Hallo
vielleicht könnt ihr mir helfen.
Ich suche einen Transistor bzw. auch die Schaltung dazu, damit ich mit
einem ATmega128 2 A schalten kann.
Ich habe eine Last die 5 V benötigt, allerdings maximal 2 A. Eher
weniger, aber immer noch viel zu viel um sie allein mit dem Controller
zu steuern.
Ich habe bis jetzt nur Transistor-Schaltungen gefunden, die eine
Spannungs- oder Stromverstärkung durchführen. Sowas brauch ich
eigentlich nicht. Die Versorgungsspannung liefert 5 V und kann auch
locker einige Ampere liefern. Ich kanns nur eben nicht direkt über den
ATmega machen, weil der ja sonst abraucht.
@ Thomas (Gast)
>Ich suche einen Transistor bzw. auch die Schaltung dazu, damit ich mit>einem ATmega128 2 A schalten kann.Relais mit Logik ansteuern>Ich habe eine Last die 5 V benötigt, allerdings maximal 2 A. Eher>weniger, aber immer noch viel zu viel um sie allein mit dem Controller>zu steuern.
Je nachdem ob du Vcc oder GND schalten willst, brauchst du einen P- oder
N-Kanal FET.
P-Kanal : IRF7304
N-Kanal : IRF7401
Gibts alles bei Reichelt.
MfG
Falk
ich würde das ganze gerne ohne Relais machen. Nur der Transistor.
Hätte jemand nen Schaltplan oder wie berechne ich das ganze welche
Widerstände wohin müssen? Das wäre das größte Problem derzeit.
Merce
> Ich habe bis jetzt nur Transistor-Schaltungen gefunden, die eine
Spannungs- oder Stromverstärkung durchführen. Sowas brauch ich
eigentlich nicht. Die Versorgungsspannung liefert 5 V und kann auch
locker einige Ampere liefern. Ich kanns nur eben nicht direkt über den
ATmega machen, weil der ja sonst abraucht.
Schön, schön, ist das dein Ernst? Wie bitte willst du 2A schalten, wenn
der Transistor keine Stromverstärkung macht?
Dein Prozessor liefert- nur mal angenommen- an den Ausgängen 10mA, dann
muss der Transistor eine Verstärkung von >200 haben, oder ist das
falsch?
Da hilft dir auch keine noch so potente Stromversorgung.
Alle genannten MOSFET Typen können direkt 2A schalten. Die verbleibende
Spannung U(ds) ist dabei etwa 0,1-0,2 V, also vertretbar. Du brauchst
kein Relais.
Schaltung ist doch ganz einfach.
N-Kanal MOSFET mit Source an GND hängen. Zwischen Drain und deinen +5V
kommt deine zu schaltende Last.
An das Gate noch ein 10kOhm Widerstand gegen Masse. Dann den gewünschten
Steuer-Pin des Atmega an das Gate anschließen.
Dann bist du eigentlich schon fertig.
kann ich des dann direkt ohne jegliche Widerstände anschließen?
@Bensch: ich dachte dass der Transistor als Schalter dient. Wenn er
durchschaltet, fließen die 2 Ampere von Spannung über die Last und
Drain-Source nach GND.
Oder ist da meine Sicht zu einfach?
Ja, wo brauchst du noch einen Widerstand? Bis auf den zwischen G-S, der
u.A. als Schutz dient.
Wenn du induktive Lasten schaltest, die Freilaufdiode UNBEDINGT nicht
vergessen!
ich überleg grad.
Die Last ist eigentlich nur ein Draht der durchgeschmolzen werden soll.
Tests haben gezeigt, dass das bei ca. 1,5 A passiert.
Durch den Draht hab ich aber dann doch nen Kurzschluss drin? Da weiss
ich nicht wie ich es schaffe den Strom unter 2 A zu halten und trotzdem
dem Draht die 5 V zu liefern?!?!?
@ schnudl (Gast)
>In diesem Fall wäre eine J-FET Konstantstromquelle möglich. Hört sich>wild an, ist es aber nicht.
Bei 2A? Naja.
Wenn es darum geht den Draht zu schmelzen, was ja wahrscheinlich eine
Sache von wenigen Sekunden ist, dann tut es ein einfacher N-Kanal FET
als Schalter.
MFG
Falk
habs grad gesehen: J-FET bis 2 A.... schwierig
also doch N-Kanal-FET, Dauer liegt derzeit bei wenigen Sekunden. Es wäre
nur sehr wichtig, dass die 2 A (respektive weniger, falls die weiteren
Tests zeigen, dass der Draht auch schon bei 0,5 - 1 A durchbrennt)
keinesfalls überschritten werden.
