Hallo
Da hier seit Kurzem Super und Normalbenzin das Gleiche kosten, ist mir
eine
Frage in den Sinn gekommen: Mein Auto "verträgt" beide Benzinarten. Wenn
ich nun Super tanke, müßte ja bei gleicher Fahrweise der Verbrauch
sinken, da Super wohl einen höheren Energieinhalt/Liter aufweist? Ich
finde aber
bei der Suche danach nur Vermutungen, keine realen Angaben in
Zahlenform.
Hat sich schon mal jemand Gedanken über den Zusammenhang gemacht?
MfG Paul
Nö, der Energieinhalt ist der selbe. Nur die Oktanzahl ist anders. Wenn
Dein Auto Normalbenzin schluckt, wird es mit Super kein bisschen besser,
schneller, runder, schöner laufen. Es ist ihm einfach egal.
Nicht so, wenn Du einem Auto Normal tankst, das Super will. Dann klopft
der Motor.
Gruss
Simon
>Hat sich schon mal jemand Gedanken über den Zusammenhang gemacht?
Ich gerade.
Das fällt nicht ins Gewicht. Die Fahrsituation, gerade im Stadtverkehr,
ändert sich ständig, und der Spritverbrauch schwankt daher stark.
Wenn Du Sprit sparen willst, dann kaufe dein Benzin immer an der Tanke,
die auf dem Weg liegt. Und brems nicht so viel!
Was ich mir allenfalls vorstellen könnte, wenn ich ein bisschen darüber
nachdenke (ich glaube, darüber gibt es einige Vermutungen, die aber nie
wirklich bestätigt wurden), ist, dass die Zündregelung sich mit
Superbenzin härter an die Klopfgrenze heranregeln könnte (Zütndwinkel
näher zum oberen Totpunkt). Das KÖNNTE eventuell den Wirkungsgrad
steigern. Ob das aber auch wirklich gemacht wird?...
Es gibt autos die sich je nach Oktanzahl selbständig regeln. Also das
Motormanagement oder wie auch immer man das nennt.
Demnach verbraucht man dann schon weniger, hab ich ja selber gemerkt ;)
MfG
Apollo
Simon Huwyler wrote:
> Was ich mir allenfalls vorstellen könnte, wenn ich ein bisschen darüber> nachdenke (ich glaube, darüber gibt es einige Vermutungen, die aber nie> wirklich bestätigt wurden), ist, dass die Zündregelung sich mit> Superbenzin härter an die Klopfgrenze heranregeln könnte
Das tut sie aber eben nicht.
> (Zütndwinkel> näher zum oberen Totpunkt).
Das ist eher der Fall wenn du die Zündung auf "spät" verstellst, also
wenn die Kopfregelung eingreift.
> Das KÖNNTE eventuell den Wirkungsgrad> steigern. Ob das aber auch wirklich gemacht wird?...
In die von Dir angesprochene Richtung nicht. Andersrum wird ein Schuh
draus, wenn der Motor eine für den getankten Sprit zu hohe Verdichtung
hat; in diesem Fall wird die Zündung auf "spät" verschoben bis es nicht
mehr klingelt und klopft.
Mal ganz grob beschrieben.
Zoe
häh? Ich habe zwar sehr wenig Ahnung von Verbrennern, aber meine Logik
sagt mir: je spät desto klopf und je spät desto verdichtet und je spät
desto kraft.
Normalerweise wird das Gemisch gezündet, BEVOR der obere Totpunkt, also
der Punkt höchster Verdichtung erreicht wird. Und zwar genug früh, um
Selbstzündungen zu vermeiden -> gleichmässige kontrollierte Verbrennung.
Wenn der Sprit klopffester ist (Super), dann kann die Zündung später,
also bei höherer Verdichtung, erfolgen.
Aber eben: Die einen sagen, die Klopfregelung taste sich da heran, die
anderen sagen, das sei Humbug, die sei nicht adaptiv, die einen sagen,
sie können geringeren Spritverbrauch erkennen, die anderen verneinen
das, dann gibt es sogar Meinungen, nach denen kurzfristig eine Erhöhung,
dann eine Verminderung des Verbrauchs stattfinde, dann das genau
Umgekehrte, irgendwo wird wohl auch jemand finden, dass Super-Benzin die
Lebensdauer des Getriebes oder der Bremslichter erhöhe....
