Hallo,
ich hätte da mal eine Frage, die mir zugegebenermaßen, etwas unangenehm
ist:
Und zwar ist in meinem betagten PC (AthlonXP 1800+,1GB DDR) ein 500Watt
Netzteil verbaut.
In meinen Augen ist dieses für den Rechner ein wenig
"überproportioniert", daher folgende Fragen:
1. Zieht der Rechner durchgehend 500Watt aus dem Netz?(glaube ich kaum)
2. Oder ist das Belastungsabhängig?(würde ich sagen)
3. Könnte man folgende Rechnung so machen: (natürlich grob)
Leistung: 500Watt
Betriebszeit: 6Std/Tag
Kosten: 0,18€/kWh
=> 500Watt * 6Std/Tag * 365 Tage = 1095 kWh
=> 1095 kWh * 0.18€/kwh = 197,10€
Sollte das korrekt sein würde ich sagen, dass ich da ziemlich unnötig
Geld versenke. Da ich allerdings denke, das die Stromaufnahme des
Rechners eher von der Belastung abhängt, würde ich mir einen
Leistungsmesser organisieren. Damit würde ich dann täglich die
verbrauchte Leistung, z.B einer Woche, messen und anschliessend den
Mittelwert bilden und diesen dann aufs Jahr hochrechnen.
Könnte man das so machen, oder habt ihr andere Ideen.
Kurzum da das Netzteil unnötig viel Leistung für diese Kiste abgeben
kann, frage ich mich ob man unter umständen sparen kann, wenn man ein
kleineres verbaut.
Gruß vom Fragenden
Natuerlich ist der tatsaechliche Verbrauch abhaengig von der
Rechnerauslastung, CPU und Grafik hauptsaechlich. Du wirst allerdings
bei einem Rechner, der Peak 200 Watt braucht mit einem 300Watt-Netzteil
auf Dauer guenstiger wegkommen, da die Effizienz hoeher sein duerfte.
Gruss,
Michael
Die Stromaufnahme ist belastungsabhängig. 500 Watt ist selbst heutzutage
ein recht großzügig dimensioniertes Netzteil.Ich würde mal mit nem
Leistungsmessgerät rangehen...Ich denke das wird so zwischen 150 und 200
Watt pendeln, wenn du ihn nich quälst. ;)
@ Fragender (Gast)
>ich hätte da mal eine Frage, die mir zugegebenermaßen, etwas unangenehm>ist:
Warum? du fragst doch gar nicht nach Granufink oder Vi*gra . . . ;-)
>1. Zieht der Rechner durchgehend 500Watt aus dem Netz?(glaube ich kaum)
Nein.
>2. Oder ist das Belastungsabhängig?(würde ich sagen)
Logisch.
>3. Könnte man folgende Rechnung so machen: (natürlich grob)> Leistung: 500Watt> Betriebszeit: 6Std/Tag> Kosten: 0,18€/kWh> => 500Watt * 6Std/Tag * 365 Tage = 1095 kWh> => 1095 kWh * 0.18€/kwh = 197,10€
Ja, aber das Ding zieht keine 500W. Eher 100..200.
>Mittelwert bilden und diesen dann aufs Jahr hochrechnen.
Mach das. Nimm aber keinen billigen, die werden duch Schaltnetzteile in
PCs bisweilen verarscht.
>kann, frage ich mich ob man unter umständen sparen kann, wenn man ein>kleineres verbaut.
Nicht unbedingt. Der Knackpunkt ist der Wirkungsgrad.
MFG
Falk
Wenn du ohne deinen Rechner um zu konfigurieren strom sparen willst
empfehle ich dir ein Thermaltake 2kW Netzteil. Die dinger sind relativ
effizient (müssen sie ja sein, da sie bei 2kW Nennleistung nicht zuviel
Wärme entwickeln dürfen)
Bau ein 350W Netzteil ein und du sparst 150W ;)
Ne, ernsthaft, die Größe des Netzteils hat nur wenig mit dem
Stromverbrauch zu tun.
Meine Rechner brauchen im Leerlauf <100W
Markus Burrer wrote:
> Ne, ernsthaft, die Größe des Netzteils hat nur wenig mit dem> Stromverbrauch zu tun.
