Akkuzellen für Akkuschrauber

OP (Firma: dm2sh) #730274
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Hallo,

ich habe so einen Kress-Akkuschrauber aus der Mülltonne. Leider 
funktionieren die Akkuzellen nicht mehr richtig. Immerwieder tritt im 
Inneren ein Kurzschluss auf, der nach dem Pushen zwar weckk ist, aber 
nach Minuten wiederkommt und auch die Kapazität hat nachgelassen, die 
Zellen sind zum Teil ausgelaufen. Jetzt suche ich "gute" Ersatzzellen. 
Ich dachte erst, ich könnte doch so einen 19,95 € Aldi-Akkuschrauber 
kaufen, aber das muss nicht unbedingt besser funktioneren. Also möchte 
ich jetzt Ersatzzelle kaufen. Und zwar in der Größe Sub-C möglichst mit 
Ready2use-Technologie und langer Lebensdauer, hoher Zuverlässigkeit, 
tiefentladefest, schnellladefähig und tolerant gegen Überladen. Ich 
hatte da an NiMH gedacht. Nun gibt es ja ein ziemlich großes Angebot 
teurer und bunt bedruckter Zellen, aber leider weiß ich nicht wie man 
herausfindet, ob die auch wirklich gute Qualität haben. Da gibts bei 
Reichelt so eine Hochtemperaturzelle:
http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=4;GROUP=P56;GROUPID=1019;ARTICLE=50592;START=0;SORT=artnr;OFFSET=76;SID=15PR7tS9S4AQ8AAAP6sBk8c2482c811be16f9294a249860fe1d98
Ob die was taugt? Mit welchen Zellen habt ihr gute Erfahrungen bemacht?
Gast #730362
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>>Das kann nur NiCd!
>Quatsch mit Sosse!

Toller Beitrag, vorallem so konstruktiv!
Dann zeig mir mal NiMH Akkus, die tiefentladefest und tolerant gegen 
Überladen sind! NiCd ist, was das betrifft, einfach robuster!
Nicht umsonst findet man bei Werkzeugakkus meist immer noch NiCd.
Gast #730372
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Also das mit den Akkus ist so eine Sache.
NICD sind allergisch gegen wiederaufladen, wenn Sie nicht reichtig leer 
sind. NICD haben eine bessren Wirkungsgrad bei kläteren Temperaturen.
NIMH nehmen das Laden bei "halb" leer nicht so krumm.
Also es empfiehlt sich ein µC Ladegeräte so mit Delta U Erkennung uns 
soweiter.
Probiers mal bei www.battmann.de
Persönliche Seite #730373
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Hallo zusammen,

nur eine Anregung: Ich habe mir an eine alte Akkubohrmaschine (14,4V) 
einfach ein Kabel mit Zigarettenanzünderstecker gelötet, die tut jetzt 
im Auto immer mal wieder gute Dienste. Mit Hilfe einer portablen 
"Strombox" mit Bleigelakku 
(http://www.wiebel.de/basteleien/basteleien.html#Stromkasten) war sie 
auch beim Umzug recht hilfreich.

So spart man sich jedenfalls die Akkusuche...

Gruß,
Dirk
OP (Firma: dm2sh) #730442
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>NICD sind allergisch gegen wiederaufladen, wenn Sie nicht reichtig leer
...
Das habe ich noch nicht bemerkt, weil bei einer Entladung der 
Memoryeffekt sofort wieder verschwindet, aber da gibts wohl auch 
minderwertige Ausnahmen (deine Erfahrung?). Das Problem ist eher das 
Dentridenwachstum, das zum Zellschluss führt.
Ich hatte mal GP-Akkus (NiMH), die sollten angeblich Tiefentladfest 
sein. Hab ich natürlich gleich mal ausprobiert. Jede einzelne Zelle 
(Mignon) auf 0 V entladen und paar Monate liegen lassen, wzew waren sie 
nach dem Laden heiß und immernoch leer (0 V). Ziemlicher Schrott.
Gast #730847
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> Die robustesten Zellen die ich kenne sind die 1700mAh NiCd von Sanyo.
Die haben selbst nach éinigen Jahren kaum Kapazitätsverlust. Und da
kostet eine Zelle auch nur 2,5€

Richtig, die sind ganz ordentlich.

