Hallo,
ich suche einen Rechenschieber zum Ausdrucken damit man ihn sich selber
basteln kann. Es muss kein all zu umfangreicher sein. Zur not reichen
auch nur die 2 Log. Scalen zum Addieren/Dividieren.
Gruß
Peter
alte Schulrechenschieber gibts bei Ebay in großen Mengen, dh dann auch
für 1 oder 2 Euros (PP nicht vergessen).
(Den kannst Du dann auch auf den Scanner legen :-) )
und im Film "Der Flug des Phoenix" von 1965 wird Hardy Krüger als
"wandelnder Rechenschieber" beschimpft, die in Zukunft die Welt
beherrschen werden.
"Spielflugzeuge??? - Modellflugzeuge sind etwas GANZ anderes"
QBASIC?!?! Jetzt geht's los... musste grad gucken ob da nicht jemand mal
wieder einen 10 Jahre alten Thread ausgegraben hat ;)
Aber Joerg, ein Rechenschieber auf dem Rechner ist doch reichlich
sinnlos, findest Du nicht?
Lustig ich habe gestern noch spasseshalber davon gesprochen dass man
sich so ein Ding mal selber basteln sollte falls einem der Saft im
Taschenrechner ausgeht hehe :D
Michael G. wrote:
> Aber Joerg, ein Rechenschieber auf dem Rechner ist doch reichlich> sinnlos, findest Du nicht?
Na klar, ist ja nur ein Spaß.
Bis zu X11R3 hatte das xcalc-Programm zwei Modi: -digital (default),
der Taschenrechner, wie man ihn auch heute noch kennt. -analog
dagegen hat den Rechenschieber aktiviert. ;-)
Mit X11R4 wurde xcalc auf den X11-Toolkit (Athena toolkit, Xt)
umgestellt. Dazu wurde es komplett neu geschrieben und der alte
Rechenschieber war in den ewigen Jagdgründen verschwunden. Da habe
ich mich Jahre später dran erinnert und dann gesucht, wo ich noch
den alten Quellcode her bekomme, damit er nicht komplett in die
Vergessenheit gerät. Dafür war er mir zu lustig. :)
Der einfachste Rechenschieber basiert auf 2-er Logarithmen. Nimm zwei
genügend lange Streifen Papier, zeichne zwei lange Strecken, teile sie
im cm-Abstand ein und beschrifte die Einheitenstriche mit 1,2,4,8, ...
Für Zwischenwerte, z.B. 3,6,12, .. gehst Du jeweils auf die Positionen
1,585cm, 2,585cm ... = ld(3/2)
Dann hast Du die Grundidee des logarithmischen Rechnens (Addieren
logarithmierter Strecken) schön vor Dir. Dies war m.E. der erste Ansatz,
hießen Napier- Stäbchen. Wenn du wirklich praktisch rechnen willst, ist
der Erwerb eines alten Rechenschiebers besser
Warum so solche Ideen gut sind? Man bekommt ein Gespür für
Zahlenverhältnisse und Größenordnungen, kann verständiger mit einfach-
und doppelt-log- Skalen umgehen usw. Wer sich etwas mit "veralteten"
Rechentechniken auseinandersetzt, gewinnt neben viel Respekt vor den
Fähigkeiten der "Vor-Taschenrechner- Mathematiker" auch eine Menge
mathematische Einsichten ...
Hallo,
danke für eure Antworten. Einen Richtigen Rechenschieber habe ich schon
daheim. Des ganze soll eher ein Geschenk werden. Einmal nen einfachen
Rechschieber und nach so ein Addions/Subtraktions Gerät nur halt eben im
Eigenbau. Falls ich es wirklich mache gibt es vieleicht ein Foto.
Gruß
Peter
Peter:
Mit Vorlagen kann ich zwar nicht dienen, aber mit ein wenig Info:
Ich habe noch einen echten Rechenschieber des Herstellers Aristo,
Baujahr 1960-er Jahre. Den gab es zu meiner Ausbildung vom Arbeitgeber.
In dieser Zeit waren auch noch seitenweise Logarithmentabellen u.ä. im
Anhang der Fachbücher.
Dieses Ding rechnet ganz ohne Strom 5 Rechenschritte (Addition,
Multiplikation, LN) mit am Ende 2 Promille Genauigkeit, ich hatte ihn
letztens mal wieder ausgepackt und solch einen Test gemacht.
Na, und die Genauigkeit, mehr als 3 signifikante Stellen benötigen viele
Rechnungen eh nicht.
Wenn es etwas ausgefallener sein soll: wie wäre es denn mit einem
kreisförmigen Rechenschieber, also einer Rechenscheibe. Kommt der
Grundidee auch viel näher.