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Forum: Offtopic Metabo T6 Magnum - Betriebsfehler


Autor: Ben M. (benn)
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Hallo Leute,

ich habe hier eine Printbohrmaschine von Metabo mit der Bezeichnung T6 
Magnum. Bei dieser Maschine kann man die Drehzahl regeln und zwischen 
dem schnellen- und langsamen Modus wechseln.

Seit einiger Zeit spinnt diese Maschine jedoch herum, indem sie sich 
nach einigen Betriebssekunden mit einem Mix aus 
ein...aus...ein..aus.ein.aus...ein..aus....... verabschiedet!

Die Kohlen habe ich schon einmal herausgenommen und gereinigt - keine 
Besserung.
Leider ist diese Maschine so alt, dass man bei Metabo selbst keine Hilfe 
auf der Website findet. Zum Motor führen übrigens 4 Kabel: Phase, 
Neutralleiter, 2 führen zu einer kleinen Steuerelektronik, an der direkt 
der Drehzahlsteller hängt. Anschlusswert der Maschine ~230V (400W). 
Parallel zu den Versorgungsleitungen liegt ein Kondensator (zur 90° 
Phasenverschiebung denke ich mal).

Könnt Ihr mir Tipps geben, wie ich gezielt auf Fehlersuche gehen kann, 
bzw. was man testen könnte? Hat zufällig jemand auch schon mal so ein 
Problem gehabt?

Danke!

Autor: Stefan Helmert (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
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Hallo,

es liegt höchstwahrscheinlich an einem Kondensator oder Entstörfilter. 
Das war bei unserem Stausauger so, da hat sich die Lötverbindung eines 
Entstörkondensators gelockert, wodurch das gleiche Problem auftrat. Die 
Störungen (kurzzeitige Stromunterbrechung) lassen den Triac verlöschen 
und dieser zündet erst wieder mit der neuen Halbwelle. Löt einfach mal 
nach.

Autor: Michael Rossak (Firma: mic.ro.LAB) (miro56)
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hallo, habe heute ebenfalls eine METABO T6 erstanden und instandgesetzt, 
mein ding allerdings läuft auf höchsttouren und läßt sich nicht regeln. 
hat jemand schaltunterlagen zu dem regler und zum motoranschluss. 
vielleicht kann da wer weiterhelfen, bevor ich mich in dir grundlagen 
diverser AC-motoren stürze.
übrigens, der kondensator parallel zum netz ist zwecks entstörung, das 
hat nix mit phasenverschiebung zu tun, da müsste dann schon eine 
wicklung in serie liegen.

Autor: Ben ___ (burning_silicon)
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Wenn Du davon keine Ahnung hast tausch den Triac mal auf Verdacht. Wenn 
der durchgeschossen ist verhält er sich wie eine Drahtbrücke mit drei 
Anschlüssen.

Autor: Sven P. (haku) Benutzerseite
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Wenns nach Wackler aussieht: Manchmal sind in den Zuleitungen zu den 
Kohlen noch kleine Spulen eingeschrumpft, deren Kontakt ab und an auch 
mal abbricht.

Ruf doch Metabo einfach mal an.

Autor: Michael Rossak (Firma: mic.ro.LAB) (miro56)
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Reparatur des Reglers erschien mir sinnlos, weil die Komponenten (TRIAC) 
teilweise eingegossen sind. Habe einfach alles rausgeschmissen und 
passendes Pot und einfachsten TRIAC-Motorregler von C... gekauft und 
eingebaut, genaue Beschaltung findet man vielfach im Netz....Details 
gibt bei Interesse auf Anfrage, inklusive Bilder und Plan.....
Habe auch die Kohlen getauscht, eine war bereits defekt (Unterbrechung 
des Stromkreises bei Unterschreitung der Minimumlänge), jetzt läuft 
alles wieder wie neu...

Autor: Jan Les (Firma: privat) (jalete)
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Hallo Michael,
 ich bin neu hier und suche Anleitung zu Anschluss eines Motorreglers 
anstatt der defekten Regelelektronik bei meiner METABO T6 Magnum.
Ich habe Ihren Beitrag zu diesem Thema(aus dem Jahr 2011)im Forum 
gefunden - Sie haben sich damals helfen können.
Mein gekaufter Regler hat nur Kabelnetzanschluss und 2 Ausgangsleitungen
auf der Regelseite, sowie ein Poti,der fest angeschlossen ist.
Zum Motor der METABO T6 führen übrigens 5 Kabel: 2 schwarze zum Schalter 
und
3 führen zu einer kleinen Steuerelektronik, an der direkt
der Drehzahlsteller hängt.
Können Sie mir helfen und ein Anschluss Schema zukommen lassen?
Viele Grüße aus Hessen
Jan

Autor: Michael Rossak (Firma: mic.ro.LAB) (miro56)
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hallo jan,

um weiterhelfen zu können, muss ich an die maschine, weiss aber nicht, 
wann ich wieder in der werkstatt bin (vermutlich innerhalb 0-2 tagen). 
auswendig kann ich mich an die details nicht mehr erinnern. ich schau 
jetzt noch im fotoarchiv nach, ob ich da was finde, ansonst melde ich 
mich, wenn ich meine maschine begutachtet habe...

wie schon im forum beschrieben bitte ich sie, die funktionsfähigkeit der 
kohlen zu überprüfen oder gegebenenfalls zu ersetzen, die dinger sind 
nicht teuer und machen eine menge probleme, wenn alt... (zerstörung der 
kupferlamellen des kommutators/kollektors  z.b.)

bitte geben sie mir ihre email-adr. bekannt und/oder schreiben sie an 
microlab@council.net

lg. aus wien

michael

Autor: Jan Les (Firma: privat) (jalete)
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Hallo Michael,
vielen Dank für die prompte Antwort. Ich bin begeistert!
Es hat bei mir keine Eile, ich kann ruhig warten; das mit den Kohlen 
werde ich in Betracht ziehen und überprüfen.
Meine Maiadresse:
jalete@gmx.de
Liebe Grüße und Frohe Ostern!
Jan

Autor: Michael Rossak (Firma: mic.ro.LAB) (miro56)
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hallo jan,

das "goldene wiener herz" hat mich motiviert, meine maschine zu zerlegen 
und die beschaltung abzuzeichnen (hätte ich schon 2011 machen sollen). 
auf der skizze ist die original-beschaltung, meine lösung mit dem 
conr...-triacregler únd der vorschlag für den K.M..-regler zu sehen, 
bevor das jamand nachbaut, bitte ich folgende sätze genau durchzulesen 
und zu berücksichtigen:

ich übernehme keinerlei haftung für jegliche schäden, die im 
zusammenhang der hiermit von mir geposteten zeichnungen entstehen 
könnten, meine "elaborate" sind juristisch als freie, 
künstlerisch-kreative "kritzelei" zu verstehen wiewohl meine textlichen 
ausführungen als "sci-fi" verstanden werden soll,...alles klar !?!?

in diesem sinn ist zu beachten, dass das reglerpot UNBEDINGT isoliert 
(insbesondere achse) ausgeführt werden muss, an den zuleitungen könnten 
ev. 230 V gegen erdpotential anliegen (lebensgefahr)! die einschlägigen 
vorschriften, insbesondere "netzverschleppung" betreffend sind zu 
beachten.

die K.M.-reglerbeschaltung ist NICHT verifizirt, sollte aber sinngemäß 
funktionieren.

wie auf der skizze notiert handelt es sich bei diesem motor um einen 
sog. UNIVERSALMOTOR, auch REIHENSCHLUSS-MOTOR genannt, infos darüber 
gibts im netz mehr als genug-

es ist dringend anzuraten, den motor NICHT bis gegen NULL 
runterzuregeln, das könnte schäden nach sich ziehen, daher bitte einen 
entsprechenden widerstand (parallel oder seriell, je nach reglertyp) zum 
pot einbauen, damit wenigstens 30% der nennumdrehungszahl erreicht ist.

als keilriemen habe ich einen segmentierten (rückseitig gekerbten) 
riemen (zb. STRONGBELT) 5 X 315Li in verwendung, wegen der hohen 
drehzahl ist von selbstkonfektionierten rundriemen abzuraten.

good luck, mit der bitte um konstruktives feed-back

m.r.

Autor: Michael Rossak (Firma: mic.ro.LAB) (miro56)
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hier noch kurze ergänzungen und kommentare zum obigen artikel:

ich konnte aus der originalverdrahtung mit dem (defekten) 
METABO-TRIACREGLER nicht erkennen, ob der motor im "REIHENSCHLUSS" oder 
"NEBENSCHLUSS" beschaltet war, daher habe ich die angeführte "sichere" 
variante gewählt, die durchaus funktioniert und weniger strom zieht. 
auch die drehzahlregelung ist für mich von sekundärer bedeutung, 
weil....

ich verwende die bohrmaschine zum high-speed-bohren von printplatten 
(video- visiereinrichtung mittels opt. prisma, EOS-1000D kamera im 
"live-mode", darstellung auf monitor mit "fadenkreuz") und benötige so 
gut wie keine leistung am bohrer (bohrdurchmesser 0,6 - 1,2 mm / 
hartmetallbohrer), daher reicht diese variante allemal.

dringend angeraten ist der einbau eines RC-Entstörgliedes parallel zu 
den Kohle-Kommutatoranschlüssen, abgesehen vom dank aller, die sonst 
noch am netz hängen schützt dieses ding nachhaltig vorm funkenflug, der 
rasantest die kupferlamellen des rotors zerstören kann!

ergänzungen, konstr. kritik und neuere erkenntnisse erwünscht...

m.r.

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