@ Thomas (Gast)
>also doch N-Kanal-FET, Dauer liegt derzeit bei wenigen Sekunden. Es wäre>nur sehr wichtig, dass die 2 A (respektive weniger, falls die weiteren>Tests zeigen, dass der Draht auch schon bei 0,5 - 1 A durchbrennt)>keinesfalls überschritten werden.
Haaaaaa, DAS ist schon ein WENIG was anderes. Das kann ein einfacher
Schlter nicht! Dann muss man doch ne Konstantstromquelle bauen, mit
OPV und N-Kanal-FET.
Aber wozu die Aufregung? Wenn er sowieso durchbrennen soll, was kann
dann ein höherer Strom schaden? Dann brennt er halt schneller durch.
MFG
Falk
@ Thomas (Gast)
>aber der Spannungswandler hält nicht mehr als 2 A aus. Bzw. die Vorgabe>ist, dass es nicht mehr als 2 A ziehen darf.
Na gut, brauchst du halt ne Konstantstromquelle mit FET oder
Bipolartransistor.
MFG
Falk
@ Thomas (Gast)
>gibts denn Konstantstromquellen die 2 A abkönnen?
Sicher.
>nur welche mit schaltregler oder?
Nöö, auch die anderen, wen der Kühlkörper gross genug ist.
MFg
Falk
du kannst ja einen transistor gezieht in die sättigung zwingen, dass er
nux max. 2 A liefert. Du musst dann den Basisstrom halt festlegen, am
besten mit Ausprobieren, da das zu Berechnen nur so ca. geht. Ist
natürlich nicht sehr genau weil Vce schwanken wird, aber ist einfach.
@ Martin (Gast)
>du kannst ja einen transistor gezieht in die sättigung zwingen, dass er>nux max. 2 A liefert.
Genau DAS macht eine Konstantstromquelle. Nur eben solide.
MFG
Falk
Der Vorteil bei Martin's pragmatischer Lösung ist, dass man die
Schaltung so dimensionieren kann, dass T immer in Sättigung geht, und
somit keine wesentliche Verlustleistung am Transistor entsteht. Eine
Stromquellenschaltung mit bipolarem Transistor würde bei Sättigung nicht
mehr funktionieren (wie ich hier kürzlich schmerzhaft gesehen habe) und
dissipiert jedenfalls wesentlich mehr Watts.
Man kann zB eine Emitterschaltung nehmen, bei welcher der zu schmelzende
Draht in Serie zu einem, sagen wir mal 2.2 Ohm Widerstand liegt. Der
maximale Strom ist dann
Ic(max) = 5V/2 Ohm = 2.5A
Der Basisstrom zum Durchschalten ist dann Daumen mal Pi
Ib = 2.5A / B mal einem Sicherheitsfaktor 2 für die Sättigung.
Falls das zuviel ist, kann man eine Zwischenstufe oder einen Darlington
nehmen. Natürlich ist das nicht genau, aber hinreichend für den Zweck,
mit dem Vorteil einer kleinen Leistung am Schalter.
Die maximale Leistung fällt hier am 2.2 Ohm Widerstand (etwa 5W) ab, den
man aber unproblematischer kühlen kann als einen IC oder einen
Transistor(denke ich mal). Er könnte auch ausserhalb der Platine
fliegend angebracht sein. Problem ist das sicher keines.
Auch während des Durchschmelzens ist T immer in Sättigung, da ja Rc(ges)
nie unter 2.2 Ohm gehen kann.
Müsste doch funktionieren, oder ?
@ schnudl (Gast)
>Der Vorteil bei Martin's pragmatischer Lösung ist, dass man die>Schaltung so dimensionieren kann, dass T immer in Sättigung geht, und>somit keine wesentliche Verlustleistung am Transistor entsteht. Eine
Das wage ich zu bezeifeln. WENN es eine Konstantsromquelle ist, und sich
der Lastwiderstand signifikant ändert, dann MUSS über dem Transistor
nennenswert Spannung und damit Leistung abfallen.
>Stromquellenschaltung mit bipolarem Transistor würde bei Sättigung nicht>mehr funktionieren (wie ich hier kürzlich schmerzhaft gesehen habe) und>dissipiert jedenfalls wesentlich mehr Watts.
Ist vollkommen egal ob FET oder Bipolar.
>Man kann zB eine Emitterschaltung nehmen, bei welcher der zu schmelzende>Draht in Serie zu einem, sagen wir mal 2.2 Ohm Widerstand liegt. Der>maximale Strom ist dann>Ic(max) = 5V/2 Ohm = 2.5A
Dann bleibt aber 0V für Transistorsättigung und Draht. Da wird das
Schmelzen lange dauern.
>nehmen. Natürlich ist das nicht genau, aber hinreichend für den Zweck,>mit dem Vorteil einer kleinen Leistung am Schalter.
