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Forum: Offtopic 7 Millionen Transferempfänger und der Monitor-Bericht


Autor: mitgelesen (Gast)
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7 Millionen Transferempfänger gibt es derzeit in Deutschland. Das hat 
heute in einer aktuellen Stunde im Bundestag "Mister Minister 
Eigenvorsorge" alias Walter Riester (unser ehemaliger 
Bundesarbeitsminister) persönlich kund getan, als es u.A. um den 
Monitor-Bericht der ARD ging. Genauer gesagt ging es um das Thema 
Altersarmut. Laut Walter Riester haben von den 7 Millionen sogar volle 3 
Millionen Menschen nicht mehr wie 400 Euro eigene Einkünfte im Monat 
aufgrund von Mini-Jobs. Daraus leitet sich dann laut Riester "nur" ein 
Rentenanspruch von ca. 2 Euro 85 Cent ab.

Selbst eine Verkäuferin hat laut Riester bei ca. 1100 Euro Brutto einmal 
einen Rentenanspruch, der lange nicht an die Grundsicherung heranreicht 
und hat damit Anspruch auf Grundsicherung. Erst ab ca. 1900 Euro 
Bruttoverdienst und entsprechender Erwerbsjahre wird überhaupt erst die 
Schwelle der Grundsicherung überschritten (so Riester). Unterhalt dieser 
Schwelle gibt es Rente quasi nur auf Sozialhilfeniveau.

Damit erwartet Deutschland in ca. 15 Jahren eine gigantische 
Altersarmut, falls die Politik nicht schleunigst gegensteuert und das 
Rentensystem überdenkt. Damit "riestern" Millionen Menschen entgegen dem 
was ihnen ursprünglich erzählt wurde, bisher ausschließlich dafür, den 
späteren staatlichen Transfer zu senken, aber nicht dafür, ihre eigene 
Armut abzudämpfen (was die allermeisten bisher glaubten und vermutlich 
auch immer noch glauben oder hoffen).

Der anhaltende Trend zur Niedrigentlohnung wird die Problematik nochmal 
deutlich verschärfen und was in diesem Zusammenhang das Modell von Prof. 
Sinn vom IFO-Institut (Verdienst grundsätzlich gering, Staat stockt dann 
auf) bedeutet, kann sich jeder ausmahlen. Die Rente wird sich nur aus 
dem Eigenanteil berechnen (dem was man wirklich selbst verdient) und 
somit sehr gering bleiben, denn die Aufstockung ist eine Sozialleistung, 
die keine Rente (oder höchstens einen symbolisch Wert) bildet, ähnlich 
dem Anteil den Erwerbslose an Rentenpunkten bekommen). Millionen werden 
arm im Alter sein, wo unseren Eltern die Rente noch ein würdiges Leben 
bescherte.

Interessant war die Reaktion der Union (CDU/CSU) zum Monitor-Bericht. 
Der Unionssprecher sagte doch tatsächlich, man solle die 
Verantwortlichen dort in der ARD, der Monitor-Redaktion, zur 
Verantwortung ziehen für ihren Bericht, der so die Leute verunsichert 
hätte.

Liebe CDU/CSU'ler, die "Verunsicherung" nennt sich Information und 
Aufklärung, aber das scheint man in dieser Partei nicht gerne zu sehen. 
Schon blöd, wenn die Leute erstmal die Wahrheit kennen, nicht wahr?

Laut Andrea Nahles ist es deswegen umso wichtiger den Verdienst der 
breiten Masse anzuheben, denn daraus berechnen sich nun mal die 
Rentenpunkte. Statt immer mehr Auslagerung und danach Rückeinstellung 
über Zeitarbeitsfirmen bei 30 Prozent weniger Lohn hinzunehmen, kann nur 
ein Mindestlohn der Problematik späterer Altersarmut etwas 
entgegensetzen.

Es kommt also was auf uns zu ...