Das scheint eine Religion für sich zu sein... :-)
Normalbenzin hat einen höheren Energiegehalt als Superbenzin.
Stöchometrisches Verhältnis (Kraftstoff:Luft) Normal = 1:14,7,
Super=1:14,1.
Der Vorteil von Superbenzin, mit aufgrund seiner hoehren Klopffestigkeit
fruehere Zuendwinkel fahren zu koennen und damit den Motorwirkungsgrad
zu erhoehen ueberwiegt allerdings den Nachteil des geringeren
Energiegehalts.
Fazit: Motoren welche fuer Superbenzin ausgelegt sind, sollten auch mit
Super gefahren werden. Superbenzin bringt jedoch bei Motoren welche nur
fuer Normalbenzin ausgelegt sind keinerlei Verbrauchsvorteil. Was man am
besten tankt haengt also vom konkreten Motor und dessen Steuerung ab.
Moderne Benzinmotoren (seit ca. 7 Jahren) haben eine Klopferkennung.
Diese Motoren können mit Normal und Super Benzin gefahren werden. Der
Hersteller empfehlt allerdings Super, da auch der Verbrauch etwas
niedriger dann ist.
Simon Huwyler schrieb:
>Normalerweise wird das Gemisch gezündet, BEVOR der obere Totpunkt, also>der Punkt höchster Verdichtung erreicht wird.
Ja. Denn die Verbrennung schreitet nur langsam voran, und man möchte,
dass, sobald der Kolben den oberen Totpunkt überschritten hat, die
Verbrennung schon im vollem Gange ist -- sich also schon ordentlich
Verbrennungsdruck aufbaut. Würde man bei hoher Drehzahl erst exakt am
oberen Totpunkt die Zündung durch den Zündfunken einleiten, wäre der
Kolben schon fast wieder am unteren Totpunkt, wenn die Verbrennung im
vollen Gange ist.
>Und zwar genug früh, um Selbstzündungen zu vermeiden
Nein. Klopfen und Selbstzündung ist kein triviales Thema, aber durch
frühe Zündung kann man Klopfen/Selbstzündung nicht verhindern -- ganz in
Gegenteil.
>Normalbenzin hat einen höheren Energiegehalt als Superbenzin.>Stöchometrisches Verhältnis (Kraftstoff:Luft) Normal = 1:14,7,>Super=1:14,1.
Mag sein. Man kann aber aus dem stöchiometrischen Verhältnis nicht
direkt auf den Energiegehalt schießen. Energetisch ist es ein
Unterschied, ob ein Sauerstoffmolekül (O2) zu 2 H2O oder zu CO2
verbrannt wird. Der Energiegehalt hängt daher nicht nur von der zur
Verbrennung benötigten Sauerstoffmenge, sondern auch vom Verhältnis
Kohlenstoff/Wasserstoff im verbrannten Kohlenwasserstoff
(Super/Normal/Diesel...) ab.
Simon Huwyler wrote:
> häh? Ich habe zwar sehr wenig Ahnung von Verbrennern, aber meine Logik> sagt mir: je spät desto klopf und je spät desto verdichtet und je spät> desto kraft.
Leider flasch; lies Dir auch die Antwort von Stefan durch.
> Normalerweise wird das Gemisch gezündet, BEVOR der obere Totpunkt, also> der Punkt höchster Verdichtung erreicht wird.
Richtig.
> Und zwar genug früh, um> Selbstzündungen zu vermeiden -> gleichmässige kontrollierte Verbrennung.> Wenn der Sprit klopffester ist (Super), dann kann die Zündung später,> also bei höherer Verdichtung, erfolgen.
Falsch, s.a. Antwort von Stefan.
> Umgekehrte, irgendwo wird wohl auch jemand finden, dass Super-Benzin die> Lebensdauer des Getriebes oder der Bremslichter erhöhe....
Es gibt ja auch Leute die glauben, ihr Porsche SUFF würde nicht mehr als
8l/100km auf der Autobahn verbrauchen.
Zoe
Heimatland!! ;-)
Da habe ich ja eine Lawine losgetreten. Wenn ich ein Resümee aus den
Antworten ziehe stelle ich fest, daß es wie in dem alten Witz ist, in
dem sich 2 Freunde unterhalten: "Sag mal, wie ist denn Deine Frau so im
Bett?
Och, die einen sagen so und die anderen so!"
Ich habe heute ungefähr 120km zurückgelegt und noch einmal getankt, um
zu sehen, wie der Verbrauch war: Ich habe einen knappen halben Liter
weniger
auf 100km gebraucht als mit Normalbenzin. Scheint also doch ein wenig
mehr
"Dunst" drin zu sein in diesem Saft.
MfG Paul
Auch wenn hier viele das Gegenteil behaupten, so habe ich bei meinem
vorherigen PKW (Normalbeziner) festgestellt, dass der Verbrauch mit
Superkraftstoff ca. 0,5l niedriger war.
War aber auch ein Wagen mit mechanischem Knochengehirn (BJ 87) ohne
diesen ganze Elektronik-Schnick-Schnack.
Bitte jetzt keine langatmigen Diskussionen bezüglich Messgenauigkeit,
Replizierbarkeit usw.. War einfach mein subjektives Ergebnis.
>> Nein. Klopfen und Selbstzündung ist kein triviales Thema, aber durch>> frühe Zündung kann man Klopfen/Selbstzündung nicht verhindern -- ganz in>> Gegenteil.
Genau das macht doch die Klopfregelung. Klopfen kann man durch frühere
Zündung verhindern. (Ich gehe davon aus, dass wir alle von Zündvorgängen
mit homogenen Zylinderfüllungen reden). Und damit regelt die
Klopfregelung immer nahe an die Klopfgrenze und erreicht einen
Verbrauchsvorteil.
TOM wrote:
> Klopfen kann man durch frühere> Zündung verhindern.
Genau andersrum wird ein Schuh draus.
Der beste Schutz vor dem "klopfen" (das ja nix anderes ist als eine
unkontrollierte Zündung des Kraftstoffgemisches welches ebenso
unkontrollierte, meist sehr hohe Druckspitzen im Verbrennungsraum
erzeugt) ist immer noch ein sauber eingestellter Motor, einwandfreie
Zündkerzen und vor allem die Wahl des für den Motor vom Konstrukteur
auch vorgesehenen Treibstoffs.
Zoe
PS: wir reden hier schon von einem Ottomotor, ja?
:-) Interessante Antworten
Leider tauchen bisher die Wichtigen Argumente aber noch nicht auf. Der
Weg über den Energieinhalt des Kraftstoffes ist wenig
erfolgversprechend, in etwa haben beide Kraftstoffarten die selbe
Energie. Das ist ja auch nicht weiter verwunderlich, sie unterscheiden
sich lediglich bei den Additiven. Der Grundstoff ist bei beiden absolut
gleich.
Was aber viel wichtiger ist, ist die Tatsache, dass Super bei
Verdampfung erheblich mehr Energie aufnehmen kann als Normalbenzin. Dies
schlägt sich in einer besseren Innenkühlung des Motors nieder, d.h. es
passt bei der selben Dichte des Frischgases mehr in einen besser
gekühlten Brennraum (siehe "Methankraftstoff" bei den Modellbauern.
Nitromethan ist nur für die Innenkühlung da. Ausserdem ist es auch ein
prima Energielieferant im Verbrennungsprozess.)
Im Endeffekt leistet ein Motor, der mit Super statt Normal betrieben
wird etwas mehr. (Sieht man schön bei getunten Mofas :-), die fahren mit
Super wirklich schneller wenn man es vernünftig macht.) Auch der
Drehmomentsverlauf ist etwas bulliger. Daraus resultierend verbraucht
ein Motor bei der selben Fahrweise mit Super tatsächlich etwas weniger.
Wenn ihr Zeit habt, so sucht mal ein bisschen im Netz nach "Azeton".