Naja, ob nun einige Watt am Schalter oder Vorwiderstand abfallen ist
ziemlich egal. Und hat hier den Nachteil, dass der Strom nicht geregelt
werden kann bzw. sehr schlecht geregelt werden kann, was dem gewollten
Durchbrennen nicht zu gute kommt.
>Die maximale Leistung fällt hier am 2.2 Ohm Widerstand (etwa 5W) ab, den>man aber unproblematischer kühlen kann als einen IC oder einen>Transistor(denke ich mal).
Irrtum. An die meisten Transistoren kann man einen Kühlkörper schrauben.
> Er könnte auch ausserhalb der Platine>fliegend angebracht sein. Problem ist das sicher keines.
Kann ein Transistor auch.
>Müsste doch funktionieren, oder ?
Nicht wirklich gut. Eine Konstantstromquelle mit Transistor ist hier
das Mittel der Wahl.
MFg
Falk
Thomas wrote:
> Die Last ist eigentlich nur ein Draht der durchgeschmolzen werden soll.> Tests haben gezeigt, dass das bei ca. 1,5 A passiert.
Nachdem ich mir jetzt diesen Thread mal durchgelesen hab, komme ich zum
Schluss, daß ein Relais vieleicht doch die bessere Alternative für dich
wäre. Einfach, Schnell und "Unerfahreneheitssicher"....
@ schnudl (Gast)
>Das wage ich zu bezeifeln. WENN es eine Konstantsromquelle ist, und sich>der Lastwiderstand signifikant ändert, dann MUSS über dem Transistor>nennenswert Spannung und damit Leistung abfallen.
ich sagte ja, eben keine Konstantstromquelle, sondern eben einen
Transistor, der in Sättigung geht.
>Man kann zB eine Emitterschaltung nehmen, bei welcher der zu schmelzende>Draht in Serie zu einem, sagen wir mal 2.2 Ohm Widerstand liegt. Der>maximale Strom ist dann>Dann bleibt aber 0V für Transistorsättigung und Draht. Da wird das>Schmelzen lange dauern.
R(draht) habe ich als klein angenommen (ca. 0.1-1 Ohm). Ist dies nicht
der Fall, so wird es nur einfacher, die Sättigung durch Auswahl eines
geeigneten Basisstroms zu erzwingen. Der Vorwiderstand dient nur zur
Begrenzung des maximal möglichen Stroms damit T immer in Sättigung ist.
>Naja, ob nun einige Watt am Schalter oder Vorwiderstand abfallen ist>ziemlich egal. Und hat hier den Nachteil, dass der Strom nicht geregelt>werden kann bzw. sehr schlecht geregelt werden kann, was dem gewollten>Durchbrennen nicht zu gute kommt.
Das stimmt, aber bei geeigneter Dimensionierung des Basisstroms ist Ic
trotzdem relativ genau einstellbar. Der Strom kann, für den Fall dass
der Draht einen Kurzschluss produziert nie grösser werden, als der
Vorwiderstand gestattet. Und wenn R(draht) durch das Schmelzen grösser
wird, bleibt T erst Recht in der Sättigung.
>Irrtum. An die meisten Transistoren kann man einen Kühlkörper schrauben.
stimmt, zwar, aber...
...
Es gibt Lastwiderstände, die zB. gar nicht gekühlt werden müssen (ich
hatte sowas in einem Labor jahrelang in Verwendung).
>Nicht wirklich gut. Eine Konstantstromquelle mit Transistor ist hier>das Mittel der Wahl.
Ich sehe jetzt nicht, warum es nicht funktionieren sollte, bis auf die
Tatsache, dass es eben nicht "schön" ist.
Michael
Als kleines Beispiel, was ich mal als 8-Jähriger gebastelt hab
(vermutlich gehts hier um etwas ähnliches):
Aus einem funkferngesteuerten Modelauto den Elektromotor ausgebaut und
durch ein Relais ersetzt. Als Schaltlast habe ich mit einem 7,2V
Modelbauakku ein mit Krokodilklemmen befestigtes Stück Metalldraht, das
ich von einem Antriebsriemen einer Modell-Dampfmaschinenlandschaft
abgetrennt habe, zum Durchglühen gebracht. Wenn dieses Stück Draht mit
einer Büroklammer an eine Zündschnur anbringt, hat man eine wunderbare
Fernzündung für Silvesterrakten.
Nur Mutter war etwas Sauer über das zerlegte Weihnachtsgeschenk....
zu der Variante für Arme (einfacher Transistorschalter):
Sie hat den gravierenden Schwachpunkt, dass der maximal mögliche Strom
nicht kontrollierbar wäre und auch von der Exemplarstreuung der
Stromverstärkung abhängt. Falls ein gewisser Maximalstrom aus der Quelle
auch im Kurzschlussfall der Last nicht überschritten werden darf (ich
glaube das ist hier der Fall) wäre diese Lösung "Murx". Ich bin nun
bekehrt und schliesse mich @falk's Stromquellenlösung an an. Es ist die
einzig saubere Variante, bei der es ohne Wenn und Aber auch im
Schlechtfall funktioniert -
Grüße
Michael
@ schnudl (Gast)
>glaube das ist hier der Fall) wäre diese Lösung "Murx". Ich bin nun>bekehrt und schliesse mich @falk's Stromquellenlösung an an. Es ist die
Amen Bruder!
