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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Analog-Labornetzteil vs. Schaltnetzteil


Autor: Andi (Gast)
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Hallo Leute,

woran liegt es, dass alle Labornetzteile, die man in Labors so rumstehen 
sieht, analog sind? Ich meine, es spricht doch vieles dafür, als 
Herzstück ein Schaltnetzteil einzusetzen: Gewicht, Größe, Trafo (Kupfer 
schweineteuer) .... Übersehe ich da irgendwas?

Andi

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Andi wrote:
> .... Übersehe ich da irgendwas?

Ja:
- Störungen auf der Ausgangsspannung
- Elkos am Ausgang -> Hoher Kurzschlussstrom
- LC, Taktfrequenz -> Träge Regelung

Autor: Sven (Gast)
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Autor: Andi (Gast)
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> - Störungen auf der Ausgangsspannung
> - Elkos am Ausgang -> Hoher Kurzschlussstrom
> - LC, Taktfrequenz -> Träge Regelung

Das läßt sich aber in den Griff kriegen.


> Sind halt noch ein bißchen preisintensiv.

Ist aber Ansichtssache. Ich habe für mich im Geschäft ein Labornetzteil 
bestellt. War nix besonderes: 0 bis 30V, 1.5A, Analoganzeige, für knapp 
300€.

Klar, man kann in der Ausstattung auch übertreiben. Ich habe aber zum 
Vergleich an die Grundaustattung, wie oben beschrieben, gedacht, einfach 
spartanisch: 0 bis 30V, 3A, Anzeige, ohne PC-Schnittstelle und sonstiges 
Gedöns. Da muss doch ein Schaltnetzteil billiger rauskommen.

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Andi wrote:
>> - Störungen auf der Ausgangsspannung
>> - Elkos am Ausgang -> Hoher Kurzschlussstrom
>> - LC, Taktfrequenz -> Träge Regelung
>
> Das läßt sich aber in den Griff kriegen.

Wie baut man ein Schaltnetzteil ohne Elkos am Ausgang ?

Autor: jack (Gast)
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>Da muss doch ein Schaltnetzteil billiger rauskommen.

Selbstverständlich.

http://www.elv.de/output/controller.aspx?cid=42

Autor: jack (Gast)
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Link funktioniert nicht.

Ich meinte das SPS 7330 von ELV.

Autor: Paul Baumann (Gast)
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>Wie baut man ein Schaltnetzteil ohne Elkos am Ausgang ?

Hm, das hängt davon ab, was das Netzteil dann speisen soll. Ich habe 
einen
Erhaltungslader für Pb-Akkus gebaut, bei dem der zu ladende Akku den
"Elko" mimt. Das geht gut.

MfG Paul

Autor: jack (Gast)
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Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Paul Baumann wrote:
>>Wie baut man ein Schaltnetzteil ohne Elkos am Ausgang ?
>
> Hm, das hängt davon ab, was das Netzteil dann speisen soll.

Ich meinte jetzt als Labornetzteil.
Mir ist zumindest keine Lösung bekannt, wie das gehen soll. Einige 
Labor-Schaltnetzteile verwenden daher einen zusätzlichen Längsregler 
hinter dem eigentlichen Schaltnetzteil, der für eine zusätzliche 
Glättung und für eine schnelle Strombegrenzung zuständig ist.

Autor: Jorge (Gast)
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HP 6031A/Agilent

Autor: Jorge (Gast)
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Ich habe die HP-Netzteile mit einem 20MHz Speicheroszi getestet. Sie 
haben sich wie eine ideale Konstantstromquelle verhalten: 0-100Volt bei 
0-10A. Das PWM war deutlich hörbar. HP war stolz auf seine 
"Stromregelung", was das auch sein mag. Wenn man zusätzlich zum 
Längsregler eine PWM zur Verlustleistungsbegrenzung macht bekommt man 
auf jeden Fall Probleme, da beide Regelungen voneinander abhängen und 
unterschiedliche Totzeiten aufweisen. Jedenfalls hatten die Hp-Teile 
kein Problem damit und ich hab die ganz schön gequält mit allem was mir 
eingefallen ist. Auf meinen selbstgebauten Teilen konnte man jedenfalls 
Kaffee kochen.

Autor: Zacc (Gast)
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Mit einem 20MHz Scope sieht man natuerlich noch nichts.

Autor: Jorge (Gast)
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Wenn die Regelung innerhalb von 1/1E+6s funktioniert, dann reicht mir 
das. Es war auch möglich 10mA oder 5A einzustellen und hat stabil 
funktioniert. Will damit sagen, die Schaltungstechnik der HP-Teile 
verschliesst sich mir nach 30 Jahren immer noch. Die Geräte, die damals 
5000DM gekostet haben sind heute immer noch top, es war bereits damals 
möglich einen Spannungs-/Stromverlauf vorzuprogrammieren, am Protokoll 
hat sich seither kaum was verändert. Vielleicht weiss hier jemand wie 
sie es machen?

Für den praktischen Einsatz würde mir ein ELV-Teil natürlich allemal 
reichen.

Autor: Jorge (Gast)
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Achja das 20Mhz Scope war auch von HP und konnte natürlich wesentlich 
mehr. Es hat so 40000 DM gekostet.

Autor: Jorge (Gast)
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Ich weiss mittlerweile wie es gemacht wird. Also der Strom kommt via 
PWM, der Ausgang ist mit einer Gegentaktendstufe nochmals geregelt um 
kurzzeitige Schwankungen auszuregeln. Es ist bei HP nämlich möglich 10mA 
auch aus minus 50 Volt zu ziehen für den Fall, dass bei einer 
symmetrischen Versorgung eine Quelle einbricht und von der stärkeren 
sozusagen überlagert wird. Einen Kondensator am Ausgang gibt es nicht, 
nur eine Drossel. Falls die PWM nicht schnell genug hochregelt wird das 
durch einen Längsregler kurzfristig überbrückt. Überspannung wird gegen 
minus 50 Volt via Längsregler "abgesaugt".

Gruss Jorge.

Autor: Timbo (Gast)
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Kommt eben auf die Anwendung an. Ich habe viel mit sehr kleinen 
Spannungen zu tun und da gibt es immer wieder Probleme mit 
Schaltnetzteilen zwecks Erdströmen. Selbst beim Tektronix Oszi gibt es 
das. Greift man den Schutzleiter ab, hat man ca. 50 mV Potential. Wir 
hatten vor 3 Tagen erst wieder ein Prob mit sowas, Schaltnetzteil raus- 
analog rein: tata, geht! Aber für Leistungsanwendungen sind die 
Schaltnetzteile oft die bessere Wahl.

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