Karrierechancen mit Fachhochschuldiplom bzw. Bachelor

Gast #754932
Lesenswert?

Guten Tag die sehr verehrten Damen und Herren,

ich würde mal gerne eine Diskussion anstoßen bzgl. der Karrierechancen 
von Fachhochschulabsoventen(Ingenieurwesen) mit Diplom oder Bachelor.Ist 
es möglich mit diesen Abschlüssen bis in die Vorstände bzw. 
Geschäftsführung vorzustoßen oder sind diese Absolventen eher eine 
Seltenheit in den höchsten Ebenen bzw. gar nicht zu finden?


Gruß
Absolvent
Gast #754935
Lesenswert?

Hallo

Ich glaube kaum, dass da der Ing. oder der Bachelor reicht. Meistens 
braucht man da noch ein Wirtschaftsstudium und irgendwie noch nen Master 
oder einen höheren Abschluss. Aber ich denke, das kommt auch auf die 
Grösse der Firma/des Konzerns an.
Gast #754982
Lesenswert?

>Ist
>es möglich mit diesen Abschlüssen bis in die Vorstände bzw.
>Geschäftsführung vorzustoße

Ja, ist möglich. Dazu benötigst du aber das allgemein in der deutschen 
Arbeiterklasse verhasste BWL/VWL. Wie sonst möchtest du eine Firma 
leiten, wenn du kein Marktverständnis hast?
Gast #755030
Lesenswert?

1. Bachelor != FH-Diplom
2. Auch ein BWL- oder VWL-Diplom (FH/Uni) eröffnet nicht automatisch 
alle Türen. Viele BWLer träumen davon, später ganz groß einzusteigen. 
Die meisten landen jedoch bei Obi, Lidl oder Mc Donalds.
3. Viel wichtiger ist Vitamin B
Gast #755037
Lesenswert?

@STS
100% ACK
Es studieren so viele Leute BWL, da ist gar nicht für alle Platz in der 
Führungsriege.
Wenn man aber ein technisches Studium hat und anschliessend noch BWL 
macht, dann könnten die Chancen gar nicht so schlecht stehen.
Ein ehemaliger Studienkollege von mir hat ca 14 Semester gebraucht um 
sein E-Technik Studium so mittelmässig abzuschliessen. In den letzten 4 
Semestern hat er dann nebenbei noch BWL gemacht und ist heute 
Betriebsleiter einer mittelgrossen Firma mit mehreren hundert 
Mitarbeitern.
Gast #757038
Lesenswert?

>>STS (Gast)
>>mba == Masterlevel im BWL-Bereich

Ist vom Prinzip her nicht falsch, aber auch nicht richtig.
MBA ist kein gesetzlich geschützter Titel. Jede UNI, Privatschule, etc 
kann einen solchen anbieten und verleien...
entsprechend unterschieldich werden daher auch die Kentnisse und das 
Niveau sein...

--> Beim MBA ist es noch viel wichtiger wo man den macht
Gast #757249
Lesenswert?

Die heutige Vorstände haben meist einen Universitätsabschluss. Die 
lassen es sicher nicht zu, dass einer mit einem geringwertigeren 
Abschluss an ihre Stelle tritt. Sicher mag es Ausnahmen geben.

Als FH-Ingenieur wird man nicht ernst genommen. Bachelor-Absolventen 
werden belächelt. Mach den Master, aber nicht an einer Fachhochschule. 
Leider zählt das Papier mehr als der Mensch und dessen Leistungen. Wobei 
man für einen Posten im Vorstand wohl nur noch ganz wenig 
Technikkenntnisse braucht. Es wäre im Prinzip also egal, ob Bachelor 
oder Uni-Diplom in einer Ingenieurwissenschaft. Die Kenntnisse der 
Betriebswirtschaft kann man sich neben bei anlernen. Anspruchsvoller ist 
da schon das Weben von Beziehungsnetzen.
Gast #792767
Lesenswert?

LOL
Es braucht ganz einfach nur Glück und Gesunden Menschenverstand. Die 
Ausbildung ist ein kleiner Teil. Aber der viel grössere Teil ist Glück, 
Beziehungen und schlussendlich muss man in den meisten Fällen halt 
einfach beweisen dass man auch was kann. EIn Diplom ist schön und gut. 
Aber unterm Strich bleibt der Mensch.
Ich habe schon so viele Doktor Idioten erlebt. Und auch schon viele 
welche gar kein Studium absolviert haben und einiges mehr von der 
Materie verstanden haben als viele Studierte....

Fazit:
Die Abschlüsse erhöhen tendenziell die Chancen. Das ist dann aber auch 
alles!
#803036
Lesenswert?

hi,
ingenieure kommen gar nie in den vorstand, hab den 'beweis' irgendwo im 
www gefunden:

 Ein Unternehmen hat seine Spitzenmanager auf ein teures Seminar
geschickt. Sie sollen lernen, auch in ungewohnten Situation Lösungen zu 
erarbeiten, rasch und zielgerichtet zu entscheiden.
 Am zweiten Tag wird ihnen die Aufgabe gestellt, die Höhe einer
Bahnschranke zu messen.
 Sie gehen hinaus, beschaffen sich eine Leiter und ein Bandmaß.
Die Leiter ist aber zu kurz. Also holen sie noch einen Tisch, auf den 
sie die Leiter stellen. Es reicht immer noch nicht. Sie stellen noch 
einen Stuhl auf den Tisch. Da das alles sehr wackelig ist, fällt der 
ganze Aufbau immer wieder um.
 Alle reden gleichzeitig. Jeder hat andere Vorschläge zur Lösung des
Problems. Es ist ein heilloses Durcheinander.
 Ein Ingenieur kommt vorbei und sieht sich das Treiben ein paar Minuten
lang an. Dann läßt er wortlos die Schranke herunter, nimmt das Bandmaß 
und mißt die Schranke von einem Ende zum anderen.
Er schreibt das Ergebnis auf einen Zettel und drückt ihn zusammen mit
dem Bandmaß einem der Manager in die Hand und geht seines Weges.
 Kaum ist er um die Ecke, sagt einer der Top-Manager: "Das war wieder
typisch Ingenieur! Wir müssen die Höhe der Schranke wissen und er sagt 
uns die Länge! Deshalb lassen wir solche Leute auch nie in den 
Vorstand".
#896287
Lesenswert?

Heute brachte SWR2 einen sehr kritischen Beitrag von der 
FAZ-Journalistin Heike Schmoll zum Thema Bologna-Prozeß.

Ein Link zum nachhören, oder -lesen ist hier zu finden:
http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/-/id=660374/did=3613874/pv=mplayer/vv=big/nid=660374/1rll12/index.html

Die Dame läßt kein gutes Haar am Bachelor/Master-System - sehr fundiert 
und absolut hörenswert!

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren