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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Atmel STK 500 -- Defekt? Frage an andere STK 500 Besitzer.


Autor: Michael Löffler (zvpunry)
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Hallo,

ich habe mir ein STK 500 bei Reichelt besorgt und soweit funktioniert es 
auch gut (erfolgreiche Tests mit dem mitgelieferten m8515 und einem 
m32). Nur ist mir etwas Aufgefallen und habe dazu auch folgende Email an 
Reichelt geschrieben:

****** Anfang der Mail an Reichelt ******

ich habe ein Atmel STK 500 bestellt, hauptsächlich zur Programmierung
von verschiedenen AVRs im DIP-Gehäuse. Dies Funktioniert auch wie
erwartet. Das STK 500 bietet aber auch die Möglichkeit externe
Gerätschaften über die ISP-Schnittstelle zu programmieren.

Für Geräte welche eine eigene Spannungsversorgung haben ist der VTARGET
Jumper zu entfernen, danach sollte an der ISP-Schnittstelle keine
Spannung mehr anliegen.

Dem ist bei diesem STK 500 allerdings nicht der Fall, es bleiben 1 Volt
auf dem VTG Pin der ISP-Schnittstelle bei gezogenem VTARGET Jumper.
Stelle ich Vtarget per Software auf 0 Volt (Bei gesetztem Jumper) geht
auch die grüne LED neben dem VTARGET Jumper aus, ziehe ich den Jumper
geht sie wieder an und er zeigt mir wieder 1 Volt an.

Ist das geschilderte Verhalten des Geräts normal?

Können Sie das an einem anderen STK 500 Testen? Die Schritte zum Test
wären wie folgt:

--- Anleitung um das Verhalten zu reproduzieren ---

12 Volt Stromversorgung anschließen (das STK 500 hat Spannungsregler und
Gleichrichter, so kann ein beliebiges Steckernetzteil das passt und 12
Volt und 500mA liefert genommen werden)

Serielle Schnittstelle an einen PC anschließen.

Die mitgelieferte Software (AVR Studio) erlaubt es, wenn man den AVR
Button klickt im STK500 Menü unter dem Reiter "Board" die Spannung
auszulesen und zu setzen. Dort kann man sie auch auf 0 Volt setzen, die
LED neben dem VTARGET Jumper sollte aus gehen.

Wenn man das Programm (AVR Studio) beendet hat, das Board ausgeschaltet
hat, die serielle Schnittstelle getrennt hat und es wieder einschaltet,
dann sollte die LED aus sein und von VTG (lässt sich an beliebigen Pins
welche auch gut beschriftet sind messen - oder per Software auslesen) zu
GND sind 0 Volt. (So ist es hier)

Schaltet man das Board aus, zieht den Jumper VTARGET und schaltet es
wieder ein, so leuchtet die LED (dunkler als sonst, aber nicht aus) und
von VTG zu GND ist 1 Volt. (So ist es hier)

--- Ende der Anleitung ---

Nach meinem Verständnis der Bedienungsanleitung (User Guide: Sektion
3.7.1), sollte der gezogene VTARGET-Jumper jegliche Stromversorgung
unterbrechen und nach der Abbildung (User Guide: Figure 3-18) sollte
auch die LED aus sein. (Die LED hat mich überhaupt erst darauf
aufmerksam gemacht)

Ich vermute das ist irgend ein Defekt am STK 500 und ich möchte damit
keine anderen Geräte beschädigen, ich möchte aber auch kein extra Kabel
mit durchgeknipstem VTG benutzen müssen um eine wirkliche Trennung zu
haben.

Für einen Ratschlag ob ich es Umtauschen lassen oder benutzen soll (wenn
das geschilderte der Normalfall ist) wäre ich sehr dankbar.

****** Ende der Mail an Reichelt ******

Daraufhin habe ich heute eine Antwort bekommen daß sie das an einem STK 
500 getestet haben und es sich genau wie beschrieben verhält (also 
Spannung von 1 Volt bei gezogenem Jumper) und ich möge um sicher zu 
gehen ein Kabel mit durchtrennter VTG Leitung verwenden. Nun finde ich 
das etwas merkwürdig, ich dachte wenn man VTARGET zieht liegt keine 
Spannung mehr an den entsprechenden pins an.

Was ich mittlerweile auch ausprobiert habe, bei gezogenem VTARGET Jumper 
ein Gerät mit externer Stromversorgung angeschlossen. Dabei ist mir 
aufgefallen daß der eingesetzte m32 losgelegt hat (hab da nen programm 
drin gehabt das sein status mit den led's anzeigt), die Verbindung von 
ISP6PIN und SPROG3 hatte ich natürlich vorher getrennt. Das mit dem 
durchtrennen von der VTG Leitung im Kabel hab ich gelassen, steht ja so 
auch nicht im User-Manual.

Ich bin nun etwas verunsichert, ist es vielleicht doch defekt (und das 
mit dem bei Reichelt getestet wurde auch) oder ist das wirklich normal? 
Kann mir das ein anderer STK 500 User sagen?

