Erstaml begrüße ich auch alle. Ist ja schließlich mein erster Post. Aber
das Forum hier hat mir bei einigen Fragen schon reichlich weiter
geholfen. Ich hoffe das ihr mir bei dieser sicherlich einfachen Frage
schnell erledigt.
Übrigens bin ich recht neu in der AVR Welt, kenne Aber das Ohmsche
Gesetz soweit ganz gut ;-)
Also einfache Frage.
Ich habe hier mehrere LiPo Akkus mit verschiedenen Stromstärken aber
immer der selben Spannung. Dazu habe ich natürlich ein passendes
Ladegerät und einen Ballancer. Nun fehlt mir aber an meinem Ladegerät
einfach die Anzeige, wievile mAh der Lader nun in den Akku rein geladen
hat.
Das wollte ich nun mit einem Analogeingang einer meiner AVR´s berechnen.
Soweit habe ich mich etwas eingelesen, und habe einen Shunt-Widerstand
von 0,7 Ohm in die Plusleitung des Akkus eingesetzt um damit die
Differenz zu messen.
Das habe ich mal in einem Ladegang protokolliert und kam auf die Werte
im Anhang (PDF).
Als Formel habe ich folgende verwendet:
mAh = (U/R)x3600
Hier mal ein Beispiel mir meinen realen Zahlen (wenn einer nicht das PDF
lesen mag):
1. Messung bei leerem Akku
Gemessene Differenz: 0,311V
Widerstand: 0,7Ohm
(0,311/0,7)*3600 = 1599,42856 mAh ???
Letzte Messung bei vollem Akku:
Gemessene Differenz: 0,06V
Widerstand: 0,7Ohm
(0,06/0,7)*3600 = 308,57143 mAh ???
Demnach sind 1mV = 5,14mAh Stunden
Also müsste das Ladegerät ca. 1291 mAh in den Akku rein geladen haben.
Ladespannung liegt übrigens bei ca. 12V und angeblich konstanten 1,5A.
Allerdings habe ich die A noch nicht protokolliert während des ladens.
ISt ein etwas doofes Ladegerät ohne Display.
Was natürlich bedeutet, dass ich das auch aus dem Akku gesaugt habe beim
Verbrauch. Natürlich wird eine Differenz da sein, weil Widerstand der
Leitngen zum Akku und der Widerstand vom Akku selber etc. pp. So 100%
genau muss die Messung nicht werden. Ich sage mal so +-100mAh Differenz
würde ich für meinen Zweck noch als Ok bezeichnen. Aber ich denke da
liege ich weit drunter.
Nun stellt sich mir natürlich die Frage, ist das korrekt? Kann man das
so rechnen? Ich wäre euch super dankbar wenn ihr mir da mal auf die
Sprünge helfen könntet. Ein einfaches JA oder ein NEIN, mit einer
kleinen Erklärung wäre total super.
ich muss zugeben, dass ich mir auch nicht 100%ig sicher bin, aber das
geht so wohl nicht
Mit U/R kannst du zwar berechnen wie viel Strom du in den Akku
reinlädst, aber nicht wieviel mAh der Akku jetzt hat.
Das geht nur, indem du einen leeren Akku lädst und den Strom in einem
festen Zeitintervall (zB jede Sekunde) ausaddierst.
Dadurch kannst du dir anzeigen lassen wie viel mAh das Ladegerät in den
Akku reingeladen hat und weißt somit wie viele mAh im Akku gespeichert
sind.
Gruß
Kai
Hallo Pascal,
die wichtigste Information in Deiner Tabelle fehlt leider: Der
Zeitpunkte der Messungen! Wenn Du die hast, kannst Du die
Zeitdifferenzen zwischen zwei Messungen mit den jeweiligen Ladeströmen
multiplizieren und erhältst die eingeladene Kapazität für den jeweiligen
Zeitabschnitt. Die Summer aller Abschnitte ist dann die gesamte
eingeladene Kapazität.
