http://www.pipeline.bayer.de/http://www.norbertlang.de/pipeline.html
Für die "Düsseldorfer Giftröhre" laufen eine ganze Reihe an
Enteignungsverfahren. Dafür wurde ein neues Gesetzt geschaffen, welches
die Enteignungen überhaupt erst ermöglicht. Ist es nicht erschreckend
wieviel Einfluss Bayer auf die Politik hat? Es scheint als wären in der
Politik hauptsächlich Marionetten. Laut dem Grundgesetzt kann für das
Allgemeinwohl enteignet werden. Hierbei geht es aber nur um das Wohl von
Bayer.
Die Technik der Pipeline überzeugt mich auch nicht. Ich würde sowas mit
einem Rohr-im-Rohr realisieren. Das innere Rohr führt hier das CO und
das äussere wird evakuiert. Somit wäre bei einem Leck sichergestellt
dass kein CO entweichen kann. Wäre sowas machbar, oder bin ich da ein
realitätferner Träumer?
@Stean Wimmer,
ohne jetzt das Pipeline-Vorhaben zu bewerten, was Du meinst ist
Kohlendioxid (CO2). Das giftige Kohlenmonoxid (CO) ensteht durch
unzureichende Luftzufuhr beim Verbennen von Kohlenstoff (Kohle, Holz,
Benzin etc). Auch heute gibt es dadurch immer wieder Tote, wenn Amateure
an ihren Kaminen/Heizungen rumpfuschen.
Wenn ich Deiner Argumentation folge, kann ich auch behaupten, daß
hochgiftige Blausäure (HCN) nur aus Wasserstoff, Kohlenstoff und
Stickstoff besteht, die für sich genommen völlig ungiftig sind. Ergo ist
die Giftigkeit von Blausäure auch übertrieben?
Stefan Wimmer wrote:
> Dein> hochgiftiges Kohlenmonoxid ist chemisch nichts als Kohlenstoff und> Sauerstoff. Genau das was du in einem Kamin verbrennst, wenn du dir> einen leisten könntest.
Junge, Junge. Du weißt offensichtlich nicht, was du da für einen Unsinn
verzapft hast...
CO ist ein geruchloses, hochtoxisches Gas, das z.B. durch Mauern durch
diffundiert und früher, als die Vorschriften für Kamine noch nicht so
streng waren, sogar in Nachbarwohnungen Todesopfer forderte, wenn ein
Kohleofen seine Abgase nicht durch den Kamin entsorgte.
Die Toxizität beruht auf der viel höheren Affinität des Hämoglobins zu
CO, als zu O2. http://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenmonoxid#Toxizit.C3.A4t
Synthesegas - ein vielbenutzter Rohstoff der chemischen Industrie -
besteht zum großen Teil aus CO.
Geringe MEngen an CO sind ungoftig und auch unproblematisch, da die so
geundenen Blutzellen nach spätestens 6 wochen ersetzt werden. Geringe
Mengen an oxidiertem Hämoglobin hat jeder permanent im Lbut, Auch durch
den Strassenverkehr entsteht Carboxylhämoglobin, weil die Abgase sehr
viel CO enthalten. Man kann das testen, wenn man als Radfahrer oder
Fussgänger länger an Kreutzungen steht und mit Autofahren vergleicht,
die die Scheiben zu haben. Der Unterschied des Anstieges ist fast Faktor
2. Meist bleibt es aber im unbedenklichen Bereich.
Ein Sonderfall sind plötzlich ausgestossene Mengen: Die Frage ist, wie
hoch die Wahrscheinlichkeit eines zentralen Loches ist, denn aus der
Röhre kann ja auch einiges entweichen, wenn es defekt geht. Dann hilft
auch Abstellen der Anlage nicht. Das zeigen Unfälle mit angebohrten
Gasleitungen. Düsseldorf ist nicht weit weg vom Rheinischen Graben, wo
es schon Anfang der 90er ein Erdbeben gab und Gasleitungen defekt
gingen. Damals gab es hinderte gefährliche Stellen, die erst behoben
werden musste. Wenn sich das was verschiebt, entweichen gleich Tonnen
von Gas schlagartig. Soviel kann ein enizger dezentraler Ofen nicht
produzieren.
Im Gegensatz zum Propan, wo eingeatmete Mengen vielleicht
Bewusstlosigkeit auslösen und der Mensch nach Entwichen des Gasses
wieder zu sich käme, würde eingeatmetes CO soviel Hämoglobin lahm
legen, daß ein in Ohnmacht gegangner ohne sofortige Bluttransfusion
stirbt. Ein Unfall mit einer solchen Leitung könnte Hunderte an Toten
verursachen.
@Gast,
"..daß ein in Ohnmacht gegangner ohne sofortige Bluttransfusion
stirbt."