Zugabe nur nicht übertreiben! Geht man zu weit über das stöchiometrische
Verhältnis hinaus, so wäscht Azeton d. Motoröl vom Zylinderwand. Hört
sich nicht schön an :-)
Na, ich weiß ja nicht, ob man solche Experimente mit seinem Auto machen
sollte. (Azeton) Diese fahrbaren Untersätze kosten schon eine ganze
Menge
Geld und Kolbenfresser hören sich nicht gut an. ;-)
Andererseits könnte man doch mal probieren, ob das höhere Drehmoment
ausreicht, um die Antriebs und/oder Kardanwellen in Korkenzieher zu
verwandeln. :-))
In diesem Zusammenhang ist der "WERNER"-Film sehr zu empfehlen, wo der
Methylisator zum Einsatz kommt. GRINS
MfG Paul
Hier haben manche aber richtig Ahnung, gelle?
Klopfen ist eine durch Verdichtung entstehende Zündung (Selbstzündung),
die vor dem eigentlichen (gewollten) Zünden auftritt.
Hunger wrote:
> Hier haben manche aber richtig Ahnung, gelle?>> Klopfen ist eine durch Verdichtung entstehende Zündung (Selbstzündung),> die vor dem eigentlichen (gewollten) Zünden auftritt.
Sachichdoch :-)
Paul Baumann:
In den 1970-er und 1980-er Jahren, gab es noch gute
Automobilzeitschriften, wie z.B. "Auto, Motor und Sport", mit wirklich
fundierten Berichten und auch Grundlagen zur Technik. Heute, gibt es
vermehrt nur noch oberflächlichere Vergleiche und Produktberichte, und
viele Verweise zu Verkaufsveranstaltungen und Werbung. Schade
eigentlich.
Im Studium, gab es in Physik mal so Kapitel wie "Mechanik von
Flüssigkeiten und Gasen", versuche es jetzt aber mal mit wohlbemerkt
ganz einfachen Worten, das Grundprinzip, ohne Besonderheiten wie z.B.
aus dem Rennsport oder Modellbau:
Im Grunde liefern beide Benzinarten die gleiche Energie, zumindest in
Wärme, wenn direkt verbrannt.
Beim Auto, möchte man jedoch Kraft erzeugen, möglichst wenig Wärme.
Superbenzin hat eine höhere Selbstentzündungstemperatur
(Klopffestigkeit) als Normal. Hier liegt im Grunde der Trick.
Je höher ein Motor verdichtet, desto mehr mechanische Energie kann er
bei gleichem Volumen (Hubraum) liefern.
Es werden seit vielen Jahrzehnten der Automobilgeschichte im Grunde 2
geringfügig voneinander abweichende Arten von Benzinmotoren hergestellt:
Normalbenziner mit Verdichtungsverhältnis ca. um 8:1, und Superbenziner,
ca. um 9:1. Den historischen Grund für die Entstehung von 2 Benzinarten,
kenne ich nicht.
Wie man sieht, verdichtet der Superbenziner höher, und erreicht dadurch
auch eine höhere Verdichtungstemperatur, die aber nicht zur
Selbstzündung führen darf. Verdichtet wird bis knapp unter die
Selbstentzündungstemperatur. Normalbenzin hat eine geringere
Selbstentzündungstemperatur als Super, deshalb verdichtet der
Normalbenziner auch geringer, würde sich im Superbenziner also schon
während der Verdichtung selbst entzünden und zum Motorschaden führen.
Der Superbenziner braucht also Super, hat eine höhere Verdichtung und
damit höhere Verdichtungstemperatur, damit auch höhere
Verbrennungstemperatur.
In einem geschlossenen Gefäß (Brennraum), ist der Gasdruck direkt
proportional zur Gastemperatur.
Da die höhere Verbrennungstemperatur T bei Super direkt proportional zum
damit ebenfalls höheren Verbrennungsdruck p ist, erhält man im höher
verdichteten Superbenziner mit der selben Spritmenge wie im
Normalbenziner also etwas mehr Kraft. Darum ist ein Superbenziner vom
Wirkungsgrad besser als ein Normalbenziner.