Btw, den Shuntwiderstand finde ich arg hoch. Üblicherweise nimmt man da
etwas im Milliohm-Bereich. Und die maximale Ladespannung darf nicht bei
ca. 12V liegen, sondern muss genau(!) 12,6V betragen (LiPo). Sonst wird
entweder der Akku nicht voll oder er kriegt dicke Backen.
Gruß,
Peter
Also mir geht es ja tatsächlich nur darum, wieviel ich rein geladen
habe, nicht wieviel ich insgesamt drinnen habe. Leer machen geht
natürlich nicht bei einem LiPo. Das wäre dann ein teurer Spass g Dann
kann ich mir tatsächlich gleich nen besseres Ladegerät zulegen g
Also interesannt für mich ist wrklich nur der Strom (mAh) die rein
geladen wurden.
Mich macht das eben auch stutzig, weil mAh ist ja mehr oder minder eine
Zeitabhängige angelegenheit. Ich könnte natürlich auch dumm messen mit
wieviel A ich im moment lade und dann dazu die Zeit messen, die er schon
bei dem Strom dran hängt. Aber das muss ja auch anders gehen. Daher mein
Ansatz von oben.
Eventuell noch jemand eine Idee?
Ich seh da echt nicht das Problem... das ist doch der AVR, der dir alles
misst, du musst doch gar nichts machen
lass den doch einfach jede Sekunde die Spannung messen und addier die
Ströme auf, dann noch durch 3600 teilen und schon kannst du es dir auf
einem LCD ausgeben lassen wieviel mAh schon geladen wurden
@Peter
Danke für die Info. ja sind wohl auch eher 12,6. Genau gemessen hatte
ich das jetzt noch nicht, weil das für meinen vermeindlichen Weg nicht
interesannt war. Aber der Shunt kann und wird, sobald ich endlich
verstanden habe, wie ich es messen kann, auch verkleinert. Lag da nur so
herum der Widerstand ;-)
Aber wenn ich dich richtig verstanden habe, geht es tatsächlich nur über
eine Art Timmer der zB alle 10 Sekunden den Ladestrom (als Bsp, 1,5A)
misst und ich dann diese wiederum multipliziere und Teile.
Also wenn ich zB alle 60Sek eine Messung mache mit 1A Ladestrom, aber
ich dann folglich: 0,016mAh in den Akku geladen? Weil 1Ah würde ja eine
Stunde laden mit 1A bedeuten oder sehe ich das falsch!?!? Oder
richtig!?!? Würde je beudeten, dass mich die Messung mit dem Shunt nur
indirekt interessiert, weil der Ladestrom und die Zeit ausreicht.
Irgendwie komme ich nicht klar.
Eine Woche beschäftigt mich das jetzt, und ich komme irgendwie auf
keinen grünen Zweig . . .
@Peter
Dein Beitrag kam später ;-) Hab ich extra beantwortet.
@Kai
Dann dürfte doch meine Rechnung richtig sein, wenn ich dich richtig
verstanden hatte!?
> Leer machen geht natürlich nicht bei einem LiPo
Selbstverstaendlich kann man auch einen Lithiumakku entladen, man
benoetigt nur auch eine korrekte Definition von "leer".
Und wie dir schon jemand anderes sagte, dein Shunt ist ganz erheblich zu
gross. Bei den ueblichen Ladestromen von Akkus ist die Spannung dort so
gross das die sie Messung ungenau macht. Ich wuerde nicht ueber 0.01
gehen.
> Ich könnte natürlich auch dumm messen mit wieviel A ich im moment lade> und dann dazu die Zeit messen, die er schon bei dem Strom dran hängt.> Aber das muss ja auch anders gehen.
Doch, genauso geht das. Aber natuerlich musst du nicht unbedingt mAh
nehmen, du kannst auch mAs messen und die dann addieren und vor der
Anzeige skalieren.
> Noch 'ne Idee? Reicht Dir mein Vorschlag nicht?
So ist das, erst wollen die Leute alles vorgekaut haben und dann
gefaellt ihnen nicht wie das Gericht aussieht. :-)
Olaf
Peter und ich erzählen das gleiche und deine Rechnung im PDF ist falsch,
weil du nicht mit dem Zeitintervall rechnest...
Ich schreib dir jetzt einfach mal die Formel hin wie sie in C
(CodevisionAVR) aussehen müsste:
Interrupt (jede Sekunde)
{
Strom = Strom + (read_adc(0)/Widerstand)/3600;
}
hoffe ich habe jetzt keinen Fehler drin
> Mich macht das eben auch stutzig, weil mAh ist ja mehr oder minder eine> Zeitabhängige angelegenheit. Ich könnte natürlich auch dumm messen mit> wieviel A ich im moment lade und dann dazu die Zeit messen, die er schon> bei dem Strom dran hängt. Aber das muss ja auch anders gehen. Daher mein> Ansatz von oben.
Naja, das was Du suchst, ist die Fläche unter der Strom-Zeitkurve. Also
das Integral des Stroms über die Zeit. Entweder kennst Du die Funktion
I(t) und kannst diese Integrieren, oder Du bildest die Riemannsumme. Da
Du eine Maschine einsetzen kannst, wird besagte Summe die einfachste
Möglichkeit sein. Ob das bei der Zeitdauer auch mit einer OP-Amp
Schaltung (Integratorschaltung lösbar ist), habe ich keine Ahnung.
Also, fröhlich Summieren!
Genau. Wenn Du alle 60s eine Messung machst und dabei jedesmal einen
Strom von 1A misst, hast Du in den 60s genau 60As (oder 1Amin oder
1/60Ah) eingeladen. Jetzt mußt Du nur noch die Einzelladungen addieren.
Machst Du das eine Stunde lang (also 60 mal), dann hast Du 60*60As oder
60Amin oder 1Ah oder 1000mAh eingeladen. Und je kürzer die Meßabstände
sind, desto genauer wird die Gesamtmessung. Es könnte ja sein (und es
ist tatsächlich auch so), dass sich der Strom zwischen zwei Messungen
ändert. Ich würde mal vorschlagen, die Abtastzeit auf 1s
herunterzusetzen, das sollte für Deine Zwecke ausreichend genau sein.
Gruß,
Peter
(weshalb die Einheit der Ladung auch Ampere mal Sekunde oder Milliampere
mal Stunde ist, was bis auf nen Vorfaktor dasselbe ist). Wenn sicher
ist, dass der Ladestrom über den gesamten Zeitraum konstant ist, kann
man es einfach mit der vereinfachten Variante ausrechnen, indem man
einmal den Strom misst und mit der Ladezeit multipliziert. Da das
vermutlich nicht der Fall ist, muss man öfter messen und die einzelnen
Abschnitte aufsummieren (Integral durch Summe mit sinnvoll gewählten
Intervallen ersetzen).
BTW:
Es ist nie sinnvoll, Einheiten zu schlabbern. Wenn hinten mAh rauskommen
soll (also Strom mal Zeit), dann müssen auf der linken Seite vom "="
auch die entsprechenden Einheiten rauskommen. Bei Deinem "mAh =
(U/R)x3600" fehlt rechts die Zeiteinheit. Deshalb gibts schon ein
Durcheinander mit Sekunden und Stunden. U/R ergibt nunmal A (und deshalb
stimmt das auch nur, wenn entweder der Widerstand in kOhm oder die
Spannung in mV angegeben wird). Also am besten immer erst alle Werte auf
Grundeinheiten bringen und außerdem immer prüfen, ob überhaupt das
Richtige rauskommt. Wenn die Einheiten schon nicht stimmen, dann ist
schon irgendwo der Wurm drin.