Autor: The one (Gast)
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Aber mal ehrlich, um diese Empörung hervorzurufen bedarf es mal wieder 
der Medien. Der gute alte Hr. Bednarz (oder ist es jetzt ein anderer) 
von Monitor hat diese Betrügerei entlarvt und jetzt gucken alle blöd.

Warum können Leute die sich so etwas von irgendwelchen 
Versicherungsfuzzis aufschwätzen lassen sich nicht selber informieren? 
Das steht doch alles im Gesetzestext und manchmal sogar im Vertrag (wenn 
man eine Lupe dabei hat).

Abgesehen davon: Wer um alles in der Welt nimmt Finanzprodukte in 
Anspruch, die der Staat entwickelt hat? Jeder sollte doch eigentlich 
darüber froh sein, wenn er der staatlichen Drangsalierung entkommen 
kann. Man kann sich heutezutage auf niemanden mehr verlassen. Bei diesen 
Riesterprodukten haben Banken, Versicherungen UND der Staat ihre Griffel 
drin. Und das die nicht mit Geld umgehen können kann man ja zu Zeit in 
den Nachrichten ganz gut verfolgen.

Die sichere Möglichkeit ist noch ein Konto in einem Nicht-EU Land, wo 
man sukzessive kleinere Beträge einzahlt, sozusagen als eiserne Reserve. 
Denn wehe euch ihr werdet krank oder verliert eure Arbeit. Dann werdet 
ihr dazu verdonnert euer sauer verdientes zu verprassen.

Autor: Zardoz (Gast)
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Bevor wieder mal im Glashaus mit Steinen geworfen wird sollte man doch 
noch mal nachlesen, wer denn diese "Riester-Rente" sogar zu einer 
Zwangsveranstaltung machen wollte ...

Nice week,
Zardoz

Autor: Bastelmensch nicht angemeldet (Gast)
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> Interessant war die Reaktion der Union (CDU/CSU) zum Monitor-Bericht.
> Der Unionssprecher sagte doch tatsächlich, man solle die
> Verantwortlichen dort in der ARD, der Monitor-Redaktion, zur
> Verantwortung ziehen für ihren Bericht, der so die Leute verunsichert
> hätte.

Und jetzt rate mal wer bei den nächsten Wahlen wieder die meisten 
Stimmen bekommen wird.

Die Menschen wollen belogen werden und deshalb finden sie es noch gut 
wenn sie zur Schlachtbank geführt werden. Ach was sage ich, die laufen 
selber da hin.

Das größte Problem ist, das Politiker heute ein Beruf geworden ist und 
nicht als Berufung von den Politikern verstanden wird.

Leider gibt es keine wirklichen Alternativen zu den zwei großen 
Parteien, die Grünen denken mir etwas zu einseitig und die FDP, nun ich 
denke zur Spaßpartei ist genug gesagt worden, die kann man ja wirklich 
nicht ernst nehmen.

Ich danke heute noch einem Lehrer der mich rechtzeitig Aufgeweckt hat. 
Ich kann Positiv in die Zukunft schauen und das einzige was mir sorgen 
macht ist, das ich irgendwann mal für meinen "Alterswohlstand" (also 
Rente über Hartz IV-Niveau) angefeindet werde.

Leider weis ich auch kein Heilmittel, sonst würde ich es Präsentieren. 
Aber das ist ja auch nicht mein Job, den mache ich gut und erfolgreich. 
Schade nur das die von mir (mit-)bezahlten Politiker ihren Job nicht 
genauso durchziehen.

Böse Welt!

Autor: The one (Gast)
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Zardoz:

Bevor wieder mal im Glashaus mit Steinen geworfen wird sollte man doch
noch mal nachlesen, wer denn diese "Riester-Rente" sogar zu einer
Zwangsveranstaltung machen wollte ..

