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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Welche Kondensatorart für Entkopplung benützen?


Autor: CAPPa (Gast)
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Hallo Leute

Baue gerade an folgendem: einem Gitarrenvorverstärker

Bei allen Schaltungen die ich bis jetzt gesehen habe ist am Eingang 
(Gitarrenseite) und am Ausgang (Mischpult) ein Kondensator.
Funktion: Vermutlich DC Anteile abblocken

Meine Überlegung: AC tötet Elko

Möchte mir jetzt welche besorgen, habe aber keinen Plan welche ich 
nehmen soll (Tantal, Aluminium, Festkörper, Keramik, ...)

Könnt ihr mir eventuell sagen, welche Art für diese Anwendung am besten 
geeignet ist?

Könntet ihr mir vielleicht eine Type nennen (bei RS Components) ?


Dankeschön im Voraus

Autor: holger (Gast)
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Folienkondensatoren sind da geeignet. Kommt auf den
Wert an.

Autor: Chrisi Bi (ihisg)
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Keinen ELKO
möglichst grossen C Wert verwenden

Autor: Gast (Gast)
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Tantals sind gepolt.

Bei Keramik gibts Materialien die besser und manche die schlechter sind 
(z. B. Z5U) in Puncto Verzerrungen. Such mal im Netz.

Gut sind Folienkondensatoren, z. B. von WIMA.

Generell kann man sagen, je mehr Volumen pro Kapazität, umso besser.

Autor: Gast (Gast)
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Achja, die Größe des Cs hängt natürlich auch von der Eingangsimpedanz 
ab, zu klein -> Hochpass.

Autor: EZ81__ (Gast)
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Eingang: irgendein Folienkondensator. Wenn du goldene Ohren hast, darf 
es ein teuerer FKP statt einfachem MKT etc. sein. Nötig ist das IMHO 
nicht, das ist aber Geschmackssache. Spannungsfestigkeit größer als 
Versorgungsspannung, nach oben durch Platz und Budget begrenzt; ein 
2.5kV-Kondensator im Streichholzschachtelformat fängt außerdem leichter 
Störungen ein als ein sinnvoller dimensionierter.

Ausgang: Kommt auf die Schaltung und den benötigten Wert an, ein 220uF 
Folienkondensator mit 5V DC-Vorspannung ist ebenso fehl am Platz wie ein 
0.47uF-Elko ohne Vorspannung. Wenn Du einen Link zum Schaltplan hast, 
wäre das hilfreich für genaueres.


>AC tötet Elko
Dazu zitiere ich mich  selbst zum Thema "Elko als Koppelkondensator" ;) 
:
Was oft übersehen wird: Bei richtiger Dimensionierung (groß genug) fällt
an dem Elko fast keine Wechselspannung ab. (siehe 
http://www.mikrocontroller.net/attachment/17390/koppel_c.png => konstant 
1V zwischen den Elko-Anschlüssen) Er lässt sich dann auch ohne
oder mit ein paar mV "falscher" Vorspannung betreiben, z.B., wenn der
DC-Offset zwischen zwei Verstärkerstufen ausgefiltert werden soll. Sehr
kleine Spannungen "in falscher Richtung" schaden nicht.

Grüße

Autor: Defender (Gast)
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@ EZ81__
Einen Elko kann man doch mit 80% der Spannung die er max. aushält in 
Rückwärtsrichtung belasten. Das Alu-Oxyd baut sich dann noch nicht ab.
Genau weiß ich es nicht, hab das nur so in Erinnerung.

Autor: Peter Dannegger (peda)
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CAPPa wrote:

> Funktion: Vermutlich DC Anteile abblocken

Ja

> Meine Überlegung: AC tötet Elko

Jain.

In Frequenzweichen werden oft bipolare Elkos eingesetzt, die vertragen 
reinen AC.

In Netzteilen werden Siebelkos eingesetzt, durch die schon mal richtig 
kräftiger AC fließen kann (einige A). Deshalb wird der mximale AC in den 
Datenblättern angegeben.

Koppelkondensatoren in Verstärkern sollen die zur 
Arbeitspunkteinstellung nötige Vorspannung abblocken, d.h. sie werden 
mit DC vorgespannt.
Daher sind Koppelelkos üblich und werden nicht getötet.


Der Wert eines Koppelkondensators hängt von der unteren Grenzfrequenz 
und der Impedanz ab.

In Transistorstufen für NF sind etwa 10µF am Eingang üblich.
Als Auskoppelelko zum Lautsprecher etwa 470..4700µF.
In MOSFET oder Röhrenstufen sind 10..100nF zum Einkoppeln üblich.


Peter

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Für Audio ist Folie das einzig Wahre :-) Es gibt halt feine 
Unterschiede.

Autor: Kupfer Michi (Gast)
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>Einen Elko kann man doch mit 80% der Spannung die er max. aushält in
Rückwärtsrichtung belasten

Du bist lustig ... und Elkos als Silvesterkanllkörper zu Benutzen macht 
auf die Dauer auch keinen Spass.

Wenns keine spezielle Bipolare Elkos sind vertragen normale gepolte 
Elkos nur ~1.5V in Rückwärtsrichtung und das ist auch nur kurzfristig 
empfohlen.

Autor: Winfried M. (win)
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Man muss hier auch klar unterscheiden zwischen echter Wechselspannung 
und gleichspannungsüberlagerte Wechselspannung, bei der der Elko nie 
umgepolt wird. In letzterer Konstellation hab ich noch nie davon gehört, 
dass das Elkos schaden soll. Und in allen mir bekannten 
Verstärkerschaltungen werden Elkos auf diese Weise betrieben. Ebenso in 
Netzteilen als Glättungskondensator.

Autor: Defender (Gast)
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@ Kupfer Michi
Also 0.8V max. reverse / 1.5V < 1sek.
Jetzt weiß ich es besser.

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