Ich selber bin Brillenträger, von daher habe ich das Ding beim Löten
sowieso auf der Nase. Gegen die Dämpfe hilft das nicht, die ziehen
drunter durch, wenn sie wollen. Fliegendes Lötzinn rutscht aber
zuverlässig am (Kunstoff-)Brillenglas wieder runter.
Natürlich sollte es soweit nicht kommen, aber irgendwann rutscht man
halt doch mal mit der Zange ab und die Suppe löst sich von der
Platine...
Als ich noch keine Brille hatte (war ja auch mal jung...) durfte ich
schon mal Flussmittel vom Augendeckel kratzen, bei sowas doch gut
sichtbarem funktioniert der Reflex wunderbar.
Wenn es aber um kleine Zinnkügelchen geht, die dann noch spiegeln oder
wirklich richtig winzig sind, dann würde ich mich da so auch nicht mehr
100% drauf verlassen.
Übrigens: Mit so einer 1€-Baumarkt-Schutzbrille (die Dinger aus
Schwabbelplastik mit dem Gummi zum umschnallen) kann man auch mit einer
Bindehautentzündung um 1 Uhr nachts ein wichtiges Projekt fertig löten,
ohne am nächsten Tag nicht mehr zur Präsentation gelassen zu werden weil
man alle Leute verscheucht...
@Manuel: Weißt du da eventuell noch was genaueres wegen dem Laser?
Soweit ich das weiß trägt ein Laser doch Gewebe ab, deswegen wäre das
aus meiner Sicht eher kontraproduktiv nach so einem Unfall.
Ich glaube nicht das man es riskiert hat das Metallteil rauszuschmelzen,
wobei man da schon Schauergeschichten hört, wie der Hausarzt den
Lötkolben in der Wunde versenkt und die Zinnkugel rausgeschmolzen hat...
Evtl. kann man mit dem Laser vielleicht die Wunde veröden oder glätten,
aber wie man damit das Metallteil aus einem Auge rausbekommen sollte
kann ich mir nicht vorstellen.