The one:

Der Staat wollte das und spätestens da wäre bei mir das Fass 
übergelaufen. Früher oder später wird es aber soweit kommen, weil der 
Staat (oder besser wir) über unsere Verhältnisse leben.

Autor: Zardoz (Gast)
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> Der Staat wollte das und spätestens da wäre
> bei mir das Fass übergelaufen.

Bin jetzt zu faul nachzulesen. Aber vermutlich wollten das hauptsächlich 
diejenigen, die jetzt aus den gleichen Gründen den Mindestlohn fordern. 
Von dem wiederum vor allem der Staat und die Sozialkassen profitieren 
werden.

> Früher oder später wird es aber soweit kommen, weil der
> Staat (oder besser wir) über unsere Verhältnisse leben.

Sehe ich anders: Dank Überregulierung und Staatsgängelei bleiben wir 
weit unter unseren Möglichkeiten.

Nice week,
Zardoz

Autor: Bewunderer (Gast)
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@Zardoz,

"Bin jetzt zu faul nachzulesen. Aber vermutlich wollten das 
hauptsächlich
diejenigen, die jetzt aus den gleichen Gründen den Mindestlohn fordern.
Von dem wiederum vor allem der Staat und die Sozialkassen profitieren
werden."

Jetzt blicke ich bei Dir nicht mehr durch. Wenn der Staat (=DU und ich 
und alle anderen) und die Sozialkassen, in die viele von uns einzahlen, 
von einem Mindestlohn profizieren, was ist dann schlecht daran.

Nice thinking

Bewunderer

Autor: Hardy Hard (Gast)
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> Bin jetzt zu faul nachzulesen.

Solltest Du aber!

Es ist der SPD-Sozialexperte Karl Lauterbach, der Riester zur Pflicht 
machen will.
http://www.nachdenkseiten.de/?p=2793

Autor: The one (Gast)
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Schade, der Lauterbach ist ein intelligenter Mann. Vielleicht war der zu 
lange in der SPD und die haben sein Hirn aufgeweicht.

Autor: Zardoz (Gast)
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> Wenn der Staat (=DU und ich und alle anderen) und die Sozialkassen,
> in die viele von uns einzahlen, von einem Mindestlohn profizieren,
> was ist dann schlecht daran.

Eigentlich ganz einfach: Wenn es jemand besser gehen soll, muß mehr 
verdient werden. Durch mehr/bessere Produkte/Dienstleistungen auf dem 
Markt. Hier wird aber nur mehr umverteilt.

Nice week,
Zardoz

Autor: Wasser (Gast)
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Habe schon von Jahren alle drauf aufmerksam gemacht. Bin mal gespannt 
wann Stuern und Krankenkasse angesprochen werden <ggg>.


>Aber mal ehrlich, um diese Empörung hervorzurufen bedarf es mal wieder
>der Medien. Der gute alte Hr. Bednarz (oder ist es jetzt ein anderer)
>von Monitor hat diese Betrügerei entlarvt und jetzt gucken alle blöd.

>Warum können Leute die sich so etwas von irgendwelchen
>Versicherungsfuzzis aufschwätzen lassen sich nicht selber informieren?
>Das steht doch alles im Gesetzestext und manchmal sogar im Vertrag (wenn
>man eine Lupe dabei hat).

Naja Riester Rente ist für wen der wirklich viel verdient auch ne 
praktische sache. Leider ist die schwelle für die es sich nicht mehr 
lohnt kaum berechenbar.

Ich werde nicht machen sondern ein paar mal mehr in urlaub fahren. Ins 
leben invenstieren ist die beste Altersvorsorge.

