Hummel fliegt, auch auf dem Papier?

OP #716976
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Die Hummel wiegt 4,8g.
Sie hat eine Flügelfläche von 1,45 Quadratzentimetern
bei einem Flächenwinkel von 6 Grad.
Nach den Gesetzen der Aerodynamik kann die Hummel nicht fliegen!
Doch die Hummel weiss das nicht...

--
Ein Zitat.
Ist das Wahr, das es Mathematisch nicht möglich ist?
Oder wieder nur ein Ammenmärchen?

MfG
Gast #716988
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Wenn in eine Formel nur das Gewicht, die Flügelfäche und der 
Flügelwinkel eingeht, dann ist doch klar dass es sich dabei um eine 
Näherungsformel handeln muss die für ein bestimmtes Modell ausgelegt 
wurde, das nicht notwendigerweise zur Hummel kompatibel ist.
Gast #716990
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Such mal ein bissel mit Google.

Es wurde genau untersucht, warum die Hummel trotzdem fliegt. Ist recht 
interessant, aber das bekomme ich aus dem Gedächtnis nicht mehr 
zusammen.
Gast #716992
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>Die Hummel wiegt 4,8g.
>Sie hat eine Flügelfläche von 1,45 Quadratzentimetern
>bei einem Flächenwinkel von 6 Grad.
>Nach den Gesetzen der Aerodynamik kann die Hummel nicht fliegen!
>Doch die Hummel weiss das nicht...

>Ist das Wahr, das es Mathematisch nicht möglich ist?

Mathematisch?  Quatsch.  Wenn überhaupt, dann physikalisch.  Aber die 
Hummel verstößt selbstverständlich auch nicht gegen die Naturgesetze. 
Es ist einfach so, dass man das Fliegen der Hummel eine zeitlang mit den 
bekannten Gesetzen der Aerodynamik nicht erklären konnte.  Das ist 
alles.  Mittlerweile weiß man, wie das Fliegen der Hummel funktioniert.

PS: Nach dem "Gesetz", dass Gegenstände, die schwerer als Luft sind, 
nach unten fallen, kann auch ein Flugzeug nicht fliegen.
Gast #718015
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Ich glaube, dass in diesen kleinen Raumbereichen die Luft "dichter" 
wird. D.h. wenn man den Auftrieb an einem großen Flügel berechnet, nimmt 
man Näherungsformeln, die dafür getroffenen Annahmen gelten bei den 
kleinen Abmessungen der Hummel nicht mehr. Man muss dann also andere 
Annahmen treffen und das Ergebnis wird sein: Sie fliegt doch.

So oder so ähnlich ist es wohl.
Persönliche Seite #718152
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Wie kann man denn eine Berechnung aufstellen, die die Flügel der Hummel 
als steif annimmt?

Selbst wenn die Hummel von Körperbau und Flügelform her total 
unaerodynamisch wäre könnte sie das doch durch eine entsprechend hohe 
Flügelschlagzahl pro Sekunde ausgleichen...

Da das ineffizient wäre, hat die Evolution eine aerodynamische Hummel 
hervorgebracht...

Das es verschiedene nutzlose überbleibsel der Evolutionsgeschichte gibt 
ist ja bekannt... Aber gibt es eigentlich Prozesse/Formen/Lebewesen in 
der Natur, die (absolut) ineffizient sind?
#718160
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Marius Schmidt wrote:
> Wie kann man denn eine Berechnung aufstellen, die die Flügel der Hummel
> als steif annimmt?

Ich denke mal es ging um eine Überschlagsberechnung.
Man nimmt die Flügelfläche, nimmt das Gewicht und berechnet
mal eben kurz die Flächenbelastung. Anhand der Flächenbelastung
kann man schnell sehen, ob und wie gut eine Körper überhaupt
gleiten kann. Hat der Körper die Flächenbelastung eines
Betonklotzes, so gleicht seine Gleitstrecke mehr einer
Wurfparabel als einem gesteuertem Flug. Und ne Hummel wird
wohl kaum mehr als Mach 0.1 erreichen um so aus dem bischen
Tragfläche mehr Auftrieb herauszuholen :-)

> Selbst wenn die Hummel von Körperbau und Flügelform her total
> unaerodynamisch wäre könnte sie das doch durch eine entsprechend hohe
> Flügelschlagzahl pro Sekunde ausgleichen...

