verdampfung entgegengewirkt, indem man
das verdampfte Metall mit Halogenen im Füllgas reagieren lässt, wodurch
sich an den kälteren Stellen der Lampe Halogenide bilden, die sich
wiederum an den heißesten Stellen der Lampe (Hot Spots am Glühfaden)
wieder zersetzen und so das Metall dem Glühfaden wieder zuführen.
Dadurch kann man bei Halogenlampen deutlich höhere Betriebstemperaturen
und damit eine höhere Lichtausbeute erreichen.
>Eine alte Glühwendel ist eben kein homogener Draht, an manchen Stellen>ist er eben etwas dünner und wird dort zuerst heiß (und kurz vor dem Tod>zu heiß)
Ja, das wäre eine mögliche Erklärung und ist wahrscheinlich richtig.
Die lokale Überhitzung beim Einschalten erklärt dann auch, warum
häufiges Ein- und Ausschalten den Leuchten schadet.
Johannes M. wrote:
> Generell kann man sagen: Leuchtstofflampen haben eine deutlich höhere> Lebensdauer, vorausgesetzt, sie werden nicht ständig ein- und> ausgeschaltet. Bei den aktuellen Strompreisen amortisieren sich> Leuchtstofflampen relativ schnell, auch wenn man sie an Stellen> einsetzt, wo sie etwas öfter geschaltet werden als gut für sie wäre.
Soweit korrekt, Ergänzung :
Wird die Röhre "vernüftig" vorgeheizt, sind auch höhere Schaltzyklen
möglich.
Nimmt man zum Zünden noch eine externe Möglichkeit (leitende Bahn auf
Röhre+ HV Impuls), können sie auch blinken bzw. sogar als Stroboskop
betrieben werden. Auch hier ist mehr die Heizwendel der Spassverderber,
dies wirft wie bei einer Glühlampe Metallatome infolge der Erhitzung ab.
Irgendwann bekommt die Röhre schwarze Enden und kurze Zeit später ist
sie hin.
> Was man allerdings über das ganze nicht vergessen sollte:> Leuchtstofflampen sind nach Beendigung ihres Lebens Sondermüll. Sie> enthalten Quecksilber und im Falle von> Schraubsockel-Kompaktleuchtstofflampen ("Energiesparlampen") auch noch> Elektronik, die getrennt entsorgt werden muss.
Jupp, inzwischen lassen sie sich auch leichter trennen. Ein wenig
hebelrei und der obere Teil lässt sich vom elektronik Teil lösen. Die
Kontakte sind nicht mehr verlötet, Metallfedern stellen den elektrischen
Kontakt her.
Ganz praktisch, ab und an werden von mir die so gewonnenen EVGs in
gewöhnliche Leuchstofflampen verbaut und erfüllen ihren Zweck noch lange
Jahre ohne Probleme.
Ganz ohne ist die Leuchtschicht in den Röhren auch nicht, ebenfalls
giftig und vorallem teuer. Daher werden die "verbrauchten" Röhren von
den Herstellern zT. recycled, dh. die Leuchtschicht wird rausgespült und
regeneriert.
Völlig empfindlich auf Schaltvorgänge reagieren übrings
Gasentladungslampen. Wird bei ihnen nicht die minimal Einschaltzeit
eingehalten, färbt sich schnell der Brenner schwarz und wird
unbrauchbar.
Beim Einschalten dieser Leuchtmittel werden so einige chemische Prozesse
durchfahren, die bei vorzeitiger Unterbrechung zu den Niederschlägen am
Glas führen, irreparabel.
BTW:
Es sind troztdem meine "lieblings" Leuchtmittel, effizienter als
Leuchtstoffröhren und besseres Licht (Sonnenlichähnlich, sehr gute
Farbwiedergabe, im Winter gut gegen schlechte Laune ;). Nur die
Lebensdauer ist nicht so hoch und billig sind sie auch nicht.
