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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Unbelastete Konstantstromquelle mit Schaltregler


Autor: David Madl (md2k7)
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Hallo,

ich habe den Schaltregler 2576-ADJ so wie in der Schaltung ersichtlich 
angeschlossen, um eine Konstantstromquelle mit (1,23 V / 0,5 Ohm = 2,46 
A) zu bekommen. Wenn Feedback unter 1,23 Volt liegt, ist der 
Schaltregler eingeschaltet. Was wird passieren, wenn ich den Ausgang 
nicht belaste? Da ist ja dann der Schaltregler die ganze Zeit ein, 
obwohl keine Leistung entnommen wird. Heizt dann der Regler die gesamte 
aufgenommene Leistung ab? Oder lädt sich mein Ausgangselko auf, bis er 
die Spannung nicht mehr verträgt?
Was muss ich der Schaltung noch hinzufügen, damit sie auch unbelastet 
sicher zu betreiben ist? Ich habe leider von analoger Elektronik nicht 
so viel Ahnung.

Gruß
David

Autor: STS (Gast)
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Meist legt man am Schaltregler einen BIAS-Pfad, um ein "Hochlaufen" der 
Spannung zu verhindern. Dazu kann man am Ausgang des Schaltreglers einen 
Widerstand gegen Masse vorsehen. Der richtige BIAS-Strom ist aber 
abhängig vom Schaltregler. Bei den 5-V-Floeth-Modellen fahre ich mit 330 
Ohm gut.

Autor: Bernd Rüter (Firma: Promaxx.net) (bigwumpus)
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2,5A mit 0,5 Ohm Messwiderstand und einer 50kHz-Schaltregler der eine 
1,27VRef hat... da muß sich aber jemand hassen !

Schaltregler mit höherer Frequenz nehmen !
0,1 Ohm Meßwiderstand und LM321 zum Verstärker nehmen.

Keinen ELKO an den Ausgang (wozu eigentlich bei Konstantstrom durch eine 
Spule???)

Autor: Martin (Gast)
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Ohne Elko wirst du aber keine glatte Spannung sehen und so ganz konstant 
ist der Strom auch nicht (Dreieck mit einem Ripplestrom von ca 20-40% 
des Ausgangsstrom).

Autor: Frank (Gast)
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Sorry, aber funktioniert die Schaltung so denn überhaupt?
Beim ADJ soll der Feedback-Eingang zwischen R1 und R2 gelegt werden und 
nicht auf Masse der Last?!

Autor: David Madl (md2k7)
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@Frank:
äh ja die Schaltung ist (unter Last) bereits getestet...
warum störst du dich an meiner Feedback-Beschaltung? Es soll ein Strom 
von 2,46 A fließen und dabei fallen an dem Shunt-Widerstand genau 1,23 V 
ab, Feedback liegt also genau dort. Die Masse der Last hebt sich dabei 
um genausoviel, was bei mir aber nicht weiter stört.

@Martin: Genau. Bei meiner ersten Testschaltung ohne LC-Filter am 
Ausgang gab es Spitzen am Ausgang.

Ganz am Anfang hatte ich in einem Lochraster-Aufbau einen Opamp mit 
100facher Verstärkung (ca berechnet aus dem Datenblatt des Drahtes) 
eingesetzt und der Shuntwiderstand, den er verstärkt hat, war ein Stück 
Draht. (auch noch ohne LC-Filter) Ergebnis: Teile der 11 kHz waren zu 
hören - der Regler dachte immer kurz er wäre überlastet und ging mit der 
Frequenz hinunter.

@Bernd Rüter:
ich weiß dass der Shunt ein wenig überlastet ist P = RI² -> 0,5 * 2,46² 
= knapp über 3 Watt werden verheizt. Wollte aber für den Testaufbau 
alles möglichst störsicher machen nach dem ersten (höchstwahrscheinlich 
schwingenden) Versuch.

Warum höhere Frequenz? Der Regler ist doch laut Datenblatt für max. 3 A 
ausgelegt.

Ich teste jetzt mal einen läppischen Versuch wo ein Spannungsteiler am 
Ausgang über eine Diode den Feedback Eingang hochzieht wenn die Spannung 
zu hoch ist.
Werde dann auch mit Schaltplan darüber berichten wenn mir noch ein 
Regler abraucht, Elko explodiert oder so ;)

Gruß
David

Autor: Frank (Gast)
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@David
Und wieso hast Du dann R1 und R2 drin?

Autor: David Madl (md2k7)
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ups, vergessen zu löschen (das Bild ist teilweise ein Auszug aus dem 
Datenblatt)

Autor: David Madl (md2k7)
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Sodala,

ich habe es nun mit dem Aufbau im Bild getestet, der restliche Teil der 
Schaltung bleibt so wie im Datenblatt oder in meinem 1. Posting.

Ich weiß dass die 10 k ein wenig mein Ergebnis verfälschen, aber 
überschlagsmäßig ergibt sich dann für die maximale Ausgangsspannung:
U = U(R10) * (R11 + R10) / R10
Annahme U(R10) = (1,23 [U_feedback] + 0,6 [U_f Diode]) = 1,83 V

dann ist U = 14,335 V, und das funktioniert (erstaunlicherweise) auf 
Anhieb! Wenn die Schaltung unbelastet ist, hebt die Diode nach Erreichen 
von knapp über 14 V den Feedback Eingang über 1,23 V und schaltet damit 
den Regler ab. Wenn bei unter 14 V der Konstantstrom von 2,46 A fließen 
kann, ist die Spannung am Messwiderstand höher und es wird rein auf 
Strom geregelt. Schön langsam komm ich in Schwung ;)

Bilanz:
- ein verbratener 2576-ADJ (hatte ein Bein der Diode versehentlich aus 
dem Steckbrett gezogen - autsch!)
- ein (wortwörtlich!) zerschossener ATmega8, nachdem der an einem 
Ausgang 5V lieferte (zum Abschalten des Reglers) und ich ("doppelt hält 
besser" - "solange sich der ATmega8 initialisiert sind die Pins ja eh 
auf Eingang" [dadurch wird der Regler beim Einschalten immer kurz 
aufgedreht weil der Enable "floatet"]) den Enable Eingang des Reglers 
(der mit dem I/O Pin verbunden war), auf die Plus Schiene des 
Steckbrettes brückte. Die lieferte aber dummerweise 24 Volt, wie ich 
nach dem Einschalten an einem Knall und dem fehlenden Stück aus dem 
Gehäuse des Mega bemerkte... Schutzdioden for ever xD

Dankeschön an Alle für die Antworten.

Gruß
David

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