Hab z.Z. auch das Problem: 2 Akkus je 15 Zellen = 75€, der ganze Satz 
mit Ladegerät und Maschine war 80€. Nun, mit neuen Zellen hab ich da 
erstmal was ordentliches, aber wie lange hält die Maschine noch (hat 
bereits einen kompletten Dachgeschossausbau hinter sich mit richtig 
langen Schrauben)? Und wie lange halten die neuen Zellen bei dem Sch... 
Ladegarät?

Leider sind die Akkupacks ja bei jedem Hersteller anders, warum sollten 
sie auch gleich sein...?

Tip: die Firma Goeke-Batterien konfektioniert vorhandene Packs zum guten 
Preis neu, Akkuschrauber, Notebooks, Handies, einfach fast alles.
Gast #730853
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>Hallo zusammen,

>nur eine Anregung: Ich habe mir an eine alte Akkubohrmaschine (14,4V)
>einfach ein Kabel mit Zigarettenanzünderstecker gelötet, die tut jetzt
>im Auto immer mal wieder gute Dienste. Mit Hilfe einer portablen
>"Strombox" mit Bleigelakku
>(http://www.wiebel.de/basteleien/basteleien.html#Stromkasten) war sie
>auch beim Umzug recht hilfreich.

>So spart man sich jedenfalls die Akkusuche...

>Gruß,
>Dirk

Toll!

Meine Feldflasche ist kaputt, empfiehlst du mir jetzt einfach eine 
Regentonne mitzunehmen? Ich könnte ja einfach einen Strohhalm 
drankleben.
Persönliche Seite #730876
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Hallo Unlösbarer,

> Toll!
>
> Meine Feldflasche ist kaputt, empfiehlst du mir jetzt einfach eine
> Regentonne mitzunehmen? Ich könnte ja einfach einen Strohhalm
> drankleben.

s. Originalpost:
> ich habe so einen Kress-Akkuschrauber aus der Mülltonne

s. Diskussion:
> Hab z.Z. auch das Problem: 2 Akkus je 15 Zellen = 75€

unter diesen Umständen halte ich die Empfehlung immer noch für sinnvoll. 
Wenn Du unbedingt wandern gehen willst und Deine Feldflasche kaputt ist, 
dann nimm doch einfach eine 1,5l-PET-Flasche aus dem Supermarkt mit. Den 
Strohhalm kannst Du gerne drankleben, sieht sicher lässig aus ;)

Gruß,
Dirk
OP (Firma: dm2sh) #731346
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Ich habe da mal so ein Buch gelesen: "Akkus und Ladegeräte". Da wurde 
das Überladen nicht ganz so eng gesehen. Einzige Einschränkungen waren: 
nicht zu schnell überladen, weil die Sauerstoffabsorbtion nicht 
nachkommt und man muss auf die Temperatur achten. Stimmt das so oder 
gibt es auch andere Probleme beim Überladen (NiCd/NiMH)?
Gast #731614
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@Stefan
Meinen (theoretischen) Informationen stimmt das. Beim überladen entsteht 
Gas, das an einer Elektrode wieder rekombonieren soll. Die Elektrode 
wirkt dabei als Katalysator.
Entsteht zuviel Gas pro Zeit aufgrund zu hohen Ladestroms oder zu 
kleinem Katalysator steigt der Druck und die Zelle gast. Dadurch 
verliert sie permanent an Kapazität.

Wenn du also mit geringem Strom überlädst, hast du kein Problem. Nur 
musst du dafür auch das Ladeende erkennen, um den Strom ab zu senken. 
Das wird auch so gemacht: Hochstromladephase, dann Erkennung von zweiter 
Ableitung d²U/d²t. Anschließend wird noch mit trickle Charge ~C/10 
weitergeladen, um die Zellen an zu gleichen und die letzten 10% hinein 
zu quetschen.

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