Snt Opfer wrote:
> Soweit korrekt, Ergänzung :> Wird die Röhre "vernüftig" vorgeheizt, sind auch höhere Schaltzyklen> möglich.
Welche handelsübliche "Energiesparlampe" macht das?
> Jupp, inzwischen lassen sie sich auch leichter trennen.
Wer macht das? (Abgesehen von Dir...)
> Völlig empfindlich auf Schaltvorgänge reagieren übrings> Gasentladungslampen.
"Energiesparlampen" sind auch Gasentladungslampen...
Johannes M. wrote:
> Snt Opfer wrote:>> Soweit korrekt, Ergänzung :>> Wird die Röhre "vernüftig" vorgeheizt, sind auch höhere Schaltzyklen>> möglich.> Welche handelsübliche "Energiesparlampe" macht das?
Bsp. Megaman ESLs,
http://www.megaman.de/ueberuns/ingeniumvorheizung/index.html>> Jupp, inzwischen lassen sie sich auch leichter trennen.> Wer macht das? (Abgesehen von Dir...)
KA wer das privat noch macht, aber das leichtere Trennen vereinfacht das
getrennte recyclen von Elektronik und Röhre.
>> Völlig empfindlich auf Schaltvorgänge reagieren übrings>> Gasentladungslampen.> "Energiesparlampen" sind auch Gasentladungslampen...
Ok mein Fehler, dann eben korrekt Hochdruck-Gasentladungslampen wie
Halogen-Metalldampf-Quarzbrenner oder Quecksilberdampf-Brenner.
Snt Opfer wrote:
>> Welche handelsübliche "Energiesparlampe" macht das?>> Bsp. Megaman ESLs,> http://www.megaman.de/ueberuns/ingeniumvorheizung/index.html
OK, falsch gefragt: Wer kauft diese durchaus existenten Dinger, solange
es die Billigteile bei "Wohnstduschonoderschraubstdunoch?" oder im
Baumarkt gibt? Der Ottonormalverbraucher sicher nicht...
> [...] aber das leichtere Trennen vereinfacht das> getrennte recyclen von Elektronik und Röhre.
OK, ist ein Argument...
>>> Völlig empfindlich auf Schaltvorgänge reagieren übrings>>> Gasentladungslampen.>> "Energiesparlampen" sind auch Gasentladungslampen...>> Ok mein Fehler, dann eben korrekt Hochdruck-Gasentladungslampen wie> Halogen-Metalldampf-Quarzbrenner oder Quecksilberdampf-Brenner.
Aha. Klingt schon besser...;-)
Johannes M. wrote:
> Snt Opfer wrote:>>> Welche handelsübliche "Energiesparlampe" macht das?>>>> Bsp. Megaman ESLs,>> http://www.megaman.de/ueberuns/ingeniumvorheizung/index.html> OK, falsch gefragt: Wer kauft diese durchaus existenten Dinger, solange> es die Billigteile bei "Wohnstduschonoderschraubstdunoch?" oder im> Baumarkt gibt? Der Ottonormalverbraucher sicher nicht...
Naja, es ging ja mehr um die technische Seite. Dh. es ist möglich die
Schaltzyklen mit Vorheizung zu erhöhen.
>>>> Völlig empfindlich auf Schaltvorgänge reagieren übrings>>>> Gasentladungslampen.>>> "Energiesparlampen" sind auch Gasentladungslampen...>>>> Ok mein Fehler, dann eben korrekt Hochdruck-Gasentladungslampen wie>> Halogen-Metalldampf-Quarzbrenner oder Quecksilberdampf-Brenner.> Aha. Klingt schon besser...;-)
Danke, ist wohl doch noch was von meiner Berufsausbildung (94-98) bei
O***M hängen geblieben ;))
Johannes M. wrote:
>> Bsp. Megaman ESLs,>> http://www.megaman.de/ueberuns/ingeniumvorheizung/index.html> OK, falsch gefragt: Wer kauft diese durchaus existenten Dinger,
Ich habe solche oder ähnliche Markenlampen in allen häufig genutzen
Räumen (Küche, Wohnzimmer usw.) und bin damit sehr zufrieden. Vor kurzem
habe ich mir auch mal eine OSRAM Longlife EL gegönnt, da dies die
einzigste Energiesparlampe mit 5W ist die leicht zu bekommen war.
