Eine digitale Phasenmodulation lässt sich auch als QAM
(Quadratur-Amplituden-Modulation) beschreiben.
Wenn man das Signal als komplexen Zeiger Interpretiert ist dessen Betrag
immer
gleich nur der Phasenwinkel ändert sich. In ihm steckt die Information.
Den Zeiger kann man als Linearkombination zweier orthogonaler Zeiger
darstellen (Realteil und Imaginärteil).
Hätte man Realteil und Imaginärteil könnte man durch eine einfache
Arkustangens-Rechnung den Phasenwinkel (und damit die Information)
bestimmen.
Problem ist nun, wie komme ich an die beiden Katheten des rechtwinkligen
Dreiecks ran? Stichwort: Spreizsequenz.
Den Realteil bekommt man in dem man das Gesamtsignal mit einer
Cosinusfunktion mit GLEICHER Frequenz spreizt. Spreizen bedeutet
multiplizieren und dann integrieren (im diskreten aufsummieren). Für den
imaginärteil analog dazu mit einer Sinusfunktion GLEICHER Frequenz.
Spreizen funktioniert bei allen zueinander orthogonalen Signalen.
Sinus und Cosinus sind orthogonal zueinander, denn es gilt:
aber auch
jedoch
(mit T: Periodendauer)
Nach einem ähnlichen Prinzip funktioniert auch die
Fourier-Transformation.
Sie spreizt praktisch mit jeder möglichen Frequenz einmal und gibt eine
Amplitude zurück. Die einzelnen Amplituden auf einer Frequenzachse
einsortiert nennt man dann Frequenzspektrum.
Zurück zu deinem Problem:
Nach der Berechnung des Real und Imaginärteil wird dann der Winkel durch
den Term
bestimmt.
Fertig.
Soweit zur Theorie. Wenn du Matlab hast kannst du das ganze darin einmal
implementieren um es genauer zu verstehen. Anschließend kommt dann die
Implementierung auf einem DSP.
Viel Erfolg weiterhin
Mandrake