Abgesehen davon ist "mAh" eine Einheit und keine Größe und kann deshalb
genaugenommen so nicht in einer Gleichung auftauchen.
Und hier
> Ladespannung liegt übrigens bei ca. 12V und angeblich konstanten 1,5A.
liegt auch dein Denkfehler. Der Ladestrom ist bei LiPo alles
andere als konstant.
>weil der Ladestrom und die Zeit ausreicht
Genau so ist es.
Die eingeladende Kapazität ist Strom(A) mal Zeit(h)
und wird deshalb angegeben in Ah.
Wenn der Strom konstant ist, brauchst du nur die Zeit zu messen.
Wenn sich der Strom mit der Zeit ändert, musst du viele kleine
Strom-mal-Zeit-Abschnitte messen und diese einzelnen Ladungen addieren.
Wie kurz diese Zeitabschnitte sein müssen, hängt von der
Änderungsgeschwindigkeit des Stromes und der gewünschten Genauigkeit ab.
Bei einem Lipo-Akku reicht es sicher aus alle 10s den Strom zu messen.
Gemessener Strom / 360 ergibt dann die Ladung in Ah die in den letzten
10s
eingeladen wurde.
MfG Willi
Na das ist doch mal alles total super!!!
Ich danke euch allen für die vielen Antworten!!!!
TOPP!!!
Nun habe ich hier so gute Ansätze, dass ich doch glatt denke jetzt
erstmal wieder ein Stück weiter zu kommen.
Und schon bin ich wieder da.
Leuchtete ja alles ein. Als mein Multimeter mal angeklemmt und die A
gemessen beim laden. In der Tat, die gehen mal rauf mal runter. Aber
mehr runter als rauf. Schwankt eben ein wenig im Grenzbereich.
Nun liege ich aber etwas platt, denn ich kriege die Rechnung nicht
zusammen.
Wenn ich davon ausgehe, ich habe 12,6V Ladespannung, die ja konstant ist
und auch bleibt und von daher als fester Wert vorgegeben werden kann.
Ich dazu einen Shunt von (ja zu groß) 0,7Ohm habe.
Ich zwischen dem Shunt als Beispiel eine Differenz von sagen wir 311mV
messe, komme ich irgendwie niemals auf den jetzigen Fall von ca.
1,nochwas A.
Ich will ja I haben. Ohmsche Gesetz sagt: I=U/R
Ich habe zwei U werte. Einmal die 12,6V und einmal die 0,311V. Der R ist
ja nur der eine und der hat 0,7Ohm.
Ich muss echt zu blöd sein oder sehe den Wald vor lauter Bäumen nicht.
Denn immer durch die 0,7 zu teilen ergibt ja sowas von garnichts. Da
komme ich bei keinen meiner U auf eine 1 irgendwas . . . Aber da ich ja
nur den Wert des Shunts in den uC schiebe zum rechnen, denn der ist ja
der einzige Wert der sich verändert . . .
MOOOMENT!
Ich glaube ich lag da mit meinen Messungen garnicht SO falsch.
Ich habe da gerade so einen klugen Satz gelesen:
An einem 1 Ohm Widerstand an dem 1V Spannung abfällt fließen 1 Ampere.
Folglich würde doch bei einem 0,7Ohm Wiederstand an dem 0,7V abfallen
0,7 A fließen!? Richtig?
Dann nochmal zu meinen gemesennen Daten (was wohl auch erklärt, wie ich
da auf so Werte kam):
Am Anfang meiner Messung bei vollem Akku fielen ja 0,311V ab.
Also wäre doch da schonmal die Rechnung:
0,311V / 0,7 Ohm = 0,44 A
Nun gehen wir mal davon aus, dass ich die Messung alle 10 Sekunde mache
(Beispiel 5x überspitzt).