Interessanterweise ist diese heller als die Noname Energiesparlampe mit
9W die vorher drin war...
Wau - is ja eine rege Disskusion - Danke!
also kann man nun folgendes sagen:
Bei einer "normalen" Glühbirne ist es egal ob 5x an oder brennen lassen
- nur wird durch das ständige einschalten evt. die Lebensdauer darunter
leiden.
Bei Energiesparlampen ist es definitiv besser sie brennen zu lassen (im
Bereich von 4 - 5 min)
Richtig?
Zahlen sich den hochwertige Energisparlampen wie z.B. die Osrams aus?
(Anschaffungspreis gegen Ersparniss am Strom und Lebensdauer!?)
Möchte Energie und Geld sparen wrote:
> Zahlen sich den hochwertige Energisparlampen wie z.B. die Osrams aus?> (Anschaffungspreis gegen Ersparniss am Strom und Lebensdauer!?)
Energiesparlampe vs Glühbirne brauchs du garnicht anfangen zu rechnen.
Marken Energiesparlampe vs Geiz ist Geil Energiesparlampe ist ein
anderes Thema, die Billigen brauchen ne weile bis sie Hell sind in
Räumen wie Bad und Küche wo meisten das Licht aus ist, wirkt sich das
negaiv aus
Von den Billigen sind mir schon 1-2 Stück kaput gegangen (ich denke die
waren weit unter den 8000h) wie die Marken Lampen sich halen kann ich
noch nicht sagen.
def wrote:
>> Die Energiesparlampen kommem heutzutage [beim Einschalten] sofort>> auf die Volle Leistung.>> Die Energiesparlampe möchte ich mal sehen.
Sofort ist ein dehnbarer Begriff, ich habe hier ein Lampe die braucht 5
Sekunden und ein OSRAM die vielleicht <1 Sekunde braucht, für mich ist
das "sofort" im vergleich zu den was früher verkauft wurde.
Was ist eigentlich von hochleistungs LEDs inclusive Elektronik für 230V
zu halten. Laut Hersteller halten die eine Ewigkeit, in der Praxis hört
man aber von Ausfällen nach wenigen Wochen. Wie hell sind die heutzutage
im Vergleich zu normalen Energiesparlampen?
bla wrote:
> Was ist eigentlich von hochleistungs LEDs inclusive Elektronik für 230V> zu halten. Laut Hersteller halten die eine Ewigkeit, in der Praxis hört> man aber von Ausfällen nach wenigen Wochen.
Kann ich bei Noname Lampen bestätigen.
> Wie hell sind die heutzutage im Vergleich zu normalen Energiesparlampen?
Eher dunkel. Bei geringer Leistung sind die LEDs etwas besser, aber
sobald es über ein paar Watt geht sind Energiesparlampen eindeutig die
bessere Wahl. Dafür lassen sich die LEDs unbegrenzt beliebig oft ein und
aus schalten.
Zum Thema Energiesparlampe:
die lohnt sich nur im Sommer. Sobald ein Raum geheizt wird, ist es eine
Milchmädchenrechnung, dass man mit der Energiesparlampe Geld spart. Die
Glühbirne trägt zu einem nicht unwesentlichen Teil zur Raumheizung bei.
Wenn dieser Teil durch den Einsatz von Energiesparlampen wegfällt, dann
wird er mit Öl, Gas oder was auch immer nachgeheizt. Wenn die Heizung
nicht über Solar-Blockspeicher betrieben wird legt man sogar drauf, da
die Anschaffungskosten der E-Sparlampen (die etwas Besseren) sich
erheblich später amortisieren.