Und wenn ich 1000€ Euro durch Private altersvorsorge mehr bekommen 
würde. Habt ihr mal gesehen was ein Altenheim kostet <gggg>

Autor: Zorro (Gast)
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Tja. Es gibt ein Recht auf gutbezahlte Arbeit. Egal, ob man sich fuer 
irgendwas interessiert, oder nicht, ob man was gelernt hat, ob man etwas 
kann was anderen dient. Das Erste was man lernen muss, und offenbar das 
Einzige ist, dass der Staat es zu richten hat. Maerkte ? Was soll das ? 
Ein kaptialistisches Schlagwort. Die Firma sollte etwas verdienen ? Wozu 
denn ? Die Firma muss mir den Lohn zahlen. Die Firma sollte erst mal was 
verkaufen ? Nee, ist mir egal. Schiebt mal die Kohle rueber. Sonst 
muessen wir wieder mal streiken.

Duck und weg...

Autor: Wasser (Gast)
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@Zorro

Naja in den 80 90 gabs halt auch Gewinnmitnahmen und die Firmen haben 
die Kohle gemacht.

Damals sind aber wenigstens noch die reste vom Kuchen für die 
Mitarbeiter übrig geblieben. Was heute so abgeht ist teilweise schon 
Krass.

Autor: TheMason (Gast)
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@ Bastelmensch

>wenn sie zur Schlachtbank geführt werden ..

so wirds leider aussehen ... so oder so ..

Autor: Oberprogger (Gast)
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Die Deutsche leben einfach total über ihren Verhältnissen! Jeder muss 
ein Auto haben, Fernseher, Stereoanlage, Urlaube und Luxus haben. Das 
geht eben nicht mehr. Die Leute sollten sparen, damit sie fürs Alter 
etwas haben. Die Älteren hatten in ihrer Jugend auch nichts! Die haben 
jetzt wenigstens im Alter etwas.

Schaut euch doch mal um? Die meisten von uns konnten Studieren, Abi 
machen, mussten nichts arbeiten und hatten eine wohlgenährte Kindheit. 
Wie ging es denn unseren Großvätern? Ich finde das gerecht, daß wir 
denen eine vernüftige Rente zahlen.

Ich schiebe auch jeden Euro, den ich einnehme, auf ein Konto.

Autor: Holger Krull (krulli) Benutzerseite
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Oberprogger wrote:
> Ich schiebe auch jeden Euro, den ich einnehme, auf ein Konto.

Und leben tust Du von Luft und Liebe?

Autor: Gerard Choinka (gerardchoinka)
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Oberprogger wrote:
> Die Deutsche leben einfach total über ihren Verhältnissen! Jeder muss
> ein Auto haben, Fernseher, Stereoanlage, Urlaube und Luxus haben. Das
> geht eben nicht mehr. Die Leute sollten sparen, damit sie fürs Alter
> etwas haben. Die Älteren hatten in ihrer Jugend auch nichts! Die haben
> jetzt wenigstens im Alter etwas.
>
> Schaut euch doch mal um? Die meisten von uns konnten Studieren, Abi
> machen, mussten nichts arbeiten und hatten eine wohlgenährte Kindheit.
> Wie ging es denn unseren Großvätern? Ich finde das gerecht, daß wir
> denen eine vernüftige Rente zahlen.
>
> Ich schiebe auch jeden Euro, den ich einnehme, auf ein Konto.

wenn jeder spart so wirst du bald nichts mehr zum sparen haben, dazu 
muss man kein bwl studieren

Autor: Wasser (Gast)
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>Die Deutsche leben einfach total über ihren Verhältnissen! Jeder muss
>ein Auto haben, Fernseher, Stereoanlage, Urlaube und Luxus haben. Das
>geht eben nicht mehr. Die Leute sollten sparen, damit sie fürs Alter
>etwas haben. Die Älteren hatten in ihrer Jugend auch nichts! Die haben
>jetzt wenigstens im Alter etwas.

Oh Gott. Einige von denen geben selbst Geld aus für Tageszeitungen oder 
sogar für Lebensmittel.