Nö.
Eine Hummel fliegt, weil an der Flächenvorderkante Wirbel entstehen,
die den Auftrieb soweit erhöhen, dass es klappt.
#718205
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Marius Schmidt wrote:
> Das es verschiedene nutzlose überbleibsel der Evolutionsgeschichte gibt
> ist ja bekannt...

Das ist ein Irrtum. Alle Lebewesen konkurrieren um Energie und die ist 
nun mal nicht unbegrenzt verfügbar. Daraus folgt insbesondere, daß 
nichts Nutzloses gebildet wird, weil es Energiekosten verurachen würde, 
ohne seinem Träger einen Nutzen zu bringen.

Allerdings kann man zurückgebildete Strukturen finden, z.B. haben 
Blindschleichen im Körper noch rudimentär vorhandene Beine - sie haben 
sich aus echsenartigen Ahnen entwickelt. Das ist aber eine Folge des 
Evolutionsverlaufes, der natürlich stetig und immer mit fitten 
Zwischenstufen ablaufen muß.

Ein sehr verblüffendes Beispiel sind unsere Gehörknöchelchen Hammer, 
Amboß und Steigbügel. Die haben sich aus den Kiemenbögen unserer 
Vorfahren in grauer Urzeit entwickelt, wurden also zu einem neuen Zweck 
umgebaut und weitergenutzt.

> Aber gibt es eigentlich Prozesse/Formen/Lebewesen in
> der Natur, die (absolut) ineffizient sind?

Nein, denn schon relativ ineffiziente Formen gehen zugunsten geringfüig 
effizienterer unter.
Gast #718222
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Es kann natürlich sein dass die Entwicklung in einem lokalen Maximum 
stecken bleibt, das global betrachtet sehr ineffizient ist. Das wird 
z.B. dann deutlich wenn Menschen eine Art auf einen anderen Kontinent 
bringen und diese andere, seit Jahrhunderten dort lebende Arten einfach 
plattwalzt.
Gast #718250
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Energie ist mit Sicherheit eines der wichtigsten Kriterien und markiert 
das obere Ende der Fahnenstange, unter der aber so einiges möglich ist. 
Das Wettrüsten bei sexuellen Präferenzen kann sehr beeindruckende Züge 
annehmen. Siehe Pfauenschwanz.
Gast #718568
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>Wozu haben Männer Nippel?

Zum Piercen!
Ich könnte mir keinen Mann ohne die Dinger vorstellen.
Manche Männer könnten ja auch BHs tragen. Wie würden denn deren Brüste 
dann aussehen?

Irgendwer wird sich dabei schon was gedcaht haben...
Gast #718588
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Wer hat dir denn das erzählt? Was Geschlecht ist doch genetisch bestimmt 
und ob man ein XX oder XY Chromosom hat, entscheidet sich doch 
unmittelbar bei der Befruchtung. Die körperliche Unterschiedung erfolgt 
erst später.
Gast #718774
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Aber das machen wir in der Technik doch auch. Da werden Geräte gebaut, 
die z.B. erst durch die Software ihre endgültige Bestimmung erhalten. 
Für einige Varianten ist dann durchaus der eine oder andere Widerstand 
überflüssig (und verschlechtert nur die FMEA).

Das macht man wegen besserer Auslastung ind er Produktion, Vorteile bei 
Lagererhaltung und Teilebeschaffung, nur einmalige Etnwicklung der 
Hardware (UL grusel grunz). Zudem kann man schnell reagieren, wenn ein 
Kunde plötzlich eine große Anzahl eines Typs will.

Klar hinkt der Vergleich! Macht nix.
#719251
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Marius Schmidt wrote:
> Warum hab ich einen Blinddarm? Den brauch ich doch nicht...

Darüber ist man sich in Fachkreisen keineswegs einig. Eine Hypothese 
besagt, daß er als Reservoir für die Darmflora dient, die sich bei 
Infektionen dort besser halten kann und anschließend den Darm wieder 
besiedelt.
Gast #723457
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>Wenn der A380 wüsste, was alles in ihn hineingesteckt wurde und anders
>herum wieviele Leute durch ihn arbeitslos geworden sind, dann würde er
>sich schämen und am Boden bleiben.

Ich kenne ein Frau, bei der trifft as auch zu! :o)

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