Thilo M. wrote:
> Zum Thema Energiesparlampe:> die lohnt sich nur im Sommer. Sobald ein Raum geheizt wird, ist es eine> Milchmädchenrechnung, dass man mit der Energiesparlampe Geld spart. Die> Glühbirne trägt zu einem nicht unwesentlichen Teil zur Raumheizung bei.> Wenn dieser Teil durch den Einsatz von Energiesparlampen wegfällt, dann> wird er mit Öl, Gas oder was auch immer nachgeheizt. ...
Korrekt, auf den ersten Blick (Energiebilanz).
Nur wenn man das mal überschlägt wieviel Lampen wirklich wie lange
leuchten, merkt man, dass die Wärme, die sie in den Raum abgeben doch
eher im unteren Prozentbereich liegt.
Es sei denn man hat überall in der Wohnung 12-Armige Kronleuchter mit
100W je Fassung.
Das wäre definitiv eine nicht zu unterschlagende "Zusatz" Heizung mit
~1kW, pro Raum. Doch das ist wohl eher die Seltenheit, bei "normaler"
Beleuchtung ist das mehr an Wärme unwesentlich. Vergessen sollte man
auch nicht, das elektrisch erzeugte Wärme so ziemlich das teuerste ist
(abgesehen von Nachtspeichern wegen dem Steuervorteil und mit
Schwankungen durch den Öl/Gas Preis).
Ich habe das mal nachvollzogen:
bei einsetzender Dunkelheit und somit zugeschalteter Beleuchtung (ca.
100W) + Fernseher regelt mein Vorlaufregler die Vorlauftemperatur um ca.
7°C 'runter (von 45°C auf ca 38°C). Jetzt kann man ja ausrechnen,
wieviel % das sind. ;)
>Außerdem gibt jeder Mensch etwa 100W an Wärme ab. Also lieber alle>Freunde einladen, das spart Heizkosten.
Bei mir sind's nur ca: 60W, bin nicht so 'rausgefressen :)
Freunde einladen verlagert die Kosten, dann ist nämlich regelmäßig der
Bierkeller leer! :-)
Thilo M. wrote:
> Ich habe das mal nachvollzogen:> bei einsetzender Dunkelheit und somit zugeschalteter Beleuchtung (ca.> 100W) + Fernseher regelt mein Vorlaufregler die Vorlauftemperatur um ca.> 7°C 'runter (von 45°C auf ca 38°C). Jetzt kann man ja ausrechnen,> wieviel % das sind. ;)
2%, das ist nicht viel.
Ich behaupte jetzt einfach mal, dass die Wärme der Lampe den Regler
stärker erhitzt als den Rest, und es daher in dem Raum insgesamt kälter
wird.
7°C weniger multipliziert mit de Durchflussmenge sind deutlich mehr als
2%.
Ich habe keinen Raumthermostat, nur das Bimetall-Ventil am Heizkörper.
Die Raumtemperatur bleibt übrigens konstant.
Sehe ich auch so, es ist äusserst unwarscheinlich, dass eine 100W
Glühlampe mit ca 95W Heizleistung einen Raum soweit erwärmt das die
Heizung so einen Sprung macht.
Das geht nur über Langzeiterfassung, also mal eine Woche mit Glühlampe
Messwerte aufnehmen und eine Woche mit ESL. Das wäre, sofern die
Aussentemperatur konstant bleibt, eher vergleichbar.
Behaupte sogar, dass drei Teelichter mehr bringen und die kosten
praktisch nix (100 stk. < 1 €).
;)
Hmm.. durchschnittlicher Wärmebedarf von 100W pro m², Raumgröße 20m²,
das macht bei mir 5%. Und da sind noch keine weiteren elektrischn
Wärmequellen mit eingerechnet (es geht ja nur um's Licht).
