Bastler fragt: 48V Gleichspannung gefährlich

Gast #719710
Hi!

Ich möchte 10 weiße LEDs in Reihe schalten und das 20 mal parallel. Grob 
gerechnet sind das etwa 35V und 0,4A die ich dafür benötige. Das ganze 
will ich dann mit einem Tischschaltnetzgerät versorgen. Diese haben aber 
48V Gleichspannung und Ausgangsstrom von max. 1A. Können diese 48V 
gefährlich werden wenn man gegen die Schaltung oder sogar den + 
Anschluss auf der Platine berührt? Ab 50mA kann es ja schon tödlich sein 
und da ist man ja schon fast dran bei dem Körperwiderstand von 1000 Ohm, 
oder?!

Ach ja und noch was: Muss man eigentlich den Vorwiderstand vor LEDs 
einbauen oder kann man den auch zwischen die LEDs setzen. Das Ding 
heisst zwar Vorwiderstand aber theoretisch macht es doch keinen 
Unterschied?!

Danke schon mal
Dennis
#719725
Dennis wrote:
> Können diese 48V
> gefährlich werden wenn man gegen die Schaltung oder sogar den +
> Anschluss auf der Platine berührt? Ab 50mA kann es ja schon tödlich sein
> und da ist man ja schon fast dran bei dem Körperwiderstand von 1000 Ohm,
> oder?!

Wenn du dich nackt und klatschnass auf eine geerdete Metallplatte legst, 
und das spannungsführende Ende in den Mund nimmst, könnte es tatsächlich 
problematisch werden...

Die 1KOhm Haut- und Körperwiederstand sind wohl äusserst optimistisch. 
Wenn ich beide Prüfspitzen eines Multimeters in die Hände nehme, komme 
ich selten unter 150 KOhm. Aber in der Regel hat man ja zumindest Socken 
an. Die Spannungsfestigkeit des Fussbodenbelages und der Schuhe tun ihr 
übriges zu deinem Schutz.

> Ach ja und noch was: Muss man eigentlich den Vorwiderstand vor LEDs
> einbauen oder kann man den auch zwischen die LEDs setzen. Das Ding
> heisst zwar Vorwiderstand aber theoretisch macht es doch keinen
> Unterschied?!

In der Reihenschaltung sind alle Teilströme gleich.... macht also keinen 
Unterschied ob du nun einen grossen Widerstand in jede Reihe legst oder 
viele kleine zwischen den LEDs.
Gast #719736
Super...Danke!!! Habt mir sehr geholfen!!! Aber ich denke mal man wird 
bestimmt was merken...Pferdezäune haben doch auch in etwa solche 
Spannungen...
Gast #719740
täusch dich da mal bitte nicht :-) also Pferdezäune kenn ich nicht, aber 
bei Schafzäunen sind das schon einige Kilovolt.. (der 
Hochspannungsgenerator wird aus einem Akku von 12V oder 24V oder 48V 
gespeist)
#719840
> Super...Danke!!! Habt mir sehr geholfen!!! Aber ich denke mal man wird
> bestimmt was merken...Pferdezäune haben doch auch in etwa solche
> Spannungen...

Wenn du die 48Volt tatsächlich spüren solltest, bitte sofort der 
ISO-Kommission melden. Die müssen dann sofort die Spezifikation für 
Schutzkleinspannungen ändern! Die liegt nämlich bei 63Volt, wenn ich 
mich recht erinnere.

Nein, das man 48Volt irgendwie gefährlich werden, geschweige denn zu 
spüren bekommt, wenn man sich die beiden Pole nicht gerade auf die Zunge 
legt, halte ich für vollends ausgeschlossen.

Bei Pferdezäunen wird ein "Weidezaungerät" dem Akku vorgeschaltet, daß 
die Spannung auf bis zu 10.000Volt hoch transformiert.
#719845
@ Niels Hüsken (monarch35)

>Wenn du die 48Volt tatsächlich spüren solltest, bitte sofort der
>ISO-Kommission melden. Die müssen dann sofort die Spezifikation für
>Schutzkleinspannungen ändern!

Käse. Selbst 12V können bei feuchten Fingern schon kribbeln. Fass mal ne 
Telephonleitung an, dort sind auch 48V drauf. :-0

>Nein, das man 48Volt irgendwie gefährlich werden, geschweige denn zu
>spüren bekommt, wenn man sich die beiden Pole nicht gerade auf die Zunge
>legt, halte ich für vollends ausgeschlossen.

;-)
Willkommen in der Realität.

>Bei Pferdezäunen wird ein "Weidezaungerät" dem Akku vorgeschaltet, daß
>die Spannung auf bis zu 10.000Volt hoch transformiert.

