Gast
#56635
Hallo Leute, jetzt habe ich mal wieder eine Frage : Zunächst einmal ein paar Begriffsdefinitionen. Quarzoszillator : "aktives" Bauelement mit Spannungsversorgung, Masseanschluss und einem Taktausgang. Legt man eine Spannung an, sol stellt sich am Ausgang ein stabilisierter Takt ein. Innen findet man ein paar Widerstände, Inverter, Kondensatoren und einen Kristall. Diese Komponenten bringen den Kristall zum Schwingen und halten ihn auf einer bestimmten Frequenz. Quarz : Ein Kristall, wlcher sich beim Anlegen einer Spannung verformt. Schön "zurechtgefeilt" und in eine Metallhülle verpackt bekommt man ihn als Quarz. Keramikresonator : ähnlich wie ein Quarz, nur eben aus einer elektrostrikiven (stimmt glaube ich) Keramik. RC-Oszillator : Eine Kombination aus einem Widerstand und einem Kondensator. Diese ist ebenfalls mit einer externen Ansteuerung schwingungsfähig. Jetzt zu den µControllern (ich beziehe mich auf Atmel-AVR) : In den Dokumentationen ist da von Quarz/Keramikresonator, RC-Oszillator und "external clock source" die Rede. Quarz und Keramikresonator werden an XTAL1 und XTAL2 angeschlossen und mit 2 Kapazitäten gegen Masse geschaltet. RC-Oszillatoren liegen zwischen Vcc und Masse und werden an XTAL1 angeschlossen. "External Clock" wird ebenfalls nur an XTAL1 angeschlossen. Nach stundenlangem Gelabere : Damit ist die Beschaltung von RC, Keramik und Quarz klar. Ist dann ein Quarzoszillator eine external clock source ? Ich hab das mit einem Oszilloskop ausgemessen - ein 4MHz Quarzoszillator schwingt bei anlegen der Spannung ohne weitere Bauteile brav mit (zwar mäßiger Form) 4MHz. Falls nämlich Quarzoszillatoren tatsächlich als "external clock source" zu betrachten sind, dann ist im Tutorial das Setzen der Fuses beim ATmega8 nicht nach Dokumentation. Es funktioniert beides - fragt sich nur was richtiger ist (naja, zur Not ist alles was funktioniert richtig, oder ;-) ). Viele Grüße, Daniel