Der Verbrauch, dürfte sich innerhalb einer Fahrzeugklasse in der
Mittelklasse etwa mit 1 Liter Unterschied auf 100 km bemerkbar machen.
Liegt der Preisunterschied der beiden Benzinarten etwa im Rahmen der
Wirkungsgradunterschiede, spielt es keine Rolle, ob das Fahrzeug für
Normal oder Super ausgelegt ist. Tankt man im Normalbenziner Super,
zahlt man jedoch drauf, wie auch weiter oben schon beschrieben, und hat
sonst keinen Effekt.
Es mag sein, daß moderne Motoren mit Klopfregelung tolerant gegen
Kraftstoffqualitäten sind, und daß da noch mehr geschieht, aber das sei
mal außen vor gelassen.
Autor: Hunger (Gast)
Datum: 07.12.2007 19:45
>Hier haben manche aber richtig Ahnung, gelle?>Klopfen ist eine durch Verdichtung entstehende Zündung (Selbstzündung),>die vor dem eigentlichen (gewollten) Zünden auftritt.>Ja klar, aber ich habe es in einem kurzen Satz formuliert.
Stimmt aber leider nicht ganz.
Es kann zwar eine Selbstzündung vor der durch den Zündfunken
eingeleiteten gewollten Zündung auftreten. Es ist allerdings auch
möglich, dass die Selbstzündung erst (kurz) nach dem gewollten Zünden
einsetzt (weil nach dem gewollten Zünden Druck und Temperatur zunächst
weiter ansteigen, bevor sie dann abfallen, wenn der Kolben nach unten
geht.) Die reguläre Zündung/Verbrennung ist durch eine kontinuierlich
fortschreitende Flammenfront gekennzeichnet -- Bereiche des
Kraftstoff/Luftgemisches, die von der Flammenfront noch nicht erreicht
worden sind, können auf Grund von Druck, Hitze (auch Strahlungsenergie)
unkontrolliert selbst zünden.
Wenn das alles so einfach wäre könnte wohl jeder einen guten
Verbrennungsmotor bauen!
@Autobauer (Gast):
> Moderne Benzinmotoren (seit ca. 7 Jahren) haben eine Klopferkennung.> Diese Motoren können mit Normal und Super Benzin gefahren werden. Der> Hersteller empfehlt allerdings Super, da auch der Verbrauch etwas> niedriger dann ist.
Die Klopferkennung gibts schon länger. Mein Auto ist 8 Jahre alt und der
Motor kam vor 11 Jahren auf den Markt und hatte da schon Klopfsensoren.
Ausgelegt ist der Motor auf Super, Tanke ich Super Plus dann brauche ich
rund einen halben Liter weniger.
Ich habe 2 Freunde mit dem gleichen Auto und die haben diese Beobachtung
auch gemacht.
Die Frage wie weit die Elektronik regelt kann nur der Hersteller
beantworten.
Wenn z.B. "zu viel Oktan erkannt wird" dann springt das Steuerprogramm
im dümmsten Fall in den Notlaufmodus weil der Plausibilitäts-Check
anspricht.
Die ganze Sache ist ziemlich aufwendig gemacht und die Hersteller machen
da zig Monate an einer Abstimmung herum.
Ein Freund der einem Hersteller von Motorsteuergeräten arbeitet, hat mir
das mal erklärt, wieviele Infos da verarbeitet werden um es Ideal hin zu
bekommen.
Da hätte ich am liebsten sofort mein Auto verkauft und eines mit
Vergaser angeschafft. Da hats 3 Schrauben und gut ist. ;-)
Um so erstaunlicher ist es dann doch das die Chip-Tuner das in 5 Minuten
"besser" können als die Hersteller in Monaten. ;-)
@ Stefan Salewski:
> Es ist allerdings auch> möglich, dass die Selbstzündung erst (kurz) nach dem gewollten Zünden> einsetzt (weil nach dem gewollten Zünden Druck und Temperatur zunächst> weiter ansteigen, bevor sie dann abfallen, wenn der Kolben nach unten> geht.)
Das hört sich nach "dieseln" an, ist eine Störung durch überhitzen.
Fällt beim Abstellen auf, weil der Motor weiterlaufen möchte.