Schonmal vielen Dank im Vorraus :-)

PS: Die Anleitung an Reichelt habe ich bezüglich der AVR-Studio Software 
nach dem User Guide erstellt, ich habe dafür avrdude benutzt und habe 
AVR-Studio noch nicht benutzt (hab keine Windowskiste zur Verfügung).

PPS: Ist ein STK 500 v2, ohne Dataflash und ich habe diese 
Funktionalität noch nicht gebraucht und hätte ggf. auch alternative 
Lösungen (z.B. einen usbprog), aber ich will halt sicher gehen ein 
einwandfreies STK 500 zu besitzen. ;-)

Autor: Thomas O. (kosmos)
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Schreib das doch mal an den Atmel Support http://support.atmel.no . Ich 
messe das morgen bei meinem auch mal nach und berichte.

Autor: Tango (Gast)
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Identisches Verhalten (1,1V gemessen)

Autor: Thomas O. (kosmos)
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vielleicht geht das über einen hochohmigen Pullup wodurch die Spannung 
bei der kleinsten Belastung zusammenfällt und deshalb nicht ins Gewicht 
fällt.

Autor: Michael Löffler (zvpunry)
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Tango wrote:
> Identisches Verhalten (1,1V gemessen)
So sagte es auch der Herr von Reichelt.

Aber daß, wenn man extern etwas mit eigener Stromversorgung (5V) 
anschließt dann auch noch aufgesteckte (aber nicht mit ISP verbundene) 
Controller strom bekommen, und zwar > 4 Volt (nicht gemessen, der m32 
den ich drin hatte hatte BOD an auf 4 Volt) und beginnen ihr Werk zu 
verrichten ist erstaunlich, denn davon stand nichts im User Guide. Statt 
dessen steht im User Guide man könne seine eigenen Schaltungen mit an 
die Stromversorgung anschließen so lange sie nicht mehr als 500mA 
brauchen. Man stelle sich vor man hat da irgendwelche 3.3 Volt Teile 
verbaut und denkt man zieht mal den Jumper und die Verbindung ist 
getrennt.

Thomas: An den Support von Atmel kann ich mich auch wenden, daran dachte 
ich schon bevor ich hier geschrieben habe. Ich plane erstmal ein paar 
Antworten mehr abzuwarten. Wenn ich zu dem Schluß komme daß etwas nicht 
stimmt, dann geht es zurück zu Reichelt.

Schonmal vielen Dank für die schnellen Antworten :-)

Autor: die ??? (Gast)
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Guck dir mal das Schematic an:

  http://www.avrfreaks.net/modules/FreaksFiles/files...

Nach dem ersten Drüberfliegen meine ich, dass es möglich ist dass dort 
eine Spannung reinfliegt.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Der ISP-Port hat absolut nichts mit dem VTarget-Jumper zu tun.  Die
beiden sind völlig unabhängig voneinander.  Der Jumper trennt die
Versorgung der prototype area ab.

Guck dir doch mal den Schaltplan an, der ist in der AVR-Studio-Hilfe
zum STK500 als PDF dabei.

Autor: Michael Löffler (zvpunry)
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Thomas O. wrote:
> vielleicht geht das über einen hochohmigen Pullup wodurch die Spannung
> bei der kleinsten Belastung zusammenfällt und deshalb nicht ins Gewicht
> fällt.

Unter hochohmigem Pullup vermute ich etwas mit >= 10k, ob man da die 
grüne LED leuchten sehen wird? Sie leuchtet ja, habe an ihr gerade eine 
Spannung von 1.89V gemessen, und inklusive dem was ihr Vorwiderstand zu 
sein scheint 2.75V, laut der Abbildung im User Guide hängt die LED mit 
ihrem Widerstand zwischen VTG und GND.

Kann aber trotzdem sowas sein, in sofern mach ich mir wegen dem einen 
Volt keine sorgen mehr (hat ja auch Tango und der Herr von Reichelt 
gemessen). Eher daß von einem externen Gerät das eine eigene 
Versorgungsspannung hat (und diese auch an VTG anliegt) die  anderen 
Teile versorgt werden (der atmega der steckte und loslegte).

Danke für die Antwort :-)

PS: Ich glaube mittlerweile daß es halt so ist und nix kaputt, bzw. 
möchte ich es glauben. Dann muß ich nicht wegen der Reklamation warten.

Autor: Michael Löffler (zvpunry)
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die ??? wrote:
> Guck dir mal das Schematic an:
>
>   http://www.avrfreaks.net/modules/FreaksFiles/files...
>
> Nach dem ersten Drüberfliegen meine ich, dass es möglich ist dass dort
> eine Spannung reinfliegt.

Sehr schön, Danke. Gestern hab ich schon versucht mir das runter zu 
laden, leider kam ich gestern überhaupt nicht auf die avrfreaks seite.