Ist nix weiter als ne getaktete Spule. Denn man will nur kurze 
Spannungspulse erzeugen, keine konstanten 10kV Gleichspannung. Das spart 
Strom und im Berührungsfall unnötige Schmerzen.

Mfg
Falk
#719850
Hi Falk,

> Käse. Selbst 12V können bei feuchten Fingern schon kribbeln. Fass mal ne
> Telephonleitung an, dort sind auch 48V drauf. :-0

Dann musst du aber schon direkten Kontakt mit beiden Polen haben. Hier 
geht es aber bisher um einen Erdschluss.

Ich habe das "Kribbeln" bei Telefonleitungen bisher immer auf die vielen 
Induktiven Lasten zurückgeführt, die so eine Leitung aushalten muss. Die 
daraus resultierenden Spitzenspannungen sind das, was man bei einem 
Erdschluss spürt.
#719859
@  Niels Hüsken (monarch35)

>Dann musst du aber schon direkten Kontakt mit beiden Polen haben. Hier
>geht es aber bisher um einen Erdschluss.

Unsinn. Das allein ist nicht ser Sinn von Schutzkleinspannung. Ich fass 
auch ne 10kV Quelle an einem Pol an, wenn der andere nicht geerdet ist. 
Und das Netzteil ist im allgemeinen nicht geerdet.

>Ich habe das "Kribbeln" bei Telefonleitungen bisher immer auf die vielen
>Induktiven Lasten zurückgeführt, die so eine Leitung aushalten muss. Die
>daraus resultierenden Spitzenspannungen sind das, was man bei einem
>Erdschluss spürt.

???
Was ist das denn für eine Quacksalberei?

MFG
Falk
#719865
@  Patrick (Gast)

>Es ging ja gar nicht darum, ob man 48V merkt, sondern, ob 48V gefährlich
>sind. Und das sind sie bestimmt nicht.

Auch falsch. Unter "normalen" Umständen ja, wie sie im Alltag auftreten 
und von den Jungs, die irgendwann man die Schutzkleinspannung festgelegt 
haben, berücksichtig worden. Aber auch mit 48 V kann man jemandem 
zusetzen bzw. im Extremfall das Licht ausblasen. Dazu muss man "nur" 
mittels geeigneter Elektroden und Zugangspunkte die Spannng an Herz oder 
Hirn bringen.

MFG
Falk
Gast #719868
@Falk

>Dazu muss man "nur" mittels geeigneter Elektroden und Zugangspunkte die >Spannng 
an Herz oder Hirn bringen.

Und wenn man das Ganze mit einem Messer oder einem Maschinengewehr macht 
ist es auch gleich doppelt so effektiv / sicher...

Auch mit Watte kann man jemanden umbringen ;)

mfg reiner
#719873
Falk Brunner wrote:

> ???
> Was ist das denn für eine Quacksalberei?

Sorry, aber das ist durchaus ernst gemeint. Ich habe schon öfter mit 
zwei in Reihe geschalteten 24V Bleiakkus handiert. Wenn ich dabei beide 
Pole in die Hand nehme, spüre ich dezent GARNIX. Wie auch, im 
ungünstigsten Fall sind das 320uA, die meine Nervenbahnen durchlaufen.

Sollte doch mal etwas zu spüren sein, muss ich das auf Spannungsspitzen 
von induktiven Lasten zurückführen.
Gast #719890
Früher gab es die 4,5 V batt., die zwei flache Anschlüsse "oben" hatten.
Daran zu lutschen ist ziemlich widerlich, es ist für die Zunge 
"unangenehm".

Haut, trocken, etc.: kein Problem.
Wenn etwas blutet, ...
aber das ist ja nicht die Regel, ;-)
#719899
Christian (Guest) wrote:

> Früher gab es die 4,5 V batt., die zwei flache Anschlüsse "oben" hatten.

Die Flachbatterie...
Gibts auch heute noch :)

> Daran zu lutschen ist ziemlich widerlich, es ist für die Zunge
> "unangenehm".

Probier mal die 9V Blockbatterie. Wenn die richtig voll ist, kann das 
bei längerer Einwirkung auf der Zunge zu krämpfen führen.

> Wenn etwas blutet, ...
> aber das ist ja nicht die Regel, ;-)

Muss ich beim nächsten Motoradunfall unbedingt mal ausprobieren :)
Gast #719926
prinzipiell ist es vorgeschrieben berührungsspannungen in Fehlerfällen 
kleiner als 120v DC zu halten demzufolge ist keine gefahr von 45V DC 
auszugehen...

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