Naja, stimmt nicht so ganz. Schaltnetzteile arbeiten prinzipbedingt im
Bereich nahe der maximalen Leistung am effizientesten. Außerdem sollte
man auf ein möglichst so schon effizientes Netzteil achten, die billigen
20€-Teile haben meist erschreckende Wirkungsgrade von etwa 50%. Die
guten kommen da auf viel mehr.
> Meine Rechner brauchen im Leerlauf <100W
Mein aktueller Rechner (Athlon 64 X2 BE2300, 2GB DDR, OnBoard Grafik im
AMD690 Chipsatz) benötigt im Leerlauf gerade mal knapp 50 Watt. Unter
Volllast sind es knapp 100 Watt. Allerdings hab ich das Energieschema
auch auf "Minimaler Stromverbrauch", so regelt Windows den Prozessortakt
selbst je nach benötigter Leitung.
Hi,
danke für die zahlreichen und vor allem hilfreichen Antworten! Ich werde
mir dann mal ein Leistungsmessgerät besorgen und messen.
Ich wünsche ein schönes Wochenende!
Gruß
Christian R. wrote:
> Naja, stimmt nicht so ganz. Schaltnetzteile arbeiten prinzipbedingt im> Bereich nahe der maximalen Leistung am effizientesten. Außerdem sollte
Ich weiß, ein 1000W Netzteil in einem Rechner der 80W braucht ist
sinnlos
> Mein aktueller Rechner (Athlon 64 X2 BE2300, 2GB DDR, OnBoard Grafik im> AMD690 Chipsatz) benötigt im Leerlauf gerade mal knapp 50 Watt. Unter> Volllast sind es knapp 100 Watt.
Mit so einem billigen Energiemessgerät ermittelt? Das sind Schätzwerte.
Die können mit PC Schaltnetzteilen nicht umgehen
@Fragender:
aber kauf dir kein PM-230 von Brennenstuhl, die taugen nämlich nichts!
Ich hatte zwei Geräte von C*nrad. Beide haben den Leistungsfaktor nicht
mit einbezogen, obwohl in der Werbung und auf der Verpackung
versprochen. So misst das Teil in den meisten Fällen absoluten Mist und
taugt nicht einmal als Schätzeisen (+200% daneben bei einer
Energiesparlampe mit Drossel-Vorschaltgerät). C*nrad und Brennenstuhl
haten für meine Rückmeldung kein Musikgehör und behaupten, die Geräte
seien einwandfrei....
Gruss
rayelec
rayelec wrote:
> @Fragender:> aber kauf dir kein PM-230 von Brennenstuhl, die taugen nämlich nichts!> Ich hatte zwei Geräte von C*nrad. Beide haben den Leistungsfaktor nicht> mit einbezogen, obwohl in der Werbung und auf der Verpackung> versprochen. So misst das Teil in den meisten Fällen absoluten Mist und> taugt nicht einmal als Schätzeisen (+200% daneben bei einer> Energiesparlampe mit Drossel-Vorschaltgerät). C*nrad und Brennenstuhl> haten für meine Rückmeldung kein Musikgehör und behaupten, die Geräte> seien einwandfrei....
Klarer Fall von Geld zurück.
Ich habe hier ein Netzteil durchgemessen. Ein 500 MHz Rechner ohne
drehende Festplatten benötigt 17 Watt. Das Netzteil kann 350 Watt
liefern.
Als Festplatte kommt eine 1 GB CF-Card zum Einsatz. Ausserdem sind eine
Netzwerk- und Grafikkarte verbaut.
Als Messgerät kam ein Energiekostenmessgerät von DüWi zum Einsatz
(Marktkauf: 10 Euro)
Die Kiste an der ich im Augenblick sitze benötigt mit 4 Festplatten,
DVD-Laufwerk, TV-, IDE-RAID-, Netzwerk-, Grafik- und Soundkarte 47 Watt.
>Die Kiste an der ich im Augenblick sitze benötigt mit 4 Festplatten,>DVD-Laufwerk, TV-, IDE-RAID-, Netzwerk-, Grafik- und Soundkarte 47 Watt.