Autor: Michael Löffler (zvpunry)
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Jörg Wunsch wrote:
> Der ISP-Port hat absolut nichts mit dem VTarget-Jumper zu tun.  Die
> beiden sind völlig unabhängig voneinander.  Der Jumper trennt die
> Versorgung der prototype area ab.
Werde ich mir anschauen.

>
> Guck dir doch mal den Schaltplan an, der ist in der AVR-Studio-Hilfe
> zum STK500 als PDF dabei.
Die AVR-Studio-Hilfe, hmhm. Ich habe bis jetzt AVR-Studio noch nicht 
eingesetzt. Ich habe schon überall gelesen daß die Hilfe bei dem 
Programm anderer Dokumentation vorzuziehen ist (weil aktueller). Werde 
mal schauen ob ich AVR-Studio mit wine zum laufen bekomme oder 
anderweitig Zugriff auf die Hilfe bekomme.

Den Schaltplan habe ich nun schon da ein Link genannt wurde und ich 
sofort geschaut habe. ;-)

Danke.

Autor: Einhart (Gast)
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Also VTG ist zigmal mit Schaltungsteilen des STK500 verbunden. Von hier 
z.B. würde ich positives Potential von Vcc auf VTG erwarten. Das sollte 
aber wirklich kein Problem darstellen.

Anlage: STK500 Schaltplanauszug

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Michael Löffler wrote:

>> Guck dir doch mal den Schaltplan an, der ist in der AVR-Studio-Hilfe
>> zum STK500 als PDF dabei.

> Die AVR-Studio-Hilfe, hmhm. Ich habe bis jetzt AVR-Studio noch nicht
> eingesetzt. Ich habe schon überall gelesen daß die Hilfe bei dem
> Programm anderer Dokumentation vorzuziehen ist (weil aktueller).

Ist leider hier so, die Dokumentation für all die Atmel-AVR-Tools
gibt's praktisch nur als Bestandteil des AVR-Studio-Paketes.

Aber das PDF hast du ja nun sowieso schon.  (Ja, avrfreaks.net war
gestern down, die hatten irgendeine größere Umstellung, wahrscheinlich
ISP-Anbindung oder so.)

> Werde
> mal schauen ob ich AVR-Studio mit wine zum laufen bekomme oder
> anderweitig Zugriff auf die Hilfe bekomme.

Eher schwierig unter Wine, das Zeugs ist total Winzigweichlastig.
Es gab bei avrfreaks.net (im AVR Studio 4-Forum) mal einen Thread
dazu, was du alles noch von einem lebenden Windows vorher holen
musst, damit der Krempel dann läuft.  Nicht umsonst musste man auch
unter Windows irgendwann den Internet-Exploder updaten, damit AVR
Studio wieder richtig arbeitet... :-(  (Der IE-Upgrade reparierte
den XML-Parser, den AVR Studio auch benutzt.)

Autor: Michael Löffler (zvpunry)
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Jörg Wunsch wrote:
...
> Ist leider hier so, die Dokumentation für all die Atmel-AVR-Tools
> gibt's praktisch nur als Bestandteil des AVR-Studio-Paketes.
Wenn ich mich nicht irre habe ich bei Atmel eine .chm Datei zum Download 
gesehen. Ich hab keine Ahnung was das ist, irgendwo habe ich was von 
"Compiled HTM" gelesen - oder so. Vielleicht sollte ich mir das Ding mal 
genauer ansehen, vielleicht kommt man damit an die gute Dokumentation.

> Aber das PDF hast du ja nun sowieso schon.  (Ja, avrfreaks.net war
> gestern down, die hatten irgendeine größere Umstellung, wahrscheinlich
> ISP-Anbindung oder so.)
Ah, das erklärt das. Danke. :-)

...
> Eher schwierig unter Wine, das Zeugs ist total Winzigweichlastig.
> Es gab bei avrfreaks.net (im AVR Studio 4-Forum) mal einen Thread
> dazu, was du alles noch von einem lebenden Windows vorher holen
> musst, damit der Krempel dann läuft.  Nicht umsonst musste man auch
> unter Windows irgendwann den Internet-Exploder updaten, damit AVR
> Studio wieder richtig arbeitet... :-(  (Der IE-Upgrade reparierte
> den XML-Parser, den AVR Studio auch benutzt.)
Oha, ich habe zwar eine Windows XP Lizenz (so ein Ausbildungs Dingens), 
aber verwende es nicht. Vielleicht sollte ich mal schauen ob ich das 
Teil mit kvm oder ähnlichem benutzbar machen kann. Geht ja nur um die 
Hilfe und um "Mal schauen was es so kann" ;-)

Autor: Michael Löffler (zvpunry)
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Ich lese hier seit geraumer Zeit abundzu, habe mich gestern angemeldet 
und hier meine erste Nachricht hinterlassen. Ich bin echt begeistert von 
der Art und Weise wie hier alle Hilfsbereit sind. Vielen Dank an Alle. 
:-)

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