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Forum: Offtopic Telefonanschluss beschädigt


Autor: Stefan Helmert (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
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Hallo,

auf einigen nicht ganz ernst gemeinten Internetseiten - oder auch ganz 
ernst gemeinten Warnungen, wie Gefährlich elektrischer Strom, wird oft 
dargestellt was man nicht machen sollte. Da werden LAN-Kabel als 230 V 
Stromkabel benutzt...
Nun könnte es doch auch mal sein, dass eine alte Telefonverkabelung in 
einem Haus als Stromversorgung zweckentfremdet wird. Um konkreter zu 
werden - in Zimmer 1 gibts eine TAE-Dose, die über ein Kabel mit der 
TAE-Dose im anderen Zimmer verbunden ist. Da diese nicht mehr gebraucht 
werde, ein Stromversorgung aber dafür um so mehr, nimmt halt jemand ein 
Kabel mit 230 V Stecker auf der einen Seite und auf der anderen Seite 
wird ein TAE-Stecker montiert. Im anderen Raum das ganze mit TAE-Stecker 
und 230 V Dose. Natürlich hat jemand der sowas baut keine Ahnung was 
"Amper" bedeutet und "Innenwiderstand" von Kabeln ist auch ein 
Fremdwort. Jedenfalls kommt dann ja auch mal der Zeitpunkt, wo jemand 
den TAE-Stecker falsch steckt, also an die "richtige"-TAE-Dose. Kurz 
darauf beschweren sich dann einige Leute warum das Telefon nicht mehr 
funktioniert und die Telekom wundert sich über das eigenartige 
Import-Telefon, dass diesen erweiterten DTMF-Tonsatz besitzt, mit 50 Hz 
bei 230 V. ;)
Angenommen dadurch geht nicht nur etwas Vermittlungstechnik kaputt, 
sondern gleich mal die Isolation in einem 5 km langem Telefonkabel, dass 
viele Hundert Adern für viele 50 Kunden enthält und tief unter der Erde 
liegt und auch noch mit denkmalgeschützten Gebäuden überbaut ist.
Was passiert bei so einer "Dummheit"? Gibt es da mehrfach redundante 
Schutzelemente? Wer bezahlt sowas?

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Was hast du jetzt wieder angestellt.... ;)

Autor: Danny Hiebel (danny)
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Ich würde sagen es gilt das "Verusacher-Prinzip", aber um genaues in 
Erfahrung zu bringen würde ich im Zweifel einen Anwalt fragen.....

Autor: Stefan Helmert (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
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Ne ich hab keinen Sch..ß gebaut, nur angenommen, sowas passiert, was ja 
nicht ganz ausgeschlossen ist. Meistens gibt es dabei ja gar nicht nur 
einen Verursacher, sondern einen der das beim Conrad-Kabelkonfigurator 
bestellt, es dann jemanden gibt, als Spaßgeschenk, der verwendet es dann 
und irgendjemand steckts dann auch unvorsichtiger Weise an. Wobei das 
ziemlich unverantwortlich von Conrad wäre sowas anzufertigen. Aber man 
kanns ja schließlich auch noch bei Ebay weiterverscherbeln, wenn damit 
zu viel Unheil passiert ist. ;)

Autor: Danny Hiebel (danny)
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Mal zum mitschreiben....
Eine TAE-Dose mit 230V in die ich ein beliebiges Telefon einstöpsel. 
Dann wird wohl das Telefon gegrillt werden und die Telekomiker kratzt es 
nicht weiter es sei denn auf die offizielle TAE-Dose der Telekom werden 
irgendwie 230V geschalten. Dann allerdings sollte der Verursacher (wie 
auch immer der Fall dann liegen mag) auf jeden Fall den Schaden 
berappen. Wie heißt es so schön: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. 
Wenn ich beim großen C eine solche Leitung bestelle, ist es mein Bier 
was ich damit anstelle und wenn ich es für einer "Sonderlösung" meines 
Problems brauche auch OK. Wenn ich Unkraut-Ex und Zucker z.B. im 
Online-Shop meines Vertrauens bestelle und mit das Zeug zu Hause um die 
Ohren fliegt, bin ich ja auch selber Schuld.

Autor: Dr.Seltsam (Gast)
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Ich bezweifle, dass da überhaupt viel passieren wird, denn die Isolation 
an dem Kabel wird bestimmt auch 230V aushalten, auch wenn sie dafür 
nicht zugelassen ist. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass die 
Vermittlungsstellen ganz ohne Schutzmaßnahmen dastehen werden, so dass 
auch hier maximal irgeneine Eingangsplatine krachen geht. Wer soll denn 
garantieren, dass so ein Fehler nicht auch ohne solche seltsamen 
Basteleien, z.B. durch Bauarbeiten, Blitzschlag o.ä. passieren kann.