1. 0,311V / 0,7 Ohm = 0,44 A / 360 = 0,00121Ah
2. 0,300V / 0,7 Ohm = 0,43 A / 360 = 0,00119Ah
3. 0,290V / 0,7 Ohm = 0,41 A / 360 = 0,00114Ah
4. 0,280V / 0,7 Ohm = 0,40 A / 360 = 0,00111Ah
5. 0,270V / 0,7 Ohm = 0,38 A / 360 = 0,00105Ah
Also habe ich in diesen 5 Sekunden insgesamt: 0,00615Ah bzw 6mAh in den
Akku geladen oder?
Aber mein Ladegerät hat bei den 0,311V definitiv mit ca. 1,5A angefangen
zu laden. Wo ist der Strom hin!?!?!?
Also ich glaube ich komme näher, aber irgendwie noch nicht so richtig
nahe.
Kann mir das jemand so bitte bestätigen? Und mir das eventuell mit dem
Ladegerät erklären!?!?!? Mir fehlen da knapp 1A an Ladeleistung . . .
:-(
Wo die Leistung hin ist? Du hast einen Widerstand in Reihe geschaltet.
Dieser begrenzt den Strom
und an ihm fällt eine SPannung ab, so dass der Akku (lipo!) effektiv mit
geringerer Spannung geladen wird. Und was macht so ein AKku dann ;) ?
Weiter:
U = R * I
--> I = U / R
und das mal den Zeitraum von Meßung zu Meßung und alles aufaddieren.
Als Shunt kannst du deinen Widerstand wegwerfen. Du brauchst etwas
kleineres. Du hast keinen? Kupferkabel mit Multimeter ausmeßen zur Not.
Wikipedia nachschauen, was eine Erwärmung des Kabels von z.B. 20°C
bewirkt, und beachten. DU könntest z.B. die ZUleitungen verwenden.
Ideal sind natürlich mehrere SMD-Shunts paralell mit opamp-tiefpass
direkt daneben. Die UNgenauigkeiten ~10% mitteln sich dann raus.
Danke für deine Antwort!
Also sind mir durch den Widerstand sage und schreibe knapp 1A flöten
gegangen!?!?!?
Kann ich ja fast nicht glauben. Dann würde doch der Ladezyklus ca. 2-3
mal länger dauern als normal wenn mir der 1A verdampft wäre oder sehe
ich das falsch!?
Also bei meinen bisherigen Messungen dauerte eine Akku-Ladung so lange
wie immer. Zumindest gefühlt. Auch mit dem Multimeter hinter dem Shunt
gemessen, geht mir gerade mal 0,01 bis 0,02A flöten. Kommt doch dann
nicht hin oder?
Deine erklärung scheint aber soweit zu bestätigen, was ich da oben so
gerechnet habe.
> Also sind mir durch den Widerstand sage und schreibe knapp 1A flöten> gegangen!?!?!?
Da geht nicht "1 A flöten"! Bitte beschäftige Dich mal eingehender mit
den absoluten elektrotechnischen Grundlagen, v.a. dem Ohmschen Gesetz
sowie den Grundgrößen Spannung, Strom, Widerstand und Leistung. Unter
http://www.elektronik-kompendium.de findest Du eigentlich alles, was Du
dafür zum Verständnis brauchst. Ohne die Grundlagen brauchst Du nicht
mit einer Akku-Ladeschaltung anzufangen.