@Thilo
Wenn Dein Heizkörperventil die Vorlauftemperatur anpassen kann, dann
will ich auch so eins!
Schön, jetzt können wir noch Prozessoren mit großer Abwärme als
Zusatzheizung verkaufen... Es leben Systeme mit einer TDP über 100W.
Wunderbar, Energie sparen durch verheizen an noch ineffektiverer Stelle!
Naja, der Heizkörperthermostat macht zu, die Rücklauftemperatur wird
wärmer und somit regelt der Mischer 1. die Menge (Pumpendrehzahl) und
die Temperatur (Heizkreis fährt mehr Kreislauf) zurück.
Dass das Ganze ineffektiv ist steht ausser Frage. Eine Energiesparlampe
erhöht die Ineffizienz aber noch deutlich. Besonders in der
Übergangszeit, wenn der Ölbrenner in einer uneffektiven Betriebsart
fahren muss, um die Wohnung zu heizen.
Falsch!
Es fließt kein Wasser mehr durch den Heizkörper, wenn der Raum keine
Wärme mehr aufnehmen kan (=> Thermostat zu, Wasser fließt nicht in den
Heizkörper), damit fließt das aufgeheizte Wasser ungekühlt zurück zur
Heizung.
Eine seltsame Heizung hast du. Üblicherweise sind alle Heizkörper
parallel geschaltet. Wenn nun alle Thermostate zu machen, dann fließt
garkein Wasser mehr, also kann es eigentlich auch garnicht wärmer
werden.
Wenn der Rücklauf wärmer werden würde, dann hätte das Ventil voll
aufgemacht, und es würde soviel Wasser fließen, dass die Wärme garnicht
alle abgegeben werden kann.
???
Guck' dir lieber das Prinzip einer Warmwasser-Zentralheizung nochmal an.
Wenn du die Pumpe abschaltest, kannst du keine Differenz zwischen
Vor-und Rücklauf mehr detektieren. Das ist das Kriterium für deinen
Brenner, den Kreislauf überhaupt aufzuheizen.
Viele ältere Modelle regeln noch nicht mal die Drehzahl der Pumpe, die
läuft dann eben gegen geschlossene Ventile (Thermostate).
Im Heizkörper sitzt das Thermostatventil oben am Heizkörper, und zwar am
Wasseraustritt. Wenn es geschlossen ist, läuft nichts mehr aus dem
Heizkörper 'raus.
Edit:
>Im Heizkörper sitzt das Thermostatventil oben am Heizkörper, und zwar am
Wasseraustritt.
Muss natürlich Wassereintritt heißen!
Der Durchsatz im Gesamten System wird niemals null sein, da immer irgend
ein Heizkörper offen ist (außer im Sommer ;))
Thilo M. wrote:
> Guck' dir lieber das Prinzip einer Warmwasser-Zentralheizung nochmal an.> Wenn du die Pumpe abschaltest, kannst du keine Differenz zwischen> Vor-und Rücklauf mehr detektieren.
Ich kenne das nur so, dass der Rücklauf dann kalt ist. Wo soll diese die
Wärme herbekommen ?
> Das ist das Kriterium für deinen> Brenner, den Kreislauf überhaupt aufzuheizen.
Bei unserer Heizung (ist nicht mehr die neuste) sind Heizung und Brenner
komplett getrennte Systeme:
Der Brenner sorgt dafür, dass der Warmwassertank der Heizung und des
Brauchwassers immer die eingestellte Temperatur haben.
Die Heizung nutzt dann das zur Verfügung gestellte Wasser, dass dann
eben mehr oder weniger schnell abgekühlt wird.
> Viele ältere Modelle regeln noch nicht mal die Drehzahl der Pumpe, die> läuft dann eben gegen geschlossene Ventile (Thermostate).
Ich würde mal sagen, das ist so ziemlich Standard. Die geregelten Pumpen
sind ja erst seit wenigen Jahren weit verbreitet.