SCNR
Falk
ÄÄÄähm nur so zur info
Ich hatte schon BKA Hausbesuch wegen solchen Applikationen.
Wollte ich nur mal anmerken :)
Aber mal ne andere Frage warum nimmst du zur Versorgung deines Zünders
nicht einfach die Spannung vor deinem 2A - 5VSpannungsregler und
schaltest mit nem BUZ21 einfach deine Masse durch der hat im
eingeschalteten Zustand einen Widerstand im milliohm Bereich.
da wäre der Stromfluss vollkommen egal :)(relativ egal wirst ja unter
21A bleiben :))
Lanhazza wrote:
> ÄÄÄähm nur so zur info> Ich hatte schon BKA Hausbesuch wegen solchen Applikationen.> Wollte ich nur mal anmerken :)
Na dann setz ich schonmal Kaffee auf für die Herrschaften :) . Jenes
Modellautochen existiert seit mindestens '83 nicht mehr und ich hab
seither mit sowas auch nicht mehr experimentiert.
Ausserdem denke ich, daß eine solche Maßnahme ausserhalb jedes
Verhältnisses stehen würde. Wenn man bei Google "Fernzünder" als
Suchwort eingibt, trifft man auf tausende solcher einfachen
Basteleien....
> Ausserdem denke ich, daß eine solche Maßnahme ausserhalb> jedes Verhältnisses stehen würde.
Das ist dem derzeitigen Anwärter-Polizeistaat BRD pieps-egal.
Wie wäre es denn mit einem BTS 611 L1 ???
Das ist so ein Logic-level FET mit Treiber.
In dem Datasheet steht auf der ersten Seite Ub= 5V.
Product Summary
Overvoltage protection Vbb(AZ) 43 V
Operating voltage Vbb(on) 5.0 ... 34 V
channels: each
both
parallel
On-state resistance RON 200 100 mW
Load current (ISO) ,/,62 2.3 4.4 A
Current limitation ,/6&U 4 4 A
So ein Teil wie den BTS 611 L1 hab ich gesucht. Hier das Datenblatt:
http://www.ortodoxism.ro/datasheets/siemens/Q67060-S6302-A2.pdf
Noch eine Frage: Was ist denn aus energetischer Sicht sinnvoller? Hat
die Ansteuerung eines Relais über eine Vorstufe weniger Verlustleistung
als eine Lösung mit einem FET???
@ Hendrik Hanff (Firma MARUM/RCOM) (hhanff)
>Noch eine Frage: Was ist denn aus energetischer Sicht sinnvoller? Hat>die Ansteuerung eines Relais über eine Vorstufe weniger Verlustleistung>als eine Lösung mit einem FET???
Nein. Ein FET ist statisch leistungslos steuerbar. Eine Relaisspule
verbrät immer recht viel Energie.
MFG
Falk
Der Schaltkontkt hat (fast) keine Verlustleitung, wenn du ein geeignetes
Relais auswählst. Nur musst du es ansteuern, und das werden
wahrscheinlich 10-50mA sein. Kühlen brauchst du bei dieser Lösung
nichts, aber wie möchtest du denn dabei eine Strombegrenzung erreichen?
Ich nehme ja an, dass wenn du die Versorgung mit dem Draht
kurzschliesst, mehr als 2A gezogen werden - oder ?
Wie gross ist denn etwa der Kaltwiderstand des Drahtes? Du hast das
bisher vorenthalten. Wenn der Widerstand viel kleiner als 1 Ohm ist (was
ich annehme), dann brauchst du nur einen 3,3 Ohm in Serie schalten und
das wars.
Es geht auch nicht hervor, ob dein Schaltungsdesign TÜV-Zertifizierbar
sein soll oder nicht: Für eine 1x-Aktion (zB Feuerwerkskörper
abschiessen) würde ich eine robuste, aber keine zu komplizierte Lösung
bauen. Für etwas "Solides" schaut das aber anders aus. Was sind deine
Randbedingungen? Könnte ja sein, dass du das für jemanden baust, und du
dann Produkthaftungen hast, etc, etc...
Abgesehen davon, dass sowas immer gefährlich ist: Ein ehemaliger
Schulkollege hat eine Hand bei ganz ähnlichen Spielereien verloren. Will
jetzt aber nicht oberlehrerhaft sein...