>Schaut euch doch mal um? Die meisten von uns konnten Studieren, Abi
>machen, mussten nichts arbeiten und hatten eine wohlgenährte Kindheit.
>Wie ging es denn unseren Großvätern? Ich finde das gerecht, daß wir
>denen eine vernüftige Rente zahlen.

Klar , ich denke auch das wir dennen die Rente zahlen sollten. Ich halte 
unser Umlagesystem auch für das Weltweit beste. Dennoch haben uns unsere 
Grossväter jede Menge Schulden da gelassen. Wie keine Generation je 
zuvor. Aber das ist ein anderes Thema :-)

>Ich schiebe auch jeden Euro, den ich einnehme, auf ein Konto.

Naja das ist halt die pers. Lebenseinstellung. Der andere kauft sich 
dafür ein Haus oder fährt 4 mal im Jahr in den Urlaub.

Autor: Bewunderer (Gast)
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@Zardoz,

die Begriffe Solidargemeinschaft und Soziale Marktwirtschaft hast Du 
aber schon gehört?

"...Wenn es jemand besser gehen soll, muß mehr verdient werden... "

Also was jetzt? Mindestlohn oder nicht?

Aufgrund Deiner Äußerungen tippe ich mal, Du bist Mitte 50, hast Deine 
Schäfchen (vermeintlich) im Trockenen und gibst jetzt den 
lebenserfahrenen Sozialdarwinisten.

Autor: Zardoz (Gast)
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> "...Wenn es jemand besser gehen soll, muß mehr verdient werden... "
> Also was jetzt? Mindestlohn oder nicht?

Noch nicht klar?

> Durch mehr/bessere Produkte/Dienstleistungen auf dem Markt.

Nice week,
Zardoz

Autor: Bewunderer (Gast)
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@Zardoz,

"Durch mehr/bessere Produkte/Dienstleistungen auf dem Markt"

Nokia und PIN machen das ja gerade vor.

Nice thinking

Bewunderer

Autor: Lusche (Gast)
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Ist das jetzt irgendwie gerade angesagt mit diesem "nice week" oder 
"nice thinking"?
Und jetzt kommt mir nicht mit diesem "duck und weg"

die Lusche

Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
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@Lusche
Zu Befehl, Genosse Stabsfeldwebel!

Laß Dich in den Skat drücken. :-))

Paul

Autor: Dr. Ambrosius (Gast)
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Grußformeln am Ende eines Beitrages deuten oft, aber nicht immer
auf Objekteigenschaften des Erstellers hin. Irgendwelche Überreaktionen
halte ich aber nicht für angebracht, schließlich spiegelt so
ein Forum auch die Struktur der Gesellschaft wider.

Ansonsten könnte man sich ja unentwegt echauffieren:
Wiederstand,
währe,
nähmlich,
Spannung durch Strohm.
Liebe Grüße.

Die restlichen Dämlichkeiten kann kein Mensch aufzählen,
außer die meinen...
Deswegen lassen wir das mal jetzt besser sein.

Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
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Was wir tun, bestimmen wir. Schizophrenie ist nicht zu 
unterschätzende
Krankheit.

Paul

Autor: Dr. Ambrosius (Gast)
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Ei dann geb ich Dir mal Recht.

Autor: mitgelesen (Gast)
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>Eigentlich ganz einfach: Wenn es jemand besser gehen soll, muß mehr
>verdient werden. Durch mehr/bessere Produkte/Dienstleistungen auf dem
>Markt. Hier wird aber nur mehr umverteilt.

Natürlich wird mehr umverteilt, weißt du auch wohin? Schau dir mal die 
Entwicklung der Vermögen in den letzten Jahren im Staate Deutschland an, 
da siehst du die Umverteilung. Es wird nach Oben umverteilt und zwar 
massiv. Das scheint immer wieder in Vergessenheit zu geraten.