> Im Heizkörper sitzt das Thermostatventil oben am Heizkörper, und zwar am> Wasseraustritt. Wenn es geschlossen ist, läuft nichts mehr aus dem> Heizkörper 'raus.
Fast richtig. Es läuft nichts in den Heizkörper rein. Demzufolge kommt
auch kein Wasser am Rücklauf an, also bleibt dort das Wasser kalt.
Zumindest war das bei allen Heizungen so, die ich bisher gesehen habe.
Ich hatte eine Gastherme, die Schaltete zwischen Heißwasser und
Heizkreis mittels Dreiwegeventil um. Wenn der Wärmebedarf zurückging,
also zuviel heißes Wasser 'ringeschickt wurde, dann kam auch wärmeres
Wasser zurück. Aufgrund der kleineren Differen schaltete der Brenner ab.
Aber es gibt wohl unzählige Systeme die das anders handhaben.
> Im Heizkörper sitzt das Thermostatventil oben am Heizkörper, und zwar am> Wasseraustritt. Wenn es geschlossen ist, läuft nichts mehr aus dem> Heizkörper 'raus.
Und warum sind dann die Heizkörper oben wärmer, als unten?
>Und warum sind dann die Heizkörper oben wärmer, als unten?
Das mit dem Wassereintritt hatte ich oben schon korrigiert.
Er ist oben wärmer, weil das Warme Wasser nach oben steigt =>
Schichtung.
>Zum Thema Energiesparlampe:>die lohnt sich nur im Sommer. Sobald ein Raum geheizt wird, ist es eine>Milchmädchenrechnung, dass man mit der Energiesparlampe Geld spart. Die>Glühbirne trägt zu einem nicht unwesentlichen Teil zur Raumheizung bei.>Wenn dieser Teil durch den Einsatz von Energiesparlampen wegfällt, dann>wird er mit Öl, Gas oder was auch immer nachgeheizt. Wenn die Heizung>nicht über Solar-Blockspeicher betrieben wird legt man sogar drauf, da>die Anschaffungskosten der E-Sparlampen (die etwas Besseren) sich>erheblich später amortisieren.
Obiges ist zwar nicht völlig falsch, kann aber von Laien leicht falsch
verstanden werden.
Natürlich ist es unsinnig, konventionelle Glühlampen durch
Energiesparlampen zu ersetzen und dann gleichzeitig ein elektrisches
Heizgerät einzusetzen (Ich bin mir sicher, dass einige das machen
werden.)
Entscheidend ist aber, dass elektische Abwärme in der Regel wesentlich
teurer ist als Wärme, die direkt aus fossilen Brennstoffen gewonnen
wird. Wenn man mal ausrechnet, wie viel Kilowattstunden beispielsweise
in einem Liter Heizöl enthalten sind, sieht man dass eine Kilowattstunde
Wärmeenergie aus Heizöl (oder Gas/Kohle/Holz usw.) doch wesentlich
günstiger ist, als eine Kilowattstunde Strom. Natürlich muss man hier
die Investition/Abnutzung von Heizkessel usw. in Betracht ziehen. Aber
so ganz grob kann man wohl sagen, das Wärme aus Strom derzeit 4 mal
teurer als Wärme aus Öl ist.
Groß vereinfacht bedeutet das: Wenn in der Heizperiode 1 kWh Lampenstrom
zu ca. 20 Cent/kWh verbraucht wird, spart man dadurch für ca 5 Cent Öl
ein.
Oder anders gesagt, im Winter ist der effektive Strompreis ca. ein
Viertel billiger, da man die Abwärme zum Heizen nutzen kann.
Ob es nun ein Viertel, ein Drittel oder ein Fünftel ist von vielen
Faktoren abhängig, insbesondere auch davon, wie man die Grundgebühr beim
Strom einrechnet. Wenn man mit Strom eine Wärmepumpe betreibt sieht es
natürlich anders aus. Bei Ökostrom oder Kraft-Wärme-Kopplung gibt es
wieder andere Kriterien.
