> findet ueberhaupt ein Stromfluss in die Antenne statt ?
Ja, definitiv! Der Sender zieht in einer Halbwelle Elektronen von einem
Antennzweig ab und schickt welche auf den anderen Zweig, in der zweiten
Halbwelle genau umgekehrt. Mit diesem Stromfluss kannst du bei
geeigneter Leistung eine Glühlampe zum Leuchten bringen, das waren
früher die einfachsten Nachweisintrumente für die zur Antenne geführte
HF.
Es wird ja auch "echte" Energie von der Antenne abgestrahlt, die bei
entsprechenden Spannungen und Strömen dorthin transportiert werden muss.
Mach umgekehrt mal ein Experiment mit einer Empfangsantenne für ein
Handy, mit dem du den Elektronenfluss nachweisen kannst. Dort laufen die
Verhältnisse rückwärts ab. Gut geht ein D-Netz-Handy (900MHz).
Zwei Dipolzweige, 2x 16cm lang, werden mit einem antiparallel
geschalteten Diodenpaar verbunden. Wenn du das sendende Handy dicht
genug parallel zu den Dipolzweigen hälst, leuchtet die LED auf (schwach,
aber sichtbar!), weil die Elektronen durch das E-Feld hin- und her
getrieben werden.
-|<- HF-Diode, z.B. AA119
-------*- -*------
->|- LED,rot
Falls du eine PMR Handfunke (446MHz) hast, geht's noch besser,
Antennenlänge dann aber ca. 2x32cm