Leiharbeiter:
2003: 330.000
2004: 390.000
2005: 465.000
2006: 630.000
Quelle: Frontal

Nettoreallöhne:
von 11,28 EUR 1991 auf 11,73 EUR 2006
Quelle: statistisches Bundesamt
d.h. Löhne stagniert, aber Preise seitdem gestiegen wie Hund

Einkommen:
2003 bis 2006:
Vorstände +53 Prozent
Arbeitnehnemer +4,6 Prozent
Quelle: Frontal21

Auch ne interessante Steigerung:
Hartz-IV neue (Gerichts-)Verfahren pro Monat
Januar 2006: 748
August 2007: 1724
Quelle: Kontraste

Strompreise RWE Gewinn nach Steuern:
2000 bis 2006: +300 Prozent (3.8 Milliarden EUR)
Quelle: Phoenix

Unternehmensgewinne und Löhne:
1996 bis 2004
Unternehmensgewinne: 61,7 Prozent
Bruttolöhne und Gehälter: +16,7 Prozent
Quelle: WSI-Tarifarchiv/Bundesamt für Statistik

Durchschnittliche Vorstandsgehälter (pro Kopf und pro Jahr in EUR):
1987 bis 2005: von 439.990 EUR auf 2.320.850 EUR
macht +427 Prozent !!!
Quelle: Joachim Schwalbach/HU Berlin (Maybrit Illner Sendung)

Und abschließend das Wichtigste

"Vermögensverteilung in Deutschland
Das reichste Zehntel der Bevölkerung besitzt fast zwei Drittel des 
gesamten Vermögens, dagegen verfügen mehr als zwei Drittel der 
Bevölkerung nur über einen Anteil am Gesamtvermögen von weniger als zehn 
Prozent."

http://berlin.business-on.de/sensationelle-diw-stu...

"Von Zinsen leben
Der Anteil der Unternehmens- und Vermögenseinkommen am gesamten 
Volkseinkommen hat von 1996 bis 2006 um knapp 4 Prozentpunkte auf 33,8 % 
zugenommen. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung von 
Vermögenseinkommen und der stark ungleichen Vermögensverteilung sollte 
die Reform der Erbschafts- und Schenkungssteuer überdacht werden, da die 
Steuersätze im internationalen Vergleich gering und die Freibeträge 
bereits sehr umfangreich sind."

Viel Spass beim nach(t)denken!

Autor: Oberprogger (Gast)
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Zu den Einwürfen:

Ich meine selbstredend, daß ich alles ÜBER die Lebensversorgung hinweg 
aufs Konto schiebe. Ich zahle auch Miete, Telefon, habe Kleidung und 
Essen.

Ich meine einfach nur, daß viele junge Leute um die 20 und darunter, 
sich riesige Autokredite leisten, teuere Plasmafernseher haben müssen 
und von der Hand in den Mund leben und fast nichts zurücklegen. Da 
liesse sich einiges für später sparen. Die jungen haben heute ein 
wesentlich einfacheres und leichteres Leben. Viele scheinen auch zu 
erwarten, daß ihnen alles in den Schos fällt. Essen, Wohnung und 
Grundversorgung st ja von den Eltern da und muss nicht erarbeitet 
werden. Das war noch vor 20 Jahren bei vielen anders.

Autor: Zardoz (Gast)
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> Schau dir mal die Entwicklung der Vermögen in den letzten Jahren
> im Staate Deutschland an, da siehst du die Umverteilung. Es wird
> nach Oben umverteilt und zwar massiv.

Z.B. indem die Aldi-Brüder mit einer klugen Geschäftspolitik immer 
reicher werden und die Kunden sich über günstige Preise freuen.

Was bei all diesen Vermögensaufstellungen gerne vergessen wird: Um einem 
Empfänger von Transferleistungen rund 10.000€ jährlich zu zahlen wäre 
bei einer angenommenen Verzinsung von 5% ein Vermögen von 200.000€ 
erforderlich. Nehmen wir an, daß im Durchschnitt 3.000.000 Empfänger auf 
diese Weise versorgt werden, so entspricht das den Einkünften eines 
Vermögens von 600 Mrd. €.

