Folgende Situation:
Du hast eine Morsestation. Du weist schon, das Zeugs mit
Punkt und Strich.
Wenn dich jemand anmorst, dann piepst es in deiner Station
und du kannst die Nachricht deines Gesprächspartners hören.
Soweit so gut.
Jetzt bist du aber nicht immer an der Station, du willst
aber keine Sendung verpassen. Was tust du?
Anstelle des Piepsens lässt du einen Stift auf einem Streifen
Papier mitschreiben. Wenn du dann wieder kommst, brauchst du
nur deinen Papierstreifen kontrollieren und siehst ob und was
deine Station empfangen hat.
Du hast dadurch einen Buffer gebaut. Der Buffer nimmt empfangene
Zeichen auf und speichert sie zwischen, bis jemand kommt den
das Zwischengespeicherte interessiert.
Schön und gut.
Nur brauchst du jetzt jede Menge Papier.
Da du weist, dass du nie mehr als sagen wir mal 2 Stunden
weg sein wirst und in diesen 2 Stunden nie mehr als sagen wir
mal 50 cm Papierstreifen zur Zwischenspeicherung notwendig
sein wird, nimmst du einen 1 Meter (*) langen Papierstreifen
und klebst ihn zu einem Ring zusammen. Du hast magisches
Papier: Jedesmal wenn es beschrieben wird, verschwindet das
vorher an dieser Stelle Geschriebene auf magische Art und Weise.
Wenn du also x mal an derselben Stelle schreibst, ist immer nur
das zuletzt Geschriebene zu lesen.
Dein Papierstreifen läuft nach wie vor durch die Station durch und
der Stift schreibt nach wie vor schön brav mit. Nur wenn der
Papierstreifen 'zu Ende ist' beginnt der Stift automatisch
wieder am Anfang des Papierstreifens zu schreiben, weil du
ja den Papierstreifen zu einem Ring zusammengeklebt hast.
Das ist ein Ringbuffer.
(*) 1 Meter deshalb, damit man auch etwas Reserve hat, falls
die Aussage 'nie mehr als 50 cm' dann doch nicht so ganz korrekt
war.