Wo hast Du denn den Schwachsinn her? Schwere Kohlenmonoxid-Vergifungen
werden durch Beatmung mit reinem Sauerstoff (Sauerstoffzelt) behandelt.
Hmm, 67 Kilometer lang, 25 cm Durchmesser, 13,5 Bar Betriebsdruck, das
ergibt ein Kohlenmonoxidvolumen von knapp 54.000 Kubikmeter in der
Leitung.
Keine Ahnung in wieviele Segmente die Pipeline eingeteilt ist, aber das
ist eine Menge Gas. Wenn da ein großes Loch entsteht, dann dürften das
einige Tote geben, u.U. ganze Dörfer oder Städte.
Die kleineren Lecks dürften absolut kein Problem sein, die sind durch
technische Maßnahmen wirklich früh genug zu erkennen.
Was gefährlich ist, sind die großen Lecks.
Und ja, das Kohlenmonoxid ist deutlich gefährlicher als Erdgas.
Übrigens ist Erdgas mit Duftstoffen versetzt, damit es sofort
wahrgenommen wird. Meine Vermutung ist, das Kohlenmonoxid in der
Pipeline wird sehr rein sein, also ohne Duftstoffe, weil es für die
chemische Weiterverarbeitung gedacht ist. Da würden Duftstoffe nur
stören.
> Wo hast Du denn den Schwachsinn her? Schwere Kohlenmonoxid-Vergifungen> werden durch Beatmung mit reinem Sauerstoff (Sauerstoffzelt) behandelt.
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Das ist Unsinn. schwere Kohlenmonoxidvergiftungen kann man nur mit
PEEP-Beatmung behandeln.
Aber das ist auch nicht so sehr das Problem. Bei einem Anteil von etwa
1,3% Kohlenmonixid in der Luft, bist Du nach 1 bis 2 Minuten tot. Da
nützt auch kein Sauerstoff mehr.
Bei geringeren Dosen, so ca. 0,5% Anteil in der Luft, bekommst Du
massive Hirnschäden. Die gehen auch nicht mehr weg...
Kohlenmonoxid ist ganz schön gefährlich. Z.B. sind technische Defekte in
der Fliegerei an der Auspuffanlage von Kolbenmotoren einer der
häufigsten Ursachen von durch Technik verursachten tödlichen Unfällen.
Schon sehr geringe Kohlenmonoxidmengen reichen aus, dass der Pilot
fluguntauglich wird. Und das ganz gemeine daran: Wenn Du davon betroffen
bist, merkst Du die sich anbahnende Kohlenmonoxidvergiftung nicht. Du
riechst nix und bemerkst keine Veränderung an Dir weil die für die
höheren Funktionen nötigen Gehirnteile, die für dieses Bemerken
zuständig sind, als aller erstes ausfallen.
Kohlenmonoxidvergiftung = praktisch keine Chance.
@Unbekannter,
"Das ist Unsinn. schwere Kohlenmonoxidvergiftungen kann man nur mit
PEEP-Beatmung behandeln."
Auch mit Deiner PEEP-Beatmung wirst Du bei einer
Kohlenmonoxid-Vergiftung sicher mit einem erhöhten
Sauerstoffpartialdruck im Beatmungsgas arbeiten.
Falls nicht, lasse ich mich gerne eines Besseren belehren.
...und endlich bin ich glücklich und zufrieden wie noch nie.
Ich habe jetzt mein Haus auf 'ner Atommülldeponie.
Ich brauch nicht mehr zum Röntgenarzt, es ist die wahre Wonne.
Ich werde täglich "abgelichtet" und strahle wie die Sonne.
Mit 30 hängt ein Tränensack voll Bleioxyd am Knie,
mit 40 hab ich Zink im Kopf, 50 werd ich nie!
Ein HOCH auf den Chemiekonzern, der uns bei Laune hält,
mit Sicherheit wird morgen schon mein Plastikei gepellt.
Wir halten durch und essen auf, was man uns da serviert,
selbst wenn uns die Kartoffel auf der Gabel explodiert!
(nach Mike Krüger...glaub ich)
MfG Paul
> Auch mit Deiner PEEP-Beatmung wirst Du bei einer> Kohlenmonoxid-Vergiftung sicher mit einem erhöhten> Sauerstoffpartialdruck im Beatmungsgas arbeiten
Zu meiner Zeit beim Rettungsdienst habe ich PEEP nur mit 100% Sauerstoff
kennengelernt...
Das Problem ist doch bei Kohlenmonoxid, vereinfacht gesagt, das Zeug von
den roten Blutkörperchen zu bekommen. Dazu muss der Partitaldruck erhöht
werden, einmal über 100% Sauerstoff (=5mal höherer Partialdruck) plus
PEEP um noch mehr Wums zu erzeugen.
Wenn ein Patient PEEP-Beatmung, z.B. nach Kohlenmonoxidvergiftung,
benötigt, ist, banal gesagt, die Kacke eh am dampfen.