> Leiharbeiter:
> 2003: 330.000
> 2004: 390.000
> 2005: 465.000
> 2006: 630.000
> Quelle: Frontal

Also haben 300.000 Menschen mehr einen Job bekommen.

> Nettoreallöhne:
> von 11,28 EUR 1991 auf 11,73 EUR 2006
> Quelle: statistisches Bundesamt
> d.h. Löhne stagniert, aber Preise seitdem gestiegen wie Hund

Was hier stagniert ist nicht "der Lohn", sondern die Lohnsumme. Gesuchte 
Qualifikationen führten natürlich auch hierzulande zu steigenden Löhnen. 
Für eine zunehmende Anzahl weniger Qualifizierter wurden entsprechend 
schlecht bezahlte Jobs geschaffen. Was dann die o.g. 
Durchschnittsstundenlöhne ergibt.

> Einkommen:
> 2003 bis 2006:
> Vorstände +53 Prozent
> Arbeitnehnemer +4,6 Prozent
> Quelle: Frontal21

Siehe oben: Es gibt nun mal keine Minijobs für Vorstände.

> Auch ne interessante Steigerung:
> Hartz-IV neue (Gerichts-)Verfahren pro Monat
> Januar 2006: 748
> August 2007: 1724
> Quelle: Kontraste

Wo viel zu holen ist (600 Mrd. €) wird auch viel gestritten.

> Strompreise RWE Gewinn nach Steuern:
> 2000 bis 2006: +300 Prozent (3.8 Milliarden EUR)
> Quelle: Phoenix

Eine Folge inkonsequenter Deregulierung.

> Unternehmensgewinne und Löhne:
> 1996 bis 2004
> Unternehmensgewinne: 61,7 Prozent
> Bruttolöhne und Gehälter: +16,7 Prozent
> Quelle: WSI-Tarifarchiv/Bundesamt für Statistik

Sieht man sich die Zahlen größerer Unternehmen an stellt man schnell 
fest, daß ein Großteil der Gewinne im Ausland erzielt wird während ein 
Großteil der Kosten im Inland anfällt.

> Durchschnittliche Vorstandsgehälter (pro Kopf und pro Jahr in EUR):
> 1987 bis 2005: von 439.990 EUR auf 2.320.850 EUR
> macht +427 Prozent !!!
> Quelle: Joachim Schwalbach/HU Berlin (Maybrit Illner Sendung)

Nominal, inflationsbereinigt dürften die Vorstandsgehälter recht gut mit 
den von ihnen bewirkten Gewinnsteigerungen der Unternehmen korrelieren.

> Und abschließend das Wichtigste
> "Vermögensverteilung in Deutschland
> Das reichste Zehntel der Bevölkerung besitzt fast zwei Drittel des
> gesamten Vermögens, dagegen verfügen mehr als zwei Drittel der
> Bevölkerung nur über einen Anteil am Gesamtvermögen von weniger als
> zehn Prozent."

Was regelmäßig zu Umverteilungsorgien und anschließend zum gleichen 
Ergebnis führt.

> http://berlin.business-on.de/sensationelle-diw-stu...
> "Von Zinsen leben
> Der Anteil der Unternehmens- und Vermögenseinkommen am gesamten
> Volkseinkommen hat von 1996 bis 2006 um knapp 4 Prozentpunkte auf 33,8 %
> zugenommen. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung von
> Vermögenseinkommen und der stark ungleichen Vermögensverteilung sollte
> die Reform der Erbschafts- und Schenkungssteuer überdacht werden, da die
> Steuersätze im internationalen Vergleich gering und die Freibeträge
> bereits sehr umfangreich sind."
> Viel Spass beim nach(t)denken!

Na dann viel Spaß bei der Umverteilung.

Nice weekend,
Zardoz

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