Gruß
Dr.Seltsam

Autor: Björn Wieck (bwieck)
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Dr.Seltsam wrote:
> Ich bezweifle, dass da überhaupt viel passieren wird, denn die Isolation
> an dem Kabel wird bestimmt auch 230V aushalten, auch wenn sie dafür
> nicht zugelassen ist.

So ist es. Die Leitung wird überleben, das Konto des Verursachers aber 
wohl nicht... wenn die (Beliebiger Provider) rausfindet was die 
Teilnehmerbaugruppe zerstört hat.

Eventuell kann man sich damit rausreden das gerade eine Baumaßnahme im 
Haus stattfindet und irgendwer zufälligerweise die Telefonleitung und 
ein Stromkabel gleichzeitig angebohrt hat...

Grüße
Björn

Autor: Unbekannter (Gast)
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> Wer bezahlt sowas?

Der Schuldige.

Autor: Dennis Nitschke (nilpferd)
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§ 317 Strafgesetzbuch
Störung von Telekommunikationsanlagen

(1) Wer den Betrieb einer öffentlichen Zwecken dienenden 
Telekommunikationsanlage dadurch verhindert oder gefährdet, daß er eine 
dem Betrieb dienende Sache zerstört, beschädigt, beseitigt, verändert 
oder unbrauchbar macht oder die für den Betrieb bestimmte elektrische 
Kraft entzieht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit 
Geldstrafe bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.

(3) Wer die Tat fahrlässig begeht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem 
Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.


Ich denke aber trotzdem, daß die Vermittlungsstellen gegen sowas 
geschützt sind, einen Blitzeinschlag müssen sie schließlich auch ohne 
größere Schäden abkönnen. Und der wird sicher wahrscheinlicher sein als 
daß jemand ein "TAE auf 230V Adapter" anschließt.

Autor: interessent (Gast)
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>"[...]die für den Betrieb bestimmte elektrische
>Kraft entzieht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit
>Geldstrafe bestraft."

Du meine Güte. Da gibt's doch tatsächlich Leute, die andere zu 
Straftaten anstiften(was ja ansich schon wieder strafbar ist), indem sie 
Schaltungen zum Laden von Akkus an TAE-Dosen veröffentlichen.
Hätte nicht gedacht, dass das gleich mit Freiheitsstrafe geahndet wird. 
Naja, D halt.

Autor: Thilo M. (Gast)
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>einen Blitzeinschlag müssen sie schließlich auch ohne größere Schäden abkönnen.

Sicher nicht, da ist auch alles schwarz. ;)
Aber gegen Überspannung sind die Eingänge geschützt, mit verschiedenen 
Stufen (Supressordiode, Gasentladungsstrecke ..).
Die Überspannung entsteht z.B. bei Gewitter, auch wenn's nicht blitzt.
Dagegen müssen exponierte Geräte (die außerhalb des Gebäudes => 
Vermittlung) geschützt werden.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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interessent wrote:
>>"[...]die für den Betrieb bestimmte elektrische
>>Kraft entzieht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit
>>Geldstrafe bestraft."
>
> Du meine Güte. Da gibt's doch tatsächlich Leute, die andere zu
> Straftaten anstiften(was ja ansich schon wieder strafbar ist), indem sie
> Schaltungen zum Laden von Akkus an TAE-Dosen veröffentlichen.
> Hätte nicht gedacht, dass das gleich mit Freiheitsstrafe geahndet wird.
> Naja, D halt.

Das stammt noch aus der guten alten Zeit®, als Telekommunikation noch 
richtig teuer und eine hoheitliche Aufgabe war.

Autor: Stefan Helmert (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
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Das mit der elektrischen Kraft entziehen, heißt doch nur, dass man den 
Stecker herauszieht, damit die Anlage nicht mehr funktioniert. Akkus aus 
dem Telefonanschluss zu laden ist nicht schlimm, weil da die Anlage 
funktionsfähig bleibt.

Autor: Unbekannter (Gast)
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> Das mit der elektrischen Kraft entziehen, heißt doch nur, dass man
> den Stecker herauszieht, damit die Anlage nicht mehr funktioniert.

Ja Kind, ist gut, geh wieder in den Sandkasten zum Spielen.

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Stefan Helmert wrote:
> Akkus aus
> dem Telefonanschluss zu laden ist nicht schlimm, weil da die Anlage
> funktionsfähig bleibt.

Nicht nur das, die Post hat das auch früher selber gemacht.

Alte Telefone mit Freisprecheinrichtung hatten einen Akku eingebaut, der 
wurde in den Gesprächspausen aufgeladen.

Da heutzutage die Leute aber ununterbrochen quasseln (Flatrate), reicht 
das nicht mehr und ein Steckernetztzeil wurde nötig.


Peter

Autor: Gast (Gast)
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ja, man kann Kabel schon vielseitig benutzen..

:-)

Autor: Magnus Müller (Gast)
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Eindeutig ein Fall von "Powerline Communication" ;)

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