47 Watt, du glaubst auch bestimmt noch an den Weihnachtsmann.
100 Watt wären wohl realistisch.
Die Leistung ist uebrigeans auch vom Betriebssystem abhaengig. Wir
massen mal dasselbe VIA EPIA, 3.5Zoll Platte, ohne Bildschirm. Mit Linux
waren's 9Watt, mit Win2k waren's 35Watt. Gemacht hat's nichts, alles im
Idle Task. Offensichtlich hat das Linux einen Energiesparmode waehrend
des Idle aufgerufe, das Win2k hat gepollt.
Markus Olderdissen wrote:
> Die Kiste an der ich im Augenblick sitze benötigt mit 4 Festplatten,> DVD-Laufwerk, TV-, IDE-RAID-, Netzwerk-, Grafik- und Soundkarte 47 Watt.
Allein die 4 Platten brauchen mindestens 20W. Wenn die anlaufen braucht
jede einzelne 30-35W
Markus Burrer wrote:
>> Mein aktueller Rechner (Athlon 64 X2 BE2300, 2GB DDR, OnBoard Grafik im>> AMD690 Chipsatz) benötigt im Leerlauf gerade mal knapp 50 Watt. Unter>> Volllast sind es knapp 100 Watt.>> Mit so einem billigen Energiemessgerät ermittelt? Das sind Schätzwerte.> Die können mit PC Schaltnetzteilen nicht umgehen
Nein, ein ordentliches, mit Wirkleistungsmessung, Anzeige des
Leistungsfaktors usw. Das Netzteil hat außerdem aktive PFC, der
Leistungsfaktor liegt immer über 0,8.
Die Werte sind aus dem Energieverbrauch der einzelnen Komponenten auch
plausibel. Hab den Rechner extra aus Energiesparen ausgelegt.
Ein kalibriertes Leistungsmessgerät kann man sich meist bei seinem
Stromanbieter/Stadtwerken ausleihen oder kostengünstig mieten.
Die Dinger, die man in Elektronik-Läden oder Baumärkten erwerben kann,
sind höchstens zum überprüfen von Glühlampen geeignet...
>Die Dinger, die man in Elektronik-Läden oder Baumärkten erwerben kann,>sind höchstens zum überprüfen von Glühlampen geeignet...
Unsinn! Es gibt den Energie Monitor 3000 von Conrad 125320 der
hervorragende Messgenauigkeit besitzt und dessen Werten man getrost
glauben kann. Besonders Standby-Verbrauch lässt sich damit noch gut
erfassen.
Nur weil ein Gerät Wirkleistung und Blindleistung getrennt anzeigt,
heißt das noch nicht dass die Werte auch in jedem Fall stimmen. Worauf
es ankommt ist der Frequenzbereich in dem gemessen wird, und da man
darüber bei den billigen Geräten überhaupt keine Aussage findet kann man
nur vermuten in wie weit das was man misst überhaupt stimmt.
Für das Messgerät von Conrad gibt es etliche Vergleichsmessungen, die
u.A. auch die c't schon veröffentlicht hat und die recht gut stimmen.
Andere Fachzeitschriften haben ähnliches berichtet.
>die c't schon veröffentlicht hat und die recht gut stimmen
1. c't und Energietechnik? Wie soll das passen? Da gibt es bestimmt
Fachzeitschriften, die das besser beurteilen können.
>recht gut stimmen
1+1 = 3 stimmt auch recht gut...
Mensch, macht euch mal locker. Um den genauen Stromverbrauch eines per
Schaltnetzteils mit PFC betriebenem Gerätes zu ermitteln, müsste man ja
die Wirkleistung über einen längeren Zeitraum frequenzunabhängig messen,
das ist entweder mit dem mechanischen Zähler oder mit einen sehr
aufwendigem elektronischen machbar.
Ob so ein Zwischenzähler statt 50 Watt jetzt 55 oder 45 anzeigt ist doch
ziemlich wurst, oder? Um zu messen, ob mein PC aber 100W oder nur 50W im
Idle benötigt, sind die Dinger allemal gut.