Die Sache ist eben nicht so ganz einfach.
>Die Sache ist eben nicht so ganz einfach.
Da hast du völlig Recht!
Man muss bei Öl/Gas natürlich auch den Grundpreis Kaminfeger, Wartung
usw. mit einbeziehen.
Das ist wohl nicht (auch nicht empirisch) zu ermitteln, da der Faktor
Aussentemperatur, Sonnenstunden und Lüften auch noch mit 'reispielen und
nie Vergleichbare Voraussetztungen herrschen werden.
> Nur wenn man das mal überschlägt wieviel Lampen wirklich wie lange> leuchten, merkt man, dass die Wärme, die sie in den Raum abgeben doch> eher im unteren Prozentbereich liegt.
Das ist doch völlig egal, es zählt ausschließlich die Differenz der
Kosten der verschiedenen Energieformen.
Kleines Zahlenbeispiel:
Mein Strom wird ab Februar nächsten Jahres knapp 21 Cents kosten (die
kWh).
Ein Liter Heizöl kostet etwa 70 Cents. Ein Liter Heizöl hat einen
Heizwert von ziemlich genau 10 kWh. Zwar müsste man mit dem Brennwert
des Heizöls rechnen, dann aber wieder den Gesammtanlagenwirkungsgrad mit
einbeziehen usw., in der Praxis bleibt es aber etwas 10 kWh pro Liter
Hezöl.
So, D.h. die Kilowattstunde aus Heizöl kostet etwa 7 Cents.
Eine Glühlampe kostet etwa 1 Euro und hält etwa 1000 Stunden. In dieser
Zeit heizt sie mit 1.000 Stunden * 100 Watt = 100 kWh. Die Kosten dafür
sind 21 Euro Stromkosten plus 1 Euro Glühbirne = 22 Euro.
Eine Energiesparlampe benötigt für die gleiche Lichtausbeute etwa 1/5
der Energie, also 20 Watt. Halten tut so eine Lampe etwa (realistisch)
8.000 Stunden. Das ergibt also 8.000 Stunden * 20 Watt = 160 kWh. Kosten
tut das 160 kWh * 21 Cents = 33,60 Euro plus 10 Euro für die Lampe (bei
dieser Lichtleistung) = rund 43 Euro.
Doch stop: Die Lampe hat aber nur mit 20 Watt geheizt (denn das Licht
wird letztendlich auch zu Wärme, wenn es von den Wänden etc. absobiert
wird), also müssen wir den Rest mit Heizöl nachheizen und zwar 80 Watt
8000 Stunden lang für 7 Cents die Kilowattstunde also für rund 45 Euro.
In der Kostenbilanz gibt das für 8000 Stunden:
Energiesparlampe: 88 Euro (43 Euro + 45 Euro)
Glühlampe: 176 Euro (8 * 22 Euro für 8000 Stunden)
D.h. eine Glühlampe kostet, solange man sie nur im Winter verwendet,
ziemlich genau das doppelte an Gesammtkosten wie eine Energiesparlampe.
Denn natürlich muss man die geringere Heizenergie der Energiesparlampe
im Winter mit anderen Energieträgern nachheizen. Und wenn man dann noch
bedenkt, dass das Licht zu größten Teilen im Winter benötigt wird, da es
im Sommer in Privathaushalten in der Regel ausreichend hell ist, ist
diese Rechnung realistisch.
Und ja, für eine Wohnung in Normalbauweise muss man so rechnen, denn
heizen muss man so oder so.
Ganz anders sieht es natürlich in einem Niedrigenergiehaus aus, wo der
Gesammtenergiebedarf des Hauses nur einige Hundert Watt beträgt und die
Wärmeenergie aus der Lichterzeugung wortwörtlich zum Fenster
herausgelassen werden müsste.