Das einzige, was "flöten" geht, ist Verlustleistung. Und die ist
Das Ohmsche Gesetz wurde oben schon einige Male erwähnt. Außerdem gilt,
dass in einer Reihenschaltung durch alle Elemente der selbe Strom
fließt. Und der Strom, der in Deinen Akku fließt, fließt auch durch den
Shunt. Und Strom ist, wie oben schon erwähnt, "bewegte Ladung pro
Zeiteinheit", also
Wenn Du Ladung in Deinen Akku "pumpen" willst, dann muss diese Ladung,
damit Du sie messen kannst, auch durch den Shunt fließen. Der Shunt ist
allerdings, wie andere schon erwähnt haben, deutlich zu groß für die
Anwendung. Was Du nämlich dadurch verlierst, ist Spannung (die ja, mit
dem Strom multipliziert, letztlich zur Verlustleistung führt)
Hi Pascal,
ein Problem ist auch das Verhalten der lithium AKkus. Schau mal hier:
http://batteryuniversity.com/print-partone-12.htm
Man kann sehr gut erkennen, dass der Ladestrom von der Klemmenspannung
abhängig ist. Wenn du diese verrignerst, kommst du früher in den rechten
Bereich, hier Stage2 genannt. Wurde alles schon gesagt.
Übrigens ist der Spannungsabfall bei 1.5A
U = R * I
= 0.7Ω * 1.5A = 1.05V
Schon einiges. Diese ENergie wird nicht in Verlustleistung umgewandelt,
sondern wird nicht in den AKku eingeladen.
Du hast jetzt alle Teile die du brauchst. Setz dich nochmal hin, und
skizzier das ganze für dich selbst. Nicht am Rechner, das verwirrt nur
;) Alles schön aufschreiben, die konkreten Werte berechnen. Danach ist
alles viel klarer.
asfd wrote:
> Übrigens ist der Spannungsabfall bei 1.5A> U = R * I> = 0.7Ω * 1.5A = 1.05V> Schon einiges. Diese ENergie wird nicht in Verlustleistung umgewandelt,> sondern wird nicht in den AKku eingeladen.
Erstens ist das keine Energie, sondern eine Spannung, und zweitens wird
da sehr wohl Verlustleistung erzeugt, und zwar 1,05 V * 1,5 A = 1,575 W,
was schon nicht mehr wenig ist (auch wenn die Verlustleistung hier eher
zu den kleineren Problemen zählt).
Du solltest Dir vielleicht auch mal die Grundlagen anschauen...
@Johannes
Ist doch mein reden. Danke für die Formelbeschreibung.
Aber ob ich da oben richtig gerechnet habe oder nicht, hatte mir jetzt
keiner gesagt.
Das mit der Verlustleistung hatte mich heute Nacht auch noch gestört.
Und so habe ich mich dran gegeben und versucht den Shunt zu verkleinern.
War aber irgendwie leichter gesagt als getan.
Ich habe meine Prüfleitungen jetzt direkt an den Goldsteckern angelötet
und komme da immerhin auf 0,5Ohm.
Allerdings gibt mir mein Multimeter auch schon 0,3Ohm an wenn ich nur
die Prüfspitzen miteinander verbinde. Kann ich die einfach abziehen von
den gemessenen 0,5Ohm ? Denn dann wäre ich bei 0,2Ohm. Niedriger geht es
nun technisch bedingt nunmal nicht mehr. Bin ja schon am Stecker dran.
Wenn Du wirklich was messen willst, dann solltest Du nicht irgendwie
grob mit nem Mutlimeter irgendwas rumfuddeln, sondern Widerstände mit
bekannten Werten nehmen und die z.B. parallelschalten (wenn Du nicht
grad Geld für einen "echten" Mess-Shunt übrig hast).
Je nach Kontakt Deiner Messspitzen und Qualität der Steckverbindungen
(die bei einem Baumarkt-Multimeter durchaus ne Rolle spielen kann) wirst
Du auf die Weise bei jeder Messung einen anderen Wert rausbekommen. In
dem Bereich lügen normale Multimeter allein aus den genannten Gründen
ganz gewaltig.
Danke.
Das sehe ich wohl auch so. Also mal direkt die beiden Leitungen vom
Shunt in das Multimeter. Und schon sind es nur noch 0,3 Ohm. Aber
drunter will es nicht. Nun hänge ich natürlich da etwas in der Schwebe,
denn es könnten ja auch schon 0,1Ohm sein, nur das MM mir das nicht
sauber anzeigen.
Ist aber eher ein Multimeter von Reichelt. Aber trotzdem wohl nicht
gerade das beste.
(1) Um deinen Lipo voll zu kriegen brauchst di 12,6V am Akku! (Nicht am
Ladegerät).
(2) Dein Ladegerät bringt am Ausgang 12,6V konstant und hat einen
maximalen Strom von 1,5A (hab ich herausgelesen)
Damit kannst du dir folgendes Verhalten der Schaltung vorstellen:
(A) Bei leerem Lipo: Sagen wir mal der Lipo hat 10V. D.h. über den Shunt
können 2,6V abfallen, würde bei 0,7 Ohm einen Strom von 3,7A ergeben.
Geht aber ned da das Ladegerät den Strom auf 1,5A begrenzt -> das
Ladegerät regelt die Spannung runter auf 12,6-0,7*1,5=11,55V
Diesen ladebereich bezeichnet mal als Konstantstromladung!
(B) Der Akku wird voller: Sagen wir einmal Akkuspannung liegt bei 12,1V.
Am Shunt können somit abfallen: 12,6-12,1 = 0,5V das macht einen Strom
von 0,5/0,7 = 0,7A. D.h. das Ladegerät kann die 1,5A nicht mehr liefern,
da ja seine Spannung mit 12,6V begrenz ist was wiederum bedeutet, der
Ladestrom sinkt (was auch so sein soll!) Diese Phase bezeichnet man
deshalb als Konstantspannungsphase.
Aus diesen Punkten ergeben sich für die Schaltung folgende
Voraussetzungen:
-Je größer der Shunt desto länger wird die Konstantspannungsphase und
damit der Ladevorgang. Achte auf die ADC Auflösung, eventuell brauchst
du einen Messverstärker. Wenn etwas komisch ausschaut, bau einen Filter
in die Strommessung ein, die meisten Ladegeräte sind geschaltete
Netzteile und erzeugen eine Menge Spurien die deine Messung ungeneau
machen. Im idealfall legst du deinen Filter zu deiner Abtastrate hin.
-Du musst den Strom dauernt messen da er sich ändert. (im
sekundenbereich)
-Dann summierst du das Strom Zeitprodukt auf und erhältst deine mAh
noch viel spass beim basteln
Pascal wrote:
> Danke.> Das sehe ich wohl auch so. Also mal direkt die beiden Leitungen vom> Shunt in das Multimeter. Und schon sind es nur noch 0,3 Ohm. Aber> drunter will es nicht. Nun hänge ich natürlich da etwas in der Schwebe,> denn es könnten ja auch schon 0,1Ohm sein, nur das MM mir das nicht> sauber anzeigen.> Ist aber eher ein Multimeter von Reichelt. Aber trotzdem wohl nicht> gerade das beste.
vergiss dein multimeter im milliohmbereich! das zeigt irgendwas an!
So, Problem gefunden. Es lag einfach auf den falschen Grundlagen der
Rechnung.
Durch den Satz von Johannes habe ich ganz einfach den Widerstandwert
meiner 4 Parallel geschaltete 1Ohm Widerstände für die Rechnung
genommen. Also folglich 0,25Ohm.
Und siehe da, nun stimmt die Rechnung.
0,311V / 0,25Ohm = 1,244A
Das kommt hin. Und schon sind die Missverständnisse alle weg. Was so ein
Schätzeisen ausmachen kann. Ich werde ir heute Abend nochmal ein
Ladegerät leihen, bei dem ich parallel messen kann und es mir noch
zusätzlich die Ah anzeigt die eingeladen worden.
Na dann danke ich euch alles! Nun ist es ja gelöst. :-)
1.Post
>kenne Aber das Ohmsche>Gesetz soweit ganz gut ;-)
x.tes Post
>An einem 1 Ohm Widerstand an dem 1V Spannung abfällt fließen 1 Ampere.>Folglich würde doch bei einem 0,7Ohm Wiederstand an dem 0,7V abfallen>0,7 A fließen!?
Ah ja ....
Markus wrote:
> 1.Post>>kenne Aber das Ohmsche>>Gesetz soweit ganz gut ;-)>> x.tes Post>>An einem 1 Ohm Widerstand an dem 1V Spannung abfällt fließen 1 Ampere.>>Folglich würde doch bei einem 0,7Ohm Wiederstand an dem 0,7V abfallen>>0,7 A fließen!?>> Ah ja ....
Tja ohne Worte
Johannes M. wrote:
>asfd wrote:>> Übrigens ist der Spannungsabfall bei 1.5A>> U = R * I>> = 0.7Ω * 1.5A = 1.05V>> Schon einiges. Diese ENergie wird nicht in Verlustleistung umgewandelt,>> sondern wird nicht in den AKku eingeladen.>Erstens ist das keine Energie, sondern eine Spannung, und zweitens wird>da sehr wohl Verlustleistung erzeugt, und zwar 1,05 V * 1,5 A = 1,575 W,>was schon nicht mehr wenig ist (auch wenn die Verlustleistung hier eher>zu den kleineren Problemen zählt).>>Du solltest Dir vielleicht auch mal die Grundlagen anschauen...
Hi Johannes,
die 1.5W Verlustleistung am Shunt habe ich vernachlässigt. Ich wollte
ihm klarmachen, dass der Akku sich je nach anliegender Spannung anders
verhält und damit den Strom limitiert.
Der Hinweis, mir die Grundlagen nochmal anzuschauen, ist ziemlich
unverschämt. Ich kann das nur als Revierverhalten interpretieren. Auf
diese Weise verhinderst du, dass Leute wie ich zwischen Tür und Angel
einen Tipp geben, wenn sie ihn sehen.
asfd wrote:
> Der Hinweis, mir die Grundlagen nochmal anzuschauen, ist ziemlich> unverschämt. Ich kann das nur als Revierverhalten interpretieren. Auf> diese Weise verhinderst du, dass Leute wie ich zwischen Tür und Angel> einen Tipp geben, wenn sie ihn sehen.
Wenn der Tipp grobe Fehler enthält, dann ist das völlig i.O., darauf
hinzuweisen. Aus Deinem Posting musste ich davon ausgehen, dass Du Dir
tatsächlich gewisse Dinge mal genauer anschauen solltest. Schließlich
hast Du behauptet, es gebe keine Verlustleistung. Hättest Du
geschrieben, dass Du sie vernachlässigst, weil sie für die konkrete
Problematik zunächst irrelevant ist, wäre das etwas anderes gewesen.
Dass Spannung und Energie zwei völlig unterschiedliche Dinge sind, ist
auch so eine Sache. Auch "zwischen Tür und Angel" sollte man sich
wenigstens ein bisschen Mühe geben und solche Dinger vermeiden.
Mal nen Status wie weit ich gekommen bin.
Bin fertig :-)
Das ganze läuft nun auf einem Atmega8. Direkte Ausgabe auf ein 2x16 LCD.
Zusätztlich ist noch ein Max232 drauf mit dem man sich das ganze dann
per LogView anschauen kann. :-) Gemessen wird jede Sekunde.
Wat bin ich happy.
Allerdings ist die Schaltung scheinbar nur bei Ladegeräten mit einer
konstanten Spannung praktisch. Hab es gerade an einem für NiMh dran,
welches gepulst läd. Macht da nicht so den sinn, es sei denn ich setze
die Messfrequenz wesentlich höher und würde die Ergebnisse dann
dividieren und runden. Aber das kommt dann in der V2 g Ist ja eh nur
für